Archiv für den Monat Oktober 2017

Laufen im Oktober 2017

Mit dem heutigen Tag endet der Monat Oktober in diesem Kalenderjahr. Wie schon in den vorherigen Monaten bin ich an jedem Tag in diesem Monat gelaufen, der kürzeste Lauf ging über 16,06 km, der längste über 21,35 – insgesamt kam ich auf 533,48 Kilometer.

Mehr als die Hälfte der Läufe habe ich (selbst für mich ganz erstaunlich) auf dem Laufband durchgeführt, das ich eigentlich seit dem Frühjahr gemieden hatte. Die Gründe dafür sind einerseits die Bequemlichkeit, denn im Keller ist es wärmer als draußen, außerdem regnet (und stürmt!) es dort nicht – und ich konnte mir beim Laufen auch den einen oder anderen Film ansehen, andererseits die Tatsache, dass ich mich unter der Woche etwas wacher fühlte, wenn ich vor der Schule schon meine gut 100 Minuten Laufen in einem hell erleuchteten Raum (statt mit einer Stirnlampe in einer ansonsten stockdunklen Umgebung) absolviert habe.

Die letzten Tage jedoch bin ich wieder vermehrt draußen gerannt, auch wenn meine Finger nach jedem Lauf so durchgefroren waren, dass ich Mühe hatte, die Haustür aufzuschließen… Vermutlich werde ich dies trotzdem auch während der restlichen Herbstferien so durchhalten (es sei denn, das Wetter wird gar zu garstig).

Meine Übersicht über das Laufen im bisherigen Kalenderjahr – mein Gesamtziel von 5.400 Kilometern rückt spürbar näher.

Meine Übersicht über das Laufen im bisherigen Kalenderjahr – mein Gesamtziel von 5.400 Kilometern rückt spürbar näher.

Nachdem ich bei aktuellem Pensum etwas mehr als 100 Kilometer in der Woche schaffe, sollte mein Jahresziel von 5.400 Kilometern mittlerweile absolut im Bereich des Möglichen liegen. Aber man soll den Tag ja nicht vor dem Abend loben, daher warte ich es einfach ab.

Nachtrag (1.11.2017): Im obigen Screenshot ist ein Fehler, denn ich bin im September zwar nicht gekrochen, ganz so schnell laufe ich aber doch nicht. Da fehlten einfach ein paar Daten bezüglich der Laufdauer, die ich gerade nachgetragen habe. Korrekt sieht die Übersicht nun folgendermaßen aus:

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So ist der September viel realistischer…

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Sonntagsspaziergang am Montag

Heute ist der erste „echte“ Ferientag, da die letzten beiden Tage einfach nur Wochenende waren. Trotzdem haben wir einige Punkte der To-Do-Listen abgehakt, uns gesund ernährt und uns gemäß der verfügbaren Zeit bewegt. Dazu gehörte auch ein schöner Nachmittagsspaziergang mit den Kindern, bei dem zwei wundervolle Fotos entstanden, die ich auf diesem Wege teilen möchte:

Das erste Bild wurde ohne Fokus auf die Sonnenstrahlen aufgenommen – entsprechend hell ist der Vordergrund.

Das erste Bild wurde ohne Fokus auf die Sonnenstrahlen aufgenommen – entsprechend hell ist der Vordergrund.

Hier habe ich den Fokus auf die Sonnenstrahlen gesetzt, wodurch die Wirkung fast noch stärker ausfällt. Aber das ist natürlich Geschmacksache.

Hier habe ich den Fokus auf die Sonnenstrahlen gesetzt, wodurch die Wirkung fast noch stärker ausfällt. Aber das ist natürlich Geschmacksache.

Schönen Abend und gute Erholung!

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Album der Woche – Episode 7 – 2017-10-29

Jede Woche präsentiere ich ein Album, das mir persönlich gut gefällt. Im Vorfeld höre ich es noch einmal (oder häufiger) durch und bemühe mich dann, es allen Interessierten „schmackhaft“ zu machen.

Glenn Frey: „Soul Searchin’“

Soul Searchin‘ – ein nostalgischer Trip in Soleras Jugend...

Soul Searchin‘ – ein nostalgischer Trip in Soleras Jugend…

1988 erschien das Album „Soul Searchin‘“ von Glenn Frey. Den Musiker kannte ich über den wirklich starken Song „The Heat Is On“, der gleich zu Beginn des ersten Beverly Hills Cop-Films eingesetzt wurde. Meine Brüder und ich hörten die Single rauf und runter, doch ich hatte als knapp Dreizehnjähriger noch keinen blassen Schimmer, was der gute Glenn Frey musikalisch noch so alles zu bieten hatte.

