Die Scotch-Diät

Die Fastenzeit steht vor der Tür, wie jedes Jahr werde ich sie nutzen, um meine Ernährungsgewohnheiten, die ab der Vorweihnachtszeit Stück für Stück aus den Fugen geraten sind, wieder auf ein normales Maß zurückzuführen. Letztendlich ist das Ziel aber eigentlich, eine dauerhafte Verhaltensänderung herbeizuführen. Nun kenne ich mich seit etwas über 41 Jahren, daher weiß ich, wie stark das Bedürfnis nach Süßigkeiten in mir steckt. Gerade nach einem langen und meist anstrengenden Tag verspüre ich die Lust auf ein bisschen (oder auch mehr, gelegentlich sogar deutlich mehr) Knabberkram und Süßes sehr heftig.

Aus der Erfahrung der letzten Jahre weiß ich, dass üblicherweise nach der Fastenzeit auch wieder eine Art „Nachhol-Fressen“ stattfindet, die natürlich hinter der Gesamtmenge an Süßkram, den ich ansonsten in der Zeit vertilgt hätte, zurückbleibt – insofern hat sich das schon gelohnt. Doch es bleibt diese psychologische Komponente im Spiel, die mir mehr oder weniger aufdringlich immer wieder die Lust auf das abendliche Gemampfe unterjubelt. Daher habe ich für dieses Jahr eine alternative Strategie ins Auge gefasst: Statt des kompletten Verzichts werde ich jeden Abend genießen, doch jeweils nur einen Scotch (maximal 50 ml). Ich habe einige Sorten zur Auswahl, an mancher Flasche „arbeite“ ich schon sieben oder acht Jahre – doch mein Konsum ist so gering, dass die üblichen 750 ml/Flasche gefühlt „ewig“ halten. Das Foto zeigt die verschiedenen Scotch-Sorten, die ich für die Fastenzeit bereitgestellt habe:

Elf unterschiedliche Sorten für den abendlichen Genuss...

Elf unterschiedliche Sorten für den abendlichen Genuss…

Wer genau hinguckt, muss natürlich erkennen, dass sich drei „Betrüger“ eingeschlichen haben, denn:

  1. Canadian Club, die zweite Flasche von links, ist kein schottischer Whiskey sondern ein kanadischer.
  2. Finch, die fünfte Flasche von links, ist ein schwäbischer Whiskey, den mir mein Schwager (ein Ur-Schwabe) vor ein paar Jahren zum Geburtstag geschenkt hat.
  3. Die dritte Flasche von rechts, Osborne Reserva del Toro, ist ein Brandy – aber auch sehr lecker.

Nun bin ich gespannt, ob mein Plan aufgeht. Es wäre ja nicht allzu schlimm, abends einen kleinen Scotch zu trinken – auf jeden Fall kommen da weit weniger Kalorien zusammen als bei 100g Schoko-Erdnüssen oder Gummibärchen (und so wenig davon zu essen wäre schon eine echte Herausforderung). Ich werde auf jeden Fall berichten, vielleicht gibt’s sogar abendlich ein schönes Foto vom jeweiligen Glas…

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8 Gedanken zu „Die Scotch-Diät

  1. Es Marinsche kocht sagt:

    Also mir wäre da eine, auch vorher definierte, kleine Menge Süsskram lieber….und dazu ein paar Schlückchen feines Gebräu 😊 und das dann aber auch wirklich pur ( auch ohne Ablenkung etc. ) geniessen….

    • solera1847 sagt:

      Hmmmmmmm, schon allein die Schilderung lässt den Hunger erwachen… 😇

      • Es Marinsche kocht sagt:

        Ich hatte neulich meinen „Fingerhut“ voll Rotweines gepostet….ich glaube auf WP nicht….ist für mich zur Zeit Standard….nicht nur zur Fastenzeit 😉 und später am Abend gibt es dann eine Handvoll Chips und Schoggi….als da wäre ein kleines Täfelchen ( also etwa so gross wie das „Nach dem Abendessen“ ) und eine Mozartkugel….in denen könnt ich ich grad kugeln 🤣

      • solera1847 sagt:

        Hach, Mozartkugeln…

      • Es Marinsche kocht sagt:

        Jaaaaa…..die vom grossen Discounter mit dem A sind sehr lecker 😋

  2. Zeilenende sagt:

    Hübsche Sammlung, auch wenn ich in der Hinsicht ja Banause bin … Und zum Osbourne greifen würde. Aber auch nur, weil ich Scotch nicht viel abgewinnen kann und wenn, dann zum Iren greife (und ich Schuldgefühle habe, wenn ich Dimple mit Cola mische, obwohl es gut schmeckt!).
    Ich bin gespannt, wie es läuft. 🙂

  3. sori1982 sagt:

    Auf die Fotos von den jeweiligen Gläsern bin ich schon gespannt.

    Liebe Grüße von der leidenschaftlichen Biertrinkerin!

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