Archiv für den Monat Mai 2016

Kurzüberblick: Laufen im Mai 2016

Mit dem heutigen Tag endet der Wonnemonat Mai, der sich nur zum Teil wonnig angefühlt hat. Dennoch darf und will ich mich nicht beschweren, denn immerhin kann ich meiner Lauflust immer noch allmorgendlich frönen, die zwei Pausentage in diesem Monat haben die Welt nicht untergehen lassen.

Laufen im Mai 2016 – und der bisherige Jahresstand.

Laufen im Mai 2016 – und der bisherige Jahresstand.

Die letzten Tage quälte mich vor allem eine ziemlich unangenehme, da sehr penetrante Schwüle. In der Luft scheinen so viele Wassermoleküle umeinander zu fliegen, dass man ihnen schier nicht auskommt.

Wenn ich mit dem Laufen morgens beginne, gehe ich zuerst bei 6,0 bis 6,6 km/h einen Kilometer, um meine Muskulatur aufzuwärmen und auf die folgenden 15 Kilometer bei 10-12 km/h vorzubereiten. Bislang war es in diesem Kalenderjahr so, dass ich nach etwa zweieinhalb bis drei Kilometern allmählich deutlich spürbar ins Schwitzen kam. Aktuell bin ich bereits nach diesem noch relativ gemütlich zurückgelegten ersten Kilometer schon ziemlich angeschwitzt – huiuiui, das kann ja noch heiter werden, wenn die Temperaturen weiter klettern!

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Coole Idee

Bei Twitter fand ich vor ein paar Tagen ein Foto, das mir eine ganz faszinierende Idee für die Zukunft aufzeigt: Wenn ich beim Korrigieren mal wieder zu müde werde, verlege ich meine Arbeitsstätte auch um mein Laufband herum.

Eine Laufband-Workstation – sehr cool, so ein Teil baue ich mir mal!

Eine Laufband-Workstation – sehr cool, so ein Teil baue ich mir auch mal!

So etwas ähnliches gab es schon vor Jahren beim „Haus des Lernens“ in Romanshorn, das ich im Rahmen einer Exkursion besucht habe. Unter einer fixen Tischplatte wurden Trainingsräder so montiert, dass die Lernenden während der kognitiven Arbeit ihre Beine bewegen konnten. Das hält den Kreislauf wach und die Konzentration beim Stoff. Wenn ich mich nicht ganz irre, nannten die das bewegtes Lernen – sehr passend.

Hach! Jetzt noch die Zeit haben, dann würde ich mit dem Teil sofort beginnen…

P.S.: Das einzig verstörende an dem Foto ist, dass ich den Eindruck gewinne, die Frau liefe rückwärts, denn irgendwie fehlt dem Laufband der charakteristische Vorderteil… (Oder aber er ist gut versteckt.)

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Unwetter in Aalen

In den letzten 20-30 Minuten ging es hier in Aalen so richtig ab, zumindest wettertechnisch. Die Unwetterwarnung von heute früh war also mehr als berechtigt.

Das war noch der harmlose Teil, die großen Hagelkörner kamen erst noch...

Das Foto zeigt nur den harmlosen Anfang, die richtig großen Hagelkörner kamen erst danach…

Ich bin ja so froh, dass Auto, Fahrrad etc. gut verräumt bzw. untergestellt sind. Da wir am Berg wohnen, erwartet uns wohl auch keine Überschwemmung, doch angenehm war es nicht, derweil aus dem Fenster zu gucken…

Über der Treppe zum zweiten Obergeschoss haben wir ein großes Oberlicht (mehr als 3×2 Meter), darauf knallte der Hagel nur so herunter. Mein Schreibtisch steht nur zwei oder drei Meter entfernt. Da bekommt man regelrecht Angstzustände.

Hat noch jemand so etwas zu spüren bekommen?

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52 Wochen – Teil 14 („Kinners, lest mehr Bücher!“)

Seit nunmehr 14 Wochen veranstaltet der gute Zeilenende seine spektakuläre Selfie-/Porträt-Aktion „52 Wochen“ (hier alle seine Beiträge dazu, hier meine). Nun ist es wieder Sonntag, noch dazu der letzte Ferientag hier in Baden-Württemberg (ich möchte ja gerade auf keiner Autobahn unterwegs sein), da zwingen mich die äußeren Umstände, noch einige Korrekturarbeiten zu verrichten.

