Archiv der Kategorie: Cotton Reloaded

In memoriam Christian Weis

Christian Weis (das Bild habe ich mir von seinem Blog „geliehen“).

Christian Weis (das Bild habe ich mir von seinem Blog „geliehen“).

Am 6. Juni erhielt ich eine Email von Christian Weis, dem von mir sehr geschätzten Autor einiger exzellenter Folgen von Cotton Reloaded und etlicher weiterer (meist kurzer) Werke. Insgesamt haben wir uns nur ein paar Mal hin und her geschrieben, das erste Mal kontaktierte er mich nach meinem Blog-Eintrag „Wo steckt eigentlich Christian Weis?“ vom 8. Januar 2016. Er entschuldigte sich für seine längere WordPress-Abstinenz und schilderte mir kurz seine ernste gesundheitliche Situation.

Dann, verteilt über das Jahr 2016 und sogar noch das Frühjahr 2017, erschienen mehrere neue „Cotton Reloaded“-Episoden aus seiner Feder, auch in seinem Blog erschienen ein paar neue Artikel, er kommentierte in anderen Blogs – für mich ein Anzeichen, dass es ihm wieder besser gehen müsse. Die Email vom 6. Juni war dann ein schwerer Schlag, denn darin fasste er kurz seinen nicht mehr zu behebenden gesundheitlichen Zustand zusammen und bedankte sich für alles. Ich war erst einmal völlig sprachlos, brauchte über einen Tag, um mir eine Antwort zu überlegen, die nicht allzu oberflächlich und platt rüberkam (hoffentlich) – Kern meiner Email war es, dass nicht er mir zum Dank verpflichtet sei. Ganz im Gegenteil, denn seine Werke hatten mein Leben bereichert, hatten mich fasziniert, zum Lachen gebracht oder vor Spannung in den Sitz gefesselt…

Gerade habe ich im BiomAlpha-Blog gelesen, dass Christian Weis Anfang Juli gestorben ist. Ich werde ihn vermissen.

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Gehört: „Cotton Reloaded — Serienspecial: Falsches Spiel in Quantico“ von Christian Weis

Ein spannendes Serien-Special (eigentlich Folge 1,5) von Christian Weis – sehr zu empfehlen!

Ein spannendes Serien-Special (eigentlich Folge 1,5) von Christian Weis – sehr zu empfehlen!

Letzte Woche erschien die neueste „Cotton Reloaded“-Episode, und endlich ist es mal wieder eine Story von Christian Weis (hier). Das soll die anderen Autoren in keinster Weise herabwürdigen, auch deren Geschichten sind superb, die meisten absolut auf Augenhöhe, doch irgendwie habe ich zu den „Christian Weis-Cottons“ eine besondere Beziehung, immerhin war es „Ebene Null“ (Episode 32, hier), die mich damals „angefixt“ hat. Danach habe ich mir alle weiteren Hörbücher besorgt und viele davon bereits mehrfach gehört („Ebene Null“ mindestens schon dreimal).

Handlung

Doch ich sollte nicht zu lange in der Vergangenheit schwelgen und mich eher auf das aktuelle Hörbuch konzentrieren! „Falsches Spiel in Quantico“ ist von der Chronologie her kurz nach der Pilot-Doppelfolge einzuordnen. Die Handlung – ohne Spoiler – lässt sich in etwa wie folgt zusammenfassen:

Cotton hat den Sprung ins G-Team des FBI geschafft, doch als Quereinsteiger steht er natürlich noch auf einem sehr wackeligen Posten, der unter Umständen auch schnell wieder zum Schleudersitz nach draußen werden könnte. Mr. High schickt ihn daher auf einen Schnellkursus in die FBI-Academy nach Quantico. Im Paket ist aber auch gleich noch ein Spezialauftrag für den frisch gebackenen Special Agent: Er soll unauffällig recherchieren, wie es erst vor kurzer Zeit zum überraschenden und etwas mysteriösen Tod eines anderen Rekruten in der Ausbildung kam. Und Cotton geht diesem Auftrag auf seine unnachahmliche Art nach…

Nostalgie und Spannung in einem

Nach den herben Rückschlägen für die Moral der Serien-Fans in der Jubiläums-Doppelfolge („Episode 50: Tödliches Finale“) ist die aktuelle Folge absoluter Balsam, denn in beinahe schon nostalgischer Art entfaltet sich die entfernt an Bud Spencer und Terence Hill erinnernde Hass-Liebe der beiden Agenten Cotton und Decker hier. Alles wirkt noch ganz frisch, noch ist nicht das tiefe gegenseitige Verständnis aufgebaut, das die späteren Folgen kennzeichnet. Christian Weis ist in dieser Hinsicht ein absolutes Meisterstück gelungen, denn das Anhören der Folge ist gleichzeitig spannend (noch kennt man die Handlung ja nicht) und nostalgisch (so fühlte sich die Serie am Anfang noch an). Hut ab dafür!

Und noch eines an der Geschichte hat mir als Star Trek-Fan besonders gefallen: Cotton ähnelt Captain James T. Kirk streckenweise verblüffend: Erst einmal losstürmen und drauflos machen, bevor man zu viel grübelt. Achtung: Es folgt ein verschwindend kleiner Mini-Spoiler! Und so löst der „kirkhafte“ Cotton am Ende den Fall, ohne genau zu wissen, was eigentlich los ist. Er stochert einfach so lange im Trüben herum, bis einer der Bösewichte die Nerven verliert und aus der Rolle fällt.

Fazit

Alle Fans der Serie werden von dieser Folge begeistert sein, davon bin ich überzeugt, denn es vereint die klassischen Cotton-Zutaten in einem spannenden und gleichzeitig die alten Zeiten heraufbeschwörenden Mix. Ich habe den Großteil der Geschichte beim Laufen durch die eiskalte Ostalb gehört – und dabei die leicht knisternde Erotik zwischen Cotton und Decker genauso genossen wie Deckers schroffe Kritik an Cottons Kirk-Aktionen. Mit der Geschichte in den AirPods vergingen die 15 Kilometer wie im Fluge… Vielen Dank an Christian Weis für diese wundervolle Episode!

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Scotch des Tages

In bester „Cotton Reloaded“-Tradition (wenn auch nicht in Pete's Candy Store)...

In bester „Cotton Reloaded“-Tradition (wenn auch nicht in Pete’s Candy Store)…

Für die Fans der „Cotton Reloaded“-Serie, deren bislang erschienene Folgen mir vollständig bekannt sind, sollte der heutige Scotch des Tages nur zu bekannt sein, denn kaum eine Episode geht vorbei, ohne dass Cotton einen Talisker trinkt oder zumindest daran denkt, dass er gerade viel lieber einen trinken als der momentanen Tätigkeit nachgehen würde.

In diesem Sinne: Hoch die Tassen!

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Gehört: „Cotton Reloaded, Episode 52: Blutiger Valentin“ von Alfred Bekker

Eine spannende Folge in bester „Cotton Reloaded“-Manier – man könnte glatt nostalgisch werden!

Eine spannende Folge in bester „Cotton Reloaded“-Manier – man könnte glatt nostalgisch werden!

Mit der Episode 50 schien die Serie „Cotton Reloaded“ um Jeremiah Cotton und Philippa Decker auf drastische Weise zu einem zumindest vorläufigen Ende gekommen zu sein. Doch dann erschien Episode 51, in der aber nur Cotton allein tätig war – über Deckers Schicksal hängen die treuen Hörer angeblich noch bis zum Herbst, wenn die Serie nach einer Neuausrichtung wieder volle Fahrt aufnimmt, im Ungewissen.

Handlung

Pünktlich zum Valentinstag kam dann die Episode 52 mit dem Titel „Blutiger Valentin“ heraus, in der genau dieser Tag zum Anlass für einen Serienmörder wird, Jahr für Jahr mehr Menschen zwar mit einer recht außergewöhnlichen, leider aber auch sehr effektiven Methode aus dem Leben zu befördern. Und hier treten Cotton und Decker wieder mit dem kompletten Team an.

Chronologie

Für Kenner der Serie muss diese Episode in der Chronologie daher zwangsläufig vor Episode 50 angesiedelt sein, denn in dieser Episode stirbt Sarah Hunter, was ein erneutes Auftreten und Agieren (so kurz es auch sein mag) in einer Episode 52, die zeitlich nach ihrer Benennung einzuordnen wäre, unmöglich machen würde…

Was „Cotton“ zu „Cotton“ macht…

Wunderbar ist an dieser Folge, dass wieder all die Elemente, die mir vorher so gefallen haben, in rauen Mengen zum Einsatz kommen:

  • die permanent köchelnde Spannung zwischen Cotton und Decker
  • die stets korrekte und professionelle Art von John D. High, dem Chef des mysteriösen G-Teams
  • Zeerookahs Computer-Fähigkeiten, seine Ernährung, die ausschließlich aus gelieferter Pizza und Softdrinks besteht
  • Steve Dilaggio, der seine ruppige Art in einigen Szenen in der Grauzone zwischen Legalität und Illegalität ausleben darf, ansonsten aber ein effizient arbeitendes Mitglied

Diese Liste könnte ich auch noch fortsetzen, doch das macht den „harten Kern“ der Elemente aus, die bei einer gelungenen „Cotton Reloaded“-Folge einfach nicht fehlen dürfen.

Fazit

Die Episode 52 ist eine wunderbare Folge, die mein Feuer für die Serie ein weiteres Mal hell auflodern lässt. An dieser Stelle richte ich meinen Dank an Alfred Bekker, dem dies gelungen ist.

Vielleicht muss ich in den kommenden Tagen noch ein paar alte Folgen erneut anhören – die meisten habe ich schon zweimal gehört, ein drittes Mal kann aber auch nicht schaden. Letzte Woche habe ich mir schon eine der Christian Weis-Folgen, „Das Gift der Viper“ (hier), erneut zu Gemüte geführt, auch die hat mir sehr gefallen, wieder einmal. Im April erscheint seine neueste Folge, „Falsches Spiel in Quantico“, die ich kaum erwarten kann.

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Gehört: „Wölfe“ von Timothy Stahl

Cotton Reloaded auf Sparflamme

Mit der Episode 50 „Tödliches Finale“ schwenkte meine Lieblings-Hörbuch-Serie Cotton Reloaded in einen anderen Rhythmus um, nun erscheint für etwa ein Jahr nur alle zwei Monate eine Sonderausgabe, dann geht es – laut Christian Weis – mit einem veränderten Grundkonzept weiter. Das finde ich an sich gut, denn ein Serien-Ende wäre ein Grund für absoluten Frust gewesen. Gleichzeitig hinterlässt es eine gewisse Leere, denn hier und da brauche ich auch immer wieder mal neues Hörbuch-Futter. Diese hatten die preisgünstigen und durchweg faszinierenden Episoden um die Agenten des „G-Teams“

Folge 51 („Die letzte Nacht“), also die erste der außerhalb der alten Reihe veröffentlichten Episoden, stammt von Timothy Stahl. Nachdem ich sie durch hatte, suchte ich im iTunes-Store nach neuem Hörbuch-Futter. Timothy Stahl war mein Startpunkt – und sogleich ward ich fündig…

Timothy Stahl: „Wölfe“

Eigentlich war „Wölfe“ ein Sechsteiler, also unterteilt in nacheinander erscheinende Episoden, die zusammen eine große Werwolf-Saga ergeben. Zum Glück für mich bin ich erst eingestiegen, als diese Serie schon abgeschlossen war, denn zu diesem Zeitpunkt war der Sammelband (neudeutsch als „Collector’s Pack“ bezeichnet) zum Freundschaftspreis schon erhältlich: Gut 19 Stunden Hörbuch für 6,99 €, da kann man nicht meckern. Noch dazu hasse ich lange Warteperioden, wenn ich schon in eine solche Geschichte eingestiegen bin – über meinen Frust bezüglich der langen Wartedauer auf den dritten Teil der „Königsmörder-Chronik“ von Patrick Rothfuss habe ich mich hier ja schon ausgelassen…

Eine spannende Werwolf-Saga zum kleinen Preis: „Wölfe“ (Collector's Pack) von Timothy Stahl

Eine spannende Werwolf-Saga zum kleinen Preis: „Wölfe“ (Collector’s Pack) von Timothy Stahl – noch dazu mit stylishem Cover!

