Veganes Gericht von und bei Solera

Hmmmm, mir läuft das Wasser im Mund zusammen...

Hmmmmmm, noch heute läuft mir das Wasser im Mund zusammen!

Haha! Solera kann auch vegan kochen. Auch wenn es völlig unbeabsichtigt war… Am Samstag war hier große Familienfeier anlässlich der Kommunion unserer Mittleren. Bereits am Freitag habe ich mein berühmt-berüchtigtes Chili gekocht. Doch erst am Samstag machte mich eine Schwägerin darauf aufmerksam, dass das ja ein rein veganen Essen sei. Von selbst wäre ich nie auf den Gedanken gekommen.

Zutaten:

Die Zutatenliste ist sehr übersichtlich, alles auf der Liste lässt sich in einem normalen Lebensmittelladen (ja, sogar bei den Discountern) ohne Probleme erstehen – und das Ergebnis ist durchaus lecker:

  • 4-5 Zwiebeln
  • 1 mittelgroße Zucchini
  • 2 rote Paprika (gerne auch Spitzpaprika, die geben ein ganz eigenes Aroma)
  • 2 gelbe Paprika
  • Tomatenpürree
  • Tomaten (gehackt)
  • 1 große Dose Mais
  • mehrere Sorten Bohnen (im Prinzip würde eine auch langen, aber mehrere bringen einfach noch mehr unterschiedliche Aromen ins Spiel)

Zubereitung

Die Zubereitung ist ganz einfach, bedarf leider eines etwas höheren Zeitaufwands, wenn man (wie ich) kein Virtuose mit dem Schneidemesser ist – und sollte am besten in mehreren getrennten Stufen durchgeführt werden:

  • Vorbereitung am Tag zuvor: Bohnen in reichlich Wasser einlegen und über Nacht einweichen lassen.
  • Vorbereitung am Tag selbst: Ich bin ein großer Fan von recht fein geschnittenem Gemüse, daher wird alles in mehr als nur mundgerechte Stücke zerkleinert (siehe Bild, die Maiskörner dienen als Referenz für die Größe). Das erhöht für mich den Genuss beim Essen, kostet aber in der Vorbereitung erheblich mehr Zeit. Am Geschmack ändert sich aber sicherlich gar nichts, wenn man die Stücke etwas größer lässt.
  • Jetzt geht's richtig los: Zuerst die Zwiebeln anbraten. Erst wenn diese einen leichten Bräunungsgrad erreicht haben, werfe ich Zucchini und Paprika dazu. Sobald auch diese etwas Farbe gewonnen haben, lösche ich mit Mais und Tomaten ab. Salz und (Cayenne-)Pfeffer sollten schon einmal vorsichtig dosiert hinzugegeben werden. Das darf dann eine ganze Weile vor sich hin köcheln.
  • Parallel dazu werden die eingeweichten Bohnen in einem separaten Topf gekocht. Auf dem Wasser schwimmt dann ziemlich bald ein sehr dichter Schaum, den ich abschöpfe und wegschütte. Erst wenn mittels Test die Bohnen als fertig (weich genug, aber gerade noch ein wenig Biss) abgestempelt sind, kommen sie in das übrige Gericht hinein. Nun muss notfalls noch einmal die Menge an Tomatenpürree angepasst werden, damit das Chili nicht zu stückelig bleibt. Ideal ist es, wenn auch die oberste Schicht noch von Sauce umgeben ist (siehe Foto).
  • Wenn es wiederum ein paar Stunden ruhen oder – meine Empfehlung – bei niedriger Hitze weiter köcheln durfte, wird es Zeit für die endgültige Würzung. Hier entscheidet der persönliche Geschmack: In meinem Fall wird es schon scharf, aber nicht unvertretbar. Gerade bei einer Familienfeier trete ich hinsichtlich des Pfeffer-Anteils deutlich kürzer. Nachwürzen mittels Tabasco-Sauce oder Cayenne-Pfeffer ist ja nicht verboten.
  • Der Geheimtipp ist aber: Nun sollte das Gericht noch eine Nacht, eventuell sogar einen ganzen Tag ruhen. Auf diese Weise vermischen sich die Aromen der unterschiedlichen Gemüsesorten mit den hinzugefügten Gewürzen zu einem wundervollen Ganzen.

Fazit

Sicher kein Essen, dass man jeden Tag machen kann (allein aus Rücksicht auf die atmende Umwelt) und/oder will (Aufwand). Dafür ein himmlisch leckeres und tatsächlich rein veganen Essen. Noch dazu garantiert diese Form der Zubereitung, dass man ziemlich genau weiß, was im Essen steckt (klar, das Tomatenpürree ist die Schwachstelle, aber solange auf der Packung nichts anderes als „Tomaten“ als Inhaltsstoff angegeben ist, vertraue ich einfach mal darauf, dass keine Salami in meinen Topf plumpst) – und das finde ich in unserer von einer sehr dubiosen Lebensmittelindustrie gekennzeichneten Welt sehr beruhigend.

 

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8 Gedanken zu „Veganes Gericht von und bei Solera

  1. Es Marinsche kocht sagt:

    Leggä 🙂 ’n feines Knobi Baguette dazu….

  2. Flowermaid sagt:

    In Chili muss kein Fleisch sein damit es schmeckt! Bei uns gibt es noch eine Avocadocreme dazu um die Schärfe zu neutralisieren… Avokado, Natursojajoghurt, etwas Zitronensaft, Pfeffer/Salz 😋

  3. Zeilenende sagt:

    Tomatenpüree ist eigentlich keine Schwachstelle, sondern die meiste Zeit des Jahres den normalen Tomaten eh überlegen, weil frische Tomaten ihr süßliches Aroma eh erst nach langer Kochzeit entfalten. Von daher spart man sich einen Arbeitsschritt und in der Herstellung passiert eigentlich nicht viel Anderes als dass das Zeug eben tüchtig eingekocht und ggf. mit Salz versetzt wird.
    Aber das fand ich schön: „Das erhöht für mich den Genuss beim Essen, kostet aber in der Vorbereitung erheblich mehr Zeit.“ … Das gewöhnt auch an die letzten Lebensphasen, wenn die Zähne nicht mehr so wollen. (Zeilenende ist heute ein wenig zänkisch … 😉 )

  4. Klingt wirklich lecker. Muss ich mir mal vormerken.

  5. Virginia sagt:

    Hmmmmm 👏🏻👏🏻👏🏻

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