Und beim Korrigieren kommt mir spätestens bei jeder zweiten Arbeit ein Gedanke in den Sinn, der da lautet: „Kinners, lest mehr Bücher!“ Zumindest suggeriert die zum Teil äußerst mangelhafte Rechtschreibung und die ebenfalls nicht gerade optimale Ausdrucksfähigkeit vieler Jung-Gymnasiasten, dass sicher nicht zu viele Bücher von unserem wichtigsten nachwachsenden Rohstoff gelesen werden.

Kommen wir zum Selfie des heutigen Tages: Mein Gesicht, wenn ich mal wieder über eine einer Glanzstunde der deutschen Sprache diametral gegenüberliegende Passage in einer Klassenarbeit stolpere.

Kinners, lest mehr Bücher!

Da wünsche ich mir doch immer wieder: Kinners, lest mehr Bücher!

Ein paar Beispiele der letzten Tage liefere ich gleich mit, damit niemand den Vorwurf erheben kann, ich würde das einfach so daher erfinden…

Eigentlich ging es ja um Mozart, der 1756 in Salzburg geboren wurde...

Einnerlich ging es ja um Mozart, der 1756 in Salzburg geboren wurde…

Als Trompeter gehöre ich ja auch zu den Blechbläsern...

Als Trompeter gehöre ich ja auch zu den Blechbläsern…

Die ein-ziege möglichkeint...

…die ein-ziege möglichkeint…

Ohne Worte...

Ohne Worte. Leider kein untypisches Bild.

Und es gäbe ja wirklich noch etliche solcher Stilblüten. In jeder einzelnen Klassenarbeit finde ich solche Stellen.

Daher: „Kinners, lest mehr Bücher!“ Ganz abgesehen vom hohen Unterhaltungswert vieler Bücher (was man liest, ist ja nun jedem selbst überlassen) lernt man ganz ohne Zusatzaufwand eine halbwegs korrekte Rechtschreibung und Satzstruktur. Eine Win-Win-Situation, wenn ich an die positiven Langzeitwirkungen denke, kann ich sogar von einer Win-Win-Win-Situation sprechen.

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Der LSD-Lauf

Nein, nicht was ihr wieder denkt. Ich beziehe mich mit dem Titel auf den Leitspruch des Chi Running-Konzepts, das bereits vor etlichen Jahren von Danny Dreyer entwickelt wurde. Das Akronym LSD steht dabei für „Long Slow Distance“ – und genau so bin ich heute an meinen Lauf herangegangen: Ein langer Lauf (mehr als zweieinhalb Stunden) mit geringem Tempo (über 6 Minuten/Kilometer) über eine lange Distanz (25,22 Kilometer, danach noch etwa 1,7 Kilometer gehend nach Hause, mehr dazu später).

Start in den Tag

Ganz ohne Wecker bin ich gegen 5:00 h aufgewacht, als der Wecker sich dann um 5:15 h gemeldet hat, kroch ich schnell aus dem Bett und machte mich an den Rest einer Korrektur, die einfach fertig werden musste.

Um 7:00 h war die Arbeit erledigt, meine Frau hatte in der Zwischenzeit ihren Lauf abgehakt und wandte sich dem weiteren Frühsport zu. Draußen regnete es für zehn oder fünfzehn Minuten. Eigentlich wollte ich da noch in den Keller auf mein treues Laufband gehen… Doch dann las ich ein Stück des ersten Kapitels von Haruki Murakamis „Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede“ – und spontan überkam mich die Lust, in die frühsommerliche Schwüle aufzubrechen.

Haruki Murakami: Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede

Inspirierende Kost – Haruki Murakami: Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede

Binnen weniger Minuten hatte ich mich fertig gemacht und brach ganz LSD-mäßig auf. Durch den kurz zuvor gefallenen Regen war es in der Tat zeitweise etwas schwül, aber bereits der erste Landschaftsblick (ca. 250 Meter nach dem Ortsrand) entschädigte für das eine oder andere zusätzlich vergossene Schweißtröpfchen:

Nur wenige hundert Meter von meiner Haustür entfernt liegt dieser prachtvolle Anblick

Nur wenige hundert Meter von meiner Haustür entfernt liegt dieser prachtvolle Anblick

Hierhin, dorthin – wohin?