Jeden Morgen auf dem Laufband gab es also eine gute Ladung von dieser Werwolf-Saga. Und wie immer, wenn ein Hörbuch mein Interesse weckt, musste ich zunehmend danach weiter und weiter hören. Da mein Schulkonzert mit dem 13. Dezember zum Glück bereits abgehakt war, hörte ich mit Kopfhörern zur Hausarbeit und beim Aufräumen meines Unterrichtsraums, auf Fahrten etc. Immer schneller zischte ich durch das Hörbuch, die letzten zwei Tage musste ich quasi in jeder freien Minute hören. Und das trotz der Tatsache, dass ich eigentlich gar kein Horror-Fan bin. Für Werwölfe kann ich mich eigentlich nicht sonderlich begeistern, doch diese Saga ist schlicht und ergreifend eines der spannendsten Hörbücher der letzten Monate gewesen.

Geschickt werden alte Mythen (inklusive solche der amerikanischen Ureinwohner) und ein moderner, in der heutigen Zeit spielender Stil miteinander verwoben. Diese Kombination machte die Geschichte äußerst faszinierend. Darüber hinaus ist die Charakterisierung der Hauptfiguren gelungen, denn obwohl man als Leser/Hörer die Bewegmotive der einzelnen Figuren zumindest in den Grundzügen kennt, überraschen sie einen immer wieder durch neue Kniffe. Mehrmals wird die vorher geschickt aufgebaute Erwartungshaltung gezielt enttäuscht oder umgangen – so kann man das iPhone dann wirklich gar nicht mehr weglegen.

Über den Inhalt verrate ich nichts, ich will nicht spoilern. Wer sich aber in überschaubarem Maß gerne gruselt und ansonsten auf eine packende Geschichte, die so auch zur Jetztzeit in den USA spielen könnte (na ja, mit Ausnahme des eigentlichen Kerns der Geschichte: Werwölfe…), abfährt, der kann hier kaum etwas falsch machen. Ich fand die Geschichte toll, die werde ich mir sicher noch ein paar Mal anhören.

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52 Wochen – Teil 42 („Auffe Fresse?“)

Am Freitag habe ich die ersten zwei Stunden Unterricht, dann Pausenaufsicht, dann vier Schulstunden Pause, dann Big Band-Probe. Dank meines entzückenden E-Bikes fahre ich dazwischen immer heim und weiß die Zeit auch gut zu nutzen. Doch spätestens um 12:00 h bin ich wieder in der Schule, um meinen Raum für die Probe vorzubereiten. 60 Minuten Probezeit (13-14 h) verkürzen sich dramatisch, wenn erst einmal 15 Minuten für Aufbau und Umräumen des Raums draufgehen. Also erledige ich das in der sechsten Schulstunde:

  • Stühle und Tisch beiseite räumen
  • Klavier, E-Piano, E-Bass, E-Gitarre, Schlagzeug herräumen
  • für Strom sorgen, Kabel anschließen
  • Stühle für die Bläser in der richtigen Anzahl aufstellen
  • Notenpulte aufstellen, Notenmappen drauf

Das kostet mich gut 40 Minuten, die investiere ich aber relativ gerne, denn danach kann ich sehr zügig mit der Probe loslegen, außerdem sitzen alle genau da, wo ich sie haben möchte. (Klingt jetzt ein bisschen nach Kontrollfreak, oder?)

Am Freitag war ich etwas müde, da ich am vorherigen Abend auf dem Sofa eingeschlafen und erst früh am Morgen in mein Bett umgezogen bin. Das Sofa ist zwar sehr gut, kann es aber nicht mit der Matratze aufnehmen. Also schlappte ich etwas unkonzentriert mit Teilen des Schlagzeugs durch meinen Musikraum. Und schon passierte es: In der rechten Hand hielt ich die Hi-Hat, hatte sie sogar extra weit hochgehoben, um zu verhindern, an auf dem Boden abgestellten Teilen hängenzubleiben… Dachte ich. Plötzlich knallte mir der doppelte Beckenrand ins Gesicht – und das mit ordentlich Karacho. Der Schmerz war beträchtlich. Und binnen weniger Sekunden war klar: Kühlung oder Schwellung. Nein, genauer gesagt war die Wahl: Kühlung und kleine Schwellung oder keine Kühlung und brutale Schwellung. Fast so schlimm wie Männergrippe!

Gut, zwischen dem Event und dem Foto ist ein Tag vergangen, trotz aller Kühlung werde ich um ein kleines Veilchen nicht herumkommen. Und das ganz ohne mannhafte Prügelei a la Jeremiah Cotton! Irgendwie enttäuschend.

Noch einen weiteren Tag muss ich warten, dann sollte das Veilchen noch viel deutlicher hervortreten. Menno!

Noch einen weiteren Tag muss ich warten, dann sollte das Veilchen noch viel deutlicher hervortreten. Menno!

Hmmmmmmm, abgesehen davon, dass ich mich allein deswegen nie prügeln würde, weil ich ganz und gar nicht schmerzaffin bin und unter Garantie immer den Kürzeren ziehen würde, so mag ich Verunstaltungen meines Gesichts noch viel weniger. Vor allem, wenn am kommenden Dienstag das Adventskonzert meiner Schule ansteht, bei dem ich doch über weite Strecken vor geschätzt mehreren hundert Zuhörern/Zuschauern agiere. Der quasi perfekte Anlass, um mein Image ein wenig „aufzupolieren“… Grummel…

Zur Aktion „52 Wochen“

Seit nunmehr 42 Wochen läuft Zeilenendes Foto-Aktion „52 Wochen“, an der ich teilnehme (hier findet man alle meine Beiträge). Ziel ist es, jeden Sonntag ein neues Selfie oder Portrait einzustellen. Die übrigen Teilnehmer sind:

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Noch eigenartiger…

Vor ein paar Tagen wies ich auf eine recht eigentümlich positionierte Litfaßsäule in meiner Nachbarschaft hin (hier). Heute kamen wir erneut beim Spazieren dort vorbei, da fiel mir etwas noch viel komischeres auf: Selbst die Rückseite, die eigentlich nur zu einer sehr großen Weide zeigt, auf der die Auerochsen grasen, ist plakatiert:

Hier ist selbst die Rückseite plakatiert – doch wer sieht die?

Hier ist selbst die Rückseite plakatiert – doch wer sieht die?

Um das in die richtige Perspektive zu setzen, habe ich ein Foto von der Straße aus gemacht:

Außerordentlich effektiv angebracht...

Außerordentlich effektiv angebracht…

Immerhin haben mich die Kommentare vom letzten Eintrag schon auf einige heiße Spuren gebracht, welchem Zweck dieses Bauwerk, das sich ganz offensichtlich nur als Litfaßsäule tarnt, dienen könnte:

Vielleicht gibt’s nach diesen neuen Informationen auch noch weitere Ideen oder Hinweise…

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Gehört: „Der Marsianer“ von Andy Weir

Seit ein paar Wochen bin ich auf einem kleinen Science Fiction-Trip, muss wohl an der Jahreszeit liegen: Morgens im Halbdunkel aus dem Haus gehen, abends in der Dunkelheit das Abendessen einnehmen – das ist ja schon fast wie im All…

Science Fiction-Trip

Bevor ich mit dem Objekt meiner heutigen Rezension anfing, hörte ich in den vergangenen Monaten „Sternenspiel“ von Sergej Lukianenko, „2001 – A Space Odyssey“ von Arthur C. Clarke, „Transport“ und „Transport 2 – Todesflut“ von Phillip P. Peterson; parallel las ich einige Geschichten aus dem gleichen Genre, z.B. „Robot Legende“ von William Voltz (ich berichtete). Daher behaupte ich einfach mal, dass ich aktuell auf einem kleinen Science Fiction-Trip bin – und das ist auch gut so.

Der Marsianer – gekürzte Fassung

Bei der Suche nach der neuesten Episode von „Cotton Reloaded“ stieß ich zum wiederholten Mal auf dieses Hörbuch, das bei iTunes in zwei Versionen angeboten wird: Für etwa 20 Euro gibt es die ungekürzte Lesung, für etwa sieben Euro die gekürzte. Ich entschied mich für die gekürzte Fassung, da ist wohl mein Schwabengen angesprungen (der Unterschied sind nur etwa zwei Stunden Hörzeit, das war mir ganz einfach keine 13 Euro wert).

„Der Marsianer“ – ein fantastisches Hörbuch: spannende und witzige Science Fiction vom Feinsten

„Der Marsianer“ – ein fantastisches Hörbuch: spannende und witzige Science Fiction vom Feinsten

Noch dazu hält mir das eine wundervolle Option offen: Irgendwann besorge ich mir das Buch bei iBooks, dann kann ich an der Geschichte noch ein paar neue Facetten entdecken. Diese Geschichte taugt für einen Winternachmittag vor dem warmen Ofen.

Handlung

Die Geschichte des „Marsianers“ ist an sich in wenigen Sätzen zusammengefasst:

Eine Gruppe von Astronauten auf dem Mars muss vor einem starken Sturm fliehen. Dabei wird ein Astronaut wird durch einen Unfall verletzt und von den anderen für tot gehalten. In der Notsituation können sie gar nicht anders, als ihn auf dem Mars zurückzulassen. Doch er überlebt und muss fortan zuerst sein Überleben sichern (Heizung, Atemluft, Ernährung), später dann Kontakt zur NASA aufnehmen und mit deren Hilfe seine Heimreise organisieren.

Viel mehr gibt es in einer reinen Zusammenfassung nicht zu berichten. Doch das allein macht ja nicht den Reiz der Geschichte aus. Die Spannung erwächst aus dem Aufbau: Zuerst folgt man nur den Logbuch-Eintragungen des gestrandeten Astronauten Mark Watney. Diese schwanken zwischen einem eindringlichen Tonfall, der die teils hochdramatischen Nöte eines auf einem lebensfeindlichen Planeten ganz einsam festsitzenden Menschen ziemlich realistisch schildert, und einem sehr lustigen Drauf-los-Plauder-Modus, wenn er gerade keinem direkten Überlebenskampf ausgesetzt ist und frei seine Gedanken äußert. Im Lauf der Zeit mischt sich dann immer häufiger auch eine allwissende Perspektive ein, die von den Bemühungen der NASA berichtet, Mark Watney zu retten.

Die Spannung ergibt sich auch aus der streng eingehaltenen Chronologie der Handlung: Es wird nichts vorweggenommen. Die Geschichte beginnt vorne und arbeitet sich nach hinten durch. Diesen Verzicht auf zeitliche Sprünge fand ich sehr entspannend.

Fazit

Für mich war „Der Marsianer“ eines der gelungensten Hörbücher der letzten Zeit, sowohl die Vorlage als auch die Hörbuchumsetzung sind fantastisch. Das Hörbuch war so spannend, dass ich es einfach nicht weglegen konnte. Zum Teil rannte ich mit den Beats-Kopfhörern im Haus herum, nur um ungestört weiterhören zu können – innerhalb von zwei Tagen hatte ich es dann auch schon komplett durchgehört.

Da es sich um den Debüt-Roman des amerikanischen Autor Andy Weir handelt, darf man aus seiner Ecke in den nächsten Jahren wohl noch auf den einen oder anderen spannenden Roman hoffen. Ich fände es persönlich ja sehr angenehm, bliebe er dem Science Fiction-Genre treu, denn derlei Geschichten kann es nie genug geben.

