Sommerprojekt 2016 – vermutlicher Endstand für dieses Jahr

In den letzten Wochen habe ich einiges an Energie in den Garten gesteckt, wie man in den verschiedenen Beiträgen zu diesem Thema gut verfolgen konnte. Viel angepflanzt wird in diesem Jahr wohl nicht mehr, dazu fehlt uns die Zeit, auch die Ruhe, die wir zur Auswahl der passenden Pflanzen benötigen, ist aktuell nicht ganz abzusehen.

Immerhin habe ich 500 Liter Komposterde von der GOA geholt und im Garten verteilt, so sieht das schon viel schöner aus als mit der zerfurchten und knüppelharten Erde:

So nimmt die Sache schon etwas mehr Gestalt an...
So nimmt die Sache schon etwas mehr Gestalt an…

Unten rechts, wo man noch so ein paar kümmerliche Grasreste sieht, wird irgendwann noch mit Kies aufgefüllt. Da an diese Stelle wenig Sonne hinkommt, gedeiht da auch wenig, bevor man sich also vergeblich müht, wird die Stelle auf die simple Art „stillgelegt“. Das hat auch noch den Vorteil, dass wir die drei Quadratmeter, die vom Haus aus kaum bis gar nicht sichtbar sind, nicht pflegen müssen.

Was man auf dem Bild allerdings auch erkennen kann: Die Pappeln haben den Herbst eingeleitet. Bald werfen sie uns gefühlt unzählige Blätter vor die Füße. Hach, die Arbeit geht halt nie aus!

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Gesehen: „James Bond 007: Skyfall“

James Bond 007: Skyfall — endlich habe ich ihn mir angesehen!
James Bond 007: Skyfall — endlich habe ich ihn mir angesehen!

Zeitverzögert

Bei manchen Filmen bin ich immer ein wenig später dran als die Allgemeinheit, zum Glück stört es mich nicht im Geringsten, erst nach Ablauf einer ganzen Weile einen Film zu sehen, den ich als Jugendlicher gefühlt sicher sofort hätte sehen müssen. Bei den Bond-Filmen bin ich nun immer noch einen hinten dran, doch ich habe Zeit und Geduld…

Die „Craig-Bonds“

Insgesamt muss man den Bond-Filmen mit Daniel Craig attestieren, dass sie den Action-Aspekt deutlicher als alle Vorgänger in den Vordergrund stellen, wofür — leider — der feine Humor, der beispielsweise die Bond-Filme mit Roger Moore zu meinen Favoriten machte, etwas (streckenweise sogar weit) zurückgedrängt wurde. So sehr ich die rasante Action schätze, für mich sind die Craig-Bonds dahingehend unübertroffen, so sehr vermisse ich dieses fein ausgewogene Pendel zwischen Ironie/Humor und Action. Das ist sicher eine Frage des Zeitgeschmacks, anscheinend bin ich da irgendwie in den 80er-Jahren stehen geblieben…

An der dritten Bond-Komponente, dem zu entziffernden Rätsel, hat sich nichts geändert. Im Gegensatz zu den früheren Bond-Filmen, in denen oft schon sehr früh klargestellt wird, was der Titel zu bedeuten hat (z.B. bei „Goldeneye“), muss man sich bei „Skyfall“ bis etwa 20 Minuten vor Ende des Films gedulden. Das hat mir gefallen.

Gleichzeitig wirkt James Bond in der Darstellung von Daniel Craig immer deutlich fragiler als die früheren, vor Selbstsicherheit und Arroganz nur so strotzenden Versionen (vor allem bei Sean Connery und Roger Moore). Mehr als je zuvor wird trotz der Härte der Action der zerbrechliche menschliche Aspekt des Agenten beleuchtet, wodurch die Action einen emotionalen Widerpart findet (womöglich blieb dabei der Humor auf der Strecke), der die Filme geschickt ausbalanciert. Ohne diese psychologische Komponente wären die Craig-Bonds ziemlich tumbe Action-Filme ohne Tiefe.

Gleichzeitig ist es aus Sicht der gesamten Serie absolut verständlich, wenn nicht gar sinnvoll, den Charakter so anzulegen, denn die Craig-Bonds stellen ja eine Art Vorgeschichte (neudeutsch auch „Prequel“ genannt) zu den früheren Filmen dar. Die spätere Selbstsicherheit bzw. Arroganz des Doppelnull-Agenten ist dann wie das Resultat der inneren Kapitulation vor der Gewalt, die nun einmal sein gesamtes Leben beherrscht, zu deuten. Zumindest erscheint es mir so ganz schlüssig.

Skyfall

Insgesamt ist „Skyfall“ meiner Meinung nach ein sehr gelungener, zügig und energiereich inszenierter Action-Knaller mit einer wehmütigen und gleichzeitig nostalgisch verklärten Schlusswendung (Stichwort: „Moneypenny“).

Grundsätzlich dreht sich die Geschichte darum, einem ehemaligen MI6-Agenten namens Raoul Silva, der entdeckt hat, dass die andere Seite des Gesetzes für ihn viel spannender und schöner ist, dingfest zu machen bzw. in seiner Zerstörungswut zu stoppen, denn der hat es in äußerst mörderischer Absicht auf „M“, Bonds Chefin, abgesehen. Und dieses Ziel verfolgt er ohne Rücksicht auf Verluste. Zusätzlich gewürzt wird die Handlung durch einen anfänglichen Ausstieg Bonds aus dem Geheimdienst, weil er sich nach einer vermeintlich tödlichen Verletzung längere Zeit nicht zum Dienst zurückmeldet.

Positiv aufgefallen sind mir vor allem die folgenden Aspekte:

  • Endlich geht ein Bond-Film intensiver auf die Familiengeschichte der Bonds ein! Hier und da gab es ja immer ein paar Anspielungen, doch nie so detailliert wie in „Skyfall“. So wird geschickt der Charakter des Geheimagenten vertieft, ohne vom hauptsächlichen Handlungsstrang abzulenken. Bedenkt man, dass es sich um den 23. Film einer seit mehr als 50 Jahren fortgesetzten Filmreihe handelt, ist das durchaus eine willkommene Abwechslung.
  • Die in diesem Zuge (Charaktervertiefung) verwendeten Landschaftsaufnahmen aus den schottischen Highlands sind schlicht umwerfend!
  • Der Titelsong von Adele ist gleichzeitig modern und doch hörbar an den typisch opulenten Stil der frühen Bond-Songs angelehnt. Geschickt wurde die charakteristische Bond-Harmoniefolge (mit der kreisenden chromatischen Melodielinie) in die Begleitung der Strophe eingebaut – sehr schön!
  • Die Verneigung vor den früheren Filmen, z.B. in Form des Aston Martins, der während der Flucht vor dem Bösewicht aus einer versteckten Garage geholt wird, stellt eine weitere Verbindung zur Bond-Tradition dar. Es ist für mich auch gleich die lustigste Stelle im Film, als James Bond seiner Chefin scherzhaft damit droht, sie mittels Schleudersitz aus seinem Aston Martin zu befördern — ich glaube, zuletzt kam der in „Goldfinger“ zum Einsatz… Herrlich!

Negativ aufgefallen ist mir eigentlich nur eines: Der neue „Q“ kommt als jugendlicher Nerd in meinen Augen total unglaubwürdig rüber. Gerade in einem so traditionsversessenen Land wie England müssten schon wahre Wunder geschehen, bis so ein „Jungspund“ zu einer derartigen Position im MI6 aufsteigen könnte. Da seine Rolle in „Skyfall“ insgesamt sehr klein ausfällt, macht das nicht viel aus. Dennoch wird dieser Charakter sicher ein Element in den kommenden Bonds werden, das mir ein wenig Magengrimmen verursachen könnte.

Fazit

Alles in allem ein wirklich sehenswerter Bond-Film, der sich gleichzeitig gut in die Traditionen einfügt, dabei aber auch neue Elemente geschickt ins Spiel bringt. Ein bisschen Spannung hat mich ja schon gepackt, wie denn die Reihe insgesamt (ab dem 25. oder 26. Film) fortgesetzt werden soll. Speziell als britischem Agenten gehen Bond langsam aber sicher die Konfliktherde aus (na ja, vielleicht könnte die EU ja angesichts des Brexit zum neuen „Schurkenreich“ aufsteigen). Und irgendwann nutzt sich die „Terroristen oder ehemalige Kollegen“-Schiene auch ein wenig ab. Wie gesagt: spannend.

Mal sehen, wann ich mir „Spectre“ ansehen kann. Meinetwegen darf da noch ein gutes Jahr ins Land ziehen. Eventuell greife ich ihn auch erst später – wie schon „Skyfall“ – für 4€ bei einer iTunes-Aktion ab…

Hörtipp: „Professor Satchafunkilus and the Musterion of Rock“ von Joe Satriani

Hammer-Album vom Altmeister der E-Gitarre
Hammer-Album vom Altmeister der E-Gitarre

Joe Satriani gehört zu den gottgleichen E-Gitarristen, die bereits während meiner Adoleszenz bekannt waren und Maßstäbe für alle anderen E-Gitarristen setzten. Manch einer ließ sich von seinem exorbitant beeindruckenden Können einschüchtern und letztendlich vom eigenen Eifer abschrecken, andere (z.B. mich) inspirierten sie zu langen Übeabenden und -nächten (teilweise auch spürbar zu Lasten der schulischen Leistungen). In meiner Band (jaaaa, die eine, die sich nach jedem Auftritt umbenennen musste, damit noch Leute in die spärlichen Konzerte kamen) spielten wir sogar ein oder zwei seiner Stücke (ich bin mir zumindest bei „Big Bad Moon“ vom Album „Flying In A Blue Dream“ sicher).

Aber ich schweife ab, denn heute geht es nicht um Kindheitsreminiszenzen! Vor ein paar Tagen begann ich einfach mit einer Suche in Apple Music, gab nacheinander ein paar Namen von mir geläufigen und von mir geschätzten Gitarristen ein, dann ließ ich mich von der Neugier treiben, hörte kurz in die Alben hinein, um dann einige auf meinem iPad zu sichern, andere links liegen zu lassen etc. Sehr hilfreich war auch die Funktion „Das könnte dir auch gefallen…“, denn über diese Schiene entdeckte ich das Album, dessentwegen ich diesen Blog-Eintrag schreibe.

Joe Satriani startete als purer Rock-Gitarrist, nahm im Lauf der Jahre auch einige funkige, balladeske, aber auch härtere Stücke auf, fast immer instrumental, gelegentlich wagte er sich auch selbst als Sänger aus Mikrofon (was nicht einmal schlecht war). Später wich er in den Bereich des Jazz aus, in den letzten Jahren kehrte er – sehr zu meiner Freude – wieder zu seinen Wurzeln im Rock zurück, allerdings schön angereichert mit Elementen aus allen Bereichen, in denen er sich dazwischen herumgetrieben hat.

Mit dem Eintritt ins Musikstudium hörte ich wenig bis gar keine meiner alten Gitarren-Idole, da ich auf die klassische Schiene fixiert war, die ja nun einmal eher meinem Studienfach als Diplommusiker, also dem Musiker im Symphonie-Orchester, entgegenkam. Vor ein paar Jahren jedoch erwachte die Lust an der gitarrenlastigen Musik aufs Neue, überwiegend durch die Band Rush, und selbstverständlich kam auch Joe Satriani wieder ins Spiel.

Das Album „Professor Satchafunkilus and the Musterion of Rock“ ist perfekt gemischt, wenn man das mit guten Kopfhörern oder Boxen (Muarharhar…) hört, fegt es einen glatt von den Füßen. Stückempfehlungen gebe ich gar nicht erst ab, denn sie sind so facettenreich, dass man fast überall etwas entdecken kann, was toll ist (aber das erste Stück ist schon einmal sensationell).

52 Wochen – Teil 27 („Autsch!“)

Man sieht es mir nicht zwingend an, doch ich bin ein sehr ungezügelter Esser, wenn es um Süßigkeiten und anderen Knabberkram geht. Meine Kollegen in der Schule können davon ein Lied singen, denn keine der Süßigkeiten, die als „für alle“ gekennzeichnet sind, bleiben lange von meiner Gier verschont.

Ich bin mir nicht ganz sicher, woher diese ungezügelte Lust auf Süßes kommt, möglicherweise war es das Aufwachsen mit vier Geschwistern (die ebenfalls Süßes mögen), oder aber ich bin einfach nur süchtig. Leider ergibt sich daraus ein Problem für mich: In meiner Gier beiße ich mir immer wieder auf die Zunge oder – noch schlimmer – in die Backe. Und dann sehe ich so aus: Autsch!

Autsch! Das tat weh!
Autsch! Das tat weh!

Zur Aktion „52 Wochen“

Seit nunmehr 27 Wochen läuft Zeilenendes Foto-Aktion „52 Wochen“, an der ich teilnehme (hier findet man alle meine Beiträge). Ziel ist es, jeden Sonntag ein neues Selfie oder Portrait einzustellen. Wenn man lustig ist, kann man ihm auch ein bestimmtes Motto verpassen, was mir besonders liegt, daher gab es bislang eigentlich ausschließlich Fotos mit einem bestimmten Motto. Die üblichen und allesamt sehenswerten Teilnehmer sind:

Rango – Ein „Kinderfilm“?