Meine genaue Route hatte ich vor dem Loslaufen nicht festgelegt, wodurch dann im späteren Verlauf auch hin und wieder recht spontane Entscheidungen fällig wurden, immer in Abhängigkeit von der Existenz oder Auffindbarkeit von Wegweisern. Zuerst wollte ich nur meine reguläre Halbmarathon-Strecke laufen, was schon schön gewesen wäre, doch dann beschloss ich, eine alternative Route auszuprobieren – und die war toll! Also folgte ich dem Weg, und folgte ihm, und folgte ihm… Irgendwann stand ich dann fast oberhalb der Autobahn (A7), und da fasste ich den Entschluss, einfach noch das vermeintlich kleine Stück bis zur Kapfenburg noch anzuhängen.

Doch der Weg bis zur Burg zog sich gefühlt dann noch ganz schön hin. Im Verlauf musste ich die Autobahn überqueren:

Schnell rüber auf die andere Seite!

Schnell rüber auf die andere Seite!

Doch dann, nach fast 16 Kilometern, durfte ich den ersten Blick auf die Kapfenburg werfen, diese Aussicht entschädigte für einige der vorher gefressenen Höhenmeter:

Ein zauberhafter Blick auf die Kapfenburg

Ein zauberhafter Blick auf die Kapfenburg!

Da konnte ich aber noch nicht stehen bleiben, wenn ich schon so nah dran war, dann wollte ich auch bis zur Burg hin. Doch ganz offensichtlich ist da heute eine größere Veranstaltung, denn ich kam schon schier nicht mehr durch:

Die Kapfenburg im Vorbereitungstaumel...

Da stehe ich nun inmitten des Vorbereitungstaumels…

Knie zickt – aber nur abwärts!

Auf dem Rückweg wählte ich natürlich eine andere Route, um der sonst sicher aufkeimenden Langeweile entgegenzuwirken. Ab hier machte mir das rechte Knie bei jedem absteigenden Meter zu schaffen. Ganz am Ende sollte das meinen Lauf um mindestens anderthalb Kilometer verkürzen.

Dafür gab es auch lustige Momente: In Arlesberg, einer kleinen Anzahl von Kuhstallungen und Bauernhöfen, steht – fast schon in bester schwäbischer Tradition – zwar kein ausgewachsener Blitzer, dafür aber eine digitale Geschwindigkeitsanzeige, die den Autofahrern in diesem verkehrsberuhigten Gebiet verdeutlichen soll, wie viel zu schnell sie vermutlich gerade fahren.

Ich erntete hier ein lachendes grünes Gesicht...

Ich will ja nicht prahlen, aber mir schenkte die Anzeige ein lachendes grünes Gesicht (vielleicht lachte es ja auch ÜBER mich)…

Auch wenn meine Kamera nicht schnell genug gezückt war, so kann ich voller Stolz berichten, mit angeblichen 16 km/h (das war mit absoluter Sicherheit nicht mein Tempo in dem Moment, das lag wohl eher bei 10 km/h) garantiert keine Gefährdung der Straßenverkehrssicherheit dargestellt zu haben.

Ein paar Minuten später verursachte ich – völlig unabsichtlich – eine kleine Stampede auf einer Kuhweide: Während ich äußerst langsam und vorsichtig (es ging gerade bergab) meines Weges kam, beobachteten mich drei Kühe am Rande einer Weide mit zunehmend panischem Gesichtsausdruck. Auf dem iPhone lief gerade ein Stück von DIO, daran kann es also nicht gelegen haben, aber plötzlich rannten alle drei Kühe wie besessen vor mir davon. Das griff um sich, bis am Ende mindestens fünf oder sechs Kühe ans gegenüber liegende Ende der Weide flüchteten.

Vorher standen die Kühe noch direkt am Zaun...

Vorher standen die Kühe noch direkt am Zaun

Ich war zu perplex, um sofort mit der Kamera draufzuhalten, aber immerhin sieht man auf dem Bild, dass die Herde deutlichen Abstand zum unheimlichen Solera hält…

Schockmoment kurz vor Schluss

Zum Glück für mich ging es am Ende meines Laufs mindestens einen Kilometer am Stück nur bergauf. Normalerweise bin ich ja kein Fan von langen Anstiegen, aber meinem Knie tat das richtig gut. Kaum war ich ganz oben, beendete ich den Lauf und begab mich gehend nach Hause (ca. 1,5-1,7 Kilometer nur bergab).

Und da passierte es: Auf dem Weg lag eine Blindschleiche. Ein völlig harmloses, eigentlich sogar hübsches Tier. Doch wer mich etwas besser kennt, weiß von meiner Schlangen-Phobie. Im Zoo kann ich Schlangen hinter Glas stundenlang fasziniert betrachten, in freier Wildbahn überspringt mein Puls locker die 200er-Marke, wenn ich ein solches Tier (selbst in totem Zustand) irgendwo erblicke.

Schockmoment pur – eine Blindschleiche auf dem Weg!

Schockmoment pur – eine Blindschleiche auf dem Weg!

Immerhin war das Tier von mir wohl auch völlig verunsichert worden, denn es verfiel in eine Art Schockstarre und bewegte sich selbst dann nicht, als ich nach einem entsetzten Sprung mein iPhone zückte, um das Foto zu knipsen. Näher hätte ich mich aber nicht herangetraut.

Lobeshymne

Nach Beendigung des Laufs überschüttete mich die RunKeeper-App mit Lob, das ich hier in prahlerischer Weise zur Schau stellen muss.

Lob aus der RunKeeper-App

Lob aus der RunKeeper-App

Immerhin fängt übermorgen die Schule wieder an, dann kommen die vermutlich anstrengendsten neuneinhalb Wochen des Schuljahres… In der Zeit wird es sicher nur eingeschränkte Möglichkeiten geben, einen solchen Lauf durchzuziehen.

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Gesehen: „Jurassic World“

Vorgestern entdeckte ich bei iTunes ein Angebot: „Jurassic World“ in HD für 6,99 € – ganz spontan schlug ich zu und lud den Film. Immerhin sehen meine Frau und ich uns gerne von Zeit zu Zeit einen der drei Vorgänger zur abendlichen Entspannung an.

Das Jurassic World-Poster

Das Jurassic World-Poster

Noch am gleichen Abend überraschte ich dann meine Frau mit diesem vierten Teil, der lose an die Vorgeschichte anknüpft, aber bis auf die Übernahme des Charakters Henry Wu (der leitende Wissenschaftler) und die Nennung des Namens von John Hammond keine direkten Bezüge zu den vorherigen Handlungssträngen mehr aufweist.

Story vs. Effekte

Nein, über die Handlung schreibe ich lieber nichts, denn sie ist derart sinnfrei, wie sie eben nur bei einem Action-Film mit ordentlich Computer-Effekten sein kann. Oft nervt mich so eine grundlegende Schwäche, in diesem Fall jedoch war mir die grundlegende Trivialität der Handlung mitsamt ihrer nicht geringen Menge an Logik-Fehlern vollkommen egal.

Statt einer interessanten Handlung wird dem Zuschauer am Anfang eine Ausgangssituation präsentiert, die kaum klischeehafter sein könnte: Zwei Brüder, einer ungefähr acht bis zehn Jahre alt, der andere grob drei bis fünf Jahre älter, werden von den Eltern, die kurz vor der Scheidung stehen, über ein Wochenende zu ihrer Tante „abgeschoben“, die die Hauptverantwortung für die Leitung des Freizeitparks „Jurassic World“ trägt. Natürlich ist die Tante schwer im Stress, weil gerade wieder einiges nicht nach Plan verläuft, also werden die Jungs ihrerseits wieder mit einer niederen Betreuerin abgestellt und auf eine Tour durch den Park geschickt.

Wie es bei einem solchen Action-/Science Fiction-/Katastrophen-Film nicht anders sein kann, laufen aber im Hintergrund gerade gefährliche Experimente auf der gleichen Insel, auf der sich am Tag der Handlung etwa 22.000 Touristen aufhalten. (Wie realistisch…). Eines dieser Experimente ist der Versuch, die gefährlichen Velociraptoren abzurichten und an ein menschliches Alpha-Tier zu gewöhnen (man hätte ja auch echte Löwen oder Tiger hernehmen können…). Das andere Experiment ist die bereits erfolgte Züchtung eines Super-Predators, der natürlich so überaus intelligent ist, sofort einen erfolgreichen Fluchtversuch hinzulegen. Und dann ist da noch ein Typ vom Militär, der eigentlich alle diese Viecher am liebsten als biologische Allzweckwaffe nutzen möchte…

Ab da geht es – in bester Jurassic Park-Tradition – nur noch ums blanke Überleben. Klar, wenn man mit dem Rücken zur Wand steht, dann holt man schon mal einen T-Rex aus seinem Gehege, um ihn einem anderen Monster-Dino auf den Hals zu hetzen. Im ersten Teil hatten wir zwar noch erfahren, dass ein T-Rex locker eine Renngeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern erreicht, doch in „Jurassic World“ kann man auch als zierliche Dame mit Stöckelschuhen noch locker vor dem Tier durch ein gutes Stück des Parks rennen. Hüstel!

