Archiv der Kategorie: Beruf

Song des Tages (255) – 2017-05-25

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Als Lehrer bin ich recht häufig in einer exponierten Stellung. Immer wieder wird mein Name im Netz gesucht (ein Kollege berichtete mir, dass ich von allen Namen unseres Kollegiums wohl die zweithäufigste Trefferquote aufweise), nicht selten landen Schüler in meinem Blog. Da ich weitgehend schreibe, wie und worüber ich sonst auch spreche, sollte das sich daraus ergebende Bild meiner Person insgesamt recht authentisch sein. Lustigerweise gibt es auch Kollegen, die sich in meinen Blog verirren. Einer ist ebenfalls ein großer Musikfan, hat wie ich früher viel E-Gitarre gespielt und ist nun blechbläserisch tätig. Er lieferte mir einen Vorschlag für diesen illustren Zirkel von Stücken. Das Stück (und das gesamte Album) war mir natürlich vorher schon bekannt, doch irgendwie hatte ich es nie in die engere Auswahl gezogen – vermutlich einfach, weil ich zu viel Musik kenne, um alles stets im Blick zu haben.

Mit dem heutigen Song des Tages greife ich den Vorschlag aber gerne auf, denn das Stück ist ein absoluter Hammer, das tatsächlich auch zu einigen anderen Songs hier sehr gut passt. Es handelt sich um den Song „Changes“ von Yes aus dem Jahr 1983:

Man könnte über Bands wie Yes, Rush, Marillion und Genesis eine leicht zu verfolgende Linie zu modernen Progressive Rock-Bands wie Dream Theater ziehen. Gestern Abend hatte meine eigens komponierte „Big Band Suite“ ihre Premiere beim „Big Band Battle 2017“ in der Aalener Stadthalle. Da ich den Artikel wie fast immer im Voraus geschrieben habe, kann ich (noch) nichts über den Erfolg oder Misserfolg berichten, doch an etlichen Stellen hat mich meine Liebe zur progressiveren Musikrichtung beim Schreiben der vier Sätze stark beeinflusst (dazu gehört auch der heutige Song des Tages). Gerade der letzte Satz mit dem Titel „Riff“ bedient sich kräftig bei der Rockmusik. Mal sehen, ob es jemand im Publikum gemerkt hat…

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

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Zweiter Meilenstein 2017

Der zweite Meilenstein ist geschafft: 2.000 Kilometer in diesem Kalenderjahr.

Der zweite Meilenstein ist geschafft: 2.000 Kilometer in diesem Kalenderjahr.

Nachdem ich gestern meinen Lauf (mir völlig unbewusst) bei der Marke von genau 1999,50 Kilometern – in diesem Jahr, nicht am Stück! – beendet hatte, war es klar, dass ich heute den zweiten großen Meilenstein, also die 2.000 Kilometer im Kalenderjahr knacken würde. Unterstützt von Hape Kerkelings Autobiographie „Der Junge muss an die frische Luft“ auf den AirPods rannte ich meine 13,87 Kilometer-Runde über die morgendlich frische Ostalb, verscheuchte dabei mehrere Hasen, einen Fuchs und gefühlte Myriaden von Mücken.

Neue Schuhe – ein Gewinn für mich

Und dabei konnte ich gleich noch eine sehr angenehme Feststellung, die sich mir über die letzten Tage aufgedrängt hat, bestätigen: Die Entscheidung, mir neue Laufschuhe von Asics zu besorgen (ich berichtete), war goldrichtig. Seit einer Woche laufe ich nun mit diesen wundervollen Schuhen, immer im Wechsel einmal Cumulus und einmal Nimbus – meine Adduktoren-Zerrung dankt es mir mit deutlich verringerten Beschwerden. Wochenlang waren die ersten zwei Minuten des Morgenlaufs äußerst schmerzhaft gewesen, bis sich alles in mir auf die etwas wackelige Laufbewegung eingestellt hatte – rund lief es erst nach ein oder zwei Kilometern. Mittlerweile starte ich wieder ganz normal, denn der Schmerz ist zu 90 Prozent verschwunden. Nach etwas über einer Stunde des Laufens merke ich eine sich rascher als sonst steigernde Erschöpfung in der Region, ansonsten bin ich weitgehend beschwerdefrei. Sehr schön.

Gleich mal auf Holz klopfen…

Zurück zum Meilenstein: Was mich dieses Jahr besonders erfreut, ist die Tatsache, dass mein Wohlbefinden insgesamt gut genug mitspielt, dass ich noch keinen einzigen Tag aussetzen musste. Es gab einige Tage, an denen ich morgens ganz schön schlapp war, meist lag es an einer langen Probe am vorigen Abend oder einer insgesamt brutal anstrengenden Woche. Aber weder hatte ich eine richtig heftige Erkältung noch sonst etwas, was mich vom Laufen abhalten konnte. Tock-tock-tock (3x gegen meinen Holzkopf geklopft, auf dass es auch weiterhin so bleiben möge).

Stabile Verhältnisse

Noch etwas gibt mir momentan Auftrieb: Seit der 11. Klasse war ich nicht mehr so „leicht“, ich liege aktuell immer unter 61 Kilogramm, nicht selten bin ich genau bei 60 kg, gelegentlich etwas drunter. Das ist ein gutes Stück weg von den etwa 90 Kilo, die ich 2006 auf den Hüften hatte. Bei meiner alle zwei Jahre stattfindenden Generalüberprüfung beim Hausarzt wog ich zu Beginn des Jahres noch satte 67 Kilo, was für mich eindeutig zu viel war. Kurz drauf begann ich wieder mit dem Kalorienzählen (mit CaloryGuard Pro), seither hat sich diese Problematik zum Glück in Wohlgefallen aufgelöst.

Hin und wieder schaffe ich es sogar, damit Leute zu belustigen. Gestern zum Beispiel fand an unserer Schule das Treffen der Oberstufenkoordinatoren aller Aalener (und benachbarter) Gymnasien zum Zweck der Kooperationsabsprachen statt. Wie bei allen solchen Anlässen hatte das Sekretariat uns mit leckeren Plunderstückchen versorgt. Also zückte ich meine kleine aber feine tragbare Waage aus dem Rucksack und wog meine Stücke ab – sehr zur Erheiterung der neben mir sitzenden Kollegen.

Fazit

Passt alles, auf zu den nächsten 2.000 Kilometern! Morgen steht noch der Big Band Battle in der Aalener Stadthalle an (Beginn: 19:00 h, der Eintritt ist selbstverständlich frei, herzliche Einladung an alle Interessenten!), danach brauche ich ein bisschen Erholung, denn die letzten Tage waren ein echter Höllenritt!

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Die Welt braucht mehr Liebe – Blogger spielen Liebeslieder

Arabella hatte eine wundervolle Idee – nur ich bin (wie so oft) ein wenig spät dran... Dafür aber um so enthusiastischer!

Arabella hatte eine wundervolle Idee – nur ich bin (wie so oft) ein wenig spät dran… Dafür aber um so enthusiastischer!

Arabella hatte am vergangenen Woche zu einer sehr schönen Aktion aufgerufen, bei der mich sofort die Lust überkam, teilzunehmen und einen Beitrag zu schreiben. Leider war die Zeit unter der Woche chronisch zu knapp, daher komme ich erst heute dazu…

John Dowland war ein Komponist der Renaissance, um den sich bis heute diverse Gerüchte ranken, von denen einige sehr gewagt sind. Gleichzeitig muss er als Musiker einen wirklich guten Ruf gehabt haben – etliche seiner Stücke werden bis heute immer wieder gesungen. Nicht zuletzt von mir und meinen Schülern: Mit meinem letzten vierstündigen Musik-Kurs (früher nannte man so etwas „LK“ oder „Leistungskurs“) habe ich das wundervoll romantische und gleichzeitig so überaus durchtriebene Liebeslied „Come Again“ einstudiert, ich erinnere mich noch daran, dass die Schüler es auch ein halbes Jahr später immer wieder gerne gesungen haben und es häufig einforderten. Diesem Wunsch kam ich natürlich überaus gerne nach, gehört es doch zu meinen Dowland-Favoriten.

2006 veröffentliche der von mir so geschätzte Sting das Album „Songs from the Labyrinth“, auf dem ausschließlich Dowland-Songs mit ihm als Sänger und einer Lauten-Begleitung (Edin Karamazov) zu hören sind. Obwohl sich viele fürchterlich über seinen Stimmklang aufgeregt haben, so muss ich doch sagen, dass mir seine Version dieses Stücks so unglaublich gut gefällt, eben weil sie nicht perfekt, nicht makellos ist. Als ob in der Renaissance-Zeit nur perfekte Sänger herumgelaufen wären…

Daher ist mein Beitrag zu Arabellas wundervoller Aktion dieses gleichzeitig sehnsuchtsvolle wie auch augenzwinkernd auffordernde Liebeslied: „Come Again“:

Möge es euch ein wenig Liebe in den Tag zaubern! Ich höre es mir gleich noch einmal an.

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Song des Tages (221) – 2017-04-21

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Beim Singen im Musikunterricht halte ich mich fast immer an meine vorgefertigten Ordner, in denen sich nur Stücke befinden, die ich auch ertrage (psychisch) und (physisch) bewältigen kann (meine pianistischen und gitarristischen Fähigkeiten sind nun einmal beschränkt). Ein Song hält sich jedoch schon seit Jahren in den Ordnern, er wird meist gern gesungen (es sei denn, eine Klasse musste schon zu oft da durch, dann werden die sonst so engagierten Sänger schnell etwas obstinat) – und ich kann ihn auch (man verzeihe mir diese Feststellung) recht gut begleiten. Heute habe ich ihn zum Song des Tages gewählt, bekannt sollte er den meisten ohnehin sein, es handelt sich um „Little Talks“ von Of Monsters And Men:

Immer wieder genieße ich den schönen Kontrast zwischen den ruhigen, fast schon besinnlichen, und den eher wilden Abschnitten, noch dazu die unterschiedlichen Stimmen – hach, wo steht das nächste Klavier?

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

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Song des Tages (211) – 2017-04-11

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Ich bin kein großer Musical-Fan, nein, wirklich nicht. Die Male, an denen ich im Jahr ein Musical aus ureigenstem Interesse über meine Kopfhörer jage, kann ich fast immer an einer Hand abzählen. Gleichzeitig kenne ich schon allein aus beruflichen Gründen ein paar Musicals, und ein paar Stücke daraus gefallen mir sehr wohl. So auch der heutige Song des Tages, denn der entstammt einem sehr berühmten Musical („Evita“) von Andrew Lloyd Webber. Es handelt sich um die nicht ganz unumstrittene Fassung mit Madonna, Antonio Banderas und Jonathan Pryce, die ich dennoch für ganz gelungen halte. Der Song, den ich für heute ausgewählt habe, heißt: „Oh What A Circus“:

Die verspielten lateinamerikanischen Gitarren (ab der zweiten Strophe auch in Kombination mit der Percussion) machen einen Großteil des Reizes aus, aber auch Antonio Banderas, der – erstaunlich (?) – gut singt. Hach, man könnte glatt ins Schwärmen geraten.

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

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Versatile Blog-Award – April 2017

Der Versatile Blogger Award – dieses Mal zu Gast bei Solera 1847.

Der Versatile Blogger Award – dieses Mal zu Gast bei Solera 1847.

Bereits vor einigen Tagen (oder sind es schon Wochen?) hat mich Pialalama in ihrem eigenen Eintrag für den Versatile Blogger-Award nominiert. Die letzten Tage waren jedoch derart vollgestopft mit Arbeit, dass ich mit Mühe einige länger vorbereitete Blog-Beiträge abschließen und veröffentlichen und meine Song des Tages-Sparte leidlich am Laufen halten konnte. Kurz und gut: Es wird Zeit für Ferien! (Und es sind nur noch drei Tage bis dahin…)

Der Versatile Blog-Award

Der VBA besteht aus einem zum Glück recht simplen Kodex, der sich auf die drei sofort folgenden drei Punkten reduzieren lässt:

  1. Danke der Person, die dich nominiert hat!
  2. Verrate uns sieben noch unbekannte Dinge über Dich.
  3. Wähle Blogger aus, um sie für den VBA zu nominieren.

Zu den drei Punkten:

Die erste Verpflichtung ist kein Problem, denn ich freue mich, dass Pialalama meinem Blog folgt, offensichtlich einige Artikel gelesen, besternt und kommentiert hat – das macht das Bloggen als Tätigkeit faszinierend und lohnend. Vielen Dank schon allein dafür! Dann hat sie mich auch noch nominiert, was mich weiterhin in ihrer Schuld stehen lässt, doch mit meinen heutigen Antworten hoffe ich, diese tilgen zu können. Dennoch: Auch für die Nominierung vielen Dank!

Die zweite Aufgabe, nämlich sieben „noch unbekannte“ Dinge über mich zu erzählen, ist vergleichsweise schwierig, denn ich blogge nun schon seit mehr als fünf Jahren, da kamen schon ein paar Einträge zusammen. Laut der WordPress-App sind es vor diesem 846 Artikel gewesen. Ich bin selbst beeindruckt. Doch genau da liegt auch das Problem, denn ich weiß nicht, ob ich bei jedem der sieben Punkte etwas erwische, was ich wirklich noch nicht preisgegeben habe. Aber ich bemühe mich, versprochen!

Mit letztem Punkt tue ich mir schwer, da ich niemanden zu etwas zwingen möchte (und das Nominieren ist zwar kein echter Zwang, doch baut er eine gewisse Erwartungshaltung und damit etwas Druck auf – das möchte ich vermeiden), überlasse ich es jedem Leser dieses Blogs, sich angesprochen zu fühlen und für sich selbst sieben unbekannte Dinge zu präsentieren.

Die sieben (hoffentlich noch) unbekannten Fakten über mich

  1. Obwohl ich ein Musiker und Musiklehrer bin, der fast täglich mit Klassen singt und musiziert, fühle ich mich gerade beim Singen vor anderen immer noch leicht gehemmt. Woran genau das liegt, weiß ich nicht, denn nach fast 15 Jahren in meinem Beruf sollte diese Scheu eigentlich gründlich ausgeräumt worden sein – ist sie aber nicht.
  2. Ich schreibe für 99 Prozent aller Schulstunden immer noch einen recht detaillierten Stundenentwurf. Es gibt Kollegen, die das nach dem Referendariat sofort ablegen und nie wieder aufgreifen. Ich schätze es aber als gedankliche Stütze, damit mein Unterricht strukturiert bleibt. Und ich kann ja jederzeit von meinem Entwurf abweichen – das komplette Freischwimmen liegt mir nicht.
  3. Ich finde Eckart von Hirschhausen überhaupt nicht lustig. Vor Jahren bekam ich zum Geburtstag eines seiner Bücher geschenkt – zum Glück habe ich nicht selbst Geld dafür ausgegeben. Aber alles, was ich bis heute von ihm gehört oder gelesen habe, war allenfalls schaler Rentner-Humor. Nichts gegen Rentner, aber wenn alle Witze vorhersehbar, pedantisch, das Abtasten von Spitzfindigkeiten oder schlicht lahm sind, dann kann mich das als gefühlt jungem Menschen (von 41,5 Jahren) nicht hinter dem Ofen hervorlocken. Viel besser ist Vince Ebert, denn er schafft den Spagat zwischen einer Belehrung und dem gerade richtigen Maß an Komödie, sodass man sich dabei auf intelligente Weise unterhalten lässt. Zwischen den beiden liegen Welten (auch wenn sie oft gemeinsam vermarktet werden, was mir nicht ganz einleuchten will).
  4. Als Kind hatte ich mal alle Finger der rechten Hand in einer Autotür, als diese mit ordentlich Schwung zugeworfen wurde. Seitdem habe ich gehörigen Respekt vor diesen Dingern (also den Türen, meine Finger müssen nur intakt bleiben, Respekt benötigen sie von mir als ihrem Benutzer eigentlich keinen).
  5. Alle Schlangen, vor allem Klapperschlangen, üben auf mich eine unglaubliche Faszination aus. Doch in freier Wildbahn würde ich beim bloßen Anblick auch nur eines verendeten Exemplars vermutlich einen üblen Panik-Anfall bekommen.
  6. Beim Schließen von Freundschaften bin ich sehr zögerlich, da ich trotz aller Blechbläserhaftigkeit eigentlich ein eher zurückhaltender Mensch bin. Smalltalk liegt mir auch nicht, was mich auf Parties und in Probenpausen immer dazu verleitet, mit den gleichen, mir bereits bekannten (oder angetrauten) Personen zu sprechen. Doch habe ich eine Freundschaft dann mal geschlossen, hält sie meist über Jahrzehnte (bzw. für immer, aber ich kann nur für die letzten 41,5 Jahre sprechen).
  7. Eigentlich träume ich ja auf eine naive Weise davon, eines Tages von irgendwoher viel Geld zu bekommen, um nicht mehr arbeiten zu müssen. Doch weiß ich bis heute keine Antwort auf die Frage, ob ich dann meinen Beruf tatsächlich aufgeben könnte. Denn eigentlich mache ich den sehr gerne (auch wenn es immer wieder etwas gibt, worüber ich mich ärgere, was mich nervt, mir zusetzt etc.). Mein früherer Chef hat mir mehrfach eine Fortbildung in Richtung Schulleitung angeboten, die ich entschieden abgelehnt habe, da ich mich im Unterrichtsraum lebendig und an der „richtigen Stelle“ fühle. Beim Ausfüllen von Tabellen, dem ständigen Herumorganisieren am Schulalltag, vor allem aber am permanenten Repräsentieren etc. habe ich wenig Vergnügen, noch dazu bin ich nicht der konfrontative Typ, der man in der Eigenschaft als oberste disziplinarische Instanz innerhalb einer Schule vermutlich sein muss. Sollte jemand zufälligerweise ein paar Millionen übrig haben, biete ich mich an, das Experiment durchzuführen…

Huch, das ging ja doch relativ schnell. Ich bin ganz erleichtert, dass mir sieben Sachen eingefallen sind, von denen die meisten meiner Gefolgschaft hier bei WordPress tatsächlich noch unbekannt sein müssten.

So, nun bin ich mit (geradezu unglaublich) gutem Beispiel vorangegangen, nun sollten mir etliche folgen und sich berufen fühlen, ebenfalls dem Versatile Blogger-Award zu frönen. Und los geht’s!

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Gehört: „Deeply Odd“ von Dean Koontz

Gerade habe ich den dritten Teil dieses Hörbuch-Bundles zu Ende gehört. Gleich vorweg: Abgesehen vom ersten Teil, der wirklich DEN Maßstab schlechthin gesetzt hat, war dieser auch gleich einmal qualitativ in vorderster Front. Wie immer gekennzeichnet von einer großen Prise recht makabren Humors entfaltet sich hier eine fast durchweg in hohem Tempo dahin rauschende, von wilden Action-Szenen gekennzeichnete Achterbahnfahrt, deren furioses Finale es mir kaum möglich machte, die AirPods aus den Ohren zu ziehen, um meinem Beruf nachzugehen.

Im zuletzt gehörten Odd Thomas-Roman („Odd Apocalypse“, hier) habe ich ja bemängelt, dass es verhältnismäßig lange gedauert hat, bis ich den Zugang zur Geschichte gefunden hatte. In „Deeply Odd“ war das nicht der Fall: Keine zehn oder fünfzehn Minuten im Hörbuch war ich schon so in die Handlung eingegraben, dass ich mich stets dem Gefühl ausgesetzt sah, sofort weiterhören zu müssen.

Dean Koontz und der erste Satz eines Romans…

Womit wir wieder bei dieser Eigenschaft der meisten Dean Koontz-Romane wären: Er schafft es fast immer, den Leser binnen weniger Sätze, oft sogar mit dem allerersten Satz, abrupt in die Handlung hinein zu ziehen – und dann auch nicht mehr loszulassen. Das ist zwar meine eigene Erfahrung, doch wenn man mal bei Wikipedia nachliest, scheint es allgemein als eines seiner charakteristischen Stilmerkmale zu gelten:

Koontz wichtigster Grundsatz: während der Grafiker das Buch so gestalten muss, dass es der Käufer in die Hand nimmt, ist es seine Aufgabe als Autor, den Leser gleich mit dem allerersten Satz so an das Buch zu fesseln, dass er es nicht mehr weglegen will. Das steht ganz im Gegensatz zum Schreibstil von Stephen King, der in seinen Büchern die Spannung ganz langsam und subtil aufbaut und viel Zeit dafür aufwendet, den Charakter eines Menschen eingehend zu beleuchten. Das typische Koontz-Buch beginnt damit, dass er seinen Hauptcharakter vor eine ausweglose oder extreme Situation stellt. Tatsächlich impliziert meist schon der erste Satz, dass gleich etwas Aufregendes passieren wird.

Doch all die Lobhudelei ohne Belege bringt nichts, daher habe ich aus der deutschsprachigen Übersetzung mit dem Titel „Abgrundtief“ den ersten Satz herausgezogen:

Es stimmt tatsächlich: Ein Satz, der den Leser sofort hineinzieht. „Warum läutet das Glöckchen um seinen Hals? Warum dreimal? Warum bereits vor der Morgendämmerung?“ – Und schon steckt man in der Geschichte...

Es stimmt tatsächlich: Ein Satz, der den Leser sofort hineinzieht. „Warum läutet das Glöckchen um seinen Hals? Warum dreimal? Warum bereits vor der Morgendämmerung?“ – Und schon steckt man in der Geschichte…

Weil ich schon so in Fahrt war, habe ich alle meine Dean Koontz-iBooks angesehen und jeweils den Anfang herausgezogen. Und siehe da: Nur einer würde mich jetzt nicht sofort in seinen Bann ziehen, alle anderen sehr wohl:

Der Anfang von „Seelenlos“

Der Anfang von „Seelenlos“

Der Anfang von „Schwarze Fluten“

Der Anfang von „Schwarze Fluten“

Der Anfang von „Die Anbetung“

Der Anfang von „Die Anbetung“

Der Anfang von „Meer der Finsternis“

Der Anfang von „Meer der Finsternis“

Der Anfang von „Schattennacht“

Der Anfang von „Schattennacht“

Der Anfang von „Darkfall“

Der Anfang von „Darkfall“

Der Anfang von „Strangers“

Der Anfang von „Strangers“

Der Anfang von „The Door To December“

Der Anfang von „The Door To December“

Der Anfang von „Phantoms“

Der Anfang von „Phantoms“

Der Anfang von „Die Unbekannten“

Der Anfang von „Die Unbekannten“

(Quizfrage: Welcher Anfang hat mich womöglich nicht gleich in seinen Bann geschlagen?)

Ich hoffe, das hat nicht genervt, zum „Glück“ hatte ich nicht noch mehr Dean Koontz-Romane zur Hand. Dennoch habe ich hoffentlich verdeutlichen können, dass er es schafft, mit einem clever überlegten Satz sofort so viel Information preiszugeben, dass man eine lebendige Vorstellung entwickelt – und gleichzeitig so wenig zu verraten, dass man mehr wissen möchte. Wie bereits mehrfach gesagt: Bei mir wirkt das immer ziemlich gut, denn ich habe alle diese Bücher „verschlungen“.

Teaser für „Deeply Odd“ (bzw. „Abgrundtief“)

Viel darf ich nicht verraten, sonst ist der Witz weg, aber zumindest ein bisschen:

Eigentlich will Odd Thomas nur ein paar neue Kleidungsstücke kaufen gehen, da er nicht mehr besitzt als die Sachen, die er am Leib trägt. Doch sein paranormaler Magnetismus führt ihn noch vor Betreten des Einkaufszentrums auf eine neue Fährte. Binnen weniger Minuten befindet Odd sich auf der Suche nach drei entführten Kindern, die grausam hingerichtet werden sollen. Doch das ist noch lange nicht alles…

Fazit

Na, schon Appetit bekommen? Ich lehne mich sicher nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich hier einfach so von mir gebe, dass dieser Roman höchst spannend, faszinierend mysteriös und aufreibend in seinem Suchtfaktor ist. Dieses Buch an einem regnerischen Ferientag auf dem bequemen Sofa (natürlich erst nach dem Lauf), da kann nichts mehr schiefgehen. Meiner schlichten Meinung nach handelt es sich bei „Deeply Odd“ neben dem ersten Odd Thomas-Roman um den besten dieser Reihe.

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Song des Tages (202) – 2017-04-01

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Am vergangenen Dienstag saß einer meiner Schüler im Unterricht und „litt“ ganz offensichtlich unter einem sehr fest sitzenden Ohrwurm. Immer und immer wieder presste er die Titelzeile im markanten Rhythmus (aber fast tonlos) hervor – ganz klar, das Stück hatte sich tief eingegraben. Geläufig war es mir nicht, doch mein Interesse wurde durch das Erlebnis geweckt, also suchte ich den Song bei Apple Music. Ich fand ihn, hörte ihn – und fügte ihn sogleich meiner privaten Favoriten-Liste hinzu. Und heute wird er sogar der Song des Tages (das ging ganz schön schnell, gell?). Es handelt sich um „Shadow On The Wall“ von Mike Oldfield:

Nach dem Anhören des Songs konnte ich den Ohrwurm verstehen, denn mir selbst lag in den kommenden Tagen immer wieder diese eine Zeile in den Ohren (hervorpressen musste ich sie glücklicherweise nicht so oft…): „Shadow On The Wall“.