Heute zum zweiten Mal gesehen – und immer noch bleibt die Frage: „Ist das wirklich ein Kinderfilm?“
Heute zum zweiten Mal gesehen – und immer noch bleibt die Frage: „Ist das wirklich ein Kinderfilm?“

Vor ein paar Wochen sah ich mit meiner Frau zusammen den Film „Rango“ zum ersten Mal. Ich war — wie so oft — sehr müde, es war schon nach 21:00 h, weil die Kinder nach dem Abendessen wieder einmal länger gebraucht hatten, draußen wurde es bereits allmählich dunkel… Auf jeden Fall empfand ich den Film trotz seiner lustigen Aufmachung weder als wirklich lustig noch als kindgerecht.

Gestern habe ich den Kindern den Film testweise abends angemacht. Und in weiten Teilen hat sich mein Eindruck vom ersten Ansehen bestätigt: Ich halte den Film immer noch weder für wirklich lustig noch für kindgerecht.

Die Frage, die sich nun stellt, ist natürlich: Warum? Ganz einfach:

  • Die Dialoge sind zu lang. Gerade in der ersten Hälfte des Films wird oft minutenlang ohne wirkliche Unterbrechung gesprochen und palavert. Es wäre besser gewesen, mehr passieren zu lassen. Da fielen mir sofort die Erinnerungen von Wil Wheaton an die Produktion der ersten Staffel von „Star Trek – The Next Generation“, die er in seinem grandiosen Buch/Podcast „Memories Of The Future“ (siehe auch hier) zusammengetragen hat: Und er spricht dieses Problem ebenfalls an, halt auf die TNG-Serie bezogen: Zu lange, zu ausufernde Dialoge, zu wenig Action – vor allem die Figur des Jean-Luc Picard darf in der ersten Staffel wenig handeln und viel zu viel reden.
  • Der Großteil der in „Rango“ verbratenen Witze geht völlig am kindlichen Erfassungshorizont vorbei. Wenn nun aber die Mehrzahl der Witze gar nicht verstanden werden kann, bleibt das Lachen nun einmal aus.
  • Die unzähligen und von Erwachsenen sicher geschätzten Anspielungen auf und Querverweise zu anderen Filmen oder Opern (ich erwähne hierzu nur den „Ritt der Walküre“ aus dem „Ring des Nibelungen“ von Richard Wagner) können Kinder gar nicht zuordnen (geschweige denn wertschätzen). An einigen Stellen wirkt es so, als hätten die Schreiber des Films mit einem Filmlexikon dagesessen und nach schönen Stellen zum Abkupfern bzw. Anbringen einer Hommage gesucht. Dabei wurde nur leider die hauptsächliche Zielgruppe eines solchen Films verkannt. Schade!
  • Einige gruselig-spannende Stellen (z.B. die Zombie-Tiere und der Bösewicht in Form einer sehr fiesen Klapperschlange) sind für kleinere Kinder schon sehr hart an der Grenze – ich habe gestern zeitweise sogar mit dem Gedanken gespielt, den Film einfach abzubrechen (doch oft hilft es den Kindern, die Auflösung einer solch bedrohlichen Stelle zu sehen, sonst verfolgt sie das noch viel länger).

Insgesamt hinterlässt der Film selbst beim mehrfachen Ansehen einen zwiespältigen Eindruck. Spannend wird es, wenn ich die Kinder vielleicht in einem Vierteljahr mal frage, ob sie den Film noch einmal sehen wollen. Die Reaktion auf diese Frage dürfte dann ziemlich schnell Klarheit darüber gewähren, wie gut/schlecht der Film tatsächlich bei den Kindern angekommen ist.

Verborgenes Juwel

Ein absolutes Juwel hat sich ganz am Ende des Films versteckt: Der Song „Walk Don’t Rango“ ist absolut superb. Mit viel Geschick montiert er aus anderen Filmen geschickt „zusammengeklaute“ Abschnitte neu und garniert sie mit einer feurig heißen Trompete (gespielt von Arturo Sandoval).

Arturo Sandoval „peppt“ den ohnehin schon nah am Plagiat entlang schraddelnden Schlusssong noch so richtig auf...
Arturo Sandoval „peppt“ den ohnehin schon nah am Plagiat entlang schraddelnden Schlusssong noch so richtig auf…

Die Nähe zu einigen bekannten Stücken ist absolut nicht zu verleugnen, so dürfte jeder, der den Anfang von Luc Besson’s „Taxi“ oder Quentin Tarantino’s „Pulp Fiction“ gesehen hat, sofort das Stück „Misirlou“ wieder erkennen – ausreichend verändert, um nicht gleich eine Plagiatsklage aufgebrummt zu bekommen (zumindest glaube ich das), aber immer noch nahe genug am Original, um die Assoziation hervorzurufen… Einfach nur cool!

Solera auf dem Dach

Heute habe ich es tatsächlich geschafft, das komplette Dach des Woodport (ich berichtete) mit Dachpappe zu verdecken, alles ordentlich zu vernageln bzw. festzutackern, dann sogar noch alle eventuellen Nässe-Schwachstellen komplett zu verkleistern bzw. zu verspachteln – und dann kam da noch eine Heldentat der besonderen Art hinzu…

Schön ist es nicht, aber die Perspektive hat sonst kaum jemand. Daher kam es mir eher auf die Funktionalität an. Und die konnte ich hoffentlich herstellen...
Schön ist es nicht, aber die Perspektive hat sonst kaum jemand. Daher kam es mir eher auf die Funktionalität an. Und die konnte ich hoffentlich herstellen…
Wenn das jetzt nicht dicht ist, bekomme ich echt die Krise...
Wenn das jetzt nicht dicht ist, bekomme ich echt die Krise…

Gelernt habe ich bei diesem „ersten Mal“ so einiges, dazu gehören zum Beispiel die folgenden Highlights:

  • Nie ohne Schutzbrille den Kleber auftragen, das Zeug ist zähflüssig „wie die Sau“ und spritzt wie ein (männlicher) Pornostar. Meine Hände und Arme brauchten vorhin gute 20 Minuten der Intensivbehandlung, um wieder sauber zu werden…
  • Ebenfalls nie ohne Schutzbrille den Rand einer besandeten Dachpappe fürs Festtackern umbiegen, wenn man direkt darunter steht. Das könnte sonst zu leichten Sichtschwierigkeiten führen…
  • In der Sonne wird’s heiß.
  • Je länger desto heißer.
  • Vor allem wenn die Haarpracht nicht mehr ganz so intakt ist…
  • Eine Leiter benötigt einen festen Stand.
  • Mit allen vier Füßen.

Ach ja, ich hätte fast die „Heldentat“ meinerseits vergessen. Der Tacker wollte keine U-Nadeln ausspucken. Also drückte ich… und drückte… und drückte… Irgendwie passte der Winkel für mein Handgelenk nicht ganz so gut, also hielt ich den Tacker näher an meine Hüfte. In der Retrospektive ist mir klar, dass das eigentlich der Idealfall für ein Fail-/Pannenvideo bei YouTube gewesen wäre, doch irgendwie löste sich dann tatsächlich eine U-Tackernadel und – na ja – tackerte sich an mir fest. Zum Glück nur oberflächlich. Aber aua!

Geplant war das sicher nicht, dafür aber eine sehr „einprägsame“ Erfahrung. *Hüstel*
Geplant war das sicher nicht, dafür aber eine sehr „einprägsame“ Erfahrung. *Hüstel*

Gut, damit wäre dann ein für alle Mal festgestellt, dass ich der geborene Handwerker bin. Ich rühme mich jedoch damit, weder vom Dach noch von der Leiter gefallen zu sein. Außerdem bin ich tatsächlich zuversichtlich, dass es dieses Mal ein dichtes Dach sein sollte. Wenn ich im nächsten Jahr wieder mit so etwas anfangen sollte, habe ich mich geirrt.

Fun Fact: Der Gluteus maximus

Der Gluteus maximus (Quelle: iMuscle 2)
Der Gluteus maximus (Quelle: iMuscle 2-App für iPad)

Laut Wikipedia handelt es sich beim „Musculus gluteus maximus“ (lat. für „größter Gesäßmuskel“) um einen Skelettmuskel der unteren Extremität, genauer der hinteren (dorsalen) Schicht der hinteren Hüftmuskulatur.

Er ist der dem Volumen nach größte Muskel des Menschen und einer der kräftigsten.

Tja. Und meiner schmerzt nach den gestrigen fünf Stunden Handwerkern im Knien bzw. Vorbeugen heute spürbar. Autsch!

P.S.: Gerade beim Veröffentlichen des Artikels erschien der Hinweis, dass dies mein 500. Blog-Eintrag sei. Hmmmm, ein wirklich würdiges Thema habe ich mir dafür ja ausgesucht… 😉