Rudern mit Scully und Mulder

Seit fast drei Wochen habe ich meine Rudermaschine im Keller stehen (ich berichtete), bis auf zwei absolut übervolle Tage war ich immer mindestens zehn, häufiger 20 oder 30, meist 40-45 Minuten dran und habe mich mittlerweile gut eingewöhnt.

Wunderbar an diesem Training ist vor allem, dass es recht leise vonstatten geht (mein Schnaufen, wenn der Gegenzug auf Level 10 ansteigt, ist da schon am lautesten), sodass ich auch ohne Kopfhörer nebenbei zur Ablenkung ein paar „Akte X“-Folgen gucken kann.

Unerwartet gut – „Akte X" aus den 1990er Jahren.

Unerwartet gut – „Akte X“ aus den 1990er Jahren.

Von dieser Serie kannte ich vorher fast nichts, nur die allererste Folge hatte ich bislang auf DVD gesehen. Nun aber stelle ich mein iPad neben die Rudermaschine und lasse die Folge beim Training laufen – so habe ich mich mittlerweile durch die ersten 12 oder 13 Folgen geguckt – und bin außerordentlich positiv beeindruckt, denn das Qualitätsniveau ist für eine „popelige“ TV-Serie aus den 1990er Jahren wirklich hoch. Die Drehbücher und Dialoge sind meist sehr intelligent und voller kleiner Überraschungen, auch das Darsteller-Gespann David Duchovny und Gillian Anderson ist quasi die Idealbesetzung. Besser noch für mich als Sci-Fi-Nerd: In beinahe jeder Folge wird Bezug auf bekannte Science Fiction-, Horror- oder Mystery-Filme/-Bücher genommen.

Als ein Beispiel soll die Folge „Eis“ (Erste Staffel, Folge 8) herhalten, die die wichtigsten Elemente des Science Fiction-/Horror-Klassikers „Das Ding aus einer anderen Welt“ mit Kurt Russel mit viel Liebe zum Detail nachstellt. Die Handlung ist natürlich stark angelehnt, weist aber eine gelungene Anpassung an das kürzere Serien-Format auf, die ausgewählten Gast-Darsteller, das Set sowie die Special-Effects sind mehr als nur „passend“, die Original-Stimmung wird ziemlich perfekt getroffen. Diese Episode war (und ist) ein echter Genuss!

Nachdem das Rudertraining nun nicht außergewöhnlich spannend ist – vor und zurück, wieder vor, wieder zurück, und noch einmal vor… bei 45 Minuten komme ich da auf über 1.000 Züge – bin ich dankbar für die spannenden „Akte X“-Folgen, die mich aus der geistigen Lethargie ziehen. Ohne sie wäre das Training nur halb so gut zu ertragen, vor allem, weil mir spätestens nach 35 Minuten der Hintern zu schmerzen beginnt…

P.S.: Ich bin im Moment arbeitstechnisch gut ausgelastet, daher habe ich die letzten beiden Termine für das „Album der Woche“ ungenutzt verstreichen lassen. Es kommt wieder…

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