52 Wochen – Teil 21 („Workaholic“)

Der ewige Workaholic im „Tempel der Arbeit“

Der ewige Workaholic im „Tempel der Arbeit“

Vor ein paar Tagen kam ich zeitig in die Schule, um noch die sog. Kopfnoten, also die Bewertung von Mitarbeit und Verhalten, in die entsprechenden Bögen einzutragen. Bei unseren Fünft- und Sechstklässlern gibt es die nicht in Form von Schulnoten, stattdessen gibt es verschiedene Bereiche, die das soziale und das Arbeits-Verhalten im schulischen Rahmen beleuchten. Pro Schüler benötigt man zum Ausfüllen etwa eine Minute, zumindest bei einer klaren Einschätzung.

Genau da liegt der Hund begraben, denn es gibt etliche Schüler, die nicht zu dem vorgegebenen Raster passen. Da muss dann einiges an Abwägung und Fingerspitzengefühl investiert werden, denn die Auswahl einer entsprechend „schlechteren“ Bewertung kann sowohl ein Ansporn als auch ein demotivierender Faktor sein. Und schon wird aus einer Minute eine deutlich längere Zeitspanne. Dazu kommt, dass ich in diesem Schuljahr vier fünfte (zusammen etwas mehr als 100 Schülerinnen und Schüler) und zwei sechste Klassen (zusammen etwa 60 Schülerinnen und Schüler) unterrichte, also sitze ich entsprechend lange an diesen Beurteilungen. Und manchmal werde ich dabei dezent müde.

In einem dieser etwas „gedimmten“ Momente fiel ein interessantes Licht auf mein iPad, wodurch ich meine Reflexion sehen konnte. Ganz habe ich das mit dem Selfie nicht reproduzieren können, denn dazu hätte ich mir das iPhone direkt vor das Gesicht halten müssen – und wo bliebe dann eben jenes Gesicht? So ist es eine aus künstlerischer Sicht etwas halbgare Lösung, dennoch wurde das Licht gut eingefangen. Filter waren gar nicht nötig, auch die Fingerabdrücke auf dem iPad sowie die Krümel auf der Tastatur sind original.

Zur Aktion „52 Wochen“

Seit nunmehr 21 Wochen – Haha! Wir nähern uns der Halbzeit! – läuft Zeilenendes Foto-Aktion „52 Wochen“, an der ich teilnehme. Ziel ist es, jeden Sonntag ein neues Selfie oder Portrait einzustellen, wenn man lustig ist, kann man ihm auch ein bestimmtes Motto verpassen – das liegt mir besonders, daher gab es bislang eigentlich ausschließlich Fotos mit einem bestimmten Motto. Die üblichen und allesamt sehenswerten Teilnehmer sind:

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7 Gedanken zu „52 Wochen – Teil 21 („Workaholic“)

  1. Zeilenende sagt:

    Und ich fragte mich beim ersten Blick auf das Bild: „Was zum Henker hat er denn da im Gesicht? So schnell ein so buschiger Bart? Oder ist er jetzt zum Hannibal Lecter mit Gesichtsmaske geworden?“ g
    Von daher hat es doch sein Gutes, dass das Smartphone sich auf das Bild geschlichen hat, denn es sorgt für ein zusätzliches Irritationsmoment im Bild, das perfekt zu der Bildstimmung („Außerirdische Invasion bahnt sich an, fühlt euch gefälligst in Endzeitstimmung“) passt.

  2. Mich nerven die Berichte auch oft, obwohl ich sehr individuell auf meinen Schüler zugeschnitten schreiben kann…..nur dürfen sie nicht zu positiv sein….das ist irgendwie traurig.

  3. Es Marinsche kocht sagt:

    Gut das wir wissen das es das Handy ist, was da noch so irritiert….es ist doch das Handy??? 😳🤔😏

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