Gehört: „Transport 3: Todeszone“ von Phillip P. Peterson

Endlich erschienen, sofort besorgt und durchgehört: „Transport 3: Todeszone“ von Phillip P. Peterson.

Endlich erschienen, sofort besorgt und durchgehört: „Transport 3: Todeszone“ von Phillip P. Peterson.

Lange habe ich auf das Erscheinen des dritten Teils dieser packenden Science Fiction-Geschichte gewartet, als ich das Hörbuch vor etwas mehr als zwei Wochen bei iTunes entdeckte, habe ich sofort meine Kreditkarte belastet – zwei Tage später war ich durch. Mein Fazit ist: Juhu! Ein würdiger Abschluss für eine gelungene moderne Science Fiction-Trilogie!

Natürlich gäbe es wie immer auch etwas zu mäkeln, denn in den ersten zwei Teilen kann sich Russel, der Protagonist, jeweils mittels einer Art telepathischen Verbindung mit den Transportern verständigen. Auf diese Idee kommt er im dritten Teil erst, als gefühlt über die Hälfte der Handlung verstrichen sind. Warum kommt er nicht auf diese Idee? Das ist der eine Fehler, der jedem Kenner der ersten zwei Teile binnen weniger Kapitel auffällt. Natürlich begreift man als heutiger Leser/Hörer, dass sonst die Story einfach zu kurz wäre. Doch irgendwie nervt es, dass man im Hörbuch schon so lange vor dem Protagonisten auf diese Idee kommt.

Hier und da gibt es dann auch noch eine mentale Verbohrtheit bei dem einen oder anderen Charakter, die nicht zwingend einleuchten muss. Aber egal, der Autor schreibt, der Vorleser liest, ich lausche – und genieße (weitgehend).

Ansonsten ist die Geschichte gespickt mit interessanten und klugen Ideen. Bis auf die gerade erwähnten (und zum Glück recht marginalen) Mängel strotzt die Handlung vor Action, die Schluss-Klimax ist geradezu unerhört, außerdem wird die für Science Fiction-Fans so wichtige Neugier auf neue Welten schon sehr bald und im Verlauf der Handlung gleich mehrfach befriedigt, allein das tröstet über vieles hinweg. Und noch ein Punkt erfreut mich: Die Trilogie schließt die Geschichte auf elegante Weise ab. Rein theoretisch wäre natürlich immer ein „Anbau“ möglich, sehr wahrscheinlich ist er aber nicht. Das gefällt mir, denn es folgt einer der von Stephen King mehrfach erwähnten Maxime:

„Kill your darlings.“

Natürlich meint er nicht damit, man solle die echten, lebendigen „Lieblinge“ im Sinne von Angehörigen oder Haustieren töten. Nein, es geht darum, auch „lieb gewonnene Ideen“ wieder aus einer Handlung zu streichen, wenn man sie an sich zwar schätzt, aber dann doch realisieren muss, dass sie der Geschichte nicht weiterhelfen. Hier ist es ganz ähnlich: Das Ende der Trilogie ist gleichzeitig das charmantest mögliche Ende der gesamten „Transport“-Saga. Also „tötet“ Phillip P. Peterson sein „Schätzchen“, indem er die Saga genau an dieser Stelle auch tatsächlich enden lässt. Zumindest sieht es genau danach aus.

Ich komme zur abschließenden Wertung: Auf einer imaginären 10 Punkte-Skala, bei der 10 am besten wäre, erhält „Transport 3: Todeszone“ von mir eine 8. Das kann sich doch wirklich sehen lassen. Für Science Fiction-Fans ist die gesamte Trilogie eine eindeutige Empfehlung. Frische, unverbrauchte Ideen, die gekonnt in Szene gesetzt werden – davon darf es gerne noch viel mehr geben!

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