Hotarus Filmchallenge – September 2016

  • (36) Auto: Taxi (weitere Infos) – Deutschland ist ein Land der Autonarren, es heißt ja oft, das Auto sei der Deutschen „liebstes Kind“. Nur bei mir ist das nicht so. Ich kann nicht völlig auf das Auto verzichten, weil es mit drei Kindern und diversen Musikinstrumenten, die nun einmal gelegentlich von einem Ort zum anderen transportiert werden müssen, schlicht notwendig ist. Doch ich liebe das Auto nicht, es ist nur ein Hilfsmittel, ein Utensil für mich. Wo andere Leute aus ästhetischen Gründen einen Kratzer oder eine Beule sofort entfernen lassen würden, gucke ich nur nach, ob das durch die Lackschichten hindurch ging – wenn nicht, muss auch erst einmal nichts gemacht werden… Um so verwunderlicher ist es eigentlich, dass ich an „Taxi“ einen solchen Narren gefressen habe, denn dieser Film zelebriert genüsslich das Vernarrt-Sein ins eigene Automobil. Die Handlung ist zwar simpel, aber (für eine Komödie) absolut überzeugend konzipiert (es dürfte schon sehr schwer werden, ein ungleicheres Protagonistenpaar zu finden) und zugleich sensationell lustig. Mittlerweile habe ich den Film mindestens sechs oder sieben Mal gesehen, ich lache immer noch – da gehen noch ein paar Mal…
  • (37) Monster: Die Monster Uni (weitere Infos) – Im Gegensatz zu „Rango“ (hier) ist „Die Monster Uni“ ein Paradebeispiel für einen Film, dem es perfekt gelingt, Eltern und Kinder gleichermaßen anzusprechen. Nie (nun gut: fast nie, „Die Monster AG“ war auch superb!) waren Monster sympathischer und menschlicher, die Handlung ist gut aufgebaut, weist den einen oder anderen Kniff auf – und die Lacher kommen nicht zu kurz (Stichwort: „Ich geh’ nicht wieder in den Knast…“). Kurz: Monster im besten Sinn.
  • (38) Polizist/in: Stirb langsam (weitere Infos) – Mit Sicherheit gehört John McClane zu den bekanntesten Film-Polizisten, die die Welt bislang gesehen hat. In klassischer Wild-West-Manier ist er der harte Law & Order-Typ, für den sich ein gewisser Präsidentschaftsanwärter in den US of A anscheinend hält. In mittlerweile fünf Teilen verkörpert Bruce Willis den Mann mit eisernen Prinzipien, der jedes Mal gefühlt 20 Liter Blut und drei Gliedmaßen verliert, bis er am Ende – selbstverständlich mit einem endcoolen Spruch auf den Lippen – den Bösewicht abserviert. Mit der Realität hat das nicht viel zu tun, als Unterhaltung ist es dagegen perfekt. Gerade die Teile 1, 3 und 4 kann ich mir immer wieder ansehen (wie so oft ist der zweite eher schwach).
  • (39) Buch: Der englische Patient (1, 2) – Das ist jetzt sicherlich ein bisschen verwirrend, doch ich habe den Film genannt, weil ich ihn mir nicht angesehen habe. Vermutlich sehe ich ihn mir niemals an. Der Grund ist das Buch, denn das war fantastisch. Mein Bruder hat es mir zu Weihnachten 1992 oder 1993 geschenkt, sein wichtigstes, vielleicht einziges (?) Auswahlkriterium war gewesen, dass es den Booker Prize gewonnen hatte. Und der Roman nahm mich völlig gefangen – weniger durch seine etwas verworrene Handlung, vielmehr durch seine Sprache. Seitdem habe ich kaum ein anderes Buch gelesen, das derart poetisch geschrieben war. Und gerade weil dieses Buch auf mich so umwerfend wirkte, scheue ich davor zurück, den Film anzusehen. Egal wie gut er ist, er wird nie an das Buch heranreichen können.

Hier gibt es alle meine Beiträge zu Hotarus Film-Challenge an einem Ort.

Advertisements
Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , ,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: