52 Wochen – Teil 42 („Auffe Fresse?“)

Am Freitag habe ich die ersten zwei Stunden Unterricht, dann Pausenaufsicht, dann vier Schulstunden Pause, dann Big Band-Probe. Dank meines entzückenden E-Bikes fahre ich dazwischen immer heim und weiß die Zeit auch gut zu nutzen. Doch spätestens um 12:00 h bin ich wieder in der Schule, um meinen Raum für die Probe vorzubereiten. 60 Minuten Probezeit (13-14 h) verkürzen sich dramatisch, wenn erst einmal 15 Minuten für Aufbau und Umräumen des Raums draufgehen. Also erledige ich das in der sechsten Schulstunde:

  • Stühle und Tisch beiseite räumen
  • Klavier, E-Piano, E-Bass, E-Gitarre, Schlagzeug herräumen
  • für Strom sorgen, Kabel anschließen
  • Stühle für die Bläser in der richtigen Anzahl aufstellen
  • Notenpulte aufstellen, Notenmappen drauf

Das kostet mich gut 40 Minuten, die investiere ich aber relativ gerne, denn danach kann ich sehr zügig mit der Probe loslegen, außerdem sitzen alle genau da, wo ich sie haben möchte. (Klingt jetzt ein bisschen nach Kontrollfreak, oder?)

Am Freitag war ich etwas müde, da ich am vorherigen Abend auf dem Sofa eingeschlafen und erst früh am Morgen in mein Bett umgezogen bin. Das Sofa ist zwar sehr gut, kann es aber nicht mit der Matratze aufnehmen. Also schlappte ich etwas unkonzentriert mit Teilen des Schlagzeugs durch meinen Musikraum. Und schon passierte es: In der rechten Hand hielt ich die Hi-Hat, hatte sie sogar extra weit hochgehoben, um zu verhindern, an auf dem Boden abgestellten Teilen hängenzubleiben… Dachte ich. Plötzlich knallte mir der doppelte Beckenrand ins Gesicht – und das mit ordentlich Karacho. Der Schmerz war beträchtlich. Und binnen weniger Sekunden war klar: Kühlung oder Schwellung. Nein, genauer gesagt war die Wahl: Kühlung und kleine Schwellung oder keine Kühlung und brutale Schwellung. Fast so schlimm wie Männergrippe!

Gut, zwischen dem Event und dem Foto ist ein Tag vergangen, trotz aller Kühlung werde ich um ein kleines Veilchen nicht herumkommen. Und das ganz ohne mannhafte Prügelei a la Jeremiah Cotton! Irgendwie enttäuschend.

Noch einen weiteren Tag muss ich warten, dann sollte das Veilchen noch viel deutlicher hervortreten. Menno!
Noch einen weiteren Tag muss ich warten, dann sollte das Veilchen noch viel deutlicher hervortreten. Menno!

Hmmmmmmm, abgesehen davon, dass ich mich allein deswegen nie prügeln würde, weil ich ganz und gar nicht schmerzaffin bin und unter Garantie immer den Kürzeren ziehen würde, so mag ich Verunstaltungen meines Gesichts noch viel weniger. Vor allem, wenn am kommenden Dienstag das Adventskonzert meiner Schule ansteht, bei dem ich doch über weite Strecken vor geschätzt mehreren hundert Zuhörern/Zuschauern agiere. Der quasi perfekte Anlass, um mein Image ein wenig „aufzupolieren“… Grummel…

Zur Aktion „52 Wochen“

Seit nunmehr 42 Wochen läuft Zeilenendes Foto-Aktion „52 Wochen“, an der ich teilnehme (hier findet man alle meine Beiträge). Ziel ist es, jeden Sonntag ein neues Selfie oder Portrait einzustellen. Die übrigen Teilnehmer sind:

12 Gedanken zu “52 Wochen – Teil 42 („Auffe Fresse?“)

  1. Zeilenende 11. Dezember 2016 / 07:44

    Sieh es positiv: Du hättest auch tiefer treffen können, dann wärest du jetzt ein echter Burschi mit Schmiss und so. 😉

    • solera1847 11. Dezember 2016 / 07:46

      Oh, da hast du eindeutig recht. Was bin ich froh! Tatsächlich ist es weniger dramatisch als gestern beim Schreiben noch befürchtet. Uff!

  2. Es Marinsche kocht 11. Dezember 2016 / 10:02

    Männerleiden….verstehe…..und dann noch selbst verursachte….Min Jotte näi….

    • solera1847 11. Dezember 2016 / 10:14

      Zum Glück sieht es mittlerweile weit weniger dramatisch aus als befürchtet. Mit so einem dunkelblauen Flecken im Gesicht wollte ich nicht am Dienstag vor das Publikum treten…

      • Es Marinsche kocht 11. Dezember 2016 / 10:30

        Kann ich mir vorstellen….Glück im Unglück gehabt 😉

      • solera1847 11. Dezember 2016 / 10:33

        Schmerzt immer noch, aber als „wahrer Mann“ (muarharhar) trage ich das selbstverständlich mit unglaublicher Fassung… (Aber jetzt kann ich nicht weiter hier schreiben, denn ich muss gleich meine Mama anrufen, die muss da drauf pusten…)

      • Es Marinsche kocht 11. Dezember 2016 / 10:36

        Armes Hascherl! AAAAAAAAARMES Hascherl!!!

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