Gelesen: „Todesfrist“ von Andreas Gruber

Gerade ausgelesen: „Todesfrist“ von Andreas Gruber

Gerade ausgelesen: „Todesfrist“ von Andreas Gruber

Vor ein paar Wochen berichtete ich von einem wirklich exzellenten Hörbuch mit dem Titel „Todesurteil“. Geschrieben hatte die Geschichte Andreas Gruber. Erst weit im Hörbuch bemerkte ich, dass es sich dabei um den zweiten Teil einer Romanreihe handelte. Kaum hatte ich also das Hörbuch beendet, besorgte ich mir den ersten Teil, diesen jedoch als Buch (bei iBooks). Vorgestern habe ich den Roman zu Ende gelesen: Er ist fantastisch!

Seinen fesselnden Charakter gewinnt der Roman aus mehreren Faktoren:

  • Mit Maarten S. Sneijder hat er einen gleichzeitig zwielichtigen wie auch äußerst brillanten Fallanalytiker erschaffen, der sich ebenso herrlich über seine eigenen Irrtümer ärgert wie er andere Menschen durch seine hochnäsige und anmaßende Art auf die Palme bringt. Obwohl er als ein unglaublicher Kotzbrocken porträtiert wird (bad cop), hängt man ihm als Leser förmlich an den Lippen.
  • Sabine Nemez steht in der Rangordnung innerhalb der Polizei weit unter Maarten S. Sneijder, doch nur durch ihre Verbissenheit und Brillanz gelingen ihm einige wichtige Schlussfolgerungen. Sie stellt die emotionale und rechtschaffene Seite des Ermittler-Duos dar (good cop) – dieses Zweiergespann schreit förmlich nach einer mehrteiligen Romanreihe.
  • Die Handlung ist zwar sehr verworren und kompliziert, außerdem arbeitet Andreas Gruber mit etlichen Rückblenden und Sprüngen, dennoch kann man als Leser dem Handlungsverlauf leicht folgen. Gerade die allmählich fortschreitende Entschlüsselung des Rätsels, das den gesamten Roman ausmacht, erzeugt den permanenten Drang, stets weiterzulesen. Gestern waren meine Schwiegereltern zu Besuch, die ich sehr schätze. Obwohl ich gerne meine Zeit mit ihnen verbringe, musste ich mich einmal für zehn Minuten zurückziehen, um noch ein Kapitel (auf der Treppe sitzend) zu lesen – so spannend ist das Buch geschrieben.

Mehr über den Inhalt des Buchs verrate ich lieber nicht, denn gerade das Rätsel macht ja den Reiz aus. Jeder an einem guten Krimi interessierte Leser kommt hier voll auf seine Kosten.

Doch, eine Kleinigkeit gibt es noch, die mich beim Lesen ständig zum Schmunzeln brachte: Maarten S. Sneijder hat einen absolut Hass auf eine Kette von Buchläden, deren Geschäftsgebaren er anprangert. Die Kette heißt im Buch „Haital“, was sicherlich ein nur schlecht getarntes Synonym von „Thalia“ sein soll. Nicht wirklich von Bedeutung, aber lustig, wenn man es vorher weiß.

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