Archiv der Kategorie: Beruf

Der vierte Meilenstein 2017

Heute früh habe ich mit meinem üblichen Morgenlauf die Grenze von 4.000 gelaufenen Kilometern in diesem Kalenderjahr überschritten. In 258 Läufen mit einer Durchschnittsdistanz von 15,55 Kilometern sind laut meiner Apple Watch und der darauf laufenden Nike Running Club-App seit dem 1. Januar 2017 insgesamt 4.012,33 Kilometer zusammengekommen. Hui!

Meine übliche Statistik, die immer wieder ein paar Tage hinterher hinkt, sodass ich manchmal gar nicht merke, wie irgendein Meilenstein an mir vorbeizieht...

Meine übliche Statistik, die immer wieder ein paar Tage hinterher hinkt, sodass ich manchmal gar nicht merke, wie irgendein Meilenstein an mir vorbeizieht…

Eigentlich hatte ich mir die 4.000 als Jahresziel gesetzt. Aber ich denke mir keinesfalls: „Nun gut, dann kann ich ja aufhören…“ (Hehe, niemals!) Stattdessen habe ich mich darauf eingestellt, vielleicht die 5.200 Kilometer in diesem Jahr zu schaffen, das ergäbe dann einen Wochenschnitt von 100 Kilometern – ein faszinierender Gedanke. Und wenn ich mein bisheriges Laufpensum in groben Zügen beibehalten kann, werde ich theoretisch sogar mehr als diesen Wert erreichen, insofern gibt es sogar einen kleinen Puffer…

Rekorde an völlig unerwarteter Stelle

Am Mittwoch war es hier sehr windig, denn mein Namensvetter, das Sturmtief Sebastian fegte über Deutschland, auch und vor allem die Ostalb hinweg. Beim Laufen im Wald war das nicht zu übersehen, denn ständig musste ich über Zweige, Äste und „halbe Bäume“ springen (oder gleich im Bogen drum herum laufen). Und ich hatte Gegenwind, nicht durchweg, aber über einen guten Teil der Strecke. Entsprechend legte ich mich ins Zeug, um nicht gefühlt auf der Stelle kleben zu bleiben. Ohne es zu merken, legte ich dabei offensichtlich ein gutes Tempo vor, denn nach der Ankunft daheim ploppten einige Meldungen in der Nike Running Club-App auf:

Meine bisher schnellsten 10 Kilometer...

Meine bisher schnellsten 10 Kilometer…

...und meine schnellsten 5 Kilometer (die waren vermutlich Teil der vorher genannten 10 Kilometer, auch wenn es theoretisch separat möglich gewesen wäre)...

…und meine schnellsten 5 Kilometer (die waren vermutlich Teil der vorher genannten 10 Kilometer, auch wenn es theoretisch separat möglich gewesen wäre)…

...und – das hat mich wirklich umgehauen: mein schnellster Kilometer. Vorher lag der Wert bei 4:40 Minuten/Kilometer, jetzt ist er um 15 Sekunden gesunken.

…und – das hat mich wirklich umgehauen: mein schnellster Kilometer. Vorher lag der Wert bei 4:40 Minuten/Kilometer, jetzt ist er um 15 Sekunden gesunken.

Das beweist natürlich nur eines: Gegenwind fühlt sich blöd an, er kann aber auch zu erstaunlichen Leistungen führen. Insgesamt war der Lauf wirklich flink und aufregend, im Gegensatz zu sonst (Hörbücher) habe ich Musik gehört, was sicherlich durch die erhöhte Regelmäßigkeit der Schritte zu einer höheren Effizienz führte.

Juhu! Das Tempo über die Strecke hat mich selbst mehr als nur ein bisschen überrascht!

Juhu! Das Tempo über die Strecke hat mich selbst mehr als nur ein bisschen überrascht!

Schwimmen

In der letzten Zeit habe ich mich etwas intensiver mit dem Schwimmen angefreundet. Ich hasse es nach wie vor, wenn mir Wasser ins Ohr läuft, weshalb ich nicht kraule (obwohl ich als ehemaliger Vereinsschwimmer schon weiß, wie das geht). Bei Decathlon habe ich mir eine billige (unter 10€) Schwimmbrille und ein klein zusammenrollbares Microfaser-Handtuch gekauft. Das packe ich (nebst der Badehose, ts ts ts, was ihr schon wieder denkt!) ein, wenn ich weiß, dass mein Stundenplan ein Loch hat. Von meiner in der Nähe der Aalener Innenstadt gelegenen Schule zum Bad bin ich mit dem Rad in knapp vier oder fünf Minuten gelangt, das Ticket zu lösen und das Umziehen dauern zusammen fünf Minuten, dann geht’s ab ins Wasser und 1,5-2 Kilometer später wieder raus und zurück in den Unterricht.

Am ohnehin rekordträchtigen Mittwoch bin ich nach dem Unterricht ins Hallenbad geradelt, also ohne wirklichen Zeitdruck, um zwei Kilometer zu schwimmen. Irgendwann kurz vor Ende habe ich mich verzählt, sodass ein paar Meter mehr draus wurden. Aber ich bin sehr zufrieden, denn das schont Füße, Knie und Wirbelsäule – so ein Ausgleich ist bei dem vielen Gerenne schon sinnvoll.

Mit der selbstverständlich wasserdichten Apple Watch habe ich mein Schwimmtraining verfolgt. Ich bin noch sehr langsam, aber es macht Spaß und bietet einen Ausgleich zu meinen sonstigen Aktivitäten.

Mit der selbstverständlich wasserdichten Apple Watch habe ich mein Schwimmtraining verfolgt. Ich bin noch sehr langsam, aber es macht Spaß und bietet einen Ausgleich zu meinen sonstigen Aktivitäten.

Danach war ich dann so platt, dass ich abends noch während der ersten MacGyver-Folge lediglich von einem Sekundenschlaf zum nächsten vegetierte. Als mein Kopf das Kopfkissen dann schlussendlich berührte, dauerte es höchstens noch ein paar Sekunden, bis ich komplett „aus“ war.

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Song des Tages (364) – 2017-09-11

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Wie sagt man so schön: „Ende gut, alles gut.“ (Lustigerweise höre ich ja gar nicht auf, dennoch darf das letzte Stück ein echter Knaller sein, oder?)

Den heutigen Song habe ich sehr früh, vielleicht sogar in der ersten Woche des einjährigen Projekts, festgelegt, denn er bietet sich als Schlusspunkt einfach perfekt an. Außerdem ist der Song gleichzeitig eine Hymne wie auch eine geballte Ladung Energie, die mich (und eventuell noch einige andere) durch den meist recht anstrengenden ersten Schultag geleiten wird: „The Final Countdown“ von Europe:

Bis zum Wochenende pausiere ich die musikalischen Blog-Einträge auf jeden Fall einmal, dann starte ich mit der ersten Folge des Albums der Woche – darauf freue ich mich schon eine ganze Weile. Und dann werde mir hier und da sicherlich einige neue Juwelen in Form einzelner Songs unterkommen, die ich dem Song des Tages-Projekt zuordne (ich hätte da schon so zehn oder zwanzig Ideen…).

Also, für alle, die mit mir in ein neues Schuljahr starten: Haltet die Ohren steif, lasst die Musik ein paar Mal eure Akkus aufladen – und ab die Post!

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

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Der lange Lauf durch die Ferien

Hehe, nein, es war nicht ein einziger Lauf… Aber immerhin habe ich es in den sechseinhalb Wochen Sommerferien auf 827,12 Kilometer gebracht.

Seit gut einer Woche habe ich mich schon wieder auf den Schulrhythmus umgestellt, wodurch meine Aufstehzeit auf 4:30 h (na ja, eher 4:35/40 h) vorgerückt ist. Wenn ich dann ein paar Minuten später loslaufe, ist es noch finster – und bleibt es auch bis fast zu meiner Wiederkehr. Daher habe ich mir eine über USB aufladbare Stirnlampe bei Decathlon gekauft. Die war zwar deutlich teurer als die meisten anderen Modelle, dafür muss ich nicht mit zusätzlichen Akkus oder Batterien herumschlagen.

Wer früh losrennt, rennt im Dunkeln...

Wer früh losrennt, rennt im Dunkeln…

Nach aktuellem Stand hat mich die Lampe bei den letzten 10 Läufen jeweils 3 Euro gekostet. Mit jedem weiteren Lauf sinkt der Anschaffungspreis gemessen an der Benutzung. Und die Anschaffung hat sich wirklich gelohnt, denn kurz nach fünf durch einen stockdunklen Wald laufen — hmmmm, das ist irgendwie stressig… Mit der Lampe dagegen geht das gut, auch wenn ich sehr viele Tiere aufscheuche.

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Strukturiert neu starten

In diesem Jahr habe ich den Sommer recht gut genutzt und einige Arbeitsblätter, mit denen ich schon lange nicht mehr richtig zufrieden war, überarbeitet. Das Ergebnis wird in den kommenden Wochen gleich mehrfach eingesetzt, sodass ich dann ziemlich schnell eine recht konkrete Einsicht bekommen werde, ob sich der Arbeitsaufwand gelohnt hat.

Aber da wollte ich nicht stehen bleiben. In meinem Musikraum gibt es ca. 35-40 Notenpulte. Da es sich um den größten Raum in der Schule (abgesehen von den Turnhallen) handelt, wird er ziemlich oft für zusätzliche Veranstaltungen genutzt (auch das Abitur wird jedes Jahr in diesem Raum geschrieben, was mich zwei Wochen lang in andere Räume zwingt, aber mittlerweile habe ich mich damit arrangiert). Tja, und jetzt stelle man sich den Hausmeister vor, der die Bestuhlung für die Veranstaltung vornehmen will und erst einmal gut 40 Notenständer wegtragen muss, weil sie im Weg sind. Ich verstehe vollkommen, dass ihn das ziemlich nervt, weswegen ich ihm oft dabei helfe und ihm immer anbiete, es kurz vor Stundenende mit einer Klasse zu machen (dann dauert es nur eine Minute).

Dennoch schwebte mir eine bessere Lösung vor, die insgesamt auch etwas mehr Ordnung in meinen Raum bringen würde. Nach ein wenig Vorab-Organisation (Finanzierung, Skizze zur Planung anlegen etc.) startete ich gestern zum Baumarkt und kaufte für knapp 190 € Material, das in meinem Keller landete. Jeweils 90 Minuten brauchte ich, dann waren die beiden Ständerwägen fertig.

Hier der erste nach seiner Fertigstellung noch im Keller (ganz in der Nähe der Solera-Vorräte...)

Hier der erste nach seiner Fertigstellung noch im Keller (ganz in der Nähe der Solera-Vorräte…)

Mit zum Material gehörten auch zwei 100 Stück-Packungen Holzschrauben, die während der Konstruktion – so knapp hatte ich es nicht erwartet – fast komplett aufgebraucht wurden. Darunter fand sich auch dieses Glanzstück einer Schraube, die mir dann doch nicht ganz so geeignet schien, zwei Holzteile aneinander zu fixieren…

Diese Schraube sitzt immer locker...

Diese Schraube sitzt immer locker…

Heute früh brachte ich mit der Hilfe unseres Großen die beiden fertigen Ständerwägen in die Schule – und was für einen aufgeräumten Anblick sie bieten:

Hier die beiden fertigen Ständerwägen in meinem Musikraum

Hier die beiden fertigen Ständerwägen in meinem Musikraum

Bevor sich nun jemand wundert, welch luxuriös und generös bemessenen Räumlichkeiten ich in der Schule nutzen darf: Genau an der Stelle, die die beiden Ständerwägen im Foto einnehmen, stehen normalerweise 20 Tische für die Schüler, dann wird es schon ein wenig „gemütlicher“.

Gut, trotz des schönen Fotos kann sich vielleicht der eine oder andere noch nicht vorstellen, wofür man einen Ständerwagen benötigt. Ganz einfach: So lassen sich auf einen Schlag gut 15 Notenständer befördern:

Hier ein mit 15 Notenpulten beladener Ständerwagen, mit ein wenig Hilfe und Geduld bekäme man sicher auch 16 oder 17 hinein, ich war so schon ganz zufrieden...

Hier ein mit 15 Notenpulten beladener Ständerwagen, mit ein wenig Hilfe und Geduld bekäme man sicher auch 16 oder 17 hinein, ich war so schon ganz zufrieden…

Da die Ständerwägen in der Schule eingesetzt werden, wo gerade pubertierende Teenager auch mal mit unnötigem Muskeleinsatz an das Mobiliar herangehen, habe ich sehr auf eine massive Bauweise und Stabilität geachtet:

  • Jede der vier Rollen könnte allein 50 Kilogramm tragen. Damit sollte genug Spielraum vorhanden sein.
  • Alles ist aus Massivholz (zwar nur 18 Millimeter stark, aber das sollte schon ausreichen).
  • Zusätzlich zu den Mehrfachverschraubungen haben ich pro Ständerwagen auch noch acht Winkeleisen angebracht, um sowohl am unteren als auch am oberen Ende für Stabilität zu sorgen (siehe Fotos unten).
  • Arretierungen für die Rollen verhindern ein Wegrollen an einer abschüssigen Stelle. Das ist wichtig, weil ein voll beladener Ständerwagen von einem schmächtigen Unterstufenschüler unter Umständen nicht gehalten werden kann (siehe Foto unten).
Zusätzlich zur Verschraubung von außen sind innen die Winkeleisen angebracht.

Zusätzlich zur Verschraubung von außen sind innen die Winkeleisen angebracht.

Auch die Querstreben oben sind durch das Außenbrett schon doppelt verschraubt, zusätzlich gab's noch die Winkeleisen – so hält die Freude länger an...

Auch die Querstreben oben sind durch das Außenbrett schon doppelt verschraubt, zusätzlich gab’s noch die Winkeleisen – so hält die Freude länger an…

Jeweils zwei Rollen pro Ständerwagen sind mit einer Arretierung ausgestattet.

Jeweils zwei Rollen pro Ständerwagen sind mit einer Arretierung ausgestattet.

Alles in allem bin ich zufrieden, denn die Ständerwägen werden sicherlich den Schulalltag in meinem Unterrichtsraum etwas aufgeräumter machen – und unseren netten Hausmeister etwas entlasten.

Und zum endgültigen Rumposen noch ein schönes Bild zum Schluss...

Und zum endgültigen Rumposen noch ein schönes Bild zum Schluss…

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Autsch, nein: Doppelautsch!

Heute war die vorbereitende Konferenz in der Schule, die sog. GLK (Gesamt-Lehrer-Konferenz), gleich gefolgt von einer Fachschaftssitzung, alles wie zu Beginn jedes Schuljahrs. Als ich mich dann gegen 14:30 h auf mein Rad schwang, war ich ganz zufrieden mit dem Verlauf und zischte los. Auf halber Strecke passierte es dann: Eine Biene war der Meinung, sich unter dem Rand meines Helms einklemmen zu müssen. Ich fühlte sie landen, sich einklemmen – und dann kam das erste Autsch!

Also: Vollbremsung, Sprung vom Pedelec, Helm öffnen und das Tier von mir wegwedeln. Nur: Eine Biene bleibt ja mit dem Stachel hängen. Also begann ich, mit dem Helmrand auf meine Schläfe einzudreschen, um das Vieh zu zerquetschen. Das klappte dann auf den dritten oder vierten Anlauf auch.

Ohne Spiegel oder andere Hilfsmittel setzte ich die Fahrt erst einmal fort, es waren nur noch vier oder fünf Minuten nach Hause. Dort angekommen gab es erst einmal einen Blick in den Spiegel, dann die Entfernung des Stachels, dann – endlich – ein Kühlpack.

Autsch! Das tat weh! Aber das war ja nur der erste Streich...

Autsch! Das tat weh! Aber das war ja nur der erste Streich…

Und dann kam Fenistil, und ein paar Minuten später noch einmal. Und nochmals ein paar Minuten später noch eine Ladung. Das funktionierte erstaunlich gut, denn schon bald (weniger als 20 Minuten) war die Schwellung fast vollständig abgeklungen.

So, mittlerweile – ein paar Stunden später – ist vom Bienenstich so gut wie gar nichts mehr zu erkennen. Dafür habe ich zwei Beulen am Haaransatz, wo ich mich mit dem Helm getroffen habe…

Tja, wer zielen kann, ist eindeutig im Vorteil...

Tja, wer zielen kann, ist eindeutig im Vorteil…

Tja, neben dem Stich gleich noch die Beulen – das ist wahre schwäbische Sparsamkeit: Drei zum Preis von einem…

P.S.: Als ich da auf dem Fahrradweg neben der Ziegelstraße stand und auf meine Birne eindrosch, hielt doch gleich eine Autofahrerin an und fragte mich ganz besorgt, was los sei. Das war wirklich sehr nett, auch wenn ich gar keine Hilfe benötigte.

P.P.S.: Dieses Erlebnis war auch gleich der Test, ob ich auf Insektenstiche allergisch reagiere. Zum Glück war dies nicht der Fall!

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Song des Tages (350) – 2017-08-28

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Anfang Dezember 2016 hatte ich die Band Magnum schon einmal als Quelle für den Song des Tages erwählt, damals mit dem exzellenten „On A Storyteller’s Night“ (hier). Doch auf dem gleichen Album – und ich habe es als Teenager wirklich viele, viele Male angehört – gibt es neben vielen anderen guten Stücken noch einen mindestens ebenso gelungenen Track, es handelt sich gleich um den Opener. Heute ist er der Song des Tages, sein Titel ist „How Far Jerusalem“:

Die Studio-Version bietet eine perfekt stimmige Atmosphäre, das ist einfach umwerfend. Wer sich vorher schon ein bisschen „Herr der Ringe“ oder „Der Hobbit“ ansieht (oder liest/hört), dürfte sich sofort heimisch fühlen. Und dennoch habe ich eine ganz ansprechende Live-Version bei YouTube gefunden, die ich ebenfalls für sehenswert halte:

Wenn die Woche schon mit derlei mysteriösen Stücken beginnt, kann sie ja eigentlich nur gut werden, oder? Ich stelle mich derzeit allmählich wieder auf einen Arbeitsrhythmus um, denn in exakt zwei Wochen beginnt der Schulbetrieb in Baden-Württemberg, da sollten die ersten paar Tage gut vorbereitet sein, um jegliche Hektik zu vermeiden.

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

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Song des Tages (337) – 2017-08-15

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Morgen ist unser 15. Hochzeitstag. Im Gegensatz zu meiner Frau, die noch viel schöner aussieht als je zuvor, altere ich kontinuierlich vor mich hin. Was mich jung hält, ist die Nähe zu meiner Frau, das tägliche Laufen und die tägliche Ration Cola Light.

Wie schon in einem separaten Blog-Eintrag berichtet (hier), entspannen wir uns abends gerne bei einer guten Portion Nostalgie-TV, im Moment vor allem die Fernsehserie „MacGyver“ aus den 1980er Jahren. Trotz einer eigentlich völlig inakzeptablen Vokuhila-Frisur des Hauptdarstellers Richard Dean Anderson (anscheinend war das tatsächlich mal in Mode, uärgs…) muss man der Serie zugute Halten, dass darin das feste Vertrauen auf die Fähigkeit des Menschen, sich seiner Umgebung und den Umständen anzupassen, in jeder Folge neu zum Ausdruck kommt. Das taugt mir persönlich viel mehr als die heute gar zu oft propagierte (und einstudierte bzw. angelernte) Hilflosigkeit (Stichwort: „Ich check‘ das nicht…“ – als Lehrer habe ich den Spruch schon so oft und leider auch oft unter völlig absurden Bedingungen gehört, er hängt mir kilometerweit zum Hals raus). Dieser (zugegebenermaßen etwas naive) Glaube an die eigenen Fähigkeiten ist ein derart positiver Faktor in dieser alten TV-Serie, dass ich jede einzelne Folge des Abends genieße.

Der heutige Song des Tages ist der unvergleichliche „MacGyver Theme Song“, der nun einmal jede Episode umrahmt:

Für eine Vorwarnung mag es unterhalb des verlinkten Videos bereits ein wenig zu spät sein, aber wieder einmal handelt es sich um einen üblen Ohrwurm. Vor allem bei mir hat er sich so festgesetzt, weil ich — gemeinsam mit meiner Frau — mittlerweile mehr als zwei Staffeln fast am Stück angesehen habe: Allabendlich zwei oder drei Episoden. Sogar unsere Kinder pfeifen das Thema schon…

Ich bin schon soweit, dass ich mir fest vorgenommen habe, das Thema vor Beginn des neuen Schuljahres gleich einmal für meine Big Band zu arrangieren, das könnte echt ein fetziger Moment im Adventskonzert werden. (Und dann hätten gleich mehrere hundert Konzertbesucher einen Ohrwurm – stellt euch an dieser Stelle das typische Hollywood-Bösewicht-Grinsen vor…)

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

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Song des Tages (322) – 2017-07-31

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Montag der ersten kompletten Ferienwoche, endlich fühlt es sich auch wie Ferien an. Das ist leider nicht so einfach wie früher, denn als Schüler fiel ich quasi aus dem Schul- nahtlos in den Ferienmodus (nur umgekehrt war es nie so nahtlos…), heute benötige ich locker drei bis fünf Tage, bis auch mein Körper kapiert hat, dass er jetzt locker lassen darf.

Da ich nun auch gefühlt in die Ferien starte, gibt es den womöglich passendsten Song aller Zeiten zu diesem Anlass, hier als Song des Tages: Alice Cooper mit „School’s Out“:

So hervorragend der Song ist, ein echter Fan der oft überladenen und meist sehr überdrehten Bühnen-Show im klassischen Alice Cooper-Stil werde ich wohl nie. Dieser Mitschnitt zeigt, welch umfangreiche Verkleidungs- und Ausstattungsschlacht das immer ist. Mir gefällt es etwas nüchterner auch ganz gut…

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

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Hörbücher galore

In der letzten Zeit habe ich sehr viele Hörbücher gehört, eigentlich wollte ich jeweils eine Rezension schreiben, doch das ist für mich immer etwas anstrengend, denn die richtige Balance zu finden zwischen „Dem Leser/Hörer in spe Lust auf ein (Hör-)Buch machen“ und „Ultimative Ansammlung von Spoilern“ ist eine zeitaufwändige Geschichte. Und bis zum Ferienbeginn wird sich daran auch nicht wirklich etwas ändern. Daher habe ich mich für einen Zwischenweg entschieden: Ich liste die in letzter Zeit gehörten Hörbücher auf und äußere mich jeweils kurz dazu, wo sie ungefähr einzusortieren sind bzw. ob und wie sehr sie mir gefallen haben. Also: Auf geht’s!

Cotton Reloaded, Serienspecial: „Der Tod eines guten Mannes“

Die neueste Episode von „Cotton Reloaded“ bringt Licht in die Vorgeschichte von Joe Brandenburg – spannend und sehr gut gemacht, von vorne bis hinten ein Genuss!

Die neueste Episode von „Cotton Reloaded“ bringt Licht in die Vorgeschichte von Joe Brandenburg – spannend und sehr gut gemacht, von vorne bis hinten ein Genuss!

Bis zum Herbst, wenn die Serie „Cotton Reloaded“ einen thematisch neu ausgerichteten Relaunch erleben soll, gibt es alle zwei Monate ein sog. „Serienspecial“, also Folgen, die als Vor- oder Nebenhandlung nun einmal nicht in der normalen Chronologie zu verorten sind. Das erzeugt mehr Tiefe für die bereits etablierten Figuren und beleuchtet hier und da auf interessante Weise die Hintergründe.

Dieses Hörbuch stellt keine Ausnahme dar, die Qualität ist gewohnt hoch und die Produktion makellos. Für alle Fans der Serie eine lohnende Investition!

Vince Ebert: „Zukunft Is The Future – Die Live-Show“

Ein kurzweiliges Comedy-Programm, das für meinen Geschmack leider zu viele bereits bekannte Elemente verwendet.

Ein kurzweiliges Comedy-Programm, das für meinen Geschmack leider zu viele bereits bekannte Elemente verwendet.

Ich mag Vince Ebert als wissenschaftlich angehauchten Comedian. Mittlerweile habe ich vier oder fünf seiner Hörbücher, meistens Live-Shows oder Lesungen seiner Bücher. Ein paar davon habe ich schon sehr oft gehört. Und vielleicht war genau dies mein Problem mit dem für mich noch neuen Hörbuch „Zukunft Is The Future – Die Live-Show“, denn gefühlte 90 Prozent der Witze/Pointen waren mir bereits aus den anderen Programmen vertraut. Die vereinzelten Male, an denen mich ein Element überraschen konnte, waren spärlich gesät.

Für jemanden, der die anderen Hörbücher/Programme von Vince Ebert noch nicht dermaßen gut kennt, ist es sicherlich ein höchst befriedigendes Erlebnis, diesem gut 70-minütigen Live-Programm zu folgen. Ich empfand es als rausgeworfenes Geld und hätte die Zeit lieber für interessantere Hörkost verwendet.

Harper Lee: „Gehe hin, stelle einen Wächter“

Auf den ersten Blick unscheinbar und nicht „in der gleichen Liga“ wie „Wer die Nachtigall stört“, am Schluss dann aber ebenso tiefgreifend und geradezu umwerfend ehrlich.

Auf den ersten Blick unscheinbar und nicht „in der gleichen Liga“ wie „Wer die Nachtigall stört“, am Schluss dann aber ebenso tiefgreifend und geradezu umwerfend ehrlich.

Vor ein paar Wochen berichtete ich vom großen Genuss, den ich aus dem Anhören von Harper Lees Klassiker „Wer die Nachtigall stört“ zog (hier). Dieses Buch wurde nicht umsonst einer der ganz großen Klassiker des 20. Jahrhunderts. Vielen, die sich dann für die Autorin interessieren, wird es ergangen sein wie mir: Völlige Verblüffung, dass sie bis kurz vor ihrem Tod nur diesen einen Roman veröffentlichte. Ein Jahr, bevor sie unerwartet im Schlaf verstarb, erschien diese „Fortsetzung“, die angeblich ein eigentlich früherer Entwurf des erfolgreichen Erstlingswerks darstellt.

Kennt man „Wer die Nachtigall stört“, fühlt man sich sofort wieder zuhause, wenngleich in einem Zuhause, das man verlassen und für etliche Jahre nicht mehr besucht hat, nur um festzustellen, dass sich unter der ewig unveränderlichen Oberfläche doch einiges ganz unerwartet entwickelt hat. Insofern ist der Roman gleichzeitig nostalgisch als auch entzaubernd – die Kraft liegt darin, dass der Leser aus erster Hand die letzten Wehen einer Adoleszenz miterlebt, die im Austausch für das Erwachsenwerden sterben muss. Nicht ganz einfache Kost, aber lohnende. Und noch dazu in Hörbuchform ganz exzellent!

Giulia Enders: „Darm mit Charme“

Zu Beginn deutlich spannender als am Schluss, dennoch interessant und durchaus besser geschrieben als dem Titelbild nach zu schlussfolgern wäre...

Zu Beginn deutlich spannender als am Schluss, dennoch interessant und durchaus besser geschrieben als dem Titelbild nach zu schlussfolgern wäre…

Das Gesundheitsthema lässt mich einfach nicht los, noch dazu mag ich es, zumindest hin und wieder Fakten in einem nüchternen Tonfall präsentiert zu bekommen. Deshalb gefiel mir auch „Fettlogik überwinden“ von Dr. Nadja Hermann viel besser als „Kopfsache schlank“ von Dr. Marion Reddy und Dr. Iris Zachenhofer – aber wie so oft ist das nur meine persönliche Meinung (aber in meinem Blog gibt’s halt auch meine Meinung zu lesen). „Darm mit Charme“ beginnt sehr vielversprechend, in diesem sachlichen und angenehm nüchternen Tonfall, um dann in der zweiten Hälfte etwas weniger spannend zu werden. Abgesehen davon war es dennoch ein lohnendes Hörbuch, das ich sicher noch einmal, ach nein, bestimmt noch mehrere Male, hören werde!

Neil Gaiman: „American Gods“

Actionreiche Mystery in poetischer Sprache und rappelvoll mit Anspielungen auf alte Sagen und Mythen – was für ein Einstieg in das Werk eines mir bis dato unbekannten Autors!

Actionreiche Mystery in poetischer Sprache und rappelvoll mit Anspielungen auf alte Sagen und Mythen – was für ein Einstieg in das Werk eines mir bis dato unbekannten Autors!

Eigentlich war dieses Hörbuch eine reine Zufallsentdeckung, weil ich beim Stöbern im iTunes Store nach etwas im Bereich meiner Interessen suchte, das zugleich nicht zu teuer wäre. Den Namen Neil Gaiman hatte ich schon recht häufig gelesen, doch eben noch kein einziges Werk von ihm. Also lag es nahe, einfach mal ein einzelnes Hörbuch auf Verdacht zu kaufen. Und ich habe es nicht bereut.

Die Geschichte ist eine Art Transposition der antiken Sagenwelt mitten hinein in die USA der Jetztzeit. Götter und Menschen interagieren miteinander, intrigieren gegeneinander, stecken ihre Bereiche ab, verteidigen diese Grenzlinien und kämpfen mit harten Bandagen um den eigenen Vorteil. Das alles wird in einer hochpoetischen Sprache voller Bilder und doch nur selten mit einem einzigen Wort zu viel präsentiert (und in diesem Fall von Stefan Kaminski hervorragend gelesen). Der aus meiner Sicht bestmögliche Einstieg in die Welt von Neil Gaiman!

Neil Gaiman: „Der Ozean am Ende der Straße“

Science Fiction, Mystery und eine auf kindliche Weise unverdorbene Schwärmerei in einer fantastischen Geschichte vereint: Einer der Hörbuch-Höhepunkte der letzten Wochen!

Science Fiction, Mystery und eine auf kindliche Weise unverdorbene Schwärmerei in einer fantastischen Geschichte vereint: Einer der Hörbuch-Höhepunkte der letzten Wochen!

Nachdem ich mit „American Gods“ auf den Geschmack gekommen war, fiel mir – ebenfalls recht kostengünstig – ein weiteres Buch von Neil Gaiman in Hörbuch-Form in die Hände: „Der Ozean am Ende der Straße“. In dieser Geschichte vereinen sich Elemente aus Science Fiction und Mystery, verweben sie zu einem gelungenen Netz aus Handlungsfäden, die sich allmählich entfalten und den Hörer in eine ganz andere Realität entführen. Erst nach dem Kauf des Hörbuchs bemerkte ich, dass es sich um eine gekürzte Version handelte – wäre mir das vorher aufgefallen, hätte ich es vielleicht gar nicht gekauft (die ungekürzte Version kostet über 20€). So aber kam ich in den Genuss einer leicht gekürzten, aber dennoch fantastischen Geschichte. Wunderbar!

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Der „verpennte“ Meilenstein

Die letzten Wochen im Schuljahr sind auf unangenehme Weise die stressigsten, denn bei Schülern und Lehrern ist „die Luft raus“. Oft schafft man es, den Stoff ganz gut abzuschließen – und dann kommt noch genau eine Doppelstunde, bei der man so gar nicht weiß, wie sie nun noch sinnvoll zu füllen ist… Außerdem finden permanent irgendwelche Sonderaktionen statt, die den Alltag unübersichtlicher machen, ganz zu schweigen von Exkursionen, die einem Teile von Klassen entziehen, sodass man mit einer vorbildlichen Unterrichtsvorbereitung am Ende vor acht statt 28 Schülern steht (das Stichwort „Motivationskiller“ wandert durch meinen Hinterkopf…) – und so weiter und so fort. Mir geht es heute nicht darum, über diese letzten Schulwochen zu maulen, denn dieses Spiel wiederholt sich ohnehin jedes Jahr, Detailveränderungen inklusive. Nein, dieser Einstieg hat vielmehr etwas damit zu tun, dass der dezent aus den Fugen geratene Alltag mich meinen dritten großen läuferischen Meilenstein in diesem Kalenderjahr hat „verpennen“ lassen.

Üblicherweise wird nach dem Laufen geduscht, während des Frühstücks trage ich dann Entfernung und Dauer in die Tabelle ein, um den Überblick zu behalten. Was ich aber in dieser und der letzten Woche nur sehr sporadisch tat. Und dann kam es eben auch dazu, dass mir plötzlich klar wurde, dass ich den Meilenstein schon ein oder zwei Tage vorher passiert hatte, ohne mir dessen überhaupt bewusst gewesen zu sein:

Dass ich die 3.000 Kilometer in diesem Jahr schon geknackt hatte, habe ich erst gemerkt, als ich schon einige Kilometer drüber war. Auch kein Drama...

Dass ich die 3.000 Kilometer in diesem Jahr schon geknackt hatte, habe ich erst gemerkt, als ich schon einige Kilometer drüber war. Auch kein Drama…

Gut, zwei Läufe drüber ist kein Drama, aber es zeigt mir, wie sehr das Ausfransen des Schuljahres meine normalen Abläufe durcheinander bringt. Ganz offensichtlich taugt mir das nicht. Manchmal werde ich geradezu zum Revoluzzer:

Da seht ihr mal, zu welch perfiden Dingen ich fähig bin, wenn ich mich „gegen das System“ stelle!

Da seht ihr mal, zu welch perfiden Dingen ich fähig bin, wenn ich mich „gegen das System“ stelle!

Draußen regnet es gerade Hunde und Katzen. Wenn das nicht bald besser wird, gehe ich heute ganz dreist mal wieder auf’s Laufband. Sonst muss ich die Schuhe erst wieder tagelang trocknen lassen. Bäh!

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