Archiv für den Monat März 2016

Der Frühling lockt mich raus!

Heute war hier in Aalen ein wirklich wundervolles Wetter: Am Nachmittag hatten wir laut Thermometer sogar etwas über 13 Grad, da musste ich kurzerhand meinen Lauf nach draußen verlegen. Und es war eine weise Entscheidung, denn das Wetter war perfekt zum Laufen: warm genug, um keine drei Lagen Kleidung zu benötigen, und gleichzeitig kühl genug, um sich nicht kaputt zu schwitzen. Ein leichter Wind sorgte darüber hinaus für die nötige Durchlüftung – für einen Warmduscher wie mehr als ideale Bedingungen!

Über die Strecke hatte ich mir vorher zwar ein paar Gedanken gemacht, wich dann aber schon nach der ersten Kurve davon ab. Auch später frönte ich ein wenig der Spontaneität, vor allem wenn unangeleinte Hunde des Weges kamen, deren Besitzer weit entfernt und offensichtlich nicht daran interessiert waren, an der Situation etwas zu ändern…

Da es gestern ausgiebig geregnet hatte, bestanden einige Teile des Waldbodens aus ziemlich matschigen Passagen. Das merkte ich natürlich erst nach einigen längeren Wegstücken in den Wald hinein. Aber die Lust am Laufen, die frische und saubere Luft in meinen Lungen, das betörende Gefühl, einen Mountainbiker locker versägt zu haben, all das ließ mich über die Hüpf-Passagen durch die Matschstrecken hinwegsehen.

Nach einigen Minuten merkte ich, dass meine Spontaneität mich zu einigen Höhenmetern zwingen würde, doch da war es schon rum um's Eck, also zog ich es einfach weiter durch. Insgesamt kam ich in diesem Lauf auf 381 Höhenmeter, zumindest behauptet die RunKeeper-App das.

Höhenmeter

Die heutigen Höhenmeter

Am höchsten Punkt meines Laufs kam ich am Fernsehturm vorbei, was bei diesem Wetter ein hervorragendes Foto-Motiv abgab.

Der Aalener Fernsehturm

Der Aalener Fernsehturm

Später kam ich auf den sog. „Bergbaupfad“, der mich vom Wanderparkplatz Röthardt über die Erzgrube zurück nach Röthardt führte. Dabei kam ich auch an einem alten Stolleneingang vorbei. Nachts ist das sicher ein sehr heimeliger Ort…

Der Eingang zu einem der alten Stollen

Der Eingang zu einem der alten Stollen

Und kurz vor dem Ende des Laufs schien die frühabendlichen Sonne durch die noch fast gänzlich unbelaubten Baumwipfel, was mir noch einmal das iPhone in die Hand zauberte.

Ein wundervoller Anblick zum Abschluss des Laufs

Ein wundervoller Anblick zum Abschluss des Laufs

Alles in allem war es ein toller Lauf: 15,19 Kilometer in 80 Minuten und 15 Sekunden, somit ein Schnitt von 5:17/Kilometer.

Der heutige Lauf

Der heutige Lauf in der Gesamtübersicht

 

Den Nachteil bekam ich gleich danach zu spüren: Ein paar der Pflanzen, auf die ich allergisch reagiere, beginnen anscheinend gerade, ihre Blüten auszufahren. Kaum war ich daheim, begann mein Rachenraum zu jucken. Zeit für meine Jahresdosis Nasonex!

Laufstatistik 2016:
– 82 Läufe
– Kilometer gesamt: 1246,28
– Laufzeit: 122 Stunden 50 Minuten

 

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Endprodukt (Glückwunschkarte)

Heute habe ich es unter Einsatz der Paper-App und meines Apple Pencils am iPad Pro mit nochmals 45 Minuten Feinarbeit geschafft, meine Glückwunschkarte für die morgen anstehende Taufe im Verwandtenkreis fertig zu stellen. Jeglicher Versuch von Schrift war schlicht fürchterlich, daher verzichtete ich am Ende ganz auf handgeschriebene Worte und füllte die freie Fläche stattdessen mit weiteren Blumen-Ornamenten auf. Der Text landete dann auf der Innenseite der Karte, drumherum können wir dann alle signieren – das ist schicker.

Das fertige Endprodukt

Das fertige Endprodukt – so bin ich zufrieden.

Insgesamt bin ich so wesentlich zufriedener mit dem Ergebnis. Hoffentlich sehen das die Verwandten auch so, sonst gibt's Haue für die Eltern und kein Geschenk für den Täufling! 😉

Ein lustiger Nebeneffekt war, dass urplötzlich ein großes Interesse der umstehenden Kinder an meiner Tätigkeit erwachte. Meine mittlere Tochter wollte dann gleich auch malen, also duplizierte ich ihr den Entwurf ohne Schriftzug von gestern, sodass sie einen Schmetterling in die Mitte setzen konnte. Mit ein wenig mehr Übung könnte das wirklich sehr hübsch werden.

 

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52 Wochen – Teil 5 („Heiligenschein“)

Ganz ungewohnt bin ich heute recht spät dran für meinen Beitrag zu Zeilenendes Foto-Challenge 52 Wochen. Doch ich habe einen guten Grund: Wir waren den ganzen bisherigen Tag in Bayern bei der angeheirateten Verwandtschaft. Das war zwischenmenschlich sehr schön, breitbandmäßig leider gewohnt ungenügend. Daher musste ich das Posten auf jetzt verschieben.

Solera mit Heiligenschein

Ein seltener Anblick: Solera mit Heiligenschein

Auch wenn ich mich in Zukunft von religiösen Themen fernhalten werde, möchte ich das heutige Bild noch verarbeiten, denn es entstand bereits am 6. März in einem Restaurant (ebenfalls in Bayern). Den Corona-Effekt hatte ich nicht beabsichtigt, es war ein Selfie zum Ausprobieren, ob das Motiv für den Challenge taugt. Erst beim genaueren Betrachten entdeckte ich die schöne Corona um mein (mehr oder weniger) edles Haupt.

Für nächsten Sonntag habe ich auch schon eine ganz nette Idee, doch die Umsetzung dürfte mir wieder einiges abverlangen… Schönen Abend!

 

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Glückwunschkarte Marke Eigenbau

Am Montag wird meine jüngste Nichte getauft. Beim letzten Einkauf gab es bei der Auswahl von Glückwunschkarten nur die Auswahl zwischen extrem hässlich und extrem kitschig. Nichts davon taugte uns. Also beschloss ich kurzerhand, selbst aktiv und kreativ zu werden.

Zuerst musste ein halbwegs ordentlicher Hintergrund her, also zückte ich mein iPad Pro und den Apple Pencil, wählte in der Paper-App erst die Farbrolle, um weite Teile des Hintergrunds gleichmäßig einzufärben, danach kam der Pinsel an die Reihe, um diesen sterilen (da gleichmäßigen) Hintergrund wieder natürlich aufzulockern. Damit bin ich auch einigermaßen zufrieden. Allzu oft komme ich ja leider nicht dazu.

Dann ging's flugs an das Ornament: Grüne Ranken mit ebensolchen Blättern und orange-gelben Blüten. Auch hiermit bin ich zufrieden. Bis hierher ist das ein schönes Bild, das man auch für andere Zwecke gebrauchen könnte. Sollte jemand Bedarf haben, bitte: nur zu (allerdings nicht zu kommerziellen Zwecken).

Hintergrund mit Ornament

Hintergrund mit Ornament – bis hier bin ich ganz zufrieden.

Und dann kam die Schrift. Und was bin ich froh, die obige Datei dupliziert und nur mit dem Duplikat weiter gearbeitet zu haben. Ganz zufrieden mit der Schrift bin ich nicht. Sie hat zwar den beabsichtigt rustikalen Charakter, doch irgendwie fehlt mir das richtige Maß. Vielleicht muss ich da später noch in einer anderen App ran und das mit einzelnen Ebenen anlegen, die ich dann jeweils verschieben kann. Mal sehen, wie fit ich heute oder morgen Abend bin. Sollte sich noch etwas ändern, stelle ich das Bild auch noch ein.

Mit der Schrift geht die Zufriedenheit flöten...

Mit der Schrift geht die Zufriedenheit flöten...

 

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Fauler Tag

Solera legt die Füße hoch...

Solera legt heute mal ganz faul die Füße hoch...

Heute ist ein richtig fauler Tag. Und ich genieße jeden Moment davon. Hmmmmmmm, was macht einen faulen Tag aus? Ganz klare Sache: Ausschlafen! Also bis 5:55 h, dann noch liegen bleiben bis zehn nach sechs. Luxus (kein Kind wollte etwas von uns…)! Dann ab in den Keller und ganz entspannt Laufen (17,17 km – ich beende die Läufe immer bei solchen Schnapszahlen, gestern waren es 16,16…). Aber wirklich ganz entspannt mit einem guten Hörbuch. Seit ein paar Tagen (Ferien!) hänge ich dann immer noch ein paar (<10) Minuten Seilspringen an – der Doc hat ja abgeraten, aber in der Kürze kann es nicht wirklich schädlich sein. Außerdem habe ich dabei Seeed gehört, das puffert gut… Dann duschen und frühstücken. Und dann bin ich gleich einmal sitzen geblieben, wo ich war und habe meine Twitter-Zeitleiste überflogen, hier und da einen Artikel genauer gelesen, ein Glas Cola Light nach dem anderen getrunken und den Blog-Eintrag von heute früh geschrieben. Dann kamen meine Frau und unsere Mittlere (gestern war Erstkommunion) von der Kirche heim. Spontan beschlossen wir, doch einfach mal einen Film anzuwerfen – wenn nicht in den Ferien, wann dann? Also TV an: „Evolution“. Herrlich! Das war für uns Eltern gut, aber gerade die Mittlere mag den Film nicht und blieb standhaft in ihrem Zimmer. Daher schwenkte der mittlerweile seine Faulheit voll auskostende Solera auf „Undercover Blues – Ein absolut cooles Trio“ um, was bei allen Kindern gut ankam. Und weil ich schon so schön saß, gab es danach gleich noch einen Film (Rabeneltern!). Bildungsfernsehen: „Zärtliche Chaoten“. Die Kinder haben sich königlich amüsiert, wir Erwachsenen uns auch – wenn auch aus anderen Gründen, denn die Witze sind überwiegend derart schlecht (ich sag nur: Schlürfrechte), dass man den Film eigentlich nur mit einer ganzen Flasche Solera 1847 intus ertragen kann. Aber das Amüsement der Kinder wirkte absolut ansteckend. Danach schmerzte mir vom vielen Sitzen schon beinahe der Hintern, also stand ich auf und begab mich als Üben. In den Blas-Pausen tippe ich nun diesen kurzen Eintrag. Hach! Ferien sind schon etwas herrliches!

 

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Das neue Projekt: 10 Klimmzüge

Vor einigen Wochen las ich einen sehr interessanten Blog-Eintrag von crossboxsports, in dem er auf den nur allzu gern übersehenen Klassiker Klimmzug hinweist und auch gleich noch Tipps für gestaffelte Übungen gibt.

Das weckte das Interesse in mir, in meiner Frau auch. Also bestellten wir uns flugs eine Klimmzugstange. Und zwar eine moderne, die man nicht mehr festschrauben muss, um so den Türrahmen nachhaltig zu verkratzen. Nein, dieses Modell ist richtig schick, es wird über dem Türstock und außen am Türrahmen festsitzend eingeklemmt und trägt dann bis zu 100 kg. Ich bin mit unter 65 Kilogramm der schwerste in der Familie, also mussten wir nicht noch auf das stärkere Modell aufstocken.

Da hängt unser jüngster Zuchtmeister

Da hängt unser jüngster Zuchtmeister...

Und dann hing es erstmals da und forderte auf seine stille, fast schon schmunzelnde Art jeden, der am Arbeitszimmer vorbeikommt, auf, doch bitte gleich einmal einen oder mehrere Klimmzüge zu absolvieren. Hmmmmmm. Also ran!

Uuuuuuuuuuaaaaaaaarrrrrrrrrgggggggghhhhhhh!

Eins. Und damit war auch schon Schluss. Vorerst.

