Musikalische Entdeckung: Mörglbl

Eine Schülerin hat mir vor einigen Wochen eine Band empfohlen, deren Namen ich mir zuerst partout nicht merken konnte. Doch dann brachte sie mir sogar einen Zettel mit, auf dem sie den Namen notiert hatte. Letzte Woche habe ich dann zum ersten Mal seit Monaten mein Mäppchen aufgeräumt – und da lag der Zettel. Seither sind einige der Stücke dieser Band in meiner Favoriten-Playlist gelandet.

Und nein, ihr habt euch nicht verlesen, die Band heißt tatsächlich Mörglbl, denn angeblich war dies die erste Buchstabenfolge, die dem Gitarristen einfiel, als die Band für ihren ersten Gig engagiert wurde und einen Namen brauchte. Vielleicht hätten sie sich ja mal mit Steve Jobs und Steve Wozniak beraten sollen, irgendeine alte Apfelkiste hätten sie schon noch aufgetrieben…

Egal, so abstrus der Name sein mag, die Band macht eine endcoole Musik, stets instrumental, wer also nach schmachtenden Lyrics sucht, ist hier gleich einmal völlig falsch. Außerdem ist die Musik eine ziemlich unverfrorene Zurschaustellung der – das muss ich einfach neidlos anerkennen – äußerst beeindruckenden gitarristischen Fähigkeiten des Band-Leaders Christophe Godin. Das Trio besteht nur aus Gitarre, Bass und Schlagzeug – und dann geht die Post ab!

Crazy, aber soooo gut: „Tea Time for Pünks“ von Mörglbl.

Crazy, aber soooo gut: „Tea Time for Pünks“ von Mörglbl.

Meine Hörempfehlung ist vor allem das neueste Album: „Tea Time for Pünks“ (seltsame Schreibweisen gehören fest dazu), das durch seine exquisite Mischung aus Progressive Rock und einigen Jazz-Einflüssen besticht. Trotz aller Instrumentalfixierung ist die Musik sehr eingängig und angenehm auch nebenbei zu hören (wenn man halt auf solche Musik steht). Noch ein amüsantes Element: Die Songtitel. Ich nenne nur ein paar besonders gute Beispiele: „Banjovi“, „Untoon That Geetar“, „God Shaved The Queen“.

Also: Apple Music oder den Streaming-Service eurer Wahl auf und anhören! Jetzt!

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9 Gedanken zu „Musikalische Entdeckung: Mörglbl

  1. Es Marinsche kocht sagt:

    11:40 Uhr / Deutschland….die Frisur sitzt….nicht mehr so zuverlässig nach so viel Headbanging…

  2. Zeilenende sagt:

    Irgendwie schnalle ich die Titel ja nicht … Banjovi klingt für mich nämlich verdächtig nach AC/DC. Und „God Shaved the Queen“ klingt eher wie eine Funkrock-Variante von irgendeiner 80er-Synthie-Band … Ich krieg nur gerade nicht auf die Reihe, welche es sein soll. Aber wahrscheinlich gehören die Titel zum Konzept, mich völlig zu verwirren.
    Ich hätte jedenfalls nie gedacht, dass es jenseits von Alexander Marcus noch gute musikalische Witze gäbe. Danke fürs Teilen. 🙂

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