Gelesen: „Das Rosie-Projekt“ von Graeme Simsion

Vor einer gefühlten Ewigkeit veröffentlichte Zeilenende eine Ganz kurz und knackig angelegte Rezension des Buchs „Das Rosie-Projekt“. Der Tonfall war für seine Verhältnisse recht euphorisch, also kaufte ich das Buch kurzentschlossen bei iBooks. Und dann lag es da auf meinem SuB (Stapel ungelesener Bücher), der zwar virtuell, aber deswegen nicht gerade kleiner war (und bis heute ist).

Sehr zur Erheiterung geeignet: „Das Rosie-Projekt“ von Graeme Simsion

Sehr zur Erheiterung geeignet: „Das Rosie-Projekt“ von Graeme Simsion

Abwechslung vom Sci-Fi-Trip

Nachdem ich „Die Haarteppichknüpfer“ von Andreas Eschbach durchgelesen hatte (ich berichtete), wollte ich mal eine kurze Unterbrechung von meinem derzeitigen Science Fiction-Trip und begann aus einer Laune heraus mit „Das Rosie-Projekt“. Binnen weniger Seiten war ich völlig in der Geschichte gefangen, zwei Tage später war das Buch ausgelesen. Insofern kann ich Zeilenendes Erlebnis nur bestätigen. Wenn man einmal damit angefangen hat, kann man das Buch nur schwer wieder aus der Hand legen. Der Tonfall ist derart exzellent gewählt, dass man schlicht immer weiter lesen muss, Gegenwehr ist einfach ausgeschlossen.

Handlung

Die Geschichte ist dabei ganz einfach – und darin sogar vorhersehbar: Ein selbst sicher am Asperger-Syndrom leidender Genetik-Professor möchte eine Frau für’s Leben finden. Seine Vorgehensweise ist strikt logisch, wodurch jede Frau, die er ins Auge fasst, durch einen eigens entwickelten Fragenkatalog binnen weniger Minuten bereits wieder aussortiert und für untauglich befunden ist. Doch dann kommt Rosie in sein Leben. Eigentlich ist sie schon aussortiert, bevor sie überhaupt gucken kann. Doch unter der Oberfläche scheint ein Funken übergesprungen zu sein, was im weiteren Verlauf zu etlichen urkomischen Situationen führt, die mich beim Lesen – und das kommt selten vor – zum Teil laut haben auflachen lassen.

Hörbuch

Meiner Gewohnheit folgend habe ich mir mittlerweile das Hörbuch besorgt, das wird mich in den nächsten Wochen irgendwann beim morgendlichen Laufen unterstützen.

Der Inhalt muss ja nun so gut wie im gedruckten Buch sein, die ersten Minuten machen definitiv Lust auf mehr – yeah!

Der Inhalt muss ja nun so gut wie im gedruckten Buch sein, die ersten Minuten machen definitiv Lust auf mehr – yeah!

Ein paar Minuten habe ich hineingehört, das klingt sehr gut – der Leser passt einfach perfekt zur Perspektive, aus der er vorlesen muss. Vor allem der staubtrockene Humor, der sich – vermeintlich – ungewollt einstellt, dürfte hier zum Schießen sein. Ich freue mich schon auf die morgendlichen Lacher auf dem Laufband – hoffentlich haut’s mich nicht hinten runter…

Advertisements
Getaggt mit , , , , , , , , ,

11 Gedanken zu „Gelesen: „Das Rosie-Projekt“ von Graeme Simsion

  1. simonsegur sagt:

    Mochte ich auch. Mit der von Dir genannten Einschränkung: eigentlich ziemlich platt. Trotzdem macht’s richtig viel Spaß.

  2. Es Marinsche kocht sagt:

    Tönt bezaubernd 🙂

  3. Zeilenende sagt:

    Ha! Da habe ich ihn erwischt. Schön, dass es dir damit genau so ging wie mir. Das spricht dann doch fürs Buch, wir haben ja tatsächlich die gleichen Erfahrungen damit gemacht.

    Der zweite Teil ist leider nicht mehr ganz so stark. Der erste Band lebt von dieser lockeren Art des Autor, im zweiten Teil merkt man ihm leider an, wie er hier und da verkrampft versucht, diese Leichtigkeit zu reproduzieren. Nur ein Must-Read, wenn man wissen will, wie es mit Rosie und Don weitergeht.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: