Mal wieder ein paar News vom Laufen

Lange ist es her, dass ich über meine Lauftätigkeit berichtete, was aber auch nicht erstaunlich ist, denn durch die blöde Zerrung war das in den letzten Wochen des Schuljahres gelegentlich kein großes Vergnügen mehr. Vom 23. Juli bis zum 4. August musste ich medikamentenbedingt ohnehin komplett pausieren. Seit dem 5. August bin ich vorsichtig wieder dabei. Und heute früh habe ich einen (kleinen) Meilenstein erreicht, indem ich die Marke von 3.200 Kilometern in diesem Kalenderjahr geknackt habe.

Mein ganz frischer Zwischenstand vom Laufen – kümmerlich nährt sich das Eichhörnchen...

Mein ganz frischer Zwischenstand vom Laufen – kümmerlich nährt sich das Eichhörnchen…

Interessant ist daran, dass man anhand der Tabelle auf einen Blick erkennen kann, ab wann ich nicht mehr mit der gewohnten Kraft laufen konnte:

  • Im März war ich perfekt im Training, bin jeden Tag meine 15-20 Kilometer gelaufen, da kam ich im Monat auf fast 500 Kilometer. Und das völlig ohne Schmerzen, lediglich die eine oder andere Blase am Fuß trat auf…
  • Mitte Juni kam es zur bereits erwähnten Zerrung. Ab da sinkt der monatliche Durchschnitt stetig, bereits im ersten Monat kam ich auf fast 150 Kilometer weniger als noch im März.
  • Im August schließlich bin ich fast auf die Hälfte der März-Leistung abgesunken. Nicht schlimm, aber daran sieht man deutlich, wie stark sich eine kleine Unpässlichkeit auswachsen kann.

Normalerweise müsste mich das völlig frustrieren. Doch dem ist nicht so, denn nachdem ich Haruki Murakamis Buch „Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede“ (hier) gelesen habe, in dem er berichtet, pro Tag nicht mehr als zehn Kilometer zu laufen und dann trotzdem jährlich mindestens einen Marathon-Lauf zu absolvieren. Warum muss ich dann also jeden Tag 15, 16 oder gar 20 Kilometer laufen?

Seitdem mir das klar geworden ist, nehme ich die ganze Sache viel lockerer, schone mich – und habe das Pensum auf 10+ Kilometer reduziert. Das ist mein gefühltes Pflichtprogramm (und selbst dazu zwingt mich niemand). Wenn ich etwas mehr laufen kann, gut. Wenn nicht, passt es mir auch.

Außerdem bin ich trotz sommerlicher Hitze wieder auf mein Laufband zurückgekehrt, denn das läuft schön gleichmäßig, der Untergrund ist immer eben. Die Steigung habe ich konsequent auf 0% festgelegt, um jede zusätzliche Reizung der Adduktoren zu vermeiden (früher bin ich stets bei 1,5-2% Steigung gerannt). Auch das Tempo bewegt sich nur zwischen acht und elf km/h, wenn ich mich tatsächlich so energetisch fühle, lege ich auch mal noch ein vereinzeltes Stundenkilometerchen drauf, mehr als die 12 km/h gibt’s aber schlicht und einfach nicht.

Und das zeigt Wirkung: Ich laufe mittlerweile fast vollkommen schmerzfrei. Nach etwa 50-60 Minuten spüre ich allmählich, wie sich eine gewisse Erschöpfung von der rechten Hüfte abwärts breit macht, dann reduziere ich das Tempo, bleibe zwischen acht und zehn km/h – so füllen sich die 75-85 Minuten für die 12 Kilometer, die ich meistens hinbekomme, auf angenehm ungestresste Weise. Ich bin damit sehr zufrieden, kann danach völlig entspannt aus dem Sportkeller emporsteigen, ohne zu humpeln. Sobald ich beim Laufen eine Anspannung in der Hüfte bemerke, reduziere ich das Tempo, höre aufmerksam in meinen Körper hinein – das fühlt sich gut an. Insgesamt hoffe ich schon, auch wieder die längeren Strecken laufen zu können, doch die frühere Getriebenheit ist weg. Und das ist gut.

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11 Gedanken zu „Mal wieder ein paar News vom Laufen

  1. Es Marinsche kocht sagt:

    Genau! Immer schön auf die Signale des Körpers hören! Alles andere rächt sich über kurz oder lang….

  2. Zeilenende sagt:

    Der Lack ist ab, ich sage es dir ja. Ich denke mittlerweile auch ernsthaft darüber nach, wieder Brille zu tragen. Da macht man nix. seufz

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