Gehört: „Der Marsianer“ von Andy Weir

Seit ein paar Wochen bin ich auf einem kleinen Science Fiction-Trip, muss wohl an der Jahreszeit liegen: Morgens im Halbdunkel aus dem Haus gehen, abends in der Dunkelheit das Abendessen einnehmen – das ist ja schon fast wie im All…

Science Fiction-Trip

Bevor ich mit dem Objekt meiner heutigen Rezension anfing, hörte ich in den vergangenen Monaten „Sternenspiel“ von Sergej Lukianenko, „2001 – A Space Odyssey“ von Arthur C. Clarke, „Transport“ und „Transport 2 – Todesflut“ von Phillip P. Peterson; parallel las ich einige Geschichten aus dem gleichen Genre, z.B. „Robot Legende“ von William Voltz (ich berichtete). Daher behaupte ich einfach mal, dass ich aktuell auf einem kleinen Science Fiction-Trip bin – und das ist auch gut so.

Der Marsianer – gekürzte Fassung

Bei der Suche nach der neuesten Episode von „Cotton Reloaded“ stieß ich zum wiederholten Mal auf dieses Hörbuch, das bei iTunes in zwei Versionen angeboten wird: Für etwa 20 Euro gibt es die ungekürzte Lesung, für etwa sieben Euro die gekürzte. Ich entschied mich für die gekürzte Fassung, da ist wohl mein Schwabengen angesprungen (der Unterschied sind nur etwa zwei Stunden Hörzeit, das war mir ganz einfach keine 13 Euro wert).

„Der Marsianer“ – ein fantastisches Hörbuch: spannende und witzige Science Fiction vom Feinsten

„Der Marsianer“ – ein fantastisches Hörbuch: spannende und witzige Science Fiction vom Feinsten

Noch dazu hält mir das eine wundervolle Option offen: Irgendwann besorge ich mir das Buch bei iBooks, dann kann ich an der Geschichte noch ein paar neue Facetten entdecken. Diese Geschichte taugt für einen Winternachmittag vor dem warmen Ofen.

Handlung

Die Geschichte des „Marsianers“ ist an sich in wenigen Sätzen zusammengefasst:

Eine Gruppe von Astronauten auf dem Mars muss vor einem starken Sturm fliehen. Dabei wird ein Astronaut wird durch einen Unfall verletzt und von den anderen für tot gehalten. In der Notsituation können sie gar nicht anders, als ihn auf dem Mars zurückzulassen. Doch er überlebt und muss fortan zuerst sein Überleben sichern (Heizung, Atemluft, Ernährung), später dann Kontakt zur NASA aufnehmen und mit deren Hilfe seine Heimreise organisieren.

Viel mehr gibt es in einer reinen Zusammenfassung nicht zu berichten. Doch das allein macht ja nicht den Reiz der Geschichte aus. Die Spannung erwächst aus dem Aufbau: Zuerst folgt man nur den Logbuch-Eintragungen des gestrandeten Astronauten Mark Watney. Diese schwanken zwischen einem eindringlichen Tonfall, der die teils hochdramatischen Nöte eines auf einem lebensfeindlichen Planeten ganz einsam festsitzenden Menschen ziemlich realistisch schildert, und einem sehr lustigen Drauf-los-Plauder-Modus, wenn er gerade keinem direkten Überlebenskampf ausgesetzt ist und frei seine Gedanken äußert. Im Lauf der Zeit mischt sich dann immer häufiger auch eine allwissende Perspektive ein, die von den Bemühungen der NASA berichtet, Mark Watney zu retten.

Die Spannung ergibt sich auch aus der streng eingehaltenen Chronologie der Handlung: Es wird nichts vorweggenommen. Die Geschichte beginnt vorne und arbeitet sich nach hinten durch. Diesen Verzicht auf zeitliche Sprünge fand ich sehr entspannend.

Fazit

Für mich war „Der Marsianer“ eines der gelungensten Hörbücher der letzten Zeit, sowohl die Vorlage als auch die Hörbuchumsetzung sind fantastisch. Das Hörbuch war so spannend, dass ich es einfach nicht weglegen konnte. Zum Teil rannte ich mit den Beats-Kopfhörern im Haus herum, nur um ungestört weiterhören zu können – innerhalb von zwei Tagen hatte ich es dann auch schon komplett durchgehört.

Da es sich um den Debüt-Roman des amerikanischen Autor Andy Weir handelt, darf man aus seiner Ecke in den nächsten Jahren wohl noch auf den einen oder anderen spannenden Roman hoffen. Ich fände es persönlich ja sehr angenehm, bliebe er dem Science Fiction-Genre treu, denn derlei Geschichten kann es nie genug geben.

Advertisements
Getaggt mit , , , , , , , , ,

7 Gedanken zu „Gehört: „Der Marsianer“ von Andy Weir

  1. simonsegur sagt:

    „Hört“ sich gut an. Was würdest Du denn empfehlen: den Film, das (Hör)Buch oder beides?
    Liebe Grüße!

  2. […] Oktober hatte ich ja schon in einem Blogeintrag über das exzellente Hörbuch berichtet. Damals plante ich, mir den Film zum Geburtstag anzusehen. […]

  3. […] irgendwie geht es mir wie Mark Watney, dem fiktiven Astronauten aus „Der Marsianer“ (hier, hier und hier): Irgendwann zuckt die Hüfte, die schlichten Melodien, die vom unablässig […]

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: