Ich hab‘ Hunger!!! & Fastenzeit 2016

Gleich ist sie weg!

Lange hat die Banane nicht mehr...

Bereits seit Monaten spielt sich während der Schulzeit tag-täglich ein völlig unveränderliches Ritual in unserem Haus ab: Die Kinder kommen aus dem Kindergarten/Hort nach Hause, wo sie ihr mitgebrachtes Vesper (Kindergarten bzw. Schule), das Mittagessen (alle) und noch einen Nachmittags-Snack (Kindergarten) verzehrt haben.

Kaum überschreiten die Kinder jedoch die heimische Schwelle, entringt sich ihren drei gemeinsamen Kehlen ein fast schon markerschütternder Schrei, der – und hier kommen die Eltern ins Spiel – bei Nichtbeachtung binnen weniger Sekunden zu mehrfacher Wiederholung bei angepasster stimmlicher Dringlichkeit führt: Ich hab' Hunger!!!

Irgendwie fragt man sich da doch immer und immer wieder neu, ob denn die Kinder in der Betreuung bei der Essensausgabe nichts abbekommen haben. Dort aber, so versichern sie selbst bereitwillig, gab es durchaus etwas zu essen… Klar, nicht immer schmeckt es jedem (unser Großer ist besonders wählerisch, das heutige Essen war anscheinend – s.u. – absolut nicht sein Fall), aber dass wirklich jeden Tag der Hunger so hinausgebrüllt werden muss, erstaunt die Elternfraktion (ja, wir sind personell in der Minderheit) stets erneut.

Meine Frau denkt bei solchen Dingen immer wesentlich weiter mit als ich, denn sie legt mittlerweile – mental völlig ausgeglichen – einfach ein paar gesunde und von allen Kindern geschätzte Verzehrobjekte bereit: Bananen, Kohlrabi-Scheiben, Hefezopf, gelegentlich mal einen Keks, Äpfel etc. Und die werden natürlich gern angenommen, auch wenn nicht nur unser Großer lieber dem industriell aufbereiteten Zucker-Overkill anheim fallen würde.

Und das bringt mich zur Fastenzeit 2016. Obwohl der Begriff stark religiös geprägt ist, hat er – zumindest in meinem Fall – keine solche Komponente. Meine Frau und ich nutzen die Fastenzeit alljährlich, um unsere über Weihnachten und Fasching meist etwas entgleisten (betrifft nur mich, sie ist bei der Ernährung viel disziplinierter) Essensgewohnheiten wieder zurückzusetzen (darüber habe ich auch schon berichtet).

Dabei hat sich das folgende Vorgehen als sehr hilfreich erwiesen: Von Montag bis Freitag Abend (20:00 h) gibt es keine Süßigkeiten, am Wochenende schon. Eine schlichte An-/Aus-Regel, deren Befolgung gerade durch die immense Simplizität immer wieder gelingt. Es gibt keine Ausreden, eine Ausnahme oder ungenaue Vorgabe durch fadenscheinige Argumente auszudehnen (und somit außer Kraft zu setzen). Deswegen machen wir das schon seit Jahren.

Den Kindern zwingen wir die Fastenzeit nicht auf, sie bekommen täglich eine Süßigkeit – und natürlich den erbettelten Nachmittagsimbiss (der Große räumt parallel zu meinem Schreiben dieses Blog-Eintrags gefühlt den halben Kühlