52 Wochen – Teil 46 („Lampenfieber“)

Am 5. Januar trat ich mit Blues & The Gang im Aalener Frapé auf. Der Auftritt lief gut, ich kann mich gar nicht beschweren – auch wenn natürlich der eine oder andere Ablauf mal eben spontan auf der Bühne geändert wurde. Aber wofür hatten wir vorher geprobt, doch nur um genau darauf gefasst zu sein, oder? Spaß beiseite: Der Gig war richtig gut, das Publikum ging toll mit, die Stimmung im Raum war exzellent (siehe Zeitungsbericht, auch wenn mein Name durch den des regulären Trompeters ersetzt wurde, der aktuell noch im Urlaub weilt).

Nun dürfte man coole Livebilder erwarten, die mich frivol mit dem Hintern wackelnd im Kreis der Band zeigen, doch erstens habe ich von den übrigen Musikern noch keine Bilder erhalten, zweitens habe ich in den Pausen eher streng (man könnte auch von „gequält“ sprechen) dreingeblickt, denn draußen war es kalt (gute -16 Grad Celsius), die Zeit lag wieder einmal außerhalb meiner Komfortzone (Beginn: 21:25 h, Ende: 0:15 h) und – für mich eindeutig am schlimmsten – Zigarettenrauch. Der ganze Laden, auch der Rückzugsraum für die Band, alles waberte nur so von Rauch.

Vor einer geraumen Weile habe ich mich zu dem Thema ja schon einmal ausgelassen (hier). Schon da habe ich darauf hingewiesen, dass ich kein militanter Nichtraucher bin, der dann aggressiv auf die Raucher zugeht und sie anschnauzt (wäre in einem Raucherlokal auch wenig hilfreich gewesen), aber üblicherweise entziehe ich mich aktiv der Umgebung, in der geraucht wird. Schnell und effektiv. Das ging nicht, da ich von 19:20 bis 0:20 h in eben diesen Räumlichkeiten bleiben musste (wenn ich nicht erfrieren wollte). Also hielt ich es mit zusammengebissenen Zähnen aus. Tja, und genau so sehe ich heute auf den Selfies auch aus:

Ein paar Impressionen von mir als dezent aufgeregtem Trompeter – der etwas gequälte Gesichtsausdruck ist aber eher dem Dauergequalme der Gäste geschuldet gewesen...

Ein paar Impressionen von mir als dezent aufgeregtem Trompeter – der etwas gequälte Gesichtsausdruck ist aber eher dem Dauergequalme der Gäste geschuldet gewesen…

Genug davon: Der Gig war wirklich fantastisch (abgesehen vom Rauch), der Titel der heutigen Selfie-/Foto-Collage lautet aber „Lampenfieber“ – und das völlig zu Recht, denn ich war geradezu „höllisch“ aufgeregt.

Bevor ich Musik studiert habe, dachte ich immer: „Wenn ich das Studium mal hinter mir habe, dann gehe ich viel relaxter und sicherer an die Auftritte heran.“ Weit gefehlt, denn mit den Fähigkeiten stiegen auch die Ansprüche. Wer mehr kann als vorher, erwartet entsprechend mehr als vorher. So erging es auch mir, weswegen ich überhaupt nicht davon reden kann, eine „coole Socke“ zu sein. Nach außen hin schon, innerlich jedoch war ich alles andere als entspannt. Auch das wirkte nachhaltig auf meinen düsteren Gesichtsausdruck.

Zur Aktion „52 Wochen“

Seit nunmehr 46 Wochen läuft Zeilenendes Foto-Aktion „52 Wochen“, an der ich teilnehme (hier findet man alle meine Beiträge). Ziel ist es, jeden Sonntag ein neues Selfie oder Portrait einzustellen. Die übrigen Teilnehmer sind:

Fortsetzung: Die nächsten 52 Wochen?

Das habe ich letzte Woche schon gefragt: „Gibt es eigentlich schon einen Plan, die hier geballte Kreativität (also die aller am Projekt teilnehmenden Blogger) in neue Bahnen zu lenken, denn in nur sechs Wochen ist ja schon Feierabend…?“ Der gute Zeilenende hat auch schon ein paar Vorschläge gemacht (siehe Kommentare von letzter Woche), womöglich bringt aber noch jemand aus der illustren Runde einen innovativen Vorschlag ein.

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10 Gedanken zu „52 Wochen – Teil 46 („Lampenfieber“)

  1. Es Marinsche kocht sagt:

    Solange Du die Zähne nicht beim trompeten zusammenbeisst ist alles gut! 😜 Aber die Message ist sehr gut in die Fotos transferiert….man sieht es Dir an das Du das atmen an sich gerne für die Zeit eingestellt hättest 😊👍🏼

  2. Ein strenger Blick, gegen den die Raucher wohl immun sind! Ich selbst gehe immer raus zum Rauchen.
    Schön dass der Auftritt Dir soviel Spaß gemacht hat. Ich hoffe die Bilder mit dem Hinternwackeln werden noch nachgereicht.

  3. Zeilenende sagt:

    Es liegt eindeutig an der Farbe. Grün ist nichts für dich. Du siehst aus wie der Hulk, nicht wie Green Lantern. … Beim nächsten Mal solltest du es mit rot versuchen. 😉

    • solera1847 sagt:

      Ich hatte keinen Einfluss darauf, die Lichter blieben über lange Zeit so… aber ganz ehrlich: ich fühlte mich dabei auch so, als müsste gleich der Hulk aus mir hervorbrechen und alle Raucher rauswerfen… 😜

      • Zeilenende sagt:

        Ich sag mal so: Ihr habt uns das Rauchen in Hörsälen genommen, in Arztpraxen und der Bahn, wir sind wie die Indianer. Also haben wir ein Recht auf unsere Reservate. 😉
        Ich kann es mir dennoch lebhaft vorstellen, auch wenn ich Raucherkneipen mag. Ein Blasinstrument würde ich darin nicht spielen wollen. Selbst singen ist da anstrengend.

      • solera1847 sagt:

        Ja, wie schon gesagt: Ich bin ja dann nicht aggro-mäßig unterwegs, aber üblicherweise entziehe ich mich dem effektiv. Nur unter diesen Umständen kam ich dem halt nicht aus — und dann schlug gnadenlos die Altersintoleranz zu. Die nimmt spürbar zu, ich merke das bei Lärm daheim. Nach einem lauten Vormittag kann ich nachmittags immer weniger heimisches Gebrüll ertragen. (Es sei denn, ich stoße ihn aus…)

  4. […] Trenkelbach Marinsche Multicolorina solera1847 trienchen2607 Wili […]

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