Sommerprojekt 2016 – Tag 3 (Zwischenstand)

Der Analog-Kärcher

Gestern war ein ziemlich verregneter Tag, die ganze Erde, an der ich hätte herumwerkeln müssen, war so ekelhaft „batzig“ (soll heißen: klebrig), dass ich – selbst wenn ich es, wie Zeilenende via Twitter vorschlug, als Training angesehen hätte – schlicht keinen Bock hatte.

Nach einem Vormittag des Herumhängens und Bloggens (was ja auch sehr schön ist, immerhin sind somit schon drei neue Beiträge vorbereitet, die euch in den kommenden Tagen ereilen werden) und einem leckeren Mittagessen entdeckte ich doch tatsächlich ein Tätigkeitsfeld, bei dem ich mir die Füße nicht ganz so dreckig machen musste: Ich wurde zum Analog-Kärcher.

Nun kann sich vermutlich nicht jeder vorstellen, was ich damit meine, denn ein „Kärcher“ ist ohnehin ein ziemlich analoges Gerät. Wenn man damit jemandem ins Gesicht spritzt, wird der nicht nur virtuell nass. Der mit dem Hochdruck des Spritzwassers einhergehende Schmerz dürfte auch jede virtuelle Skala eines Menschen locker sprengen…

Vor ein oder zwei Jahren haben unsere Nachbarn damit recht effizient den Boden vor ihrem Haus gesäubert. Da ich so etwas vorher noch nie „live“ im Einsatz gesehen hatte, war ich ganz begeistert. Doch als mittlerweile fest im Schwabenland verwurzelter Franke scheute ich das eigene Geld für einen Kärcher, selbst für ein Leihgerät. Stattdessen verließ ich mich in guter alter (maskuliner) Tradition auf meine schier unermessliche Muskelkraft. Das dauerte zwar ziemlich, das Ergebnis ist aber absolut sehenswert:

So sauber waren die WPC-Dielen seit mindestens zweieinhalb Jahren nicht mehr...

So sauber waren die WPC-Dielen seit mindestens zweieinhalb Jahren nicht mehr…

Im Sommer 2013 hatte ich die Terrasse/Veranda neu angelegt. Seither durften die Witterungsbedingungen und die Natur (vor allem die heißgeliebten Pappeln auf dem Nachbargrundstück hinter unserem Haus) ihre Spuren darauf hinterlassen. Nach einem Regenguss war es in letzter Zeit doch etwas rutschig… Nun aber kann jeder wieder unbedenklich auf der Terrasse wandeln, auch der Farbton ist wieder näher am Original.

Zwischenstand heute

Heute habe ich dank des guten Wetters schon wieder ein paar Stunden in das eigentliche Gartenbau-Projekt investieren können. Und das Ergebnis sieht gar nicht so schlecht aus (für einen Musiklehrer):

Der aktuelle Stand: Wären da nicht so viele Steine und Wurzeln im Weg, hätte ich es schon bis in die Ecke hochgezogen.

Der aktuelle Stand: Wären da nicht so viele Steine und Wurzeln im Weg, hätte ich es schon bis in die Ecke hochgezogen.

Noch ist es nicht perfekt, doch eine gewisse Richtung ist nun zu erkennen: In der Nähe des Zauns setze ich nach der Beseitigung unendlicher Wurzelstränge (wieder von meinen heißgeliebten Pappeln) die Pflanzringe zur Stabilisierung ein. Es kann sich nur noch um Tage handeln, doch bei gutem Wetter, einer Reihe „Paul Panzer“-Alben auf meinem iPhone, den Beats-Kopfhörern auf den Ohren – was soll mich da abhalten?

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8 Gedanken zu „Sommerprojekt 2016 – Tag 3 (Zwischenstand)

  1. Es Marinsche kocht sagt:

    Da tut sich ja ordentlich was 😀 aber wenn Dich noch nicht mal Schlechtwetter vom Rackern abhalten kann: wo bleibt dann die Erholung? Hä?

    • solera1847 sagt:

      Na ja, der Vormittag war äußerst bequem. Und dann noch die vielen Pfannkuchen… Danach wurde ich leicht hibbelig (liegt aber auch an dem Ciprofloxacin, denn das verstärkt die Wirkung von Koffein).

      • Es Marinsche kocht sagt:

        Dann ist gut 😉 Hibbeligkeit muss in Bewegung gebracht werden 👍🏼

  2. fraggle99 sagt:

    Du motivierst Dich mit Paul Panzer-Alben zu körperlicher Arbeit? Ich hielte da ja so etwas wie den „Rocky“-Soundtrack für hilfreicher, „Survivor“ und so… 😉

  3. Zeilenende sagt:

    Ich habe gestern im Haus der Geschichte gelernt, dass Kärcher ein sehr schwäbisches Unternehmen ist (und ohne die Kehrwoche wäre es wahrscheinlich auch nur halb so erfolgreich), von daher wäre die Anschaffung eines schwäbischen Qualitätsprodukts (da wo der Breis lohne dud … Oder so. Ich übe noch ^^) ein Zeichen deiner erfolgreichen Integration. ^^

    Aber trotzdem Hut ab vor deinem Fleiß. 🙂

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