Gesehen: „The American“

Ein reiner Spontankauf, der allerdings einigen Gegenwert brachte: „The American“ mit George Clooney.

Ein reiner Spontankauf, der allerdings einigen Gegenwert brachte: „The American“ mit George Clooney.

Gestern stöberte ich einmal mehr durch die „HD-Filme unter 4€“-Sektion im iTunes Store, wo ich dann auch gleich fündig wurde: „The American“. Die Beschreibung klang gut, George Clooney ist mir als Darsteller seit „Ocean’s Eleven“ auch durchaus sympathisch, also griff ich zu. Nach dem abendlichen „Verscheuchen“ der Kinder aus dem Wohnzimmer ging es los – und sowohl ich als auch meine Frau waren positiv überrascht, denn für einen Action-Film ist alles recht unaufgeregt. Das tat uns so richtig gut, um einfach am Abend wieder runter zu kommen.

Handlung

Die Kurzbeschreibung bei iTunes, die mich angesprochen hat, lautet folgendermaßen (ich habe lediglich die Namen der Darsteller entfernt, die hinter jeder ersten Erwähnung eines Film-Charakters in Klammern standen):

Der Amerikaner Jack ist Auftragskiller und ein Meister seines Fachs: äußerst präzise, ständig auf der Hut, extrem misstrauisch und nie länger als nötig an einem Ort. Als ein Job wider Erwarten schief läuft, beschließt er, dass sein nächster Auftrag auch sein letzter sein soll. Jack reist nach Italien, um sich in der Abgeschiedenheit eines verschlafenen Bergdorfes in aller Ruhe vorzubereiten. Doch die malerische Idylle trügt: Der Dorfpfarrer zeigt ein auffälliges Interesse an dem Fremden und such immer wieder das Gespräch mit ihm. Dann taucht plötzlich die äußerst mysteriöse Auftraggeberin bei Jack auf. Und schließlich ist da noch die verführerische Clara, die ihn mehr und mehr in ihren Bann zieht. Allmählich beginnt Jack seinen Schutzschild abzulegen. Doch damit fordert er auch sein Schicksal heraus – und das könnte tödliche Folgen haben…

Klingt doch schon einmal gut, vor allem passt es zu einem mittlerweile eindeutig ins beste Mannesalter geratenen George Clooney. Wie schon bei Sean Connery gewinnt er mit zunehmendem Alter auch stets an Charisma (noch dazu kann er sich die Rollen vermutlich schon seit Jahren so aussuchen, dass er auch nur die Charaktere verkörpert, die ihm in sein persönliches Konzept passen, was dann wiederum die Glaubwürdigkeit steigert).

Nur in einer Hinsicht erzählt die Kurzbeschreibung Unsinn, denn zu Beginn des Films geht dem Amerikaner Jack nicht etwa ein Job schief, vielmehr wollen ein paar andere Ganoven ihn und seine Freundin aus einem Versteck heraus über den Haufen schießen – was nur der Protagonist überlebt. Ein verpatzter Auftrag ist mir nicht aufgefallen (allerdings bin ich abends auch nicht mehr ganz wach).

Optik, Optik, Optik

Die Geschichte ist ja eine Sache, aber bei einem Film zählt immer auch ganz massiv die Optik. Und der Film brilliert in dieser Hinsicht, denn sowohl das für den Film ausgesuchte Bergdorf als auch die ganze Farbgebung des Films, die wenig aufgeregten Farben (viele Szenen wirken ein wenig mattiert, was aber die ruhige Stimmung in den italienischen Bergen nur verstärkt), alles wirkt in der Kombination sehr gut zusammen. Wie oben schon gesagt: Für einen Action-Film ist er sehr unaufgeregt.

Musik

Auf dem Filmposter (siehe oben) steht – natürlich aus Gründen der (vermeintlich) besseren Werbung – dick und fett geschrieben:

Musik von Herbert Grönemeyer

Da ich seine Musik an sich mag, würde mich das nicht stören, aber es ist mir auch überhaupt nicht aufgefallen. Er singt nicht, spielt nur Klavier – und so charismatisch ist sein Klavierspiel bzw. Kompositionsstil nun auch nicht, dass ich allein daraus hätte erkennen können, von wem die Musik stammt.

Alles in allem ist an der Musik nichts auszusetzen, ich habe mir bei Apple Music das Album auf den Rechner gezogen. Wenn ich es ein paar Mal im Hintergrund habe laufen lassen, werden vermutlich ein paar Stücke in meine Filmmusik-Favoritenliste umziehen. Das ist das normale Prozedere.

Fazit

Ein sehr gelungener Film, der durch seine gnadenlos gute Optik und passende Darsteller besticht. Insgesamt eher ruhig, doch immer wieder spannend und bedrohlich, mit Finten und Finessen ausgestattet, ein Film, den nicht nur Männer faszinierend finden werden. Den sehe ich mir demnächst noch einmal an, vielleicht in den Ferien, wenn ich nicht kurz vor dem Wegdösen bin.

Advertisements
Getaggt mit , , , , , , , , , , , , ,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: