Der „verpennte“ Meilenstein

Die letzten Wochen im Schuljahr sind auf unangenehme Weise die stressigsten, denn bei Schülern und Lehrern ist „die Luft raus“. Oft schafft man es, den Stoff ganz gut abzuschließen – und dann kommt noch genau eine Doppelstunde, bei der man so gar nicht weiß, wie sie nun noch sinnvoll zu füllen ist… Außerdem finden permanent irgendwelche Sonderaktionen statt, die den Alltag unübersichtlicher machen, ganz zu schweigen von Exkursionen, die einem Teile von Klassen entziehen, sodass man mit einer vorbildlichen Unterrichtsvorbereitung am Ende vor acht statt 28 Schülern steht (das Stichwort „Motivationskiller“ wandert durch meinen Hinterkopf…) – und so weiter und so fort. Mir geht es heute nicht darum, über diese letzten Schulwochen zu maulen, denn dieses Spiel wiederholt sich ohnehin jedes Jahr, Detailveränderungen inklusive. Nein, dieser Einstieg hat vielmehr etwas damit zu tun, dass der dezent aus den Fugen geratene Alltag mich meinen dritten großen läuferischen Meilenstein in diesem Kalenderjahr hat „verpennen“ lassen.

Üblicherweise wird nach dem Laufen geduscht, während des Frühstücks trage ich dann Entfernung und Dauer in die Tabelle ein, um den Überblick zu behalten. Was ich aber in dieser und der letzten Woche nur sehr sporadisch tat. Und dann kam es eben auch dazu, dass mir plötzlich klar wurde, dass ich den Meilenstein schon ein oder zwei Tage vorher passiert hatte, ohne mir dessen überhaupt bewusst gewesen zu sein:

Dass ich die 3.000 Kilometer in diesem Jahr schon geknackt hatte, habe ich erst gemerkt, als ich schon einige Kilometer drüber war. Auch kein Drama...
Dass ich die 3.000 Kilometer in diesem Jahr schon geknackt hatte, habe ich erst gemerkt, als ich schon einige Kilometer drüber war. Auch kein Drama…

Gut, zwei Läufe drüber ist kein Drama, aber es zeigt mir, wie sehr das Ausfransen des Schuljahres meine normalen Abläufe durcheinander bringt. Ganz offensichtlich taugt mir das nicht. Manchmal werde ich geradezu zum Revoluzzer:

Da seht ihr mal, zu welch perfiden Dingen ich fähig bin, wenn ich mich „gegen das System“ stelle!
Da seht ihr mal, zu welch perfiden Dingen ich fähig bin, wenn ich mich „gegen das System“ stelle!

Draußen regnet es gerade Hunde und Katzen. Wenn das nicht bald besser wird, gehe ich heute ganz dreist mal wieder auf’s Laufband. Sonst muss ich die Schuhe erst wieder tagelang trocknen lassen. Bäh!

11 Gedanken zu “Der „verpennte“ Meilenstein

    • solera1847 23. Juli 2017 / 10:52

      War zum Glück gar nicht nötig, das Wetter besserte sich, dann konnte ich die 17 km draußen laufen. Aber schwül war es, puh! Doch für dich habe ich es in unter 6 Minuten/Kilometer geschafft… 😉

      • Zeilenende 23. Juli 2017 / 11:04

        Du bist mein Held … Und das nach wie vor über die Strecke … You’re unbelievable summ ^^

  1. Es Marinsche kocht 23. Juli 2017 / 13:16

    Das Foto erinnert mich an meinen Sohn der früher seine Gummistiefel grundsätzlich verkehrt herum angezogen hat 😊 sein Klingelton auf meinem Phönchen: das Entengeschnatter 😂

    • solera1847 23. Juli 2017 / 13:22

      Es gibt einen furchtbar schlechten Film mit Michael J. Fox: High School USA (oder so ähnlich, ich habe ihn seit mindestens 25 Jahren nicht mehr gesehen). In diesem Film geht es um eine kleine Truppe von typisch uncoolen Losern an einer Highschool. Einer dieser Typen kommt morgens in die Schule und beschwert sich lautstark, dass ihm die Füße so wehtun, nur um dann darauf hingewiesen zu werden, seine Sportschuhe verkehrtherum angezogen zu haben… 😂😜

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