Take the scenic route…

Ein Rat, den ich fast täglich befolge...

Ein Rat, den ich fast täglich befolge…

Jay Blahnik blickt auf eine lange und sehr erfolgreiche Karriere im Sportbereich zurück, denn er hat in seiner 18 Jahre dauernden Tätigkeit für Nike großen Einfluss auf die Entwicklung von Nike+, zu der Nike Running (aktuell die weltweit größte Läufergemeinschaft) und Nike Training Club gehören, ausgeübt bzw. diese Produkte federführend in der Entstehung und der Weiterentwicklung begleitet. Seit einer Weile ist er auch für Apple tätig, wo er den Bereich „Gesundheit und Fitness“ leitet, der wiederum zentral die entsprechenden Funktionen von iPhone und Apple Watch prägt1.

Bei einer der Apple Keynotes ist er mir im Zusammenhang mit der Vorstellung eben jener Fitness-Funktionen der Apple Watch 2 aufgefallen, die mich dazu brachten, mir diese einmalige Uhr zuzulegen. Und mehr als ein halbes Jahr später bin ich überzeugt, dass es sich dabei um den besten Fitnessbegleiter handelt, den man überhaupt benutzen kann.

Zurück zum Zitat: Every once in a while, take the scenic route. – grob übersetzt: „Nimm ab und zu die Route mit der schönen Aussicht.“ Diesem Rat folge ich schon sehr lange, doch noch nie ist mir dieser wunderschöne Spruch vorher ins Auge gefallen.

Gerade seit letztem Sommer, also seit der Anschaffung des E-Bikes, bin ich zunehmend versucht, neben dem täglichen Laufen auch beim Radeln immer wieder alternative Routen zu benutzen, die zwar etwas länger, dafür aber angenehmer zu fahren sind (oder mir auf ästhetischer Ebene mehr bieten). Klar, auf dem Weg zur Arbeit drängt die Zeit fast immer, also wähle ich da den kürzesten und/oder schnellsten Weg. Geht es nach Hause, machen ein paar Minuten mehr einfach keinen nennenswerten Unterschied, also wähle ich oft den Weg, bei dem ich auf den weniger von Autos frequentierten Routen unterwegs bin oder wo ich eine schöne(re) Aussicht habe. Ein Beispiel:

Drei Varianten für den letzten Endes fast gleichen Zielpunkt...

Drei Varianten für den letzten Endes fast gleichen Zielpunkt…

Alle drei Screenshots stammen aus der Aktivitäts-App meines iPhones, die auf den über die Apple Watch gesammelten GPS-Daten basieren.

  • Das Bild links zeigt den vermutlich kürzesten Weg zwischen unserem Haus und dem sog. Lokschuppen, in dem sich ein sehr guter Copy-Shop befindet, bei dem ich ein A2-Poster für den Big Band Battle (ich berichtete) in Auftrag gegeben hatte, das abgeholt werden musste. Das Poster ragte hinten noch ein paar Zentimeter aus meinem Rucksack heraus, das Wetter sah „instabil“ aus, also wählte ich für den Heimweg (linkes Bild) den kürzesten Weg, um ja nicht in die Bredouille zu geraten.
  • Noch ein paar Minuten vorher, auf dem Hinweg, hatte ich einen kleinen Umweg genommen, der mich vielleicht zwei Minuten mehr kostete, mir dafür aber auf 75 Prozent des Wegs eine autofreie Strecke garantierte. Klarer Fall, die Route war einfach besser (mittleres Bild).
  • Auf dem Bild rechts dagegen sieht man eine ziemlich exakt verdoppelte Route (fast sieben Kilometer) meines üblichen Wegs zur Arbeit. Der Grund dafür war wiederum einfach: Erst sechs Stunden Unterricht, dann noch fast zwei Stunden Oberstufen-Organisation (die nächste Woche wird noch mal so richtig „heiß“…), danach brauchte ich ein paar Minuten mentalen Freiraum, in denen ich mich auf dem Rad austoben konnte. Und von meiner nahe der Aalener Innenstadt gelegenen Schule nach Röthardt hinauf gibt es einige ordentliche Steigungen. Selbst wenn das E-Bike da hilft, steigt die körperliche Anstrengung deutlich an. Und das war in dieser Situation genau richtig. Noch dazu ist der Ausblick von dort fantastisch (nicht ganz umsonst wird der sog. „Panoramaweg“ dort entlang geführt), ein weiterer Grund für den kleinen Umweg.

Beim Laufen ist es ohnehin so, dass ich natürlich meine Standard-Routen habe, immer wieder aber ein paar Schleifen oder Umwege einbaue, um die (gefühlte) Monotonie zu durchbrechen. Fast immer lohnt sich der kleine Umweg, denn nicht selten entdecke ich dabei wunderschöne Ecken oder neue Wege, die ich dann in den folgenden Wochen Stück für Stück „erlaufe“. Insofern kann ich allen den von Jay Blahnik zitierten Tweet nur ans Herz legen: Wenn der Weg schon das Ziel ist, dann darf der Weg auch eine schöne Aussicht haben.

  1. Unter https://en.m.wikipedia.org/wiki/Jay_Blahnik gibt es weitere Informationen (englisch) zu Jay Blahnik.
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