Seitdem habe ich es mir zur Angewohnheit gemacht, bei so ziemlich jedem Betreten des Arbeitszimmers kurz innezuhalten, die Arme zu erheben und mindestens einen Klimmzug zu absolvieren. Klar, gelegentlich bin ich fürchterlich in Eile, vor allem morgens, wenn ich nach dem Laufen beim Duschen getrödelt habe – der Bus wartet ja nicht auf mich (auch wenn das mehr als verdient wäre) –, doch ansonsten mache ich das wirklich fast immer.

Und siehe da: Mittlerweile schaffe ich auf jeden Fall zwei Stück. Zum Mitschreiben: Das ist eine Steigerung um 100 Prozent! Mal sehen, ob ich es nicht schaffe, noch in den Osterferien weitere 100 Prozent zu schaffen. Auf jeden Fall steht mein großes Ziel fest: 10 sauber ausgeführte Klimmzüge ohne Ansprung. Sobald es geschafft ist (vermutlich in zehn oder elf Jahren), schreibe ich wieder darüber.

(P.S.: Nein, heute hatte ich noch keinen Solera.)

 

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Ben Hur

Ben Hur – ein Kino-Klassiker

Ben Hur – ein Kino-Klassiker mit hervorragender Musik

Es ist fast Ostern, somit befinden wir uns in dem Zeitraum, in dem in meiner Kindheit immer der alte Kino-Klassiker „Ben Hur“ im öffentlich-rechtlichen Fernsehprogramm ausgestrahlt wurde. Da wir vom Beginn des Frühjahrs bis zum späten Herbst keinerlei Fernsehempfang haben (die Bäume auf dem Nachbargrundstück sind einfach zu hoch für unsere Satellitenschüssel), kann ich gerade nicht so ohne Weiteres überprüfen, ob diese Tradition noch besteht (und die ganzen Fernsehprogramme im Internet einzeln zu durchforsten ist mir einfach zu unkommod). Mir persönlich könnte es egal sein, denn ich habe seit Jahren die DVD zuhause. Aber irgendwie handelt es sich um eine dieser Kindheits-Traditionen, die man eher aus nostalgischen Gründen als aus irgendeiner Logik heraus vermisst.

Ich denke da vor allem an meine eigenen Kinder: Noch ist auf jeden Fall unsere Jüngste „zu klein“ für diesen Klassiker des Kinos. Aber in ein oder zwei Jahren werde ich Ihnen den Film sicher mal zeigen.

Für mich selbst ist an diesem Film die Musik eigentlich immer viel spannender als die Handlung. Ausdrucksmusik vom Feinsten.

Und genau hier stößt man bei genauerem Hinsehen auf eine Absurdität der Musikgeschichte. Es gibt nur noch vereinzelte Stücke aus dieser großartigen Filmmusik, die meist aus Skizzen rekonstruiert oder herausgehört und neu notiert wurde. Wieso das? Und die Frage ist mehr als berechtigt.

Anscheinend – zumindest habe ich dies gelesen – gehörte es zum ganz üblichen Prozedere, die Noten (auch die Partitur) einer Filmmusik zu verbrennen, sobald das Filmprojekt erfolgreich abgeschlossen war. Welch Irrsinn! Aber der Gedankengang ist nachvollziehbar, zumindest auf der Ebene der Produzenten:

  • Damals gab es noch keine ausgekoppelte und separat verkaufte Filmmusik, die weiteres Geld in die Kassen der Filmproduzenten spülen konnte. Wozu sollte man also – vor allem angesichts der Unmengen an jemals hergestellten Filmen – alles aufheben? Und wo? Partitur und Orchestermaterial füllen eine mittelgroße Versandkiste. Bei einem Film ist das kein Problem. Auch bei 2, 5, 10, 100 oder 1.000 Filmen noch zu stemmen. Mittlerweile sind aber derart viele Filme gedreht worden, dass es Unsummen kosten würde, alle diese Dinge analog aufzuheben. Zumindest in der Logik der damaligen Verantwortlichen.
  • Die Angst vor schamloser Raubkopie war groß. Das Urheberrecht, wie wir es seit der zunehmenden Ausbreitung des Internets kennengelernt haben, gab es in dieser Form noch nicht. Und die Teile, die es gab, waren wesentlich schwieriger durchzusetzen. Die in den letzten 15 oder 20 Jahren aufgekommene Abmahnungspraxis einiger geldgieriger Anwaltskanzleien hat unseren Blick dafür getrübt, dass früher oft Passagen abgeschrieben, leicht abgeändert und mit großem Erfolg weiterverwendet werden konnten. Und das ohne Angst vor der juristischen Keule. Also hat man die Partituren lieber vernichtet. So konnte niemand anderer seinen Nutzen daraus ziehen.

Wie froh bin ich doch, dass ich vor ein paar Jahren zumindest drei Stücke aus dieser grandiosen Filmmusik von Miklós Rózsa in einer sehr gelungenen Neuaufnahme finden konnte. Während meine Jüngste gerade beim Kinderturnen umeinander springt, höre ich nun schon zum zweiten Mal die Musik und schreibe wie verzaubert diese Zeilen. Allein dieser kleine Genuss am Vorabend der Osterferien ist es wert, meinen Kindern diesen Film eher früher als später zu zeigen.

Wer erinnert sich noch daran, wann er/sie den Film zum letzten Mal gesehen hat? Wie wirkte die Musik damals?

Link zum Bild

 

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David Bowie: „Blackstar“

Vor ein paar Wochen machte der unerwartete Tod David Bowies in den Medien die Runde. Nur ein paar Tage vorher hatte er sein neues Album „Blackstar“ herausgebracht. Bei Apple Music habe ich gleich damals hineingehört – und nach ein paar Minuten beschlossen, dass es nicht unbedingt die Musik ist, die mich anspricht. Obwohl ich als Musiklehrer sehr bewandert in dieser Thematik bin, konnte ich mit David Bowie nie viel anfangen. Ich hatte Interesse, war nie völlig abgeneigt, aber auch nie so richtig begeistert.

Eigentlich müsste man an dieser Stelle folgerichtig erwarten, dass sich eine weitere Beschäftigung mit „Blackstar“ für mich damit auch schon erledigt hatte. Doch dem war nicht so. Die Klangfarbe am Anfang des ersten Songs (und Titelgeber des Albums) hatte mich irgendwie eingefangen und verfolgte mich. Über Tage und Wochen hinweg. Irgendwann in der letzten Woche brachte ich unsere Jüngste am Abend ins Bett. Während sie allmählich in den Schlaf sank, hörte ich mir den ganzen (fast zehn Minuten langen) Song noch einmal an und las mir dabei die Lyrics durch.

Offizieller Video-Clip auf Vevo

Und dabei machte es „Klick“ in meinem Kopf. Es ist ganz offensichtlich eine Musik, die man nur genießen kann, wenn man sich in der richtigen Stimmung dafür befindet. Dann aber fegt sie einen geradezu weg. Mich zumindest. Was gefällt mir an dem Song nun? Ich habe mich selbst gefragt und die folgenden Punkte gefunden:

  • Vor allem das Intro: Diese sanft wallende Akkordfolge war es, die mich einfing – und bis heute nicht mehr hergegeben hat. Musikalische Verführung vom Feinsten.
  • Das Schlagzeug: Kaum ist die einleitende Akkordbegleitung vorbei, setzt das Drumset mit einem etwas eigenartigen Sound ein, fast möchte man meinen, es handele sich um ein synthetisches (also am Computer programmiertes) Drumset. Noch dazu spielt es einen etwas abstrusen Rhythmus, der nicht in die gängigen Rock-/Pop-Schemata passt. Zu Beginn störte mich das wahnsinnig, denn ich kann dilettantisches Schlagzeugspiel nicht ausstehen (der Grund dafür liegt daran, dass ich vor mehr als zwei Jahrzehnten einen Auftritt mit meiner damaligen Band und einer anderen hatte, deren Schlagzeuger bestenfalls ein unzusammenhängendes Geklopfe abgeliefert hat – auf jeden Fall war es auf grausame Weise ungeeignet, den damals gespielten Songs irgendeine Art von Struktur zu verleihen). Nur hätte sich David Bowie nie einen Dilettanten an die „Schießbude“ gesetzt. Also gab ich dem ungewohnten Pattern ebenfalls eine neue Chance – und wurde durch ein neues Hörerlebnis belohnt… Hier muss man eher wie beim Jazz herangehen – und schon wieder fühlt sich der Song etwas heimischer an.
  • Die häufigen Stilwechsel: Klar, zehn Minuten Popmusik ohne stilistischen Wandel wären vollkommener Geschmacks-Suizid (Entschuldigung). In „Blackstar“ wird der Hörer für seine Geduld mit faszinierend schönen Abschnitten belohnt (z.B. ab 4:35), die vor allem im Kontrast mit anders klingenden Abschnitten hervortreten. Die Kombination macht hier den Reiz aus.
  • Die abwechslungsreichen Klangfarben und Effekte: Selten habe ich eine so geschmackvolle Mischung aus synthetischen, elektrisch verstärkten bzw. elektronisch veränderten und akustischen Instrumenten gehört – alles ergänzt sich zu einer höchst interessanten Mischung. Wie weit die Liebe zum Detail geht, kann man in dem Teil ab 4:35 hören, denn mir drängt sich der Eindruck auf, dass hier z.T. jedes einzelne Wort eine eigene Nachhall-Dauer verpasst bekommen hat. Die Wirkung entfaltet sich auf jeden Fall bei genauem Hinhören.

So, genug geschwärmt. Jetzt solltet ihr die Musik anstellen, die Augen schließen (mir gefällt der Video-Clip nicht sonderlich) und den Song mindestens zweimal gleich hintereinander hören. Hier und da werden euch beim zweiten Durchgang die kleinen musikalischen Juwelen anstrahlen – und jedes weitere Mal legt weitere Schätze offen.

 

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Solera für Solera

Frisch geliefert – Solera 1847

Frisch geliefert: Solera 1847

Nein, ich befinde mich nicht im Wahlkampf und betreibe mitnichten Eigenwerbung im großen Stil gemäß einiger Gestalten des aktuellen US-amerikanischen Zeitgeschehens. Bei mir sind zwei Dinge eingetreten, die mir den Einstieg in die Ferien – ohnehin eine angenehme Sache – noch deutlich versüßen werden:

  1. Gestern kam meine große Box mit allen „Dr. House“-Staffeln. Da ist vor allem die frühen Staffeln mehr oder weniger gar nicht kenne, ist das eine schöne Alternative zu den von mir und meiner Frau sehr geschätzten „Eureka“-Folgen, die sonst unsere Abende begleiten.
  2. Heute lieferte DHL einen ganzen Karton mit sechs Flaschen des einzigartigen Oloroso, der diesem Blog seinen Namen (eventuell sogar gegen seinen Willen – gefragt habe ich ihn nicht) leiht: Solera 1847 von González-Byass. Die erste Flasche ist bereits im Kühlschrank. Wenn ich heute Abend mit unserer Jüngsten vom Kinderturnen zurück bin und endgültig in eine etwas entspanntere Verfassung hineingleite, wird entkorkt und das erste Glas genossen. Das letzte liegt fast zwei Jahre zurück – eigentlich ein untragbarer Zustand!

Sollte mir das Glas besonders gut munden (und ich bin absolut zuversichtlich, dass es dieses Kriterium in gewohnt bravouröser Art erfüllen wird), kann es durchaus passieren, dass ihm noch ein oder zwei weitere folgen. Mal sehen, ob ich dann morgen darüber bloggen muss, dass mein Schädel ein paar Nummern zu groß und schwer ist… Prost!

Irgendwann lade ich mal den höchst geschätzten Zeilenende und die einzigartige Es Marinsche kocht auf einen schönen Tag in die Casa „Solera 1847 und Multicolorina dilettiert“ ein, dann bekommen sie auch von diesem Nektar der Götter zu trinken. Und dann kochen und backen (und schlemmen) wir gemeinsam, bis die Stadtwerke anrufen und sich beschweren, dass ihnen bald der Strom ausgeht…

Laufstatistik 2016
– 75 Läufe
– Kilometer gesamt: 1.132,94
– Laufzeit: 111 Stunden 27 Minuten

 

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52 Wochen – Teil 4 („Junkie“)

Heute wollte ich mal den Anspruch meiner Beiträge zum Zeilenende-Foto-Challenge „52 Wochen“ anheben und neben einem Foto von mir auch ein paar Details über mich zum Besten geben, die manch einer sich eventuell schon aus den unzähligen Blog-Einträgen zusammengereimt hat: Ich sehe zwar nie Live-TV (Ausnahme: Live-Berichterstattungen an Wahltagen, das finde ich meist recht spannend), mag aber TV-Serien. In gewisser Weise bin ich also ein Serien-Junkie.

52 Wochen – Teil 4 – Junkie

52 Wochen – Teil 4 – Junkie

Sicher nicht alle, denn da gibt es so unglaublich viel Blödsinn, dass es einem schier das Hirn seitlich aus dem Schädel drücken möchte, aber im Science Fiction-Bereich bin ich z.B. ganz gut zuhause (vor allem Star Trek in allen Varianten und Babylon 5, auch wenn diese Serie meiner Meinung nach deutlich schwächer ausfällt).

Wenn da nicht der begrenzende Faktor der abendlichen Müdigkeit wäre, könnte ich an so manchen Tagen eine ganze Staffel von einer Serie am Stück durchgucken. Effektiv habe ich das noch nie gemacht, denn spätestens nach zwei Folgen selbst einer spannenden Serie wie „Eureka“ (vom guten Zeilenende empfohlen, aktuell mein Favorit) fallen mir einfach die Augen zu. Ich kann nichts dagegen machen.

Im restlichen Bild sind noch ein paar andere meiner Favoriten untergebracht:

  • Monk – es gibt keinen sympathischeren Spinner als Adrian Monk, wer es nicht glaubt, soll sich mal die erste Staffel am Stück durchgucken…
  • Ein Colt für alle Fälle – für einen Trip auf der guten alten Straße der Nostalgie, denn diese Serie habe ich in meiner Kindheit jahrelang um 17:50 h im öffentlich-rechtlichen TV genossen.
  • The Cosby Show – mit dieser Serie bin ich groß geworden. Auch wenn Bill Cosby aktuell in einem etwas zweifelhaften Licht zu betrachten ist, halte ich diese Serie für eine der besten Familienserien aller Zeiten.
  • Columbo – meine neueste Errungenschaft, die gerade gestern geliefert wurde. Ich habe noch nicht einmal einen Blick in die Umverpackung werfen können (für das Foto musste ich erst noch die Folien außen abmachen). Man muss dazu nicht mehr sagen als: „Eine Frage hätte ich da noch…“
  • The Big Bang Theory – lange habe ich mich dagegen gesträubt, dann aber die ersten sechs Staffeln in einem zweimonatigen Rutsch verschlungen. Aktuell arbeiten wir uns durch die siebte Staffel. Und mehr ist ja ganz offensichtlich auf dem Weg. Juhu!
  • Monty Python's Flying Circus – eigentlich habe ich die schon viel zu lange nicht mehr angesehen. Viele davon sind so unglaublich gut, es wird wirklich Zeit!
  • Boston Legal – eine Serie, die mir durch ihre schonungslose Überzeichnung aufgefallen ist. Und durch William Shatner, der sich ganz offensichtlich selbst spielt. Ich darf nur nicht zu viele Folgen am Stück sehen, sonst werde ich zum Alkoholiker, denn bei jeder Folge habe ich angefangen, mir auch einen Scotch zu genehmigen…

Eine Serie, die ich sehr schätze, fehlt leider, denn die DVDs wurden noch nicht geliefert: „Dr. House“. Zynismus und Genialität in engster Verbindung machen diese Serie zu einem absoluten Genuss.

Soweit für heute, gönnt euch einen schönen Sonntag Abend – wir müssen noch zwei Schultage durchstehen, dann geht's verdient in die Ferien. Ab da müsst ihr mit mehr Einträgen an dieser Stelle rechnen…

P.S.: Die Vorbereitungen für das heutige Foto waren aufwändig, zwei vorbereitende Leer-Schüsse hänge ich an, da kann man die DVDs noch ein wenig besser erkennen.

DVD-Installation auf meinem Schreibtisch

DVD-Installation auf meinem Schreibtisch

Und Licht aus!

Die gleichen DVDs, nun aber: Licht aus!

Kamera: iPhone 5S, keine Filter. Vielen Dank an Multicolorina dilettiert für die Hilfe beim Fotografieren!

 

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