Roland Emmerich x2

In den letzten Tagen habe ich gleich zwei Filme von Roland Emmerich gesehen. Einen kannte ich schon, der gehört noch zu seinem „Frühwerk“, der andere ist relativ aktuell.

Moon 44

Ein früher Science Fiction-Film von Roland Emmerich, der leider an einer unglaublichen Menge dämlicher Dialoge leidet...

Ein früher Science Fiction-Film von Roland Emmerich, der leider an einer unglaublichen Menge dämlicher Dialoge leidet…

„Moon 44“ ist mittlerweile schon ziemlich in die Jahre gekommen. Insgesamt strahlt er eine bis heute sehr futuristische Grundstimmung aus, die mir gefällt, deswegen habe ich vor ein paar Wochen zugeschlagen, als der Film in der 3,99 €-Abteilung bei iTunes landete. Beim Ansehen freute ich mich auf dieses nostalgische Gefühl des wohligen Wiedererkennens, das sich angesichts mindestens eines Jahrzehnts meiner Abstinenz von diesem Film sicherlich einstellen würde. Ich wurde in dieser Hinsicht auch nicht enttäuscht, leider musste ich aber auch feststellen, wie unglaublich platt und beschränkt viele der Dialoge gehalten sind. Dass es so schlimm sein würde, war mir vorher nicht bewusst. Dennoch: Für mich als Science Fiction-Fan und in diesem Fall Nostalgiker war es ein willkommenes Erlebnis, das eine Verbindung zu meiner Adoleszenz herstellte.

Independence Day – Wiederkehr

Der zweite Teil von „Independence Day“ – mir gefiel er offensichtlich besser als vielen anderen Leuten, denn im Netz mangelt es nicht an Kritik...

Der zweite Teil von „Independence Day“ – mir gefiel er offensichtlich besser als vielen anderen Leuten, denn im Netz mangelt es nicht an Kritik…

Gerade gestern Abend sah ich zum ersten Mal überhaupt den zweiten Teil von „Independence Day“ mit dem Namenszusatz „Wiederkehr“. Selbstverständlich kann der Film nicht an die vielen genialen Ideen des ersten Teils anknüpfen, denn die sind ja schon verbraten. Doch alles in allem ist es ein absolut solider Unterhaltungsfilm mit fabulösen Effekten. Und wenn ich ganz ehrlich sein soll: Bei einem Science Fiction-Film, der an diesen ersten Teil anknüpfen soll, auf Realismus zu hoffen… Na ja, ich sag mal so: „Der Kandidat hat heute keine Waschmaschine gewonnen.“

Faszinierend war für mich vor allem, auf welch sympathische Weise viele der Schauspieler aus dem ersten Teil gealtert waren. Die meisten von ihnen (im innersten Kern sind es ja fast ausschließlich Männer) kommen wesentlich besser weg als damals (allen voran Jeff Goldblum und Bill Pullman).

Der absolute Bonus – vor allem für mich als Star Trek-Fan – ist natürlich Brent Spiner in seiner Rolle als Dr. Okun. Ein bisschen drängte sich mir der Verdacht auf, dass der gesamte neue Film eigentlich nur von seiner Teilnahme abhing. Letztlich war ja klar, dass sich ein ganzer Stapel Trekkies nur seinetwegen den Film ansehen würden. Bei mir war es nicht der einzige, wohl aber einer der entscheidenden Gründe.

Einen kleinen Vorteil gibt es im Vergleich zum ersten Teil: Der Film kommt schneller zur Sache. Da beim ersten Film erst einmal ein Mysterium draus gemacht werden musste, was für die Satelliten-Störungen und die unerklärlichen Phänomene zuständig war, konnte der zweite Film direkt dort ansetzen und direkt in die Handlung einsteigen, ohne gut 30 Minuten für den Spannungsaufbau zu benötigen.

Im Wikipedia-Artikel zum Film wird ausführlich über die Kritiken berichtet, die ich weitgehend nachvollziehen kann. Dennoch ist es so, wie ich oben schon geschrieben habe: Wenn ich am Abend gut unterhalten werden möchte, dann ist dieser Film eindeutig eine gute Wahl, auf die ich in Zukunft auch sicher noch etliche Male zurückgreifen werde.

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4 Gedanken zu „Roland Emmerich x2

  1. Zeilenende sagt:

    Hihi … Emmerichs Filme sind ja selten intellektuelle Glanzleistungen, sowohl was die Geschichte als auch die Dialoge betrifft. Vor Independence Day habe ich aber tatsächlich ein wenig Angst, schon weil beim ersten Teil der Funke nicht so recht überspringen wollte.

    • solera1847 sagt:

      Echt? Der erste war doch sensationell gut (mal abgesehen von der pseudopatriotischen Propaganda). Guck dir den zweiten einfach mit viel Chips & Süßkram an, dann ist er genau richtig.

      • Zeilenende sagt:

        Ich war neun, als der Film lief. Also wahrscheinlich 10, als ich ihn auf VHS hatte (VHS!). Das war ein schwieriges Alter, da mochte ich nur anspruchsvolle SF-Filme und Disney-Zeichentrick. gg
        Von daher hat der Film immer ein schweres Standing gehabt. Aber vielleicht mal mit 2 im Double Feature …

      • solera1847 sagt:

        Sehr gute Idee!

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