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Gehört: „Cotton Reloaded 47: Junge Helden sterben früh“ (von Timothy Stahl)

Gestern konnte ich bei der Gartenarbeit die neueste Episode der von mir sehr geschätzten Hörkrimi-Reihe „Cotton Reloaded“ mit dem Titel „Junge Helden sterben früh“ am Stück durchhören.

Spannende Episode, die ich gestern während der Gartenarbeit am Stück durchhören konnte.

Spannende Episode, die ich gestern während der Gartenarbeit am Stück durchhören konnte.

Die Geschichte dreht sich um eine Bürgerwehr, die in New York aufkommt und binnen kurzer Zeit (vor allem durch die Verbreitung via Social Media) für einigen Trubel sorgt. Doch wie immer verbirgt sich noch wesentlich mehr hinter der ganzen Sache, was sich aber erst im Verlauf der drei Stunden und 47 Minuten Hörbuch herausstellt.

Ich fand die Episode spannend und habe jede Minute genossen. Ein wenig sorgenvoll blicke ich in die Zukunft, denn für die Episode 50 ist gleichzeitig eine Jubiläums-Folge in doppelter Länge wie auch ein eventuelles Ende der Reihe angekündigt. Das wäre furchtbar!

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Gehört: „Cotton Reloaded 46: El Doctor“

Trotz des musikaffinen Settings einer der etwas schwächeren Cottons: Episode 46 „El Doctor“

Trotz des musikaffinen Settings einer der etwas schwächeren Cottons: Episode 46 „El Doctor“

Gestern kam eine neue Episode von „Cotton Reloaded“ heraus: Nr. 46 „El Doctor“. Wie immer habe ich sie sofort heruntergeladen und angehört. Und nun folgt etwas, was ich noch über keine Episode gesagt habe: Sie war etwas schwächer als die letzten Folgen, nein, schwächer als fast alle Folgen — und ich kenne sie alle.

Damit möchte ich nicht sagen, dass die Folge „schlecht“ sei. Einige Passagen spielen im Milieu der klassischen Musik, sie sind gut recherchiert und kommen glaubwürdig rüber. Es sind einige exquisite humorvolle Stellen enthalten, hier und da musste ich beim Laufen richtig aufpassen, nicht vor Lachen gegen einen Baum zu rennen. Zum Beispiel die Stelle, als eine neue Flamme von Cotton dessen Kollegin Decker erst für seine Frau hält. Während er sich noch herausredet, Decker sei nur seine Chefin, erwidert die junge Frau: „Klar, für deine Frau wäre sie ja auch zu alt. Nein, viel zu alt.“ Das gibt Cotton später dann natürlich unverblümt und wortwörtlich an Decker weiter, was nicht unerheblichen Ärger mit sich bringt.

Was an dieser Geschichte ist dann so enttäuschend? Irgendwie eiert die Story für meinen Geschmack permanent zu sehr um den Kern der Sache herum, ohne jemals wirklich dorthin vorzustoßen. Ganz am Ende muss dann urplötzlich die Kurve gekriegt werden, daher wird auf einmal extrem auf die Tube gedrückt. Dennoch bleibt der Schluss irgendwie unbefriedigend, da der Ermittlungserfolg lediglich auf einem völligen Zufall basiert. So muss der Computerspezialist Zeerookah plötzlich den „Deus ex machina“ hervorzaubern, ohne den der wahre Bösewicht nicht hätte gefunden werden können. Das passt meiner Meinung nach nicht ganz in die bisherige Abfolge der Geschichten.

In ein paar Wochen gebe ich der Geschichte noch eine zweite Chance, vielleicht hat meine momentane Erschöpfung den Genuss auch einfach nur etwas geschmälert. Sollte sich meine Einschätzung ändern, verfasse ich eine Re-Rezension und verschenke das Hörbuch an mindestens drei Freunde…

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