52 Wochen – Teil 7 („Vorher. Nachher.“)

Michael Ondaatje, der Autor von „The English Patient“, hat einen sehr interessanten Lyrik-Band mit dem Titel „The Cinnamon Peeler“ veröffentlicht. Ungefähr in der Mitte findet sich eine auf den ersten Blick völlig abstruse Auflistung von Widmungen, die unter dem Titel „Elimination Dance (the intermission)“ zusammengefasst wurden. Ein paar kurze Kostproben, um euch allen so richtig Hunger nach mehr von dem guten Stoff zu machen:

  • Those who (while visiting a foreign country) have lost the end of a Q tip in their ear and have been unable to explain their problem
  • Men who fear to use an electric lawn-mower feeling they could drowse off and be dragged by it into a swimming pool
  • Those who have unintentionally locked themselves within a sleeping bag at a camping goods store
  • Those who have come across their own telephone numbers underneath terse insults or compliments in the washroom of the Bay Street Bus Terminal
  • Those who have woken to find the wet footprints of a peacock across their kitchen floor

Gerade das letzte gehört zu meinen Favoriten, denn es ist schon eine äußerst poetische Vorstellung, morgens aufzuwachen, noch etwas benommen in die Küche zu tapsen, um dort die frischen Spuren eines Pfau auf dem Boden zu finden.

Doch ich schweife ab, denn gleich der dritte Punkt der langen Auflistung (volle sieben Seiten in dem Band) führt uns zum Thema des heutigen Selfies:

Men who shave off beards in stages, pausing to take photographs

Und auf eine ganz ähnliche Vorgehensweise haben der gute Zeilenende und ich uns vor zwei Wochen verständigt, daher gibt es heute von mir (und aller Wahrscheinlichkeit nach ganz sicher auch von ihm) ein Bild mit Zwei-/Drei-Tage-Bart und eines ohne. Mit viel mehr kann ich nicht dienen, denn nach zwei Tagen sehe ich schon absolut verboten aus… Also: Genuss an!

Vorher. Nachher.
Vorher. Nachher.

Kleines Goodie zum Schluss…

Ein kleiner Exkurs in eine Zeit, die fast schon zu lange zurückliegt, um sich noch richtig an sie erinnern zu können: Im Sommer 2006 fuhren wir – damals noch mit nur einem Kind (und das war erst ein paar Monate alt) und ich noch etwa 25 Kilo schwerer als momentan – mit dem Auto auf eine Rundreise durch Schottland. Ich ließ mein Rasierzeug daheim, was nach den zwei Wochen interessante Resultate zeigte:

 

14 Gedanken zu “52 Wochen – Teil 7 („Vorher. Nachher.“)

  1. Es Marinsche kocht 10. April 2016 / 18:33

    Mega tolle Selfie Idee und Umsetzung 🙂

    Also….ich finde ein paar Pfunde mehr stehen Dir gut…

    Und die Leseproben ( ich dachte erst ich sei auf einem Deiner Rezensions Beiträgen gelandet ): köstlich! Manches erinnert mich ein wenig an David Sedaris….

    • solera1847 10. April 2016 / 18:35

      Vielen Dank für das Lob! Ich neige mein Haupt (aber die 25 Kilo will ich nicht zurück…).

      • Es Marinsche kocht 10. April 2016 / 18:39

        Wichtig ist das man sich wohlfühlt! 🙂

      • solera1847 10. April 2016 / 18:44

        Das tue ich, abgesehen vom Altersverschleiß… 😉

      • Es Marinsche kocht 10. April 2016 / 18:48

        Der kommt eh….aber mit weniger Pfunden weniger belastend 😉

  2. Zeilenende 10. April 2016 / 18:43

    Du löst das Vorher-Nachher viel eleganter als ich. g
    Der Bart ist aber auch interessant. Die weißen Dreiecke sind sehr distinguiert. Und bei dir wachsen an der Seite also die Barthaare nur spärlich? Bin ich also nicht der einzige mit merkwürdigem Sprießverhalten. 🙂

    • solera1847 10. April 2016 / 18:46

      Schlimmer ist nur noch mein Haupthaar, das immer spärlicher kommt, dafür an den verbliebenen Stellen wie besessen wuchert. Hach, was hat sich die Natur da nur gedacht?

      • Zeilenende 10. April 2016 / 18:48

        Die wollte dafür sorgen, dass du die Platte überkämmen kannst. 😄

      • solera1847 10. April 2016 / 18:49

        Brüller! Genau mein Ding!

        Nicht.

      • Zeilenende 10. April 2016 / 18:56

        Sieht ehrlich gesagt auch verboten aus. Schlimmer als ein schlecht gefärbtes Toupet.

    • solera1847 10. April 2016 / 18:47

      Die weißen Stellen waren mit 30 schon etwas überraschend für mich. 😳

      • Zeilenende 10. April 2016 / 18:50

        Lustigerweise habe ich ja vor allen Alterserscheinungen Angst, inklusive grauer Haare. Aber so schneeweiß zu werden, fänd ich cool.

        Würde das färben einfacher machen

        ^^

  3. Flowermaid 10. April 2016 / 20:38

    … so lange du dein Leben lebst und Liebst … blumenhafte Grüsse von einer undisziplinierten … 😉

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