Song des Tages (48) – 2016-10-29

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Am ersten Ferientag (ich weiß, technisch gesehen ist das erst der Montag, doch auch der Samstag fühlt sich schon wie Ferien an…) hat jeder Lehrer und jeder Schüler (jeglichen Geschlechts) das absolute Recht, einfach mal „Na und?“ zu sagen. Ich als Lehrer sage dann regelmäßig „Na und?“ zur Vorbereitung, zur Korrektur, zu den Notenlisten, zum ewig gleichen Termindruck, zu XY (hier bitte beliebige weitere Dinge einsetzen, die uns Lehrer so nerven).

In der Musik gab es (und gibt es auch heute) immer wieder mal einzelne Gestalten, die zu den vielen auf sie einprasselnden Erwartungen der Fans immer nur „Na und?“ sagen – und meistens fahren sie sehr gut damit. Mit seinem Spruch…

Don’t be afraid of mistakes. There are none.

…eroberte sich Miles Davis einen Platz in meinem musikalischen Herzen. Und er war ein Meister des Ignorierens von Erwartungshaltungen. Nicht ganz umsonst spielte er jahrelang mit dem Rücken zum Publikum – ihm ging es um die Musik, nicht um das „Gesehen Werden“.

Darum ist der heutige Song des Tages der einmalig coole Opener „So what“ vom Album „Kind of Blue“ von Miles Davis:

Wenn der Kontrabass mit dem Riff loslegt, schmelze ich dahin. Außerdem verbinde ich noch eine sehr schöne Erinnerung daran, wie ich 2005 auf der Heimfahrt von Klingenberg, wo wir die „Dreigroschenoper“ aufgeführt hatten, in einem VW-Bus voller Musiker saß und wir gemeinsam das Trompetensolo fehlerfrei mitsangen. Alle. Das war fein.

Anmerkung: Der heutige Beitrag war schon vor Tagen fertig, nur hatte ich vergessen, den „Veröffentlichen“-Knopf zu betätigen. Aber an einem Samstag ist das hoffentlich nicht zu schlimm…

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Song des Tages (47) – 2016-10-28

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Freitag. Der Tag der Woche, auf den sich Unmengen von Schülern und Lehrern gleichermaßen freuen. Vor nunmehr 24 Jahren brachten The Cure ihr wirklich hörenswertes Album Wish heraus, auf dem auch ein phänomenal gutes Stück enthalten ist, das sich genau dieser Thematik annimmt: „Friday I’m In Love“ – hier ein Ausschnitt aus den Lyrics:

I don’t care if Monday’s blue
Tuesday’s gray and Wednesday too
Thursday I don’t care about you
It’s Friday I’m in love

Monday you can fall apart
Tuesday Wednesday break my heart
Oh, Thursday doesn’t even start
It’s Friday I’m in love

Daher ist der heutige Song des Tages die Hymne an den Freitag schlechthin „Friday I’m In Love“ von The Cure:

Wieder so ein Song mit Ohrwurmcharakter, hmmmm, na gut, dann summ’ ich heute halt diese Melodie vor mich hin… „It’s Friday I’m in love…“

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Song des Tages (46) – 2016-10-27

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Einer der besten Musikfilme aller Zeiten ist meiner Meinung nach „Singin‘ In The Rain“ aus dem Jahr 1952. Er ist vollgepackt mit guten Songs (wenngleich das leider nur für die englischsprachige Version gilt, denn die Übertragung ins Deutsche ist derart peinlich, dass man diese leider nicht empfehlen kann) und atemberaubenden Choreographien (noch dazu in für heutige Verhältnisse gar nicht mehr realisierbar langen Kameraeinstellungen: da musste dann eine zwei- bis dreimonatige Stepptanz-Nummer mit nur drei oder vier Takes komplett im Kasten sein).

Der heutige Song des Tages stammt auch aus diesem Film, doch geht es hierbei um eine der fantastischen Wortwitz-Nummern, die im Deutschen so gar nicht funktionieren: „Moses“ aus „Singin‘ In The Rain“:

Im Wikipedia-Artikel zu diesem Film steht völlig zu Recht das folgende Zitat:

Der Film stellt einen Höhepunkt des Genres dar, das zu Beginn der 1950er Jahre seine Blüte im Hollywood Studio-System erlebte. Die temperamentvollen Tanz- und Musikszenen ergeben eine perfekte Symbiose aus spielerischer Präzision, ironischer Brechung und übermütigem Elan. Das Musical spielt seine überbordenden Möglichkeiten an Sets und Dekors lustvoll aus und entführt die Zuschauer durch die Verlegung der Handlung zu einem wichtigen Augenblick der Filmgeschichte.

Besser kann man es nicht ausdrücken.

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Song des Tages (45) – 2016-10-26

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Den heutigen Song des Tages bekam ich geschenkt. Und etliche andere Menschen auch, denn bis vor zwei Jahren hat Apple jeweils zwischen Weihnachten und der ersten Januar-Woche jeden Tag ein Stück, einen Film oder eine App verschenkt.

Irgendwann stellten sie diese Aktion ein, denn ganz offensichtlich kann man es halt einfach niemals allen recht machen. Wer sich für einen Song nicht interessiert, sollte sich meiner Meinung nach beim Drücken des „Download“-Knopfs zurückhalten. Es luden aber viele Leute alle kostenfreien Angebote dieser Aktion herunter und zogen dann darüber her, dass es ja gar nicht ihrem Geschmack entspreche und wie doof das doch sei etc. Kein Wunder, dass Apple diese eigentlich ganz wundervolle Aktion nach ein paar Jahren still und heimlich wieder einmottete. (Schade!)

Ich habe damals unter vielen anderen schönen Dingen beispielsweise auch den Film „My Big Fat Greek Summer“ geschenkt bekommen, den ich seither locker sieben oder acht Mal angesehen habe, auch unsere Kinder lieben den Film. Hätte er mir nicht gefallen, würde ich ihn halt von meiner Festplatte löschen und mich nicht weiter darüber aufregen. Aber das bin halt nur wieder ich…

Ein anderes Geschenk war – wie schon erwähnt – der heutige Ohrwurm: „Staring At The Stars“ von Passenger. Und wie der euch im Ohr hängen bleiben wird:

Die Besetzung ist irgendwie total skurril mit Banjo, Streichern, Gitarre und Trompete, dazu noch die etwas eigenartige (aber keineswegs unangenehme) Gesangsstimme. Bleibt jedes Mal neu ein Weilchen im Kopf hängen. Super!

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Song des Tages (44) – 2016-10-25

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Queen gehört zu Recht zu den absoluten Kultbands, die Band hat derart viele exzellente Songs herausgebracht, dass es mir wirklich schwer fiel, einen einzigen für diese Playlist herauszusuchen. Natürlich stand alles vom A Kind Of Magic-Album ganz weit oben, doch ich habe mich für das etwas düster angehauchte Titelstück des Innuendo-Albums entschieden. Die Vielseitigkeit des Stücks, gepaart mit der stimmigen Atmosphäre – schlicht unerreicht!

Möglicherweise muss ich zu gegebener Zeit doch noch ein oder zwei andere Queen-Stücke hier einschmuggeln, die sind einfach so gut.

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Vom richtigen Zeitpunkt

Gestern hatten wir unser Konzert mit Axel Schlosser im Peutinger Gymnasium Ellwangen. Und es war – ohne mich über Gebühr loben zu wollen – grandios. Am Ende bekamen wir sogar stehende Ovulationen, nein, Moment, Ovationen! (Dank an Urban Priol für diesen schönen Jokus). Auf die Zeitungskritik bin ich schon gespannt und werde sie dann in diesem Blog entsprechend verlinken (oder genüsslich daraus zitieren).

Eine Stelle im Konzert gab’s, da spielte ich ein hohes As. Der Ton war fantastisch: perfekt getroffen, genau im Zentrum (mein Trompeten-Professor hat mir damals immer eine virtuelle Zielscheibe gezeigt, deren Zentrum jeder Ton zu treffen habe – dieser war exakt so). Er war genau im richtigen Ausmaß gestützt, er intonierte superb. Und kam genau eine Viertel zu früh. Mitten in eine Generalpause der Band hinein. Tja, nun darf ich wohl die nächsten Wochen einige Witze über das „zu früh Kommen“ über mich ergehen lassen. Verdient hab ich’s ja…

Mehr gibt’s, sobald ich der Zeitungsberichte habhaft geworden bin…

Song des Tages (43) – 2016-10-24

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. In den 1990er Jahren veröffentlichte Al Jarreau ein ganz besonderes Album mit dem Titel „Tenderness“. Die Besonderheit lag darin, dass es zwar im Studio aufgenommen wurde, sich dort aber durch das Einladen einiger Freunde wie ein Live-Album anfühlte. Das ergab eine außergewöhnliche Atmosphäre, die trotz der Studioproduktion eher der eines Live-Albums entsprach.

Für mich ist das unerreichbare Highlight des Albums ein Duett mit der Opernsängerin Kathleen Battle„My Favorite Things“ von Al Jarreau:

Na, wie gefällt euch diese wundervolle Zäsur in der Musik, wenn nur noch Kathleen Battle übrig bleibt? Hammer, oder?

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