Album der Woche – Episode 8 – 2017-11-05

Jede Woche präsentiere ich ein Album, das mir persönlich gut gefällt. Im Vorfeld höre ich es noch einmal (oder häufiger) durch und bemühe mich dann, es allen Interessierten „schmackhaft“ zu machen.

Savatage: „Hall of the Mountain King“

Eines der besten Metal-Alben aller Zeiten, hier passt einfach alles!
Eines der besten Metal-Alben aller Zeiten, hier passt einfach alles!

1987 erschien mit „Hall of the Mountain King“ das fünfte Album der Power-Metal-Band Savatage. In einer Auflistung irgendeiner Heavy Metal-Zeitschrift, vermutlich war es der Metal Hammer, den ich mir als Vierzehn-/Fünfzehnjähriger gelegentlich kaufte, landete das Album unter den bedeutendsten Alben der 1980er Jahre. Mein Interesse war geweckt, also kaufte ich mir die CD. Ein Kauf, den ich nie bereute, denn dieses Album ist dermaßen fantastisch, dass ich mich schlicht nie daran satt höre.

Meine Begeisterung rührt vor allem von der stimmigen und kompakten Atmosphäre her, bei der die Titel und Texte der Songs, der Sound des gesamten Albums und die Gestaltung des Covers perfekt ineinander greifen und sich zu einem Ganzen verbinden.

Die Songs:

In der 2011 neu aufgelegten Version des Albums gibt es noch zwei Bonustracks, daher kommt das Album mit den 12 Songs mit 48 Minuten auf etwas mehr Spielzeit als im Original (10 Songs, ca. 40 Minuten). Da wirklich alle Songs empfehlenswert sind, möchte ich euer Augenmerk heute nur auf ein Song-Gespann richten, das es dafür absolut in sich hat…

Prelude To Madness

Nach einer kurzen Synthesizer- und E-Gitarren-Einleitung beginnt ein Stück, das vermutlich allen Hörern schon einmal begegnet ist, denn es handelt sich um „In der Halle des Bergkönigs“ aus der von Edvard Grieg komponierten Bühnenmusik zu „Peer Gynt“ von Henrik Ibsen. Es entwickelt sich aber ein spektakulärer „Battle“ zwischen der bekannten (Instrumental-)Musik (hier vom Synthesizer) und der E-Gitarre, die darüber und dagegen ein markantes (und mit äußerst flinken Fingern ausgeführtes) Gitarren-Solo hinlegt. Das klingt jetzt möglicherweise nicht allzu faszinierend, ist aber ein spektakuläres Hörerlebnis.

Hall of the Mountain King

Der Titeltrack geht direkt aus dem „Prelude To Madness“ hervor und setzt mit einem äußerst charismatischen Riff auf der E-Gitarre ein. Die düster-bedrohliche Atmosphäre, die schon auf dem Album-Cover gezeigt wird, findet hier ihr perfektes musikalisches Pendant. Insgesamt dominieren Gesang und E-Gitarre das musikalische Geschehen – kein Wunder, wurden doch beide von den Oliva-Brüdern, die bis zum Tod von Criss, dem Gitarristen, den harten Kern der Band bildeten, ausgeführt. Gerade in der Kombination mit dem „Vorspiel“ ist das wirklich der Höhepunkt des Albums.

Fazit

Nach dem unerwarteten und verfrühten Unfalltod von Criss Oliva im Herbst 1993 büßte Savatage sein wichtigstes Markenzeichen, den unnachahmlichen Gitarren-Sound und die wieselflinken Finger, ein, die bis zum Album „Edge of Thorns“ (ebenfalls ein heißer Anwärter auf einen Platz in dieser Blog-Sparte) jede Veröffentlichung maßgeblich geprägt hatte. Die folgenden Alben kenne ich bislang nicht, denn Savatage ist für mich immer die Band der Oliva-Brüder gewesen. Irgendwann wage ich mich mal daran, die neueren Sachen zu hören. 2007 hat sich die Band aufgelöst – insofern kommt da auch nichts mehr nach.

Wer aber in die glorreichen Glanzzeiten dieser einmaligen Band eintauchen will, ist mit „Hall of the Mountain King“ definitiv an einem ziemlich perfekten Punkt in der Geschichte der Band. Für alle, die danach auf den Geschmack gekommen sind, empfehle ich die drei Nachfolger-Alben: „Streets – A Rock Opera“, „Gutter Ballet“ und „Edge of Thorns“. Mit keinem dieser musikalischen Juwelen kann man etwas falsch machen.

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