Song des Tages (64) – 2016-11-14

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Der Start in die Woche kann hart sein, vor allem, wenn man in der Dunkelheit aus dem Haus geht, nur um wiederum in der Dunkelheit dorthin zurückzukehren. Und dazwischen wird es für manch eine(n) ja nicht viel besser. Einen Musikstil wird man bei mir nicht allzu oft vorfinden, das ist der Techno. In den meisten Fällen ist mir der Stil zu laut, zu aufgedreht, zu monoton. Gelegentlich kann ich mich als alter Fan der Minimal Music (aus aktuellem Anlass empfehle ich das Album „Book of Longing“ von Philip Glass und Leonard Cohenhier) zumindest mit einigen Stücken des Substils „Trance“ ganz gut arrangieren. Und daher peppe ich euren Start in die Woche mit „Halcyon And On And On“ von Orbital auf:

Zugegeben: Neuneinhalb Minuten erfordern eine gewisse Geduld, doch in diesem Fall sind sie es wert. Erst dieser sphärische Anfang, dann das allmähliche Einfädeln des Grundbeats, später gibt es sogar eine Zeit lang nur den Grundbeat zu hören (und nun stellt euch den mal mit den geilen Nubert-Boxen, insbesondere dem Subwoofer, vor…), dann der Gesang, der so verfremdet ist, dass er wiederum fast sphärisch wirkt. Ein gelungener Traum, der Musik geworden ist.

Der Song wurde seinerzeit (ist schon wieder mehr als 20 Jahre her) in einem Film namens „Hackers – Im Netz des FBI“ mit Jonny Lee Miller und Angelina Jolie als Soundtrack eingesetzt. Daher kenne ich ihn. Der Film ist lustig, eine typische, technik-verliebte Teenager-Nummer mit einigen lustigen und vielen unglaublich albernen Szenen (aus heutiger Sicht die Diskussion über die Menge an RAM-Speicher in einem Computer: „Wow, er hat acht Megabyte RAM!!!“ – „Ja, und ich will ihn noch verdoppeln!!!“), aber von Zeit zu Zeit kann man ihn sich genussvoll reinziehen, denn die Story ist trotz aller Vorhersehbarkeit und fürchterlicher Stereotypen als Unterhaltungskino durchaus tauglich.

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

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28 Gedanken zu „Song des Tages (64) – 2016-11-14

  1. Zeilenende sagt:

    Als das aus meinen Boxen (die kleinen, nicht so beeindruckenden 5.1er von Logitech an meinem PC), war ich verblüfft. Aber lass dir gesagt sein: Zum Schreiben und lesen sehr viel besser als Rocksongs. Für die Hausarbeit wahrscheinlich nur bedingt geeignet … Aber dafür tanzbar, das macht es reizvoll.
    Ins Video habe ich nur hin und wieder geschaut, was wahrscheinlich gut ist. Das ist doch ne ganz fiese Hypnosenummer! 😉

  2. Ui, DAS ist mal was für mich alten Elektronik-Junkie!
    Ich hab sogar eine etwas minimalistischere 11-Minuten-Version auf Vinyl, die nur mit dem Gesang (oder Gesumme) beginnt (die hieß nur „Halcyon“):

    Orbital gibt’s wohl immer noch. Angefangen hat alles 1990 mit „Chime“:

    Danach kam „Omen“:

  3. Flowermaid sagt:

    … für wie viele Stunden habt ihr mir jetzt Musik auf die Ohren gehauen g… mega Klangteppich zum Kommentieren!

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