Hmmmm, jetzt habe ich ja doch etwas über die Handlung geschrieben. Egal, entscheidend ist, dass der Film trotz aller Logik-Fehler gut und gerne zwei Stunden Unterhaltung bietet. Die Computer-Effekte sind exzellent, hier und da gibt es sogar etwas zu lachen – die Moral-Frage („Dürfen bzw. sollen Wissenschaftler so etwas tun, nur weil sie es können?“) wird natürlich einmal gestellt, aber – vermutlich in der Befürchtung, das klassische Blockbuster-Publikum zu verschrecken – auch gleich wieder (selbstverständlich unbeantwortet) beiseite gelegt.

Fazit:

Wer auf eine sinnvolle und logische Handlung zugunsten eines spannenden und optisch sehr ansprechenden Action-Spektakels verzichten kann, macht bei „Jurassic World“ sicher nichts falsch. Bei mir ist der Film innerlich schon in die Kategorie „hohl, aber unterhaltsam“ einsortiert worden – perfekte Filme, um sie zur abendlichen Hirnabschaltung einzusetzen. Und auch dafür braucht man immer wieder neues Futter.

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Testbericht der „Runtastic Squats Pro“-App

In meinem gestrigen Blog-Eintrag berichtete ich von meinem Aufwärmprogramm vor dem Laufen, mit dem ich aktuell versuche, die schmerzende, aber hoffentlich wohlgeformte Hinterbacke in eine lediglich wohlgeformte Hinterbacke zu verwandeln. Ein Foto bleibe ich aus ästhetischen Gründen schuldig.

In den Kommentaren kam dann alsbald etwas Verwirrung ob der genannten Zahl der Kniebeugen – neudeutsch: „Squats“ – auf, denn natürlich mache ich keine 80+ Kniebeugen am Stück. (Zumindest noch nicht.)

Daher beschloss ich, heute mal ein paar Screenshots während der Kniebeugen zu machen, denn ich lasse mich dabei ganz gerne von einer App anleiten, das motiviert und strukturiert. Nach ein wenig Stöberei im App-Store hatte ich vor ein paar Wochen die App Runtastic Squats Pro gefunden, die für knapp unter 2 Euro zu haben war.

Das Icon der Runtastic Squats Pro-App

Das Icon der Runtastic Squats Pro-App

Voreinstellung:

Dieser Punkt liegt bei mir schon ein wenig zurück, doch am Anfang nötigt die App dem Nutzer die Wahl des gewünschten Leistungsniveaus ab. Drei Stufen mit unterschiedlicher Zielsetzung (50, 100 oder 150 Kniebeugen) werden angeboten. Das erste Programm war sehr einfach, da konnte ich die ersten paar Tage in einem Rutsch am Stück erledigen. Aktuell befinde ich mich im zweiten Niveau.

Trainingsverlauf:

Vor dem Beginn eines Trainings sieht man, was an dem Tag als Gesamtpensum ansteht. Die App geht davon aus, dass man alle zwei Tage trainiert, daher sieht man im Screenshot das Datum von morgen:

Die Übersicht über das anstehende Training

Die Übersicht über das anstehende Training

Wenn man ein Training startet, zählt die App – ein wenig unsinnig, aber unterhaltsam – einen Coutdown von fünf Sekunden ab, dann verkündet eine leicht roberterhaft anmutende Frauenstimme, wie viele Kniebeugen im ersten Set zu erledigen seien, bei mir waren dies heute 36.

Man hält nun das iPhone mit ausgestreckten Armen vor sich, die integrierten Sensoren bemerken die Ab- und Aufbewegung und verkünden auf dem tiefsten Punkt durch ein Piepsen, dass die Kniebeuge erkannt und gezählt wurde. Hier ein Erfahrungswert: Erst die Dame zu Ende sprechen lassen, dann starten. Während die Frau noch erzählt, was man zu leisten hat, wird nämlich nichts gezählt. Das ist zwar nicht schlimm, kann aber ärgerlich sein, vor allem am Rand der Leistungsgrenze.

Während des Sets erhält man in regelmäßigen Abständen eine Rückmeldung, wie viele weitere noch zu erledigen seien („Noch 20 Kniebeugen, noch 10 Kniebeugen…“), außerdem erhält man – falls aufgetreten – eine entsprechende Rückmeldung, wenn man einen neuen Rekord (also z.B. die höchste Anzahl von Kniebeugen in einem Set) erreicht hat. Bei mir waren es gestern die 32 am Stück, heute die 36.

Hier sieht man die übersichtlich gestaltete Rückmeldung über die noch zu erledigenden Kniebeugen in einem Set.

Hier sieht man die übersichtlich gestaltete Rückmeldung über die noch zu erledigenden Kniebeugen in einem Set.

Nach jedem Set benötigt die Muskulatur eine kleine Pause, also wird diese von der App vorgegeben, allerdings mit der Möglichkeit, sie schon vor Ablauf der Frist zu beenden.

Pausen für die Muskulatur sind wichtig, wenn man es aber eilig hat, kann man sie mit einer kleinen Berührung des Bildschirms abbrechen.

Pausen für die Muskulatur sind wichtig, wenn man es aber eilig hat, kann man sie mit einer kleinen Berührung des Bildschirms abbrechen.

Im letzten Set gibt es ein schönes Gimmick: Während die letzten zehn Kniebeugen laufen, simuliert die App einen Bruch der Smartphone-Scheibe, als würde man gleich alle vorherigen Rekorde durchbrechen. Der virtuelle Bruch erweitert sich mit jeder neuen Kniebeuge:

Das Durchbrechen der bisherigen Rekorde sprengt förmlich den Smartphone-Bildschirm...

Das Durchbrechen der bisherigen Rekorde sprengt förmlich den Smartphone-Bildschirm…

Nach Abschluss des letzten Sets erhält man natürlich eine übersichtliche Zusammenfassung des heute geleisteten Trainings, bei der der erreichte Maximalwerte besonders hervorgehoben wird:

Eine übersichtliche Zusammenfassung des Trainings

Eine übersichtliche Zusammenfassung des Trainings

Und dann gibt es den obligatorischen Ausblick auf das kommende Training, laut Trainingsplan erst übermorgen:

Die Aussicht auf das kommende Training

Die Aussicht auf das kommende Training

Fazit:

Mir gefällt die App sehr gut, ganz abgesehen von der ansprechenden Darstellung und der glasklaren Benutzerführung sind auch die kleinen Gimmicks und die übersichtlichen Darstellungen des bereits Geleisteten und der zukünftigen Forderungen sehr gelungen. Für unter zwei Euro bekommt man neben den notwendigen auch viele zusätzliche nützliche Funktionen. Darüber hinaus werden durch die drei Niveaustufen sowohl Einsteiger als auch Fortgeschrittene gleichermaßen angesprochen. Sehr schön!

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Nice & easy

Heute habe ich ein kleines Rätsel für euch: „Was hat Frank Sinatra mit meiner rechten Hinterbacke zu tun?“

Vorgeschichte

In den letzten Wochen wurde ich beim Laufen von einem recht unangenehmen Schmerz in der rechten Hinterbacke gequält, wovon ich hier schon berichtet habe. Während der zwei Tage in Erfurt und Umgebung habe ich das Laufen mit Absicht einmal ganz gelassen, um meinem Körper etwas Erholung zu gönnen – und mit dem Hintergedanken, die fiesen Schmerzen auf diese Weise eventuell loswerden zu können.

Sinatra to the rescue

Doch dem war nicht so, am Sonntag, beim ersten Lauf nach der Pause, musste ich mich äußerst zusammennehmen, um die 16 Kilometer durchzustehen. Daher verfolgte ich gestern und heute eine andere Taktik, die Frank Sinatra auf seine einmalige Weise in dem Song Nice n easy zum Besten gibt: Ganz entspannt.

So startete ich gestern vor dem Laufen mit ein paar Dehnübungen (die ich sonst nie mache), legte noch 80 Kniebeugen nach, wodurch die Hinternregion auch schon etwas aufgewärmt war, dann legte ich mit einem ganzen Kilometer Gehen los, bevor ich ins Laufen überging. Sobald sich dann während des Laufs Schmerzen oder Erschöpfung bemerkbar machten, reduzierte ich sofort das Tempo. Insgesamt brauchte ich für die gleichen 16 Kilometer dann zwar eine Viertelstunde länger, konnte aber sehr entspannt und fast völlig schmerzfrei laufen. Heute ging ich ähnlich vor – und wieder mit Erfolg, sodass ich es gleich auf 18 Kilometer brachte.

Mal sehen, ob ich auf die Weise in den nächsten Tagen/Wochen die Schmerzen ganz wegbekomme. Schön wäre es ja, denn im Moment ist das doch eher unangenehm.

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52 Wochen – Teil 13 („Junker Solera auf der Wartburg“)

Die vergangenen drei Tage weilte ich mit meiner Familie in Sömmerda, ganz in der Nähe von Erfurt. Ein alter Schulfreund ist arbeitsbedingt im letzten Sommer dorthin gezogen, nun wollten wir mal sehen, wie es ihm und seiner Familie dort geht.

Wenn man aber schon 340 Kilometer einfache Strecke auf sich nimmt, hängt man nach Möglichkeit gleich noch ein paar kulturelle Exkursionen an. Und so kam es, dass wir als Lehrer und somit KvD (Kulturvermittler vom Dienst) am vorgestrigen Freitag der Wartburg und dem Bachhaus in Eisenach einen Besuch abstatteten.

Beide sind touristisch voll erschlossen – und das meine ich positiv, denn es war hervorragend organisiert. Auch die Führung durch die Wartburg war so gemacht, dass wir mit drei Kindern (6-10 Jahre alt) ohne größere Drängeleien und Nörgeleien durchkamen.

In diesem Kontext entstand das Foto für meinen heutigen Beitrag zu Zeilenendes immer noch (mal sehen, wann sich das ändert) wundervoller Foto-Aktion „52 Wochen“ (hier sein heutiger Beitrag, hier alle seine Beiträge, hier alle von mir unter dieser Rubrik veröffentlichten): Ich als „Junker Solera“, der sich auf der Wartburg vor der Kirchen- und Reichsacht versteckt, um dort in Ruhe ein Buch zu übersetzen (das Neue Testament muss es jetzt nicht sein, auch Griechisch liegt mir nicht so ganz…):

Wartburg-Selfie.jpg

Solera versteckt sich als Junker Solera auf der Wartburg – aber in Begleitung seiner schönen Frau, sonst wäre der Zustand unerträglich!

Wie das Bild verrät, kann ich mich mit einem zölibatären Dasein nicht einverstanden zeigen, meine Tonsur ist eher Tarnung als Berufung – daher nahm ich kurzerhand meine hübsche Frau zu mir aufs Selfie, ohne sie gehe ich schließlich fast nirgendwo hin.

Macht euch einen schönen Sonntag, ich bin gerade noch etwas erschlagen von einigen Stunden Probe in der Big Band. Viel mehr bringe ich heute nicht zustande.

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Wind, Wind, Wind – und schmerzender Hintern

Heute früh sah das Wetter gut genug aus, um mich zu einem Freiluftlauf zu animieren: Sonne und ein paar Wolken, angeblich nicht zu starker Wind und etwa 10 Grad Celsius. Also: Rein in die Laufklamotten, meine Asics Nimbus an die Füße, iPhone geschnappt und los.

Doch schon beim ersten Schritt merkte ich, dass der Lauf eher eine Qual werden würde, denn meine rechte Hinterseite schmerzt immer noch. Seit dem Halbmarathon vor fast zwei Wochen zickt die Stelle. Und dummerweise schmerzt es immer dann besonders heftig, wenn es abwärts geht. So ruiniert man sich natürlich vollends das Tempo, denn unter den Umständen konnte ich die Abhänge nicht voll auslaufen. Insgesamt kam ich über die 16,55 Kilometer auf ein Durchschnittstempo von 5:35 Minuten/Kilometer. Eher langsam, aber nicht schlimm, doch schneller wäre es heute nicht gegangen.

Ein leicht gequälter Blick angesichts eines leicht gequälten Laufs.

Ein leicht gequälter Blick angesichts eines leicht gequälten Laufs…

Doch dann kam der Wind. Ich weiß ja nicht, wie oft sich die Windrichtung während dieses einen Laufs geändert hat, gefühlt hatte ich den gesamten Weg über Gegenwind. Aber auch das brachte ich hinter mich, nun genieße ich das Gefühl, den restlichen Tag wieder faul sein zu dürfen. Buch her, Cola Light ins Glas – Genuss!

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