Solera auf dem Dach

Heute habe ich es tatsächlich geschafft, das komplette Dach des Woodport (ich berichtete) mit Dachpappe zu verdecken, alles ordentlich zu vernageln bzw. festzutackern, dann sogar noch alle eventuellen Nässe-Schwachstellen komplett zu verkleistern bzw. zu verspachteln – und dann kam da noch eine Heldentat der besonderen Art hinzu…

Schön ist es nicht, aber die Perspektive hat sonst kaum jemand. Daher kam es mir eher auf die Funktionalität an. Und die konnte ich hoffentlich herstellen...

Schön ist es nicht, aber die Perspektive hat sonst kaum jemand. Daher kam es mir eher auf die Funktionalität an. Und die konnte ich hoffentlich herstellen…

Wenn das jetzt nicht dicht ist, bekomme ich echt die Krise...

Wenn das jetzt nicht dicht ist, bekomme ich echt die Krise…

Gelernt habe ich bei diesem „ersten Mal“ so einiges, dazu gehören zum Beispiel die folgenden Highlights:

  • Nie ohne Schutzbrille den Kleber auftragen, das Zeug ist zähflüssig „wie die Sau“ und spritzt wie ein (männlicher) Pornostar. Meine Hände und Arme brauchten vorhin gute 20 Minuten der Intensivbehandlung, um wieder sauber zu werden…
  • Ebenfalls nie ohne Schutzbrille den Rand einer besandeten Dachpappe fürs Festtackern umbiegen, wenn man direkt darunter steht. Das könnte sonst zu leichten Sichtschwierigkeiten führen…
  • In der Sonne wird’s heiß.
  • Je länger desto heißer.
  • Vor allem wenn die Haarpracht nicht mehr ganz so intakt ist…
  • Eine Leiter benötigt einen festen Stand.
  • Mit allen vier Füßen.

Ach ja, ich hätte fast die „Heldentat“ meinerseits vergessen. Der Tacker wollte keine U-Nadeln ausspucken. Also drückte ich… und drückte… und drückte… Irgendwie passte der Winkel für mein Handgelenk nicht ganz so gut, also hielt ich den Tacker näher an meine Hüfte. In der Retrospektive ist mir klar, dass das eigentlich der Idealfall für ein Fail-/Pannenvideo bei YouTube gewesen wäre, doch irgendwie löste sich dann tatsächlich eine U-Tackernadel und – na ja – tackerte sich an mir fest. Zum Glück nur oberflächlich. Aber aua!

Geplant war das sicher nicht, dafür aber eine sehr „einprägsame“ Erfahrung. *Hüstel*

Geplant war das sicher nicht, dafür aber eine sehr „einprägsame“ Erfahrung. *Hüstel*

Gut, damit wäre dann ein für alle Mal festgestellt, dass ich der geborene Handwerker bin. Ich rühme mich jedoch damit, weder vom Dach noch von der Leiter gefallen zu sein. Außerdem bin ich tatsächlich zuversichtlich, dass es dieses Mal ein dichtes Dach sein sollte. Wenn ich im nächsten Jahr wieder mit so etwas anfangen sollte, habe ich mich geirrt.

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10 Gedanken zu „Solera auf dem Dach

  1. Sorry, dass ich mir immer noch die Lachtränen vom Gesicht wische.

  2. Es Marinsche kocht sagt:

    Aber….komm…..gib’s zu…..Männer brauchen solche Helden Aktionen hin und wieder…..schtümmt’s?

    • solera1847 sagt:

      Na ja, wenn es denn geplant gewesen wäre, könnte ich dir sofort zustimmen…

      • Es Marinsche kocht sagt:

        Sowas planen Männer nicht….denn es ist ihnen gar nicht bewusst….und das sie dann nicht zustimmen passt perfekt ins Bild, denn sie brauchen es ja nicht ( hüstel ) aber Du bildest da die rühmliche Ausnahme, ich seh schon….hä-äm….

  3. Zeilenende sagt:

    Ha! Reib Salz in die Wunde, damit es eine Narbe gibt, von denen du deinen Enkeln irgendwann am Kamin erzählen kannst. Damals, als du gegen das räudige Teermonster gekämpft hast, das du auf dem Dach entdeckt hast und das Haus umpusten wollte. 🙂

  4. Tante Tex sagt:

    Klingt eher wie eine Szene Comic Relief. Und du bist dir sicher, dass das Reparatur und nicht eine Komödie werden sollte?
    Das sind immer diese Tücken mit dem Do it yourself: Sieht einfach aus, bis mans selber macht. Und was soll das denn auch mit dieser blöden heißen Sonne und dem Porno-Kleber? Auf diese Faktoren hat man ja nur schwerlich Einfluß. Die Kriegsnarbe wird dich wenigstens für eine Weile an deine Heldentaten auf dem Dach erinnern.

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