Erkannt habe ich das nur durch Zufall, denn damals lebten in Estenfeld, meinem Heimatort nahe Würzburg, viele der in Würzburg stationierten amerikanischen Soldaten. Hin und wieder kamen sie mit ihren American Footballs auf den Schulplatz, um sich ein paar Minuten lang diese komischen Leder-Eier zuzuwerfen. Selbstverständlich waren wir als Kids völlig hin und weg und mussten unbedingt mitspielen. Schließlich ließen wir uns auch ein paar echte (und tatsächlich qualitativ hochwertige) Footballs besorgen, meiner liegt sicher noch im Haus meiner Eltern herum.

Einmal brachte uns einer der GIs diese unscheinbare CD mit, die wir ausleihen durften: Es handelte sich um das heutige Album der Woche. Binnen weniger Minuten war ich völlig angefixt und kaufte mir alsbald selbst die CD – sie steht bis heute im CD-Regal (auch wenn ich schon seit Jahren nur noch digitalisierte Musik höre).

Die Songs:

Die zehn Songs füllen insgesamt 47 Minuten Spielzeit, damit ist der Durchschnitt etwas länger als für typische Popmusik-Stücke. Wirkliche Schwächen gibt es nicht, auch wenn die letzten beiden Songs deutlich seichteres Pop-Gesülze sind, als ich es mir normalerweise anhören würde. Dafür sind die drei ausgewählten Favoriten (siehe unten) absolute Knaller.

Für mich als studierten Musiker gibt es einen echten Kritikpunkt am gesamten Album: Die Verwendung des Drumcomputers. Ich kann mir diesen absoluten Faux-Pas nur auf eine einzige Weise erklären, nämlich mit der Technikverliebtheit der 1980er Jahre, denn da schien es das oberste Gebot zu sein, alles, was vorher menschliche Musiker geleistet haben, durch synthetische Tonerzeuger zu ersetzen. Die Filmmusik jener Zeit ist oft schwer künstlich, meist mehr als der gute Geschmack erträgt. Zum Glück ist es bei „Soul Searchin‘“ nicht ganz so schlimm. Manch einer wird es auch nicht sogleich merken, jedoch schleicht sich nach einer Weile eine dezente Monotonie ein, wenn halt jeder Schlag auf die Snare, jeder „Wumms“ auf die Bass-Drum und alle abertausend Hi-Hat-Zischer exakt gleich sind – das könnte kein Mensch so akkurat hinbekommen.

Livin‘ Right

Der Opener ist das Aushängeschild eines jeden Albums. Manche Künstler gehen es eher ruhig an, um dann eine kräftige Steigerung hinzulegen (siehe „Son Of A Gun“ vom letzten Album der Woche), andere gehen sofort in die Vollen. Letzteres trifft auch hier zu, denn Glenn Frey startet gleich voll durch. Und was ist das für ein Vergnügen: Über den funkigen Rhythmus-Teppich setzen sich die funkelnden Bläser mit Akkorden, die Spannung erzeugen oder eisenharten Kicks (das Saxophon-Solo ist außerdem wirklich hörenswert), und dann der Gesang, der den Hörer mit viel Energie gleich in seinen Bann schlägt. Wow!

True Love

Der vielleicht romantischste Love-Song aller Zeiten, zumindest aus meiner Sicht. (Wenn er nur nicht so durch den Drum-Computer heruntergezogen würde, denn gerade der Anfang klingt echt heftig synthetisch…) Was genau mich hier so fasziniert, kann ich nicht beschreiben, es ist die gelungene Mischung aus schmachtender Rhythmusgruppe, den Soul-Bläsern, dem emotional aufgeladenen Gesang und dem gegen Ende angewandten Kunstgriff.

Der haut mich jedes Mal um: Dabei endet das eigentliche Stück schon, jeder erwartet beim ersten Hören die nächste Nummer, dann ertönt ein vorbereitender Schlag auf der Snare-Drum und schon sind wir wieder mitten drin. Das Saxophon soliert vor sich hin, der Gesang wirft kurze Phrasen ein, der Groove läuft noch einmal gute anderthalb Minuten weiter. Was für ein „Schmachtfetzen“, aber ich liebe es!

Workin‘ Man

Mein Lieblingsstück auf dem Album, ein amerikanischer Klassiker, das den „hart arbeitenden Mann wie dich und mich“ beschreibt. Der bodenständige Groove, die simple Song-Struktur, das hervorragende Gitarren-Solo, die – zumindest für mich gewährleistete – Authentizität, all das macht den Song zu einem mitreißenden Musikerlebnis.

Lustigerweise wurde auch eine zweite Version von diesem Song aufgenommen, die allen Ernstes im halben Tempo läuft. Ein Kumpel hatte sich von meinem Fieber anstecken lassen und sich die Single bestellt, darauf war diese langsamere Version enthalten, was ihn sehr enttäuschte – ich wünschte, ich hätte ihm das Schmuckstück abgekauft, denn seitdem (und das war zu Beginn der 1990er Jahre) habe ich diese eigenartige, aber dennoch coole Version nicht mehr zu Gehör bekommen. Schade! (Ich muss glatt mal bei Apple Music und YouTube auf die Suche gehen, vielleicht finde ich sie ja doch noch).

Fazit

Das Album stellt für mich einen ganz starken Trip auf meiner „Memory Lane“ dar, ein nostalgisch verklärtes Highlight, das andere vielleicht als fürchterlich sentimentalen Pop-Mist verdammen werden. Mir jedoch gefällt jedes Stück auf seine eigene Weise, die drei genannten Hits könnte ich gut und gern jeden Tag hören, für so gelungen halte ich sie. Bin schon gespannt, welches Feedback ich darauf bekomme…

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Ein Platz, 12 Monate – 09 – Oktober 2017

In diesem von Zeilenende initiierten Projekt wird ein Ort ein Jahr lang fotografisch begleitet, jeweils am letzten Sonntag im Monat wird der dann aktuelle Zustand hier präsentiert.

Durch die Kälte im September konnte der Herbst gnadenlos Einzug halten. Immerhin haben die Pappeln ihr schier unerschöpfliches Blattwerk mittlerweile (und sogar schon bis Mitte Oktober) komplett abgelegt. Das milde Wetter der vergangenen Wochen war dann noch einmal ein echter Lichtblick – sowohl für das Montieren der Photovoltaik-Anlage (hier) als auch für die mit dem Pedelec bestrittenen Wege hin zur Arbeit und zurück.

Wie bereits angekündigt: Bei uns steht eine gravierende Veränderung im Garten an, eine Überdachung der Terrasse, doch ist der Termin auf die zweite November-Woche gelegt worden, also gibt es heute davon noch nichts zu sehen – außer natürlich den drei monströsen Betonfundamenten für die Stützpfeiler.

Ein wahrlich erhebender Anblick... Spaß beiseite: Die Fotos wurden gleich nach Fertigstellung geschossen, daher sieht alles noch so „glibberig“ aus.

Ein wahrlich erhebender Anblick… Spaß beiseite: Die Fotos wurden gleich nach Fertigstellung geschossen, daher sieht alles noch so „glibberig“ aus.

Insgesamt 16 Säcke Zement wurden darin verarbeitet, drei komplette Tage war ich mit Buddeln und weitere zwei Tage mit Zementmischen und Auffüllen der Löcher beschäftigt. Nun aber sollte eine ausreichende Stabilität (sowie Langlebigkeit durch die Tiefe) gewährleistet sein. Beim nächsten Mal gibt es sicher ein paar Bilder von der Terrassen-Überdachung – vermutlich erhält sie sogar einen separaten Blog-Eintrag.

Ansonsten ist der Wandel der Jahreszeit unübersehbar, und wie immer bleibe ich bei den drei Perspektiven: (1) Von der Terrasse aus, (2) vom Rand des neu angelegten Abschnitts aus um die Hausecke, (3) vom Woodport aus auf die drei Etagen.

Von der Terrasse aus...

Von der Terrasse aus…

Vom Rand um die Hausecke...

Vom Rand um die Hausecke…

...und vom Woodport aus.

…und vom Woodport aus.

Die weiteren Teilnehmer und ihre spannenden Beiträge sind (oder werden noch) bei Zeilenende verlinkt.

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Ein Jahr Apple Watch

Heute ist es genau ein Jahr her, dass ich meine (erste) Apple Watch zugeschickt bekam. Selbstverständlich berichtete ich in diesem Blog-Eintrag davon, wie ich mich von meinem Polar Loop-Armband zur Apple Watch begab, ein Schritt, den ich bis heute nicht eine Sekunde bereut habe.

Ich könnte jetzt hier alle möglichen Daten auflisten, mich brüsten mit den langen Listen der vielen Trophäen und mich im Glanze meines eigenen Ruhms sonnen. Doch so viel kann ich gar nicht lüften, um den Gestank wieder loszuwerden, deshalb zeige ich ganz einfach jene Trophäe her, die mir meine Apple Watch – mittlerweile eine Series 3 (aber ohne Mobilfunk, ich bin nicht bei der Telekom) – heute verliehen hat.

Seit einem Jahr habe ich jeden Tag alle drei Ringe voll bekommen. Das freut mich!

Seit einem Jahr habe ich jeden Tag alle drei Ringe voll bekommen. Das freut mich!

