Gesehen: „Odd Thomas“

Sehr gelungene Romanverfilmung: „Odd Thomas“ mit dem leider viel zu früh verstorbenen Anton Yelchin.

Sehr gelungene Romanverfilmung: „Odd Thomas“ mit dem leider viel zu früh verstorbenen Anton Yelchin.

Bereits vor Jahren habe ich zufällig die „Odd Thomas“-Romanreihe für mich entdeckt, schon kurz darauf hatte ich meine Frau mit diesem Virus infiziert.

Die Rezension dieses Films kann zum Glück sehr kurz ausfallen, denn ich halte die Verfilmung für überaus gelungen. Gründe dafür gibt es einige:

  • Die Handlung des Romans wurde für die Filmadaption kaum verändert – so etwas ärgert mich meist ungemein, denn fast immer ist es eine drastische (und dreiste) Beschneidung.
  • Der Hauptdarsteller, hier der leider viel zu früh durch einen tragischen Unfall verstorbene Anton Yelchin, passt perfekt zur Rolle.
  • Endlich darf Willem Dafoe mal einen der Guten spielen, üblicherweise ist er auf die Rollen von Fieslingen und/oder Bösewichten festgelegt. Eine sehr willkommene Abwechslung.
  • Die optischen Effekte werten den Film stimmungsvoll auf, ohne ihn zu sehr zu beherrschen.

Fans von Dean Koontz, der die Romanreihe (und fast unzählige weitere Bücher) verfasst hat, kennen seine Eigenart, gleich zu Beginn des Buchs den Leser mit einem spürbaren Ruck in die Handlung zu ziehen. Damit stellt er fast das genaue Gegenstück zu Stephen King dar, der sich bekanntlich viel Zeit lässt, um die Charaktere allmählich einzuführen, zu vertiefen und die Spannung allmählich aufzubauen.

Wer also mal in einen Buchladen kommt, in dem zufälligerweise einige Romane von Dean Koontz stehen, der kann das kleine Experiment durchführen: Jeweils einfach mal die ersten paar Sätze von jedem Roman lesen. Charakteristisch für die Koontz-Romane ist eine Einleitung, die den Leser sofort in den Bann des Buchs zieht. Oft sind gerade die ersten Seiten wahre Page-Turner, danach kommt man von der Geschichte ohnehin nicht mehr los. Insgesamt habe ich mindestens acht oder zehn Bücher von ihm gelesen, bei allen war es so – und alle waren lesenswert!

Zurück zum Film: Er schreitet ebenfalls schnell voran, hält sich nicht lange mit einer umständlichen Einführung des bestimmenden Charakters auf, stattdessen erlebt man ihn gleich in Aktion, dabei lernt man seine speziellen Fähigkeiten auch schnell kennen. In Kombination mit den guten Darstellern und der spannenden Geschichte ist es ein absolut geeigneter Film, um einen fesselnden Filmabend zu erleben.

Advertisements
Getaggt mit , , , , , , ,

5 Gedanken zu „Gesehen: „Odd Thomas“

  1. Tante Tex sagt:

    Jetzt bin ich mächtig neugierig geworden. Deswegen die leidige Frage: lieber erst Buch lesen und dann Film sehen?

    • solera1847 sagt:

      Es handelt sich um die Verfilmung des ersten Bandes. Ich fand den Film nach dem Lesen des Buchs besonders gut, vermutlich ist er auch ohne vorheriges Lesen toll — doch wenn man die Möglichkeit hat, würde ich zuerst lesen. Dann sind ein oder zwei Stellen einfacher zu verstehen…

      • Tante Tex sagt:

        Danke für den Tipp. Dann werde ich mich demnächst mal nach den Büchern umsehen. Es ist immer wieder toll, durch Rezensionen wie deine neue Literatur zu entdecken.

      • solera1847 sagt:

        Hmmm, das geht ja runter wie Öl! Für solche »Fans« schreibe ich gerne immer mehr dergleichen. 👍🏻

  2. […] ist die Odd Thomas-Reihe (zur wahrhaft exzellenten Verfilmung des ersten Buches habe ich mich hier geäußert), die ihren Reiz für mich vor allem aus zwei Elementen zieht: Ein faszinierender, […]

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: