Der „Ritual“-Lauf

Heute früh habe ich ausgeschlafen, denn der gestrige Tag zog sich etwas hin und war dementsprechend anstrengend. Nach einem kleinen Frühstück und der morgendlichen Lektüre machte ich mich dann auf zu meiner Standard-Runde. Die führt mich allmorgendlich ohne allzu extreme Höhenschwankungen vom Stadtteil Grauleshof über Röthardt in Richtung Westhausen. An einer Stelle muss ich bereits seit zwei Wochen immer an einen Roman denken. Die Stelle sieht folgendermaßen aus:

Recht idyllisch, oder? Wenn man „Ritual“ von Douglas Preston und Lincoln Child kennt, ändert sich das unter Umständen...
Recht idyllisch, oder? Wenn man „Ritual“ von Douglas Preston und Lincoln Child kennt, ändert sich das unter Umständen…

Vor einigen Jahren habe ich den Roman „Ritual“ von Douglas Preston und Lincoln Child gelesen und als Hörbuch gehört. In diesem Roman verübt ein Psycho-Killer mehrere Morde, alle in der Nähe von Maisfeldern, aus denen er urplötzlich hervorbricht, um seine Opfer zu überwältigen und dann gemäß seiner völlig verdrehten Zwangsvorstellung im Maisfeld wie pervertierte Kunstwerke zu drapieren. Ziemlich gruselig, aber spannend – noch dazu mit Special Agent Aloysius Pendergast, und der allein ist Grund genug, sich das Buch zu besorgen.

Noch ist der Mais hier nicht hoch genug, doch in ein paar Wochen könnte es mir passieren, dass mich jeden Morgen neu die – selbstverständlich völlig irrationale – Befürchtung überfällt, ein Spinner könnte plötzlich aus dem Mais hervorbrechen.

Nein, das wirklich nicht. Stattdessen sehe ich aktuell Unmengen an sonst eher scheuen Tieren, wenn ich morgens um kurz nach fünf an der Stelle vorbeitrotte: Füchse, Rehe, Hasen, Blindschleichen – und zu meinem Leidwesen auch Bremsen, denen ich ganz offensichtlich gut schmecke. Das muss dieser ganz besondere Duft sein, den mein Lauf-Shirt nach mehreren Tagen verströmt…

Laufstatistik 2016

  • Kilometer gesamt: 2791,76
  • 187 Läufe
  • Dauer: 289 Stunden 55 Minuten
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16 Gedanken zu “Der „Ritual“-Lauf

  1. Christian Weis 16. Juli 2016 / 12:40

    Ich hab etliche Preston&Child-Romane gelesen, auch „Ritual“, war aber zwei oder drei Pendergast-Romane später dann übersättigt davon. Aber bis dahin haben mir ihre Bücher viel Spaß bereitet – allerdings war für mich ihr allererstes („Das Relikt“ / „Relic“) auch ihr Bestes.

    • solera1847 16. Juli 2016 / 12:45

      ‚‚Relic“ war auch mein erster, zwischendrin gab es tatsächlich ein paar Hängepartien, aber die erste Trilogie (‚‚Burn Case“ – ‚‚Dark Secret“ und ‚‚Maniac“) war schon exzellent. Danach litt ich erst so richtig an Übersättigung. Meine Frau hat alles danach gelesen, bei mir gibt es noch ein oder zwei (mittlerweile vielleicht sogar mehr) Romane, die ich noch nicht in die Hand genommen habe.

      Die Verfilmung von ‚‚Relic“ ist ja deswegen so extrem enttäuschend, weil gerade der schillerndste Charakter (Pendergast) ausgelassen wurde. Seine ersten Auftritte im Museum sind derart exquisit in ihrer süffisanten Art, jeden vorzuführen, der sich einer Kooperation verweigert. Hach! Den habe ich bestimmt dreimal gelesen und noch drei oder vier Mal als Hörbuch gehört. Herrlich!

      • Christian Weis 16. Juli 2016 / 12:46

        „Relic“ hab ich als Roman und Hörbuch

      • solera1847 16. Juli 2016 / 12:47

        Yeah! Auch die Version mit Tommy Piper alias Alf?

      • Christian Weis 16. Juli 2016 / 14:01

        Ja. Ich mag Piper als Alf, wirklich, aber als Hörbuchsprecher für Relic und Attic fand ich ihn nicht soo toll – irgendwie schwingt bei seiner Stimme immer der (Alf)Schalk mit und das passt zum Thrillerambiente nicht so ganz. Hab auch das King-Kong-Hörbuch mit ihm als Sprecher und fand die Stimme auch da nicht ganz passend.

  2. Zeilenende 16. Juli 2016 / 13:01

    Ich könnte „Ritual“ mal einem Re-Read unterziehen. Wenn ich mich recht entsinne, ähnele ich dem Täter nicht sehr, aber für dich würde ich das großzügig übersehen und dir auflauern. 🙂

    • solera1847 16. Juli 2016 / 13:03

      Oha! Jetzt wird’s ernst, mein erster Stalker! Aber solange er so sympathisch rüberkommt, habe ich damit kein Problem. Sollte der Schreck zu groß sein und ich dann tot zu Boden sinken, dann bin ich ja bei der zweit- oder vielleicht dritt-, viert-, fünft-angenehmsten Sache der Welt gestorben. Möglicherweise eine der besten Arten, abzutreten… 😉

      • Christian Weis 16. Juli 2016 / 14:02

        Es soll ja neue, härtere Gesetze gegen Stalking geben – also keine Angst … 😀

    • solera1847 17. Juli 2016 / 11:17

      Na ja, geliehene Gedanken, da sie aus einem Roman stammen… 😎

      • solera1847 17. Juli 2016 / 11:19

        Das ist unbestreitbar. 😱

      • Hinnerk und Henrikje 17. Juli 2016 / 11:20

        Also schön aufpassen, wer weiß wer im Feld steht und …;-)

      • solera1847 17. Juli 2016 / 11:35

        Solange es nur Zeilenende ist, habe ich keine Sorge, der verrät sich durch seine Rauchzeichen, außerdem höre ich ihn auf dem Display seines Smartphones oder Tablets hektisch tippen, während er seine nächsten 200 Blogeinträge vorschreibt, um uns damit in erneute philosophische Untiefen zu ziehen…

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