Versatile Blog-Award – April 2017

Der Versatile Blogger Award – dieses Mal zu Gast bei Solera 1847.

Der Versatile Blogger Award – dieses Mal zu Gast bei Solera 1847.

Bereits vor einigen Tagen (oder sind es schon Wochen?) hat mich Pialalama in ihrem eigenen Eintrag für den Versatile Blogger-Award nominiert. Die letzten Tage waren jedoch derart vollgestopft mit Arbeit, dass ich mit Mühe einige länger vorbereitete Blog-Beiträge abschließen und veröffentlichen und meine Song des Tages-Sparte leidlich am Laufen halten konnte. Kurz und gut: Es wird Zeit für Ferien! (Und es sind nur noch drei Tage bis dahin…)

Der Versatile Blog-Award

Der VBA besteht aus einem zum Glück recht simplen Kodex, der sich auf die drei sofort folgenden drei Punkten reduzieren lässt:

  1. Danke der Person, die dich nominiert hat!
  2. Verrate uns sieben noch unbekannte Dinge über Dich.
  3. Wähle Blogger aus, um sie für den VBA zu nominieren.

Zu den drei Punkten:

Die erste Verpflichtung ist kein Problem, denn ich freue mich, dass Pialalama meinem Blog folgt, offensichtlich einige Artikel gelesen, besternt und kommentiert hat – das macht das Bloggen als Tätigkeit faszinierend und lohnend. Vielen Dank schon allein dafür! Dann hat sie mich auch noch nominiert, was mich weiterhin in ihrer Schuld stehen lässt, doch mit meinen heutigen Antworten hoffe ich, diese tilgen zu können. Dennoch: Auch für die Nominierung vielen Dank!

Die zweite Aufgabe, nämlich sieben „noch unbekannte“ Dinge über mich zu erzählen, ist vergleichsweise schwierig, denn ich blogge nun schon seit mehr als fünf Jahren, da kamen schon ein paar Einträge zusammen. Laut der WordPress-App sind es vor diesem 846 Artikel gewesen. Ich bin selbst beeindruckt. Doch genau da liegt auch das Problem, denn ich weiß nicht, ob ich bei jedem der sieben Punkte etwas erwische, was ich wirklich noch nicht preisgegeben habe. Aber ich bemühe mich, versprochen!

Mit letztem Punkt tue ich mir schwer, da ich niemanden zu etwas zwingen möchte (und das Nominieren ist zwar kein echter Zwang, doch baut er eine gewisse Erwartungshaltung und damit etwas Druck auf – das möchte ich vermeiden), überlasse ich es jedem Leser dieses Blogs, sich angesprochen zu fühlen und für sich selbst sieben unbekannte Dinge zu präsentieren.

Die sieben (hoffentlich noch) unbekannten Fakten über mich

  1. Obwohl ich ein Musiker und Musiklehrer bin, der fast täglich mit Klassen singt und musiziert, fühle ich mich gerade beim Singen vor anderen immer noch leicht gehemmt. Woran genau das liegt, weiß ich nicht, denn nach fast 15 Jahren in meinem Beruf sollte diese Scheu eigentlich gründlich ausgeräumt worden sein – ist sie aber nicht.
  2. Ich schreibe für 99 Prozent aller Schulstunden immer noch einen recht detaillierten Stundenentwurf. Es gibt Kollegen, die das nach dem Referendariat sofort ablegen und nie wieder aufgreifen. Ich schätze es aber als gedankliche Stütze, damit mein Unterricht strukturiert bleibt. Und ich kann ja jederzeit von meinem Entwurf abweichen – das komplette Freischwimmen liegt mir nicht.
  3. Ich finde Eckart von Hirschhausen überhaupt nicht lustig. Vor Jahren bekam ich zum Geburtstag eines seiner Bücher geschenkt – zum Glück habe ich nicht selbst Geld dafür ausgegeben. Aber alles, was ich bis heute von ihm gehört oder gelesen habe, war allenfalls schaler Rentner-Humor. Nichts gegen Rentner, aber wenn alle Witze vorhersehbar, pedantisch, das Abtasten von Spitzfindigkeiten oder schlicht lahm sind, dann kann mich das als gefühlt jungem Menschen (von 41,5 Jahren) nicht hinter dem Ofen hervorlocken. Viel besser ist Vince Ebert, denn er schafft den Spagat zwischen einer Belehrung und dem gerade richtigen Maß an Komödie, sodass man sich dabei auf intelligente Weise unterhalten lässt. Zwischen den beiden liegen Welten (auch wenn sie oft gemeinsam vermarktet werden, was mir nicht ganz einleuchten will).
  4. Als Kind hatte ich mal alle Finger der rechten Hand in einer Autotür, als diese mit ordentlich Schwung zugeworfen wurde. Seitdem habe ich gehörigen Respekt vor diesen Dingern (also den Türen, meine Finger müssen nur intakt bleiben, Respekt benötigen sie von mir als ihrem Benutzer eigentlich keinen).
  5. Alle Schlangen, vor allem Klapperschlangen, üben auf mich eine unglaubliche Faszination aus. Doch in freier Wildbahn würde ich beim bloßen Anblick auch nur eines verendeten Exemplars vermutlich einen üblen Panik-Anfall bekommen.
  6. Beim Schließen von Freundschaften bin ich sehr zögerlich, da ich trotz aller Blechbläserhaftigkeit eigentlich ein eher zurückhaltender Mensch bin. Smalltalk liegt mir auch nicht, was mich auf Parties und in Probenpausen immer dazu verleitet, mit den gleichen, mir bereits bekannten (oder angetrauten) Personen zu sprechen. Doch habe ich eine Freundschaft dann mal geschlossen, hält sie meist über Jahrzehnte (bzw. für immer, aber ich kann nur für die letzten 41,5 Jahre sprechen).
  7. Eigentlich träume ich ja auf eine naive Weise davon, eines Tages von irgendwoher viel Geld zu bekommen, um nicht mehr arbeiten zu müssen. Doch weiß ich bis heute keine Antwort auf die Frage, ob ich dann meinen Beruf tatsächlich aufgeben könnte. Denn eigentlich mache ich den sehr gerne (auch wenn es immer wieder etwas gibt, worüber ich mich ärgere, was mich nervt, mir zusetzt etc.). Mein früherer Chef hat mir mehrfach eine Fortbildung in Richtung Schulleitung angeboten, die ich entschieden abgelehnt habe, da ich mich im Unterrichtsraum lebendig und an der „richtigen Stelle“ fühle. Beim Ausfüllen von Tabellen, dem ständigen Herumorganisieren am Schulalltag, vor allem aber am permanenten Repräsentieren etc. habe ich wenig Vergnügen, noch dazu bin ich nicht der konfrontative Typ, der man in der Eigenschaft als oberste disziplinarische Instanz innerhalb einer Schule vermutlich sein muss. Sollte jemand zufälligerweise ein paar Millionen übrig haben, biete ich mich an, das Experiment durchzuführen…

Huch, das ging ja doch relativ schnell. Ich bin ganz erleichtert, dass mir sieben Sachen eingefallen sind, von denen die meisten meiner Gefolgschaft hier bei WordPress tatsächlich noch unbekannt sein müssten.

So, nun bin ich mit (geradezu unglaublich) gutem Beispiel vorangegangen, nun sollten mir etliche folgen und sich berufen fühlen, ebenfalls dem Versatile Blogger-Award zu frönen. Und los geht’s!

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7 Gedanken zu „Versatile Blog-Award – April 2017

  1. Nice BLOG!!! ADD my BLOG too!!! Kisses!!!

  2. Pialalama sagt:

    Hallo 🙂 Wirklich toll geschrieben!

  3. Zeilenende sagt:

    Punkt 1 hat mich doch ein wenig überrascht, Punkt 3 nicht – das sollte jeder vernünftige Mensch so sehen, Punkt 6 ein wenig, denn „Wir kämen in Stuttgart vorbei“ … Und ich habe den Weg ins Umland bis heute noch nicht geschafft … ^^

    Was dein Experiment angeht: Beliebte Frage … Ich würde es auch gern ausprobieren. Also 2x bitte. 😀 Und ich fürchte fast, ich würde im Gegenteil noch mehr und freier arbeiten, mich mehr trauen und ins Risiko gehen.

    Und nein, den Versatile mache ich nicht. Ganz davon abgesehen, dass ich in diesem Monat noch Antworten auf drei Liebste abliefern muss. ^^

    • solera1847 sagt:

      Nun, zu Punkt 3: Kann den irgendwer lustig finden? Ich jedenfalls nicht. 😡

      Zu Punkt 6: Da kannten wir uns virtuell ja schon eine Weile. Und es lag tatsächlich auf dem Weg, da schlägt das sparsame Schwaben-Gen voll an.

      Was die Teilnahme am VBA angeht: Ich wusste schon, dass dich das wohl kaum anziehen würde. Aber vielleicht fühlt sich ja jemand anders motiviert, aus dem eigenen Nähkästchen zu plaudern.

      Trotzdem vielen Dank für deinen Kommentar, hat mich wie immer gefreut.

  4. Super geschrieben. Das mit den Freundschaften kenn ich auch, auch wenn ich nicht musikalisch bin. Liebe Grüsse
    P.S. Wie Zeilenende verweigert sich am Versatilen? So so

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