Es gab tatsächlich nur ein paar wenige Tage, an denen ich Mühe hatte, die Ringe vollzubekommen. An einem habe ich es wirklich erst um 23:58 oder 23:59 geschafft, alle 12 Steh-Stunden erfolgreich zu absolvieren. Doch meistens ist der grüne Ring vor dem Frühstück abgehakt, der rote folgt im Verlauf des Vormittags, der blaue dann unter der Woche (wenn keine Ferien sind) kurz nach 15:00 h, heute (erster Tag der Herbstferien) erst um 17:07 h, da ich – es war wirklich dringend nötig – ausgeschlafen habe.

Die Apple Watch hat mich auf 365 Läufen, bei unzähligen Minuten Seilspringen, bei etlichen Yoga-Übungen, beim Schwimmen, beim Fahren mit dem Pedelec (ich möchte immer noch „E-Bike“ schreiben), beim Spazieren, bei der Gartenarbeit, beim Duschen, im Unterricht, in langweiligen und spannenden Sitzungen, im Konzert, im Auto, beim Schlafen – kurz: bei so ziemlich allem, was am Tag und in der Nacht so läuft – begleitet. Wenn sie nicht benutzt wurde, war sie unauffällig im Hintergrund. Wurde sie jedoch benutzt, trat sie elegant und funktional in Erscheinung. Wenn mir jemand bei WordPress eine Mitteilung schickt, erhalte ich sie zuerst über mein Handgelenk, ruft mich jemand an, ebenso, iMessages, Emails – alles wird dort zuerst vermeldet – und will ich es nicht hören, schalte ich die Uhr stumm. Ganz nach meinen Bedürfnissen.

Auch kann ich mit Fug und Recht behaupten, mich an die kleinen Eigenheiten der Apple Watch bzw. des watchOS gewöhnt zu haben. Noch nie war ein technischer Begleiter ein tatsächlich so persönliches Gerät wie dieser kleine Computer am Handgelenk. Ich bin sehr gespannt, wie die Reise in den kommenden Jahren weitergeht.

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Gesehen: „The Revenant”

Große Erwartungen, die leider enttäuscht wurden...

Große Erwartungen, die leider enttäuscht wurden…

Vor einigen Monaten hörte ich beim Laufen das (selbstverständlich ungekürzte) Hörbuch „Der Totgeglaubte” von Michael Punke, dessen Roman die Basis für die medial wirklich unglaublich gehypte Verfilmung mit Leonardo diCaprio bildet.

Ein spannendes und facettenreiches Hörbuch, das ich nur empfehlen kann!

Ein spannendes und facettenreiches Hörbuch, das ich nur empfehlen kann!

Das Hörbuch hat mir ausnehmend gut gefallen, da es einerseits durch die vielen kleinen Details über das damalige Leben sowohl der Siedler als auch der amerikanischen Ureinwohner in Nordamerika bestach und andererseits einfach eine spannende Geschichte mit etlichen überraschenden Wendungen und vielen philosophisch-moralischen Abwägungen bot.

Handlung

Die Handlung lässt sich in groben Zügen wie folgt zusammenfassen, denn reduziert man sie auf die harten Fakten, dann bleibt nicht so viel an Details übrig:

Ein Trupp Felljäger ist in den noch unerschlossenen Gebieten Nordamerikas unterwegs, ständig auf der Hut vor jenen Indianerstämmen, die ihnen Ausrüstung stehlen oder sie töten wollen. Deshalb gibt es in dem Trupp mehrere Späher, die die Umgebung erkunden, Ausschau nach guten Lagerplätzen und Nahrung halten, vor feindlich gesinnten Stämmen warnen und dergleichen mehr. Einer von ihnen, der beste Kundschafter, ist Hugh Glass, der eines Tages von einer Bärenmutter in der Nähe ihrer Kinder erwischt und schlimm zugerichtet wird. Doch es gelingt ihm, die Bärin zu töten, außerdem überlebt er den Kampf ganz knapp.

Der Trupp wird in der Zwischenzeit sowohl von Nahrungsmangel als auch von sich nähernden (in diesem Fall feindlich gesinnten) Indianern weiter getrieben. Da Glass nicht selbst laufen kann und das Vorankommen für alle übrigen extrem erschwert und verlangsamt, lässt man ihn mit zwei Wachen (Fitzgerald und Bridger) zurück, die ihn nach seinem eher früher als später zu erwartenden Tod anständig begraben sollen.

Doch schon bald hat Fitzgerald die Schnauze voll, außerdem ist ihm die Situation zu gefährlich. Deshalb überredet er den jüngeren Bridger, die Sache einfach aufzugeben, niemandem später etwas davon zu verraten und sich einfach so auf den Weg hinter den anderen her zu begeben. Sie nehmen Glass sein Gewehr ab und ziehen los, fest davon ausgehend, dass er ohnehin bald sterben werde.

Glass überlebt jedoch, unter größten Mühen kämpft er sich allein durch die Wildnis, immer angetrieben von dem Verlangen nach Rache, wobei er diesen Antrieb durchaus auch immer wieder hinterfragt. Ab hier unterscheiden sich Film und Buch dann deutlich, denn das Buch schildert eine wahre Odyssee, die sich über verhältnismäßig lange Zeit hinzieht, wohingegen der Film alles als eine kompakte, am Stück ablaufende Handlung darstellt. Die geschichtlich als wahr verbürgte Gestalt des Hugh Glass tötete später weder Bridger noch Fitzgerald, im Film jedoch läuft alles auf eine tödliche Jagd nach Fitzgerald hinaus, die – selbstverständlich – äußerst blutig und gewalttätig endet.

Unterschiede zwischen (Hör-)Buch und Film

Irgendwann vor etlichen Wochen gab es die Kino-Verfilmung bei iTunes im Sonderangebot für 4 oder 6 Euro, also kaufte ich ihn, weil ich mich dafür interessierte, wie akkurat der Roman in der Verfilmung umgesetzt worden war. Doch ich muss dem Film ein bestenfalls durchwachsenes Zeugnis ausstellen. Die Gründe:

  • Der Roman ist sehr vielschichtig, nimmt sich Zeit für jene Details, die für die Handlung nicht immer zwingend notwendig sind, die aber für mich die Authentizität der Erzählung enorm steigern. Der Film besticht durchaus durch opulente Bilder, gerade die Darstellung der „Indianer“ ist aber äußerst eindimensional: Im Buch werden viele verschiedene Stämme geschildert, von denen einige mit den Weißen kooperieren, während andere mit ihnen im Krieg leben und wieder andere sich da nicht pauschal festlegen, sondern situativ entscheiden. Im Film gibt es derlei Differenzierung nicht (oder nur minimal), um das in vielen Western-Filmen klar definierte Feindbild (Weiße vs. Indianer) möglichst unangetastet zu lassen. Das hätte bei einem Film mit einer Länge von mehr als zweieinhalb Stunden durchaus Platz finden können.
  • Der Punkt, der mir den Film am meisten „vergällt“ hat, war aber ein anderer: Im Buch regiert die Gewalt nicht, stattdessen ist es ein gelungenes zeitgeschichtliches Szenario, in dem Aspekte wie Moral, Philosophie, Menschlichkeit, Kultur ein stimmiges Gesamtbild ergeben. Im Film sind gerade diese Aspekte nebensächlich, sie werden oft nur gestreift, niemals aber zentral behandelt. Auch die Frage, ob Fitzgerald getötet werden muss, wird im Film nicht gestellt, das ist das einzige Ziel, auf das Hugh Glass ab dem Zeitpunkt, wo er allein in der Wildnis zurück gelassen wird, hinarbeitet.
  • Die opulenten Filmbilder können über die mehr als dürftige „Überleben- und dann Rache“-Geschichte kaum hinwegtäuschen. Auch wenn es etliche sehr gelungene Szenen und ein hohes Niveau an Spannung gibt, hinterließ der Film bei mir ein Gefühl der Enttäuschung und Leere, eben weil die oben dem Buch zugeschriebenen Eigenschaften einfach fehlen.

Fazit

In ein paar Wochen oder Monaten muss ich mir den Film noch einmal ansehen. Da ich jetzt nicht mehr eine getreue Umsetzung des Buches erwarte, schafft er es dann vielleicht, mich mehr zu begeistern (ich zweifle jedoch daran). Wer sich für die Geschichte hinter dem Namen Hugh Glass interessiert, dem empfehle ich klar das Buch bzw. das Hörbuch (die ungekürzte Lesung ist inhaltlich ja identisch). Der monströse Hype um diesen Film will mir nicht ganz verständlich werden, denn die Handlung ist absolut nicht außergewöhnlich, es gibt unzählige Action-Filme, die eine sehr ähnliche Handlung besitzen – das opulente Ambiente allein schafft es eben nicht, ihn weit über dieses Niveau heraus zu katapultieren. Schade, sehr schade, da wurde viel verschenkt, das zu einem wesentlich besseren Film hätte gemacht werden können.

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Song des Tages (372) – 2017-10-24

Ein Jahr lang habe ich jeden Tag einen Song als den „Song des Tages“ empfohlen, nun bin ich schon in der zweiten Runde und habe das Intervall etwas gelockert: Statt „jeden Tag“ gibt es nun „hin und wieder“ einen Song des Tages an dieser Stelle.

Mit „Don‘t Worry, Be Happy“ wurde Bobby McFerrin vor gefühlt „ewigen Zeiten“ einem breiten Publikum bekannt. Parallel dazu und stets seither hat er sich aber im Jazz- und Klassik-Bereich und darüber hinaus durch seine pädagogische Arbeit einen fantastischen Ruf erarbeitet.

1997 erschien sein Album „Circle Songs“, das ausschließlich vokale Stücke beinhaltet, die jedoch komplett ohne sinngebenden Text auskommen. Wer das liest, wird sich sicher wundern, was denn dann in den Stücken gesungen wird. Nun, das klärt sich gleich, denn der heutige Song des Tages ist der „Circle Song No. 6“, hier kann man ihn sich anhören:

Was den Song für mich so faszinierend macht, ist die unglaublich dichte Atmosphäre. Verstehen muss man kein Wort, doch kommt an, was ankommen muss.

Zum Schluss noch ein kleines Bonbon, das die Genialität seiner musikpädagogischen Arbeit beweist (alt, aber immer wieder gut):

So viel zum Thema „Erwartungen in der Musik“…

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

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Album der Woche – Episode 6 – 2017-10-23

Jede Woche präsentiere ich ein Album, das mir persönlich gut gefällt. Im Vorfeld höre ich es noch einmal (oder häufiger) durch und bemühe mich dann, es allen Interessierten „schmackhaft“ zu machen.

Wieder einmal bin ich etwas spät dran, denn eigentlich wollte ich diesen Beitrag spätestens bis gestern Mittag online haben. Doch die Vorbereitungen für das Konzert gestern (eine erste Kritik findet sich hier, ich bin sogar im Foto als zweiter „Koch“ von links zu sehen) nahmen einfach zu viel Zeit in Anspruch. Ich gelobe Besserung!

Bruce Dickinson: „Tattooed Millionaire“

Eingängiger, witziger, verspielter und doch sehr geradliniger Hard Rock, ein fantastisches Album – kann ich mir immer und immer wieder anhören.

Eingängiger, witziger, verspielter und doch sehr geradliniger Hard Rock, ein fantastisches Album – kann ich mir immer und immer wieder anhören.

Das 1990 erschienene Album „Tattooed Millionaire“ von Bruce Dickinson war eigentlich nur als kurzfristiges Nebenprojekt gedacht, das dem Iron Maiden-Sänger die Möglichkeit bot, nach etlichen Jahren mit der immer gleichen Band, die nun einmal einen klar definierten Stil besitzt, andere musikalische Facetten an sich selbst auszuprobieren.

Zuerst entstand nur ein einzelner Song, der als Soundtrack zu einem Horror-Film in Auftrag gegeben war. Kaum war dieser fertig, schon bot die Plattenfirma dem Sänger einen eigenen Plattenvertrag an, den er ohne großes Zögern annahm. Gemeinsam mit Janick Gers, der bereits den ersten Song gemeinsam mit ihm geschrieben hatte, entstand auch das restliche Album (mit Ausnahme eines von David Bowie gecoverten Songs).

Ich erinnere mich noch, dass das Album bei seinem Erscheinen einigen Wirbel verursachte, denn viele Iron Maiden-Fans erwarteten von Bruce Dickinson eher Songs im Stil der Heavy Metal-Boliden. Doch diese enthielt das Album nun einmal nicht, was für viel Enttäuschung sorgte. Andere Fans dagegen – zu dieser Fraktion gehöre ich ganz eindeutig – freuten sich, dass der Sänger auf diese Weise neues musikalisches Terrain eroberte.

Die Songs:

Wie so oft fällt es mir schwer, die besten Songs des Albums auszuwählen, da sie alle hörenswert sind. Meine persönlichen Highlights möchte ich dennoch individuell hervorheben:

Son Of A Gun

Melancholisch, fast schon bedächtig beginnt mit diesem Song das Album, um dann aber immer kraftvoller zu werden und die für einen guten Opener unabdingbare mitreißende Qualität zu entwickeln. Bereits die ersten Worte des Liedtextes werden mit fesselnder Intensität gesungen, am Ende der einleitenden Strophe ist Bruce Dickinson bereits bei maximalem Energie-Output angekommen – und das lässt bis zum Schluss nicht mehr nach. Wahnsinn!

Tattooed Millionaire

Der Titelsong des Albums ist eine der ganz eingängigen Mitsing-Hymnen des Albums, zumindest was den Refrain angeht. Aber auch davon abgesehen steckt einiges drin: Der Groove ist superb, der Text macht sich in perfekter Underdog-Manier über das gekünstelte Gehabe reicher Menschen her, das Gitarrensolo und der Break davor (kommt auch am Schluss noch einmal vor) ist einfach vom Feinsten. Den Song kann man gar nicht oft genug hören – von daher ist es auch kein Wunder, dass er es einmal zum Song des Tages brachte.

