Apple Watch – Erfahrungsbericht nach einem Vierteljahr

Am 28. Oktober kam ich gegen 14:30 h nach Hause, da wartete sie auf mich, meine Apple Watch Series 2 Nike+ Edition. Einen ersten Bericht habe ich ja damals gleich veröffentlicht (siehe hier). Doch nach gut einem Vierteljahr kann ich nun einen ernsthaft auf Erfahrungswerten basierenden ersten Einblick in meinen Alltag mit diesem Gerät geben – und da gibt es schon ein paar durchaus bemerkenswerte Dinge festzuhalten.

Hardware-Qualität

Die Apple Watch ist teuer, keine Frage: Über 400 € für das von mir gewählte Modell, das bedurfte einiger Überlegung, ob ich sie wirklich anschaffen sollte. Seitdem ich sie trage, konnte ich mich aber davon überzeugen, dass es sich hierbei wirklich um ein absolut solides Produkt handelt, das den Anforderungen an die Hardware vollkommen gerecht wird.

Auch nach zwei Monaten ununterbrochener Nutzung so schick wie am ersten Tag – völlig frei von Alterungsspuren!

Auch nach zwei Monaten ununterbrochener Nutzung so schick wie am ersten Tag – völlig frei von Alterungsspuren!

Das Display-Glas ist derart hart und stabil, dass die im Alltag unvermeidlichen Stöße und Knüffe (z.B. beim Tragen von Equipment in der Schule – und dabei kann man sich schon einmal ein blaues Auge holen… –, beim Hantieren mit dem E-Bike, beim Herumalbern mit den Kindern, beim Sporteln etc.) absolut folgenlos bleiben.

Da ich die Uhr auch beim Duschen anhabe, wird sie jeden Tag gesäubert, das gelöcherte Armband sorgt dafür, dass erst gar kein Schweißgeruch an dieser Stelle haften bleibt – das wäre bei einem geschlossenen Kunststoff-Armband sicher kaum zu vermeiden.

Entgegen meiner ursprünglichen Befürchtung, die Apple Watch könnte an meinem nun einmal recht schmalen Handgelenk klobig wirken, was mich auch dazu bewog, die kleinere Variante zu kaufen, sieht sie weder „zu groß“ noch übertrieben aus. Das ist mir gerade recht.

Den Mac entsperren

Eine auf den ersten Blick banale, in der Praxis aber sehr angenehme Kleinigkeit ist die Möglichkeit, meinen iMac mit meiner Apple Watch zu entsperren. Wenn der iMac im Ruhezustand vor sich hin schlummert, drücke ich auf eine Taste, das Anmeldefenster erscheint – doch statt das Passwort einzugeben, greift der iMac via Bluetooth auf die Apple Watch zu und entsperrt den Mac.

Statt einer langwierigen Passworteingabe einfach die Uhr in der Nähe des iMac tragen – schon ist man drin!

Statt einer langwierigen Passworteingabe einfach die Uhr in der Nähe des iMac tragen – schon ist man drin!

Die Apple Watch selbst ist nur dann entsperrt, solange ich sie nach der Eingabe des Codes ununterbrochen am Handgelenk trage. Nähme mir jemand die Watch ab, müsste er sie zuerst mittels des Codes entsperren, an den iMac und die Daten darauf käme er damit allein nicht. Natürlich ist das allein noch keine Funktion, die über Wohl und Wehe der Apple Watch entscheidet, doch sie ist mir im Alltag wirklich willkommen, eine der vielen Kleinigkeiten, die das Leben um einen Tick leichter machen.

Die Macht der drei Ringe – die Zukunft der Fitness-Tracker

Man möchte es kaum glauben, aber der Ehrgeiz packt mich doch jeden Tag aufs Neue, wenn es darum geht, die drei Ringe (Rot=Bewegung, Grün=Training, Blau=Stehen) vollzubekommen. In Gesprächen mit anderen Nutzern habe ich erfahren, dass es ihnen nicht anders geht.

Durch das tägliche Laufen habe ich keine Mühe, die 30 Minuten Training zu füllen, die sind bereits vor dem Frühstück doppelt oder mehr erfüllt. Doch der über die letzten Wochen hinweg angepasste Wert für die tägliche Bewegungsmenge (auf den Bildern 960 Kalorien/Tag) fordert mir einiges ab. Und das ist ja auch gut so.

An Schultagen klappt das locker, weil man als Lehrer meist gut „in Action“ ist, doch am Wochenende musste ich schon öfter mit ein wenig Seilspringen am Nachmittag noch für das Auffüllen der Ringe sorgen. An einem einzigen Tag bislang, es handelte sich um den 17. Dezember, als ich bei „Blues & The Gang“ ausgeholfen habe (hier), bekam ich den roten Ring erst um 23:59 h voll – das war knapp! Mir eigentlich zu knapp, aber auf der Bühne im „Gleis 1“ konnte ich schlecht mit dem Seilspringen anfangen…

Immer am Ende einer Woche stellt mir die Aktivitätsapp eine Bilanz der vergangenen sieben Tage vor und errechnet einen neuen Zielwert, den ich seit Mitte November prompt verwerfe, denn das würde vielleicht noch zwei oder drei Wochen gut gehen, dann würde es mich frustrieren, weil ich nicht mehr hinterher käme. Ewiges Wachstum ist für mich nicht erstrebenswert, schon gar nicht bei sportlichen Leistungen – ich bin kein Leistungssportler. Noch dazu sind fast 1.000 Kalorien Energieverbrauch nur über Bewegung schon ein ganz schön saftiges Ziel, wenn man vorhat, es jeden Tag zu erfüllen.

Die 12 Stunden Stehziel sind an sich sehr einfach zu erreichen, auch wenn es mich gelegentlich nervt, dass ich trotz deutlicher Übererfüllung der Bewegungsziele (z.B. 1.300 der geforderten 960 Kalorien) zehn Minuten vor Ende so mancher Stunde mit einer gewissen Penetranz daran erinnert werde, doch bitte kurz aufzustehen und mich zu bewegen. Gut, an sich ist das ja gar nicht falsch, nur halt gegen meinen dann ganz akuten Drang, einfach hocken zu bleiben…

Schön ist auch die automatische Feststellung der Herzfrequenz, die mir beim Laufen oder Seilspringen automatisch angezeigt wird, dazu folgt weiter unten ein Screenshot („Training“). Es gab nach Erscheinen der Apple Watch von einigen am Arm/Handgelenk intensiv tätowierten Menschen die Beschwerde, dass die Pulsmessung bei zu starker Farbe (von der Tätowierung) nicht mehr funktioniert – das kann mir zum Glück egal sein, ich bin kein Freund von Tattoos, schon gar nicht auf meinem eigenen Körper.

Nun mag man mich gerne voreingenommen nennen, aber allein der Fitness-Tracker-Anteil der Apple Watch ist derart gut gestaltet – und auch noch ziemlich genau auf die Bereiche ausgelegt, die ich ohnehin zu meinem hauptsächlichen sportlichen Betätigungsfeld zähle, dass ich feststellen kann, dass weder das FuelBand (und ich habe beide Generationen erprobt), das Misfit Shine 2 noch das Polar Loop auch nur annähernd an diese Funktionalität heranreichten. Da die Apple Watch komplett wasserdicht ist (klar, bis 50 Meter, aber wann erreiche ich je diese Tiefe?), kann ich sie bis auf die Ladezeit immer anbehalten. Perfekt! Ich denke wirklich, dass sich hier mit der Apple Watch eine neue Generation von Fitness-Trackern etabliert hat, die Stück für Stück den gesamten Markt erobern wird.

Optik der Aktivitätsapp

Nicht jeder meiner Leser wird eine Apple Watch besitzen, daher gebe ich ein paar kleinere Einblicke in die Optik des Interfaces der Aktivitätsapp:

Die Ringe, die über den aktuellen Stand Auskunft geben – genial einfach und sehr effektiv!

Die Ringe, die über den aktuellen Stand Auskunft geben – genial einfach und sehr effektiv!

Gleich darunter dann die Werte in Form von numerischen und prozentualen Angaben – für die Zahlenfetischisten...

Gleich darunter dann die Werte in Form von numerischen und prozentualen Angaben – für die Zahlenfetischisten…

Auch die Balkendiagramme dürfen nicht fehlen, denn sie zeigen die Verteilung der Aktivität über den Tag hinweg.

Auch die Balkendiagramme dürfen nicht fehlen, denn sie zeigen die Verteilung der Aktivität über den Tag hinweg.

Der Schrittzähler ist natürlich inklusive, auch die per GPS ermittelte Gesamtstrecke des Tages (wobei das beim Indoor-Lauf natürlich schwierig sein dürfte...).

Der Schrittzähler ist natürlich inklusive, auch die per GPS ermittelte Gesamtstrecke des Tages (wobei das beim Indoor-Lauf natürlich schwierig sein dürfte…).

Belohnungssystem

Ich gehöre nicht zu dem Typ Mensch, der sich einen Schrank voller Medaillen oder Pokale ins Wohnzimmer stellt, nicht einmal meine beiden Diplome hängen irgendwo sichtbar herum – wozu auch? Insofern sind mir die kleinen Belobigungen aus der Aktivitätsapp über weite Strecken absolut egal. Andererseits sind sie nette Erinnerungen daran, was man schon alles geschafft hat, noch dazu sehen sie schick aus. Wer so etwas braucht, freut sich sicher „wie Bolle“…

Hin und wieder bekommt man dann ein (virtuelles) Lob ausgesprochen. Meinetwegen könnten die auch wegfallen, aber ein kleines Schmunzeln lasse ich mir davon schon gerne ins Gesicht zaubern.

Hin und wieder bekommt man dann ein (virtuelles) Lob ausgesprochen. Meinetwegen könnten die auch wegfallen, aber ein kleines Schmunzeln lasse ich mir davon schon gerne ins Gesicht zaubern.

Training

Nach dem morgendlichen Lauf gibt es immer noch eine kurze Runde Seilspringen – mehr als 15 Minuten pro Tag verbiete ich mir jedoch, nachdem mir das im letzten Kalenderjahr womöglich ein paar Probleme eingehandelt hat (die zum Glück aber alle wieder abgeheilt sind). Der folgende Screenshot aus der Aktivitätsapp auf dem iPhone (zeigt die Daten der Apple Watch auf dem größeren Display an)

Die Details zum Training in ihrer vollen Pracht auf dem iPhone (Aktivitäts-App).

Die Details zum Training in ihrer vollen Pracht auf dem iPhone (Aktivitäts-App).

Ich hatte vor Beginn die Dauer auf fünf Minuten festgelegt, daher werden nach fünfeinhalb Minuten Seilspringen (Gesamtzeit) auch 110 Prozent (gelber Ring oben) angezeigt. Während des Springens hatte ich eine durchschnittliche Herzfrequenz von 156 Schlägen pro Minute. Nur durch das Springen habe ich 50 Kalorien verbraucht, mein Körper hat in der Zeit aber noch andere Dinge zu tun (z.B. die Temperatur zu regeln etc.), so kam ich auf einen Gesamtverbrauch von 58 Kalorien während dieser fünfeinhalb Minuten. Die Anzeige des Wetters ist bei einer Tätigkeit, die nur im Haus ausgeführt wird, eher egal, sie stört aber auch nicht weiter.

Notifications

Diese Funktion liebe ich, denn sie erspart mir sehr häufig den Griff zum iPhone. Kommt eine iMessage oder SMS auf dem iPhone an, bekomme ich diese auf der Apple Watch angezeigt, außerdem kann ich sofort und direkt von dort darauf antworten. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Siri zum Diktieren (benutze ich sehr häufig, das funktioniert sensationell gut)
  • Vorgefertigte (kurze) Antworten, z.B. „OK!“, „Klar!“, „Kann ich dich später zurückrufen?“ (und dergleichen mehr) – hier kann ich auch selbst vorgefertigte Antworten erstellen und dann je nach Bedarf einfach abrufen.
  • Smileys oder Emojis
  • Handschrift (im Moment wird in der englischsprachigen Version schon die Möglichkeit getestet, die handschriftliche Eingabe mit einer Handschrifterkennung zu koppeln, sodass dann ein normal getippter Text dabei herauskommt – ich kann es kaum erwarten, dass diese Funktion auch in der deutschen Fassung erhältlich wird)
  • diverse Animationen, die schön aussehen, oft aber wenig aussagekräftig sind.

Natürlich kommen auch Mitteilungen über diverse iPhone-Apps wie beispielsweise Tagesschau, heute, SWR3, Bring!, Tweetbot, eBay etc. an, insofern das aktiviert ist.

Atmen

Schon vor der Anschaffung hatte ich mich sehr auf die Atmen-App gefreut, denn sie verspricht ein wenig Ruhe und Fokus im doch eher hektischen Alltag. Die Benutzung ist dabei genial einfach erdacht: App öffnen, gewünschte Anzahl der Minuten per Drehung der „Digital Crown“ einstellen, starten. Dann wird das Einatmen-Zeitfenster mittels Anzeige (aufblühende stilisierte Blumenblüte) und Vibration angezeigt, vor dem nächsten Einatmen sollte man entsprechend ausatmen, wobei keine haptische Rückmeldung erfolgt, sich die Blüte auf dem Display aber wieder zusammenlegt und verkleinert. Das ist schlicht aber effektiv – und es funktioniert (s.u.).

Bevor ich die Apple Watch hatte, ging ich noch davon aus, die App jeden Tag mehrfach zu benutzen, was sich allerdings für mich nicht als alltagstauglich herausgestellt hat. Der Grund? Ich schlafe ein dabei. Immer und überall. Wenn ich mich in einer ruhigen Minute hinsetze und ein oder zwei Minuten nach der Vorgabe der Uhr ruhig ein- und ausatme, verlangsamt sich mein Atemrhythmus noch deutlich unter den vorgegebenen (mein Ruhepuls ist ja mit unter 50 Schlägen pro Minute auch eher niedrig). Nicht nur einmal ist es vorgekommen, dass ich danach die Augen kaum mehr aufbekam. An einem Freitag Nachmittag oder Abend führt das fast zwangsläufig zu einem Nickerchen… Daher genieße ich die App, allerdings mittlerweile mit etwas Vorsicht, also eher nicht in der Mittagspause oder zwischen zwei Schulstunden. Zum Einschlafen am Abend taugt sie dagegen ganz hervorragend, das habe ich für euch getestet.

Wer sich für die Idee hinter der Atmen-App interessiert, der sei auf diesen Artikel verwiesen, der etwas intensiver darauf eingeht.

Meine Lieblings-Apps auf der Apple Watch

Ohne allzu ausführliche Erläuterungen kommt hier die Liste der Apps, die ich am häufigsten auf der Apple Watch benutze – es handelt sich sowohl um native Apps des watchOS wie auch um Watch-Apps von separaten Entwicklern:

  • Timer: In der Schule und daheim, ständig benötige ich Timer, wenn es ungewöhnliche Zeiten sind, gebe ich Siri einfach den Befehl („Hey Siri, stell’ einen Timer für XY Minuten!“), ansonsten gibt es die gängigen Zeitfenster als Voreinstellungen zum schnellen Abrufen.
  • iMessage/Nachrichten: Empfangen und Versenden von iMessages oder SMS geht oft viel schneller mit der Apple Watch, allerdings nutze ich die Diktierfunktion nur bei gutem Mobilfunknetz oder im W-LAN.
  • Training: Jede Fahrt mit dem E-Bike, jeder zügige Gang durch die Stadt, alle Aktivitäten, die absehbar länger andauern werden, lasse ich mitprotokollieren.
  • Freunde finden: „Freunde“ steht in meinem Fall eigentlich ausschließlich für „Familienmitglieder“, doch diese App hat uns schon so einigen Stress vom Hals geschafft. Wenn man sich fragt, wo der Sohnemann denn wieder bleibt, weil doch die Schule schon lange aus ist, klärt einen ein Blick auf diese App darüber auf, wo sich sein iPhone (und somit meist auch er) gerade befindet. Oder für’s Kochen: Wann ungefähr wird meine Frau wohl vom Laufen durch den gefühlt meterhohen Schnee auf der Ostalb zurück sein? Ein Blick und ich sehe die Entfernung sowie eine Mini-Landkarte. Auf der Basis kann ich leichter entscheiden, ob ich mit dem Kochen schon loslegen oder lieber noch etwas warten sollte.
  • Things: Meine seit sieben Jahren erprobte To-Do-Listen-App, die ich sonst auch noch auf dem iMac, iPad und iPhone benutze – schnell einen erledigten Punkt abhaken geht auch auf der Apple Watch, per Siri-Diktat kann ich auch neue Punkte hinzufügen. Schnörkellos gut.
  • Steuerung für Musik/Hörbücher: Täglich im Einsatz, um die Lautstärke zu regeln oder ein Stück vor oder zurück zu springen. Diese Option ziehe ich vor, wenn ich im Umkreis vieler Menschen mit Kopfhörern Musik höre, denn da käme ich mir blöd vor, einen Befehl an Siri zu sprechen…
  • Kalender: Welcher Termin steht als nächstes an? Ein Tipp auf das entsprechende Icon und es wird angezeigt. Und der darauf folgende Termin? Kurz an der Digital Crown gedreht, schon geht’s weiter…
  • Wetter: Wie kalt ist es draußen? Wichtig, bevor man sich mit dem E-Bike in den Berufsverkehr wirft…
  • Herzfrequenz: Mal sehen, wie der Puls gerade aussieht. Geht schnell und ist zuverlässig.

Troubleshooting

Software ist nie fehlerfrei, selbst wenn die Hardware – gerade bei Apple – sich oft der Perfektion (für den jeweils möglichen Stand der Technik) annähert. Und so entdeckte ich in den letzten Monaten durchaus die eine oder andere Schwäche, die hoffentlich irgendwann in einem Update behoben wird.

  • Abstürze: Insgesamt ist mir das watchOS in den drei Monaten zweimal abgestürzt, was daran zu erkennen ist, dass die Apple Watch unvermittelt neu startet. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob in den beiden Fällen das Betriebssystem selbst oder eher eine App (und ich habe eine ganz spezielle im Blick) die Schuld daran trägt. Sie ist gleich der nächste Punkt…
  • Nike Running Club (NRC): Gerade weil es sich bei meiner Apple Watch um das Modell der Series 2 handelt, das den Namenszusatz Nike+ Edition trägt, war die NRC-App vorinstalliert. Und ich nutze sie sowie ein von mir angepasstes Nike-Watchface für den normalen Tagesablauf. Doch die App ist ein wenig zickig, denn gelegentlich stürzt sie (auch mal mitten in einem Lauf) einfach ab, manchmal startet sie angeblich, sammelt aber keine Aktivitätsdaten, um mir dann nach einer Weile des Laufens mitzuteilen, dass noch keine Daten da wären (was ärgerlich ist, wenn der Tag zu kurz ist, um einfach noch einmal von vorne zu starten) – und manchmal bleibt dann gleich die ganze Watch daran hängen, dass diese App nicht so tut, wie sie eigentlich soll (siehe erster Punkt dieser Aufzählung). Da ich kein Software-Entwickler bin, weiß ich nicht, ob die Funktionsstörungen bei dieser App auf das watchOS zurückgehen, auf dem sie läuft. Das könnte ja auch sein. Wobei meine langjährige Erfahrung mit der Nike Running-App (aus der der NRC hervorging) eher in Richtung Nike deuten, denn auch diese App stürzte auf dem iPhone mit einer gewissen Regelmäßigkeit ab.
  • Pulsmessung nur bei eng anliegendem Armband: Das ist jetzt wirklich Jammern auf hohem Niveau, doch beim Laufen merkte ich, dass der eine Tag bei 12 Kilometern auf 750 Kalorien Bewegungsaktivität kam, der nächste bei der gleichen Strecke bei 530 Kalorien hängen blieb. Klar, die Tagesform hat einen gewissen Einfluss, aber so viel, dass es gut 25 Prozent Unterschied ausmacht? Das erschien mir schlicht unrealistisch, vor allem angesichts der Tatsache, dass sich die beiden Läufe wirklich sehr vergleichbar angefühlt hatten. Also führte ich ein kleines Experiment durch und blickte während eines Laufs alle paar Minuten auf die Uhr. Und siehe da: Nach der Aufwärmphase begann ich zu schwitzen, nun rutschte die Uhr am Handgelenk ein paar Millimeter weiter. Sie schlackerte nicht wirklich am Arm, aber saß auch nicht bombig fest. Und trotz ordentlichen Tempos (11 km/h, also 5:30 Minuten/Kilometer) stieg mein Puls angeblich nicht über 96 bpm. Ich bin zwar gut im Training, aber das hielt ich dann doch für etwas unrealistisch. Also schob ich die Uhr soweit meinen Arm hinauf (es handelt sich um maximal vier oder fünf Millimeter), bis sie richtig fest auf der Haut saß: Binnen Sekunden hatte ich einen Puls von 135 bpm. Das entsprach schon viel eher meiner Erwartung. Also habe ich daraus gelernt, dass die Uhr für eine korrekte Pulsmessung beim Laufen sehr eng anliegen muss.

Fazit

Kurz und knackig: Ich gebe diese Uhr nicht wieder her. Basta. (Es sei denn für ein neueres Modell…) Hier und da gibt es (wie oben beschrieben) kleine Ecken, an denen noch Verbesserungen stattfinden müssen, damit ich vollkommen zufrieden bin, aber im Großen und Ganzen ist die Apple Watch eine unersetzliche Bereicherung für meinen Alltag – sowohl im Privaten als auch in der Arbeit. Von 10 möglichen Qualitätspunkten würde ich ihr nach einem guten Vierteljahr Erprobung 9,8 geben.

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17 Gedanken zu „Apple Watch – Erfahrungsbericht nach einem Vierteljahr

  1. Es Marinsche kocht sagt:

    Gerade vor kurzem hatte ich es auf Facebook davon….mittlerweile bin ich verliebt in dieses Teil….in der Keynote vom angebissenen Apfel hiess es sogar das die Apple Watch auf Platz 2 gelandet ist, nach der ROLEX auf Platz eins…denn mittlerweile sind es nur noch drei Punkte die mich davon abhalten auch so ein cooles Teil mein eigen zu nennen:

    Zum einen ist es die Tatsache das ich es etwas skeptisch sehe ständig den Strahlen ausgesetzt zu sein die zum iPhone oder Wlan hin und her gesendet werden…..das entkräftet allerdings ein „Dann kann man ja Flugmodus aktivieren solange man sie nicht aktiv nutzt“

    Zum anderen hätte ich ein Problem gehabt die richtige Größe zu finden….die grössere ist nämlich vom Display her heller und klarer….für das ich eine Brille trage nicht unerheblich….allerdings würde die kleinere ganz klar besser zu meinem schmalen Handgelenk passen….und sie hätte das schickere Armband……durch Dein Foto wäre auch das für mich geklärt….denn es sieht so aus als ob man auf der „kleinen“ alles komfortabel erkennen kann, oder? Hach ich sehe sie schon förmlich vor mir….ach was an meinem Handgelenk….

    Äh…..ja……Swwwwwwwitch….da wären wir dann beim dritten Punkt: ich kann sie mir schlicht und ergreifend nicht erlauben 😜 freue mich aber sehr mit Dir über Dein erprobtes und nach wie vor gut befundenes Schätzchen 😘 und die kann tatsächlich mit in die Dusche? 😳

    • solera1847 sagt:

      Klar kann die mit in die Dusche, auch ins Schwimmbad etc. Sie ist komplett wasserdicht (bis 50m Tiefe, in die ich im Hallenbad aber nur selten vorstoße).

      Was den hohen Preis angeht: Sobald das nächste Modell auf den Markt kommt, wird diese sicherlich deutlich günstiger werden. Das wäre doch ein guter Zeitpunkt zum Zuschlagen.

      • Es Marinsche kocht sagt:

        We’ll see 😉

      • Es Marinsche kocht sagt:

        Hast Du eine Ahnung wie man eine Diashow, mit dem MacBook erstellt, auf WordPress kriegt? 😊

        Die AirPods funktionieren übrigens tadellos was den Akku betrifft….mittlerweile ist es tatsächlich so das sie am nächsten Tag noch das intus haben was reinkam 😍

      • solera1847 sagt:

        Eine komplette Diashow? Hmmm, kannst du sie einfach als Film exportieren und den dann einbinden? Das geht sicher schneller als alles andere.

      • Es Marinsche kocht sagt:

        Als Film habe ich die exportiert und auch auf iTunes – aber ich weiss nicht wie ich es auf WP bringe….es ist nur die KOPIEREN Funktion, aber da bringt es mir nur das Geschriebene….nicht die Diashow….

      • solera1847 sagt:

        Hmmm, gerade getestet, geht wirklich nicht so einfach. Nimm einfach iMovie, zieh die Fotos hinein und lass das Programm selbst die Übergänge gestalten. Den Film kannst du dann als Filmdatei ausgeben und auf einer Dropbox oder Sonaten speichern…

      • Es Marinsche kocht sagt:

        Ich stelle mir eigentlich eine direkte Lösung vor, ohne Verweise…..

      • solera1847 sagt:

        Hm, leider weiß ich nicht, ob WordPress so eine Funktion anbietet. Vielleicht kennt Zeilenende sich da besser aus, er hantiert doch immer mit so vielen Fotos.

      • Es Marinsche kocht sagt:

        Zeiiiiiiiiiileeeeeenendeeeeeeeeee…..zu Hülfeeeeeeeeeeee!

      • Es Marinsche kocht sagt:

        Hab mal das gefunden…..hat funktioniert 😊 nicht so schön wie vom angebissenen Apfel….aber immerhin 😉 http://de.wikihow.com/In-WordPress-eine-Foto-Slideshow-erstellen

  2. Flowermaid sagt:

    … da ist er der gläserne Mensch 😉

  3. […] über Apple Watch – Erfahrungsbericht nach einem Vierteljahr — solera1847 […]

  4. Hey guter Artikel 😉
    Wollte fragen, ob du Lust hast auf meinem Blog ein kurzes Testfazit zu veröffentlichen?

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