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

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Song des Tages (197) – 2017-03-27

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Ach ja, die Bond-Songs haben es mir schon angetan, das zeigt sich ja immer wieder (hier, hier, hier, hier und hier). Doch dieser hier zählt wirklich zu den ganz phänomenalen Knallern, denn er verbindet auf geschickteste Weise die Tradition mit der Moderne. Selbstverständlich ist die Rede von „Skyfall“ von Adele:

In der Schule singe ich den Song gerne mit meinen Schülern, denn er ist weithin bekannt, sodass alle leicht in die Melodie finden. Lediglich die Bridge vor dem letzten Refrain ist etwas heikel, das hört man auch im Original, denn da schwimmen die Tonarten leicht. Doch das macht gar nichts, mit meinem kräftigen Organ führe ich alle Sangeswilligen da durch. Nicht ganz umsonst wird der Song sehr häufig verlangt. Und ich bin jedes Mal gerne bereit, ihn zu begleiten…

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Von der kreativen Kraft einer Deadline

Immer wieder stoße ich im Internet (vor allem auf Twitter) auf das weithin bekannte Duke Ellington-Zitat, in dem er trefflich sagt:

Ich brauche keine Zeit, ich brauche eine Deadline.

Eines der besten Zitate, das meine Arbeits-Situation nicht selten perfekt umschreibt.

Eines der besten Zitate, das meine Arbeits-Situation nicht selten perfekt umschreibt.

Heute ist so ein Tag, an dem ich genau nach dem Motto arbeite. Jeden Freitag um 13:00 h beginnt die Big Band-Probe in meiner Schule. Letzte Woche habe ich großspurig verkündet, bis nächste Woche (von heute aus: morgen) sei das neue Stück „sicherlich fertig“. Doch dann…

  • Samstag: Tag der offenen Tür (oder „Grundschulinfotag“), von 8:00 bis 13:30 h durchgehend nur am Rennen und Machen, Organisieren und Musizieren. Danach: Müde zum Umfallen, keine Chance mehr, etwas in kreativer Hinsicht gebacken zu bekommen.
  • Sonntag: Vorbereitung für drei Klassen (jeweils Doppelstunden), Fertigstellen einer Korrektur (zum Glück eine relativ kleine Klasse). Da kam ich immerhin ein bisschen zum Arrangieren.
  • Montag: Schule von 7:45 bis 15:30 h, die Jüngste vom Hort abholen, Haushalt (da hatte meine Frau ihren Tag der offenen Tür), ab 19:00 h war ich so platt, dass ich schon das Abendessen nur mit halb geöffneten Augen hinbekam.
  • Dienstag: Mein Vorbereitungstag, denn da habe ich nur zwei Stunden Unterricht. Dafür ist der Mittwoch immer sehr lang und voll, also musste ich alle vier Klassen für den Mittwoch hinbekommen. Das Arrangieren/Komponieren trat ganz kurz.
  • Mittwoch: Langer Tag, entsprechend platt danach, außerdem musste auch noch der Donnerstag vorbereitet werden. Uffffffffff…
  • Donnerstag/heute: Vormittag durchgehend, daheim um kurz vor 14:00 h, Essen, dann Arrangieren/Komponieren ohne größere Pausen.

Doch ich bin zuversichtlich, das Stück morgen fertig mit in die Probe nehmen zu können. Dieser Blog-Eintrag war ein dringend benötigter Prokrastinationsvorwand, so bekomme ich den Kopf frei und neue Ideen hinein…

Ein kleiner Ausschnitt aus dem neuen Stück, mal sehen, wie es mit „echten“ Instrumenten klingt.

Ein kleiner Ausschnitt aus dem neuen Stück, mal sehen, wie es mit „echten“ Instrumenten klingt.

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