Hell On Wheels

Über diesen Song habe ich vor einiger Zeit schon einmal geschrieben (hier), er ist gleichzeitig ein schamloser wie auch ein demütiger AC/DC-„Rip-Off“. Hört man sich diesen Song parallel zu Songs wie „Highway To Hell“ oder „Back in Black“ an, bemerkt man gleich die mehr als nur zufälligen Ähnlichkeiten. Doch vermute ich weniger Ideenlosigkeit, vielmehr scheint es eine ernstgemeinte Hommage an musikalische Mitstreiter und Wegbegleiter zu sein. Und (am wichtigsten) es macht einfach nur tierisch Spaß, sich diesen Song anzuhören, schließlich gehört er zu den wenigen Songs, bei denen ich meine früher ach so langen Haare gelegentlich vermisse…

Gypsy Road

Wie sähe unser Leben aus, wenn wir als „Zigeuner“ (das ist nun einmal die Übersetzung von „gypsy“) geboren wären? Der Song versucht auf sowohl textlich wie auch musikalisch sehr eindringliche Weise, diesen Gedanken umzusetzen – mit einigem Erfolg, zumindest aus der Perspektive, dass dabei ein genialer Rock-Song entstanden ist. Wieder einmal zieht Bruce Dickinsons intensive Stimme den Hörer binnen kurzer Zeit in ihren Bann, der Text fließt dahin, die Band untermalt dieses Zusammenspiel gelungen – ganz klar einer der Höhepunkte des Albums.

Fazit

Bedenkt man die Umstände der Entstehung des Albums, dann kann man sich eigentlich nur wünschen, dass noch mehr etablierte Sänger von Heavy Metal-Bands sich aufmachen, um auch ein paar Solo-Alben auf den Markt zu bringen. Die Freude am Experiment, die Frische der Musik, die Unverbrauchtheit des Materials, alles an dieser Sammlung von Songs ist gelungen (auch wenn ich nicht auf jeden Song hier eingegangen bin).

Dieses Album höre ich nun seit mehr als einem Jahr immer wieder, die Songs sind dermaßen stark, dass sie nie langweilig werden – selbst wenn man jede Textzeile „im Schlaf“ mitsingen könnte (eine mehr als eigenartige Redewendung). Ich finde es beinahe schade, dass die folgenden Solo-Alben allesamt deutlich härter – also näher am Heavy Metal denn am Hard Rock – ausgefallen sind, denn dieser musikalische Stil läge mir mehr. Doch auch dort finden sich einige Juwelen, insofern steht es mir nicht zu, hier herumzujammern.

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Song des Tages (371) – 2017-10-23

Ein Jahr lang habe ich jeden Tag einen Song als den „Song des Tages“ empfohlen, nun bin ich schon in der zweiten Runde und habe das Intervall etwas gelockert: Statt „jeden Tag“ gibt es nun „hin und wieder“ einen Song des Tages an dieser Stelle.

Rush waren in diesem Blog schon häufig vertreten, heute ist es ein weiteres mal soweit. Das jüngste Album der Band, „Clockwork Angels“, ist ein meisterhaft von vorne bis hinten durchdachtes Konzeptalbum, ich habe mir vor ein paar Monaten die Romanfassung der Geschichte in Hörbuchform angehört (hier).

Der heutige Song des Tages ist ein ruhigeres Stück, vielleicht am ehesten mit diesem Neologismus „Power-Ballade“ getroffen. Dennoch können Rush ihre progressiven Wurzeln nicht ganz abschütteln, sodass es in stilistischer Hinsicht recht variantenreich daherkommt, nie auch nur für einen Moment bereits „ausgelutscht“ klingt. Hier nun also Rush mit dem wundervollen „Halo Effect“:

Üblicherweise habe ich meine Songs des Tages immer in aller Frühe publiziert (5:55 h ist die übliche Einstellung). Doch die Proben vorgestern und das Konzert mit allem Drum und Dran gestern haben mir die Zeit geraubt, den Beitrag entsprechend vorzubereiten (eigentlich war er sogar schon für Donnerstag geplant…). Egal, immerhin ist er jetzt da, und auch wenn das Video eine Live-Version ist (da stimmt der Sound oft nicht so ganz), der Song ist und bleibt mehr als nur hörenswert!

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

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Solera mit seinem Sonnendach

Nun ist es da, unser „Sonnendach“!

Nun ist es da, unser „Sonnendach“!

Vollgestopfte Woche

Die mit dem heutigen Tag endende Woche war sehr ereignisreich, denn einerseits war in der Schule viel los (zwei separate Elternabende), familiär ebenfalls (Geburtstag, noch ein Elternabend), dann steht heute Abend das Konzert mit dem OJO an, was gestern mit mehr als sechs Stunden Probe vorbereitet wurde. Und dann gab es da noch einen Punkt, für mich fast den wichtigsten: Am vergangenen Dienstag wurde unsere Photovoltaik-Anlage installiert.

Schneller als gedacht

Wenn ich bedenke, wie lange ich bei den Firmen hier aus der Region darauf warten musste, bis die überhaupt einmal auf ein Anschreiben oder einen Anruf reagiert haben, geschweige denn einen Ortstermin wahrnahmen oder einen dabei versprochenen Kostenvoranschlag dann tatsächlich zuschickten, dann ging das alles jetzt unglaublich schnell.

Wer sich noch erinnert: Im August habe ich über Twitter von der Naturstrom-Aktion SonnenDach erfahren. Spontan war das Interesse geweckt, also reichte ich alle benötigten Daten ein (ich berichtete), binnen weniger Tage war alles geklärt (auch davon berichtete ich), dann ging es ziemlich schnell los: Die von Naturstrom beauftragte Firma meldete sich, kam binnen weniger Tage zum Ortstermin, plante mit mir die günstigste Positionierung, half mir beim Ausfüllen der notwendigen Formulare. Dann begann die Wartezeit, denn hier hing alles am Bescheid der Stadtwerke Aalen, die das Einspeisen von Strom ins Netz genehmigen musste.

Nach der erfolgten Genehmigung der PV-Anlage ging es sehr schnell, denn ich hatte kaum eine Email an die Firma Graule Gebäudetechnik in Nördlingen geschickt, da meldete sich der für uns zuständige Mitarbeiter. Das gute Wetter der vergangenen Woche wurde natürlich ausgenutzt und am Dienstag arbeiteten die Handwerker von acht bis achtzehn Uhr mehr oder weniger am Stück durch. Es gab eine minimale Pause von 25-30 Minuten für ein paar Brote in der Mittagspause, ansonsten habe ich die Männer nie pausieren gesehen.

Die rollende Werkstatt vor dem Haus – dann klappt es auch innerhalb eines einzigen Tages.

Die rollende Werkstatt vor dem Haus – dann klappt es auch innerhalb eines einzigen Tages.

Hier werden gerade die letzten PV-Module auf das Dach geschraubt.

Hier werden gerade die letzten PV-Module auf das Dach geschraubt.

Man merkte deutlich, dass hier viel Erfahrung vorlag, denn vieles ging sehr schnell und routiniert von der Hand. Irgendwann im Verlauf kam dann auch der Betriebsleiter vorbei, um sich die Situation vor Ort anzusehen und den Verlauf der Arbeit zu kontrollieren. Ansonsten kann ich wirklich nur positiv berichten, wie professionell alles verlief. Und das Endergebnis ist absolut sehenswert:

So kann die Sonnenenergie voll ausgenutzt werden – hach!

So kann die Sonnenenergie voll ausgenutzt werden – hach!

Blick auf unser Haus aus der entgegengesetzten Richtung – gleich viel schöner mit der PV-Anlage!

Blick auf unser Haus aus der entgegengesetzten Richtung – gleich viel schöner mit der PV-Anlage!

Nun heißt es wieder WARTEN, denn bis die Anlage in Betrieb gehen darf, muss erst ein Zweirichtungsstromzähler bei uns eingebaut werden. Sobald die Stadtwerke das geschafft haben, wird die Anlage aktiviert und liefert Tag für Tag wundervollen Ökostrom.

Fazit

Wer bislang noch nicht ganz sicher war, ob es sich lohnt, sich die Mühe zu machen, dem kann ich nur versichern: Es lohnt sich. Abgesehen von ein paar Fotos vom Haus (nötig für die Einschätzung, ob sich eine PV-Anlage überhaupt lohnen kann), einigen wenigen Formularen (z.B. Genehmigung über den Netzbetreiber, Meldung bei der Bundesnetzagentur etc.), bei deren Ausfüllung einem geholfen wird, und etwas Zeit an ein paar Tagen (Ortstermin, Einbautag etc.) muss man nur wenig Zeit investieren. Der Aufwand war erstaunlich gering.

Noch kann ich über die Effektivität unseres Sonnendachs nichts berichten, denn es darf noch nicht in Betrieb gehen. Selbst danach werde ich sicher erst einmal ein paar Wochen abwarten, wie sich das Gesamtbild so zeigt. Aber ich bin voller Vorfreude, denn so einfach hätte ich mir die ganz Angelegenheit (vor allem nach den Erfahrungen im ersten Halbjahr) nicht vorgestellt. Vielen Dank an dieser Stelle an Naturstrom und die Firma Graule in Nördlingen!

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