Archiv für den Monat November 2016

Song des Tages (80) – 2016-11-30

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Ein Album, für dessen Kauf mir als Jugendlicher immer das Geld gefehlt hatte, weswegen ich mit einer lausigen Kopie auf Kassette leben musste, war das „Trash“-Album von Alice Cooper. Bekannt wurde es vor allem wegen seines Openers, der derart eingängig gestaltet ist, dass er sogar seinen Weg in die Hitparaden fand, was für Stücke aus dem Bereich der Rock-Musik und insbesondere für derart gezielt auf Provokation geschminkte Künstler keine Selbstverständlichkeit ist. Den Song kann man fast zu jeder Tages- und Nachtzeit hören, er klingt einfach nur gut, ist nicht zu hart, nicht zu weich, spielt mit Tabus und ist doch in der Summe so harmlos, dass er nicht wirklich schlimm ist. Die Rede ist natürlich von „Poison“ von Alice Cooper:

Groooooovy. Nur beim Video sollte man immer wieder mal weggucken, sonst verätzt es einem die Bindehaut… 😉

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

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Song des Tages (79) – 2016-11-29

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. In den Achtzigern war Cindy Lauper eine der absoluten Pop-Größen, seither ist es um die Sängerin erstaunlich still geworden. Gelegentlich huschen ein oder zwei ihrer alten großen Hits über den Radio-Äther, darüber hinaus konnte ich sie in den letzten Jahren, eigentlich Jahrzehnten, nicht wahrnehmen.

Einer meiner Lieblingssongs von ihr ist sehr ruhig und entspannt, daher ist der heutige Song des Tages kein geringerer als „Time After Time“ von Cindy Lauper:

Anscheinend hat der Song nicht nur mir gefallen, auch der alte Großmeister des Jazz, Miles Davis, hat den Song in einer eigenen, kaum vom Original abweichenden Version aufgenommen:

Sehr schön – alle beide Versionen…

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Song des Tages (78) – 2016-11-28

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Bei einer der letzten Apple Keynotes, oder war es sogar die WWDC spielten sie als krönender Abschluss der Einstiegsveranstaltung. Davor hatte ich die Band kaum wahrgenommen, nun aber gefiel mir zumindest dieser Song – und zwar so gut, dass er zum heutigen Song des Tages wurde: „Counting Stars“ von One Republic:

Der Auftritt beim Apple Event war so unglaublich gut, dass ich dazu auch noch den passenden Link herausgesucht habe:

Gerade die Leistungen des Sängers finde ich beeindruckend, denn der Ambitus der Gesangsstimme ist in diesem Lied schon recht heftig. Das auch unter Konzertbedingungen abzuliefern… Uuuuiiiii!

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52 Wochen – Teil 40 („Allein im Wald bei Nacht“)

Das heutige Foto hätte eine wunderbare Vorlage für einige der frühen Romane Stephen Kings werden können. Entstanden ist es bei einem abendlichen Spaziergang mit der ganzen Familie durch den örtlichen Wald.

Die Kinder hatten ihre Kurbeltaschenlampen dabei und funzelten wie wild durch die Gegend. Das mag auch daran gelegen haben, dass ich ihnen vorher etwas über Wildschweine erzählt hatte, immerhin hatte eines vor ein paar Tagen einen Radfahrer zu Fall gebracht… (siehe hier). Also hatten sie einen deutlich bemerkbaren Respekt vor der sich schnell ausbreitenden Dunkelheit.

Und genau das brachte mich auf die Idee für das „52 Wochen Selfie“, also drehte ich mich so, dass ich mal nicht angestrahlt wurde und nahm dabei eine eher körnige Bildqualität in Kauf, die meiner Meinung nach aber perfekt zum Thema passt.

Da bekomme ich glatt Angst vor mir selbst...

Da bekomme ich glatt Angst vor mir selbst…

Verwendet: iPhone SE (Frontkamera), keine Filter (das Bild war schon mehr als ausreichend gruselig).

Bonus

Irgendwie hat mir die Idee für das Selfie so imponiert, dass ich gleich noch ein bisschen weiter gegangen bin: In ganz entfernter Anlehnung an den Film „The Village“ habe ich aus dem Selfie, einem zweiten Versuch und einem Blick direkt nach oben von der Stelle des Selfies aus einen kleinen Film gebastelt. Auch ein Soundtrack durfte nicht fehlen…

Hier gibt’s den Film und die darin verwendeten Audio-Dateien (mp3 oder m4a) separat. Beim Ansehen des Films empfehle ich (gute) Kopfhörer, damit die Bässe so richtig rauskommen (ohne klingt’s leider nur halb so gruselig). Alles liegt auf meiner Dropbox – ich weiß nicht, wie schnell von dort gestreamt wird, aber der Film ist auch nur gute 80 MB groß…

Zur Aktion „52 Wochen“

Seit nunmehr 40 Wochen läuft Zeilenendes Foto-Aktion „52 Wochen“, an der ich teilnehme (hier findet man alle meine Beiträge). Ziel ist es, jeden Sonntag ein neues Selfie oder Portrait einzustellen. Die übrigen Teilnehmer sind:

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Song des Tages (77) – 2016-11-27

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Schon seit Jahren fasziniert mich die Stimme von Pharrell Williams, der mittlerweile ja schon einige wirklich mitreißende Songs auf den Markt gebracht hat. Am stärksten beeindruckt hat mich in der letzten Zeit der Song, den ich zum heutigen Song des Tages gekürt habe: „Freedom“ von Pharrell Williams:

Ich behaupte nicht, die gesamte in den Video-Clip gepackte Symbolik zu verstehen, doch einige Stellen sind schon sehr beeindruckend umgesetzt. Und dann dieses hohe, im intensiven Kreischen bis ins Mark dringende hohe Register seiner ohnehin fantastischen Stimme – wow!

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Volljährig

Heute ist es soweit: Meine Frau und ich sind seit genau 18 Jahren zusammen. Wie in jeder Beziehung gab es immer wieder mal besondere Höhen und besondere Tiefen, doch alles in allem überwogen die Höhen eindeutig.

Vorhin haben wir die Kinder kurz allein zuhause gelassen und sind für eine halbe Stunde durch die Abenddämmerung spaziert. Beim Reden waren wir uns wieder einmal einig darüber, dass wir viele Ansichten bzw. Einstellungen teilen – und dass wir stets nach vorne blicken. Die 18 Jahre, die bereits gemeinsam hinter uns liegen, sind mehrheitlich gute Jahre gewesen (2011 war nicht so das Jahr nach unserem Geschmack, dafür kamen danach die bislang besten…), mit Sicherheit folgen noch viele wundervolle Jahre, nein Jahrzehnte.

Seit nunmehr 18 Jahren zusammen – und es wird immer besser.

Seit nunmehr 18 Jahren zusammen – und es wird immer besser.

Daher fasse ich mich zum späten Abend ganz kurz: Danke für alles, beste Frau der Welt!

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Aus „Alt“ mach „Neu“

Hehe, ein wenig reißerisch ist der Titel ja schon, dabei ist die Sache recht banal: Letzte Woche fuhr ich am Mittwoch nach dem Nachmittagsunterricht von der Schule aus mit meinem wundervollen E-Bike los. Plötzlich bemerkte ich, dass das Display dunkel war. Das kann und darf nicht sein, denn über die zentrale Einheit werden ja Motor und Licht gesteuert. Es muss immer an sein. Also lag wohl ein echtes Problem vor. Wie ernst es war, konnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht erahnen…

Am Morgen hatte es den gesamten Hinweg zur Schule sehr heftig geregnet, daher dachte ich mir zuerst nichts dabei, trennte kurz das Display ab und rieb die Kontaktfläche am Display sowie an der Halterung trocken. Zuerst sah alles gut aus, das Display erwachte ordnungsgemäß. Ich stieg wieder auf und trat in die Pedale. ZACK! Wieder aus. Bäh!

Also schnell den Akku abgenommen, diesen Kontakt auch überprüft und trockengelegt. Gleiches Spiel: Display geht an, sobald ich aber beim Anfahren Leistung einforderte… Aus. So kam ich ja nicht wirklich vom Fleck. Also drehte ich gleich in eine andere Richtung: Zum Fahrradladen, der glücklicherweise nicht weit weg war. Dort schilderte ich das Problem, binnen Minuten hatten wir verschiedene Tests gemeinsam durchgeführt – alle ohne Erfolg. Also ab nach Hause, ohne mein geliebtes E-Bike.

Das Ersatzteil für die zentrale Steuereinheit wurde vom Fahrradladen noch am selben Abend bestellt, kam bis Samstag, wurde am Montag eingebaut. Seitdem habe ich das E-Bike wieder. Und diese paar Tage dazwischen waren eine echte Qual: Morgens im Schulbus war es so eng und stickig – das war bei mir in den letzten Wochen/Monaten komplett in Vergessenheit geraten. Und so gerne hätte ich mein Wissen in dieser Hinsicht auch gar nicht wieder aufgefrischt.

Einen letztlich belanglosen, aber kosmetisch schönen Nebeneffekt hatte die Aktion: Der Kilometerstand vor dem Ausfall der Steuereinheit lag bei etwa 720 Kilometern, die ich seit August zurückgelegt hatte. Am Montag lag die Entfernung wieder bei 0 Kilometern. Wie durch Zauberhand habe ich somit ein „ganz neues E-Bike“ bekommen… Gewusst wie! (Lieber wäre es mir gewesen, mittlerweile schon gut 800 Kilometer auf dem Kilometerzähler zu haben und dafür nicht fast sechs Tage auf mein E-Bike verzichtet gehabt haben zu müssen…)

P.S.: Beim Abholen habe ich mich erkundigt, ob es denn am starken Regen gelegen habe, was nicht der Fall war. Beim Austausch der Teile hatte der Techniker gesehen, dass innen alles trocken war. Es war anscheinend ein ganz banaler Vollausfall der Hardware. Ihm ist das trotz etlicher baugleicher Modelle, die sie bereits verkauft haben, noch nicht untergekommen. Na gut, dann hoffe ich mal, dass mir das auch nicht noch einmal passiert…

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Kuba

Vor fast exakt 15 Jahren, im Oktober 2001, besuchte ich als Teil einer Studentengruppe der Hochschule für Musik Würzburg Kuba. Eine Woche lang gab es ein allgemeines Kulturprogramm, die zweite Woche über erhielten wir an der ISA, der Staatlichen Musikhochschule in Havanna, Unterricht in Musikgeschichte, Klavier und diversen Rhythmus-Instrumenten. Organisiert und begleitet wurde die Fahrt von Prof. Dr. Andreas C. Lehmann, der bis heute an der Musikhochschule in Würzburg unterrichtet.

Kuba! Heute wäre der Halbmast wohl eher angebracht...

Kuba! Heute wäre der Halbmast wohl eher angebracht…

Der zwar nicht ganz unerwartete, doch keinesfalls erwünschte Tod von Fidel Castro hat mich veranlasst, diesen Blog-Eintrag, den ich schon sehr lange im Hinterkopf erwogen hatte, endlich in Angriff zu nehmen. Er wird mit etlichen Bildern von damals gespickt werden, die ich aus unserem „analogen“ Fotoalbum abfotografiert habe, daher darf man in dieser Hinsicht leider keine hochauflösenden Qualitätsschüsse erwarten.

Politik

Wer die Einleitung aufmerksam gelesen hat, mag bemerkt haben, dass das Datum unserer Fahrt nur wenige Wochen nach dem tragischen 11. September 2001 lag. Entsprechend aufregend war es für uns, am 1. Oktober in den Flieger zu steigen, um dann 13 Stunden lang gen Kuba zu fliegen. Eigentlich hätte der Flug ja auch nur elf Stunden dauern sollen, doch die USA verweigerten damals allen Flugzeugen, die nicht auf US-amerikanischem Boden landen wollten, den Überflug. Der Flug über das Meer führte zu mehr Wind und Wetter und verzögerte unsere Ankunft auf der kubanischen Insel um gute zwei Stunden.

Die Anschläge und der während unseres Aufenthalts auf Kuba beginnende (zweite) Irak-Krieg bestimmten somit auch das politische Klima dieser zwei Wochen. Unser Prof, dessen Frau eine US-Amerikanerin ist, dürfte noch wesentlich stärker als wir Studenten von den Ereignissen mitgenommen worden sein. Mit eiserner Disziplin zog er aber die ganze Fahrt als charmanter und kompetenter Verantwortlicher durch. Hut ab! Da ich in den letzten Jahren ja immer wieder mit Musikensembles oder Schülergruppen unterwegs war, weiß ich, wie dünnhäutig man schon bei Kleinigkeiten werden kann (und die summieren sich ja schnell bei einer größeren Gruppe).

Auch die Kubaner reagierten auf die Anschläge und den Krieg, indem sie überall in den großen Städten (Santiago de Cuba und Havanna) deutlich sichtbare Schilder aufstellten:

Kuba – Gegen den Terrorismus und gegen den Krieg!

Kuba – Gegen den Terrorismus und gegen den Krieg!

Die gleiche Positionierung, nur ohne Fidel.

Die gleiche Positionierung, nur ohne Fidel.

Land und Leute

Die erste Woche verbrachten wir in und um Santiago de Cuba, einer fantastischen Stadt, die ich jederzeit Havanna vorziehen würde (auch wenn dort kulturell noch mehr los ist). Und wie überall zeigte Kuba seine gespaltene Natur: Kulturelle und historische Schätze einerseits, Mangel und Verfall andererseits.

Ein ganz banales, aber möglicherweise unterhaltsames Beispiel sind die folgenden Fotos, die zwei nebeneinander aufgestellte Parkbänke (bzw. deren Überreste) in einem typisch kubanischen Zustand zeigen:

Im ersten Fall fehlt glücklicherweise „nur“ die Rückenlehne, im zweiten Fall, nun ja...

Im ersten Fall fehlt glücklicherweise „nur“ die Rückenlehne, im zweiten Fall, nun ja…

Doch die Kubaner sind ein außerordentlich lebenslustiges, geduldiges und erfinderisches Volk. Wer den Bus nehmen will, weiß, dass er nicht zwingend pünktlich kommt. Und wenn er kommt, wollen statt der üblichen 50-80 Personen locker 120-150 mitfahren. Erstaunlicherweise passen die auch alle da hinein:

Kubanischer Personennahverkehr – mit einer gelassenen Disziplin und der Gewissheit, dass alle mitfahren werden.

Kubanischer Personennahverkehr – mit einer gelassenen Disziplin und der Gewissheit, dass alle mitfahren werden.

Auch beim Wohnen sind die Kubaner in erster Linie eines: genügsam. Darüber hinaus beweisen sie in ihren häufig bescheidenen Verhältnissen ein sicheres Gespür für Eleganz, wie man an diesem Überblick über ein Wohnviertel Santiagos erkennen kann (links unten bin ich gerade noch mit eingefangen worden):

Trotz vieler Mängel und (aus unserer Sicht) fragwürdiger Sicherheitsstandards blitzt immer wieder auch die schlichte kubanische Eleganz durch.

Trotz vieler Mängel und (aus unserer Sicht) fragwürdiger Sicherheitsstandards blitzt immer wieder auch die schlichte kubanische Eleganz durch.

Kultur-Programm

Unser Kulturprogramm war sehr vollgepackt und in der Kombination mit der hohen Luftfeuchtigkeit sowie den dauerhaft sehr warmen Temperaturen ganz schön anstrengend. Nach einem mehrstündigen Rundgang durch Santiago de Cuba saßen wir als ganz Gruppe vor dem Bacardi/Rum-Museum etwas platt auf den Stufen und sehnten uns nach kühlen Getränken und Eis…

Obwohl wir alle ziemlich platt aussehen, es war der Hammer!

Obwohl wir alle ziemlich platt aussehen, es war der Hammer!

Unser Fremdenführer, der einige Beziehungen hatte, sorgte sogar dafür, dass wir die Vorpremiere eines Theaterstücks besuchen konnten. Da es gut anderthalb Stunden nur auf Spanisch ablief, bekamen wir trotz unseres sechsmonatigen Spanischkurses im Vorfeld nur Bruchstücke mit. Kostüme, Masken und Ausdrucksstärke der Spieler und Musiker waren jedoch auch so beeindruckend.

Gute Beziehungen (das sog. „Vitamin B“) führten zum Besuch dieses Theaterstücks, das nach uns kaum noch jemand gesehen haben dürfte...

Gute Beziehungen (das sog. „Vitamin B“) führten zum Besuch dieses Theaterstücks, das nach uns kaum noch jemand gesehen haben dürfte…

Nach dem Ende der Aufführung begleitete uns der Fremdenführer zum Hotel zurück. Dabei erfuhren wir, dass einige der anderen Zuschauer wohl zu einer Kommission gehörten, die beurteilen sollten, ob das Stück öffentlich gezeigt werden dürfe. Angeblich durfte es nicht. Insofern könnten wir zu den ganz wenigen Personen gehören, die dieses – vermutlich systemkritische – Theaterstück zu Gesicht bekamen. Zensur live, eine der vielen widersprüchlichen Facetten Kubas.

Touristen-Luxus

Touristen werden auf Kuba außerordentlich zuvorkommend behandelt, die Unterkünfte sind (abgesehen von den extrem teuren Nobelhotels, die für uns Studenten von vornherein ausgeschlossen waren) sauber und schlicht. Immerhin gab es in unserem Hotel (Las Americas) in Santiago einen Hotelpool, den wir tagtäglich ausgiebig nutzten:

Im Pool – vorne links Multicolorina, hinten in der Mitte ich...

Im Pool – vorne links Multicolorina, hinten in der Mitte ich…

Abends wurde am Pool ein aufwändiges Animationsprogramm durchgezogen. Auch ich durfte mal im Mittelpunkt stehen und mir von unserem Reiseführer die coolsten Moves zeigen lassen. Selbstverständlich meisterte ich sie alle…

Solera – knisternde Erotik auf zwei Beinen... *hüstel*

Solera – knisternde Erotik auf zwei Beinen… *hüstel*

Ganz abgesehen vom kulturellen Programm gab es für mich natürlich auch ganz private Highlights, denn Multicolorina in ihrer ganzen Pracht zwei Wochen lang um mich zu haben, war (und ist bis heute) ein erhebendes Erlebnis. Seht sie euch nur an, da bleibt einem doch glatt die Luft weg, oder?

Wer blendet mehr? Die Sonne oder Multicolorinas Schönheit?

Wer blendet mehr? Die Sonne oder Multicolorinas Schönheit?

Bei einem Karibik-„Urlaub“ (es war ja kein Urlaub, der Begriff „Studienreise“ war in unserem Fall tatsächlich völlig angemessen) darf eines nicht fehlen: Der Besuch am Strand. Bei diesen Temperaturen im Meer baden – himmlisch!

Ohne Gruppenbild kann eine Studienfahrt nicht enden...

Ohne Gruppenbild kann eine Studienfahrt nicht enden…

Einzig die heftige UV-Strahlung setzte einigen von uns Bleichgesichtern arg zu: Eine Mitstudentin legte sich für gut 45 Minuten völlig ohne Sonnencreme zum „Bräunen“ hin. Bis zum Abend war die Haut an ihren Unterschenkeln und Füßen vom heftigen Sonnenbrand so angeschwollen, dass sie nicht mehr in ihre Schuhe passte. Autsch!

Havanna

In Havanna besuchten wir wirklich viele Veranstaltungen an der ISA, die speziell für uns mit einem leider völlig inkompetenten Simultandolmetscher abgehalten werden sollten. Der Professor für kubanische Musikgeschichte legte auf Spanisch los, hörte, was der Dolmetscher daraus machte, unterbrach ihn mehrfach – und warf ihn hinaus, um selbst auf Englisch weiterzumachen. Herrlich!

Die ISA – in dem Ambiente zu studieren... Hach!

Die ISA – in dem Ambiente zu studieren… Hach!

Die Kurse wurden teilweise im Plenum, teilweise in kleinen Niveaugruppen abgehalten. Schön war es, dass auch unser Prof voll dabei war – hier sind wir gerade an den Percussion-Instrumenten:

Und laut sind die Dinger, wenn man sie richtig spielt!

Und laut sind die Dinger, wenn man sie richtig spielt!

Zwischendurch übte ich auch noch mein eigentliches Instrument in den Pausen zwischen den Kursen. Vermutlich können nicht viele von sich behaupten, zum Üben nach Havanna gereist zu sein… 😉

Musiker kennen ihn, den „Fluch des Übens“ – jeden Tag neu ruft das Instrument. Gerade im Studium darf man sich da auch nicht allzu oft eine Auszeit nehmen...

Musiker kennen ihn, den „Fluch des Übens“ – jeden Tag neu ruft das Instrument. Gerade im Studium darf man sich da auch nicht allzu oft eine Auszeit nehmen…

Der Klavierunterricht war einer, der in Niveaugruppen stattfand. Die Dozentin (Elcilia) teilte gnadenlos offen in gut, mittel und schlecht ein. Das Urteil bzw. die Zuteilung wurde vor versammelter Mannschaft verkündet, ab da blieb man unwiderruflich in der Gruppe, der man zugeteilt worden war.

Elcilia war gnadenlos direkt und offen – besonders beliebt machte sie sich daher bei uns nicht, effektiv war es aber, manche Sachen, die sie uns zeigte, spiele ich heute noch.

Elcilia war gnadenlos direkt und offen – besonders beliebt machte sie sich daher bei uns nicht, effektiv war es aber, manche Sachen, die sie uns zeigte, spiele ich heute noch.

Die Methodik war (und ist) simpel: Vormachen, nachmachen – Lob, Tadel. Für Nettigkeiten gab es da kaum Platz...

Die Methodik war (und ist) simpel: Vormachen, nachmachen – Lob, Tadel. Für Nettigkeiten gab es da kaum Platz…

Unvergesslich ist uns Teilnehmern das „Kopieren“, denn für Elcilia war Kopieren nicht etwa das uns bekannte Auflegen des Originals auf die Glasplatte eines Kopiergeräts und das Drücken eines Knopfes. Nein, für Elcilia war das: Sie legt ein Blatt mit Noten auf den Tisch, wir schreiben zu zehnt parallel das Blatt in Din A4-Größe ab. Herrlich!

Neben dem Unterricht an der ISA, der immer Vor- und Nachmittag füllte, gab es ja noch unglaublich viel zu entdecken. Auf einer langen Stadtführung lernten wir die Bar kennen, in der Ernest Hemingway wohl Stammgast war:

Ernest Hemingway war ein großer Kuba-Fan – auch die Revolution konnte ihn nicht abschrecken. In seiner Lieblingsbar hängen bis heute Fotos wie diese, um den Touristen noch ein paar Dollar für Getränke aus der Tasche zu locken...

Ernest Hemingway war ein großer Kuba-Fan – auch die Revolution konnte ihn nicht abschrecken. In seiner Lieblingsbar hängen bis heute Fotos wie diese, um den Touristen noch ein paar Dollar für Getränke aus der Tasche zu locken…

Außerdem führte uns unsere Reiseführerin (in der zweiten Woche war das eine Dame rund um die 50) auch auf das Dach eines mehrstöckigen Gebäudes, wo ein Dachrestaurant neben leckerem Essen auch einen spektakulären Ausblick auf den Hafen und die Altstadt bot. Dabei entstand dieses fantastische Bild, das Multicolorina in ihrer ganzen Schönheit (die bis heute immer nur größer wird) zeigt:

So hübsch, hach!

