Besuch im Bauernhofmuseum in Illerbeuren

Heute waren wir als Familie mit den jeweiligen Familien der beiden Geschwister meiner Frau im Bauernhofmuseum in Illerbeuren. Und es war ein schöner Tag, denn die Kinder kamen gut miteinander aus (wir Erwachsenen sowieso), das Wetter spielte prächtig mit, und das riesige Areal bot so viele Möglichkeiten für die Kinder, sich auszutoben, dass wir niemandem damit auf die Nerven gingen. Und das entspannt die Angelegenheit deutlich für uns Eltern.

Illerbeuren ist ein sehr überschaubarer, deutlich rural geprägter Ort an der Iller, dessen größte zusammenhängende Fläche maßgeblich vom Bauernhofmuseum eingenommen wird. Auf Apple Maps stellt sich die Luftansicht folgendermaßen dar:

Luftansicht auf Illerbeuren – geschätzt ein Drittel davon (eher mehr) gehört zum Bauernhofmuseum (Bild: Apple Maps)

Luftansicht auf Illerbeuren – geschätzt ein Drittel davon (eher mehr) gehört zum Bauernhofmuseum (Bild: Apple Maps)

Zu besichtigen gibt es Unmengen:

  • Historische Gebäude aus allen Teilen des Landes, die Stein für Stein dort abgebaut und hier wieder aufgebaut wurden. Jedes Haus besitzt eine eigene (angenehm kurz gefasste) Informationstafel, der man die harten Fakten entnehmen kann.
  • Ein- bis zweihundert Jahre alte Sorten von Apfel- und Birnbäumen, die zum Teil nach etlichen Jahrzehnten in der Versenkung hier wieder eine neue Blüte erleben dürfen.
  • Diverse Tierarten, wie sie für einen landwirtschaftlichen Betrieb üblich sind (angefangen bei Hasen über Schweine und Pferde…) – das war eines der Highlights für die Kinder.
  • Alle paar hundert Meter neue Möglichkeiten zum Spielen für die Kinder (mal ein Traktor aus Holz, der gerne auch von fünf Kindern gleichzeitig bespielt werden kann, mal ein Kletterbaum, mal eine Freiluft-Kegelbahn mit Holzteilen) – wundervoll für uns Ältere, die sich einfach in Ruhe gegenseitig auf den neuesten Stand bringen wollten.
Erstes Kind auf dem Kletterbaum...

Erstes Kind auf dem Kletterbaum…

Zweites Kind auf dem Kletterbaum...

Zweites Kind auf dem Kletterbaum…

Am besten hat mir gefallen, dass an keiner Stelle des Museums versucht wurde, den Besucher mit enzyklopädischem Wissen vollzustopfen. So etwas habe ich im Urzeit-Museum in der Willibalds-Burg in Eichstätt vor ein paar Jahren erlebt: Eine Führung, die – gefühlt! – bei jedem Exponat mindestens zehn Minuten stehen bleibt und einen kleinen wissenschaftlichen Vortrag loslässt. Manch einer mag das – ich war nach dem zweiten Stopp bedient.

Um so schöner war es heute, denn die geschickt reduzierte Informationsmenge genügte vollauf – und so konnte ich selbst am Ende noch interessiert einen Blick auf neue Tafeln werfen. Bei anderen Museen lässt dieser Impuls doch deutlich schneller nach.

Mein Fazit: Wer nicht zu lange anreisen muss, kann – gerade bei Mitnahme der Kinder (der Eintritt für Familien kostet genau so viel wie der Eintritt für nur die beiden Erwachsenen) – mit diesem Museum nichts falsch machen (wobei der Spaßfaktor bei gutem Wetter sicher deutlich höher ist). Wer mal ins Allgäu kommt: Illerbeuren liegt nahe an der A96, und dabei wiederum nur kurz hinter der Abzweigung von der A7. Aus dem süddeutschen Raum ist das ziemlich gut zu erreichen.

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Ein Gedanke zu „Besuch im Bauernhofmuseum in Illerbeuren

  1. Zeilenende sagt:

    Eeeeine Muh, eine Mäh, eine Täterätätäh!

    Ich mag Bauernhöfe nur sehr bedingt (da riecht es schlecht, das musste ich meine ganze Kindheit über schon regelmäßig ertragen), umso mehr mag ich gute Museen. Das klingt doch nach einem ganz vernünftigen, obwohl Freiluftmuseen es durch den hohen Erlebniswert ihrer Exponate da ohnehin leichter haben als Kunstmuseen. Ich würd ja gern mal einen Breughel anfassen … seufz Jedenfalls könnte mir das sogar Spaß machen. Mit Nasenklammer vielleicht.

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