Song des Tages (258) – 2017-05-28

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Heute gibt es mal wieder einen recht nachdenklichen Song, der darüber hinaus aber auch einige wundervolle Klangqualitäten zu bieten hat. Um den Song überhaupt in irgendeiner Weise wertschätzen zu können, muss man den Hintergrund kennen: Im August 1997 verunglückte Selena Peart, die Tochter des Rush-Drummers Neil Peart, tödlich. Als ob ein solcher Schicksalsschlag allein noch nicht genug wäre, starb seine Frau Jackie, mit der er seit der Highschool zusammen war, nur zehn Monate später an Krebs. Dieser doppelte Schlag war zu viel für Neil, um einfach so weiterzumachen wie bisher. Die Band fiel in einen Winterschlaf, während er auf seinem Motorrad gut 88.000 Meilen in 14 Monaten zurücklegte. Seine Erfahrungen fasste er in dem Buch „Ghost Rider: Travels On The Healing Road“ zusammen.

Neil Peart: „Ghost Rider – Travels On The Healing Road“ – schwere Kost, vor allem im ersten Drittel...

Neil Peart: „Ghost Rider – Travels On The Healing Road“ – schwere Kost, vor allem im ersten Drittel…

Erst 2001 fand sich die Band wieder zusammen, um an einem neuen Album namens „Vapor Trails“ zu arbeiten. Das 2002 erschienene Album wurde ein furioses und sehr knackiges Comeback, härter als viele der Vorgänger-Alben, vermutlich weil Neil beweisen wollte, dass er das Drumset immer noch wie die Schlagzeug-Legende, zu der er vorher schon aufgestiegen war, beackern konnte. Zwischen all diesen harten, vorwärts drängenden Stücken verbirgt sich jedoch ein ruhiges Juwel, das – wie schon das Buch – die Erfahrungen des Schlagzeugers auf seinen einsamen Reisen durch ganz Amerika verarbeitete.

Dieser Song ist mir bereits beim ersten Anhören derart im Ohr hängen geblieben, dass ich nicht umhin kam, ihn als einen Song des Tages in diesen Zirkel aufzunehmen. Und heute ist es soweit, hier ist „Ghost Rider“ von Rush:

Ich bin mir nicht sicher, möglicherweise wurden die Fotos im Video-Clip an Stationen der langen Motorrad-Touren aufgenommen, eventuell sogar von Neil Peart selbst.

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

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