So hübsch, hach!

Heimkehr

Unsere Heimkehr verlief relativ reibungslos, lediglich der Kälteschock saß tief: Auf Kuba selbst bei Nacht gut und gern 25 Grad Celsius, in Deutschland (Mitte Oktober) eher Temperaturen, die sich zunehmend auf den Gefrierpunkt zubewegten. Das war für ein paar Tage schon herb, gerade in Kombination mit dem Jet-Lag. Doch auch das haben wir überlebt – und trotz der inzwischen vergangenen 15 Jahre sind die zwei Wochen auf Kuba nach wie vor eine meiner angenehmsten Erinnerungen.

Wieder daheim – erschöpft, frierend und absolut zufrieden!

Wieder daheim – erschöpft, frierend und absolut zufrieden!

Bedankt haben wir uns damals schon bei ihm, doch auch nach all den Jahren möchte ich Prof. Dr. Andreas C. Lehmann hier noch einmal meinen Dank aussprechen. Angesichts der heiklen politischen Situation war diese Fahrt sicher Anlass für das eine oder andere graue Haar. Aber das steht ihm sicher hervorragend!

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Song des Tages (76) – 2016-11-26

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Mit Sting geht es heute etwas besinnlicher ins Wochenende. „Ghost Story“ ist ein sehr unaufgeregter Song, der in der Studio-Version eine unglaubliche klangliche Entwicklung durchläuft: Am Anfang hört man nur die Gitarre und die Stimme, die weitgehend im Unisono, also Einklang, nebeneinander herlaufen. Allmählich wird es mehr und mehr, bis schließlich ein sehr voluminöser Klang die Kopfhörer füllt und mir einen wohligen Schauer über den Rücken jagt.

Diese unschlagbare Entwicklung innerhalb eines wenig bekannten Songs qualifiziert ihn für den Song des Tages: „Ghost Story“ von Sting:

(Leider klingt er im Konzert nicht annähernd so gut wie auf dem Studio-Album „Brand New Day“, das liegt sicher auch an der Menge an Hintergrundgeräuschen, die einen Teil der Entwicklung einfach unhörbar machen, daher die dringende Empfehlung: Hört euch das Original an!)

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

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Gesehen: „The Throwaways“

Bei iTunes werden immer noch täglich Filme für 3,99 € verkauft, also sehe ich immer wieder mal nach, was es so gibt. Wenn mich ein Film anlacht, dann ist der Preis zumindest kein Problem, also greife ich meist schnell zu. Einen dieser Filme haben wir uns gerade angesehen: „The Throwaways“ aus dem Jahr 2016.

Eine herrlich überzogene Komödie!

Eine herrlich überzogene Komödie!

Handlung

Die Handlung ist an sich mit wenigen Sätzen umrissen: Ein vom Geheimdienst geschnappter Hacker wird vor die Wahl gestellt: Entweder dem Geheimdienst helfen oder das restliche Leben im Knast verbringen. Die Wahl fällt nicht schwer, schon bald stellt der Hacker sein neues Team zusammen — lauter Kauze, Nieten, Drückeberger, kurz: Versager. Und doch arbeitet das Team erstaunlich gut zusammen, sodass — wenig überraschend — der Auftrag nach vielen Missverständnissen, Krisen, kleineren und größeren Fehlschlägen sowie etlichen völlig skurrilen Situationen erfolgreich gemeistert wird.

Faszination und Fazit

Natürlich entspricht die Handlung ziemlich eindeutig einem der bereits nur allzu bekannten Schemata. Doch die mehr als nur ein bisschen augenzwinkernde Umsetzung ist gelungen, ich zumindest amüsierte mich sehr, auch meine Frau lachte einige Male laut auf.

Insofern kann ich dem Film einen hohen Unterhaltungswert attestieren. Auch wenn hier garantiert an keiner Stelle eine filmische Revolution gegeben ist, am Spaß wird nicht gespart. Action und technische Spielereien gibt es ebenfalls in rauen Mengen, das lässt Nerd-/Männerherzen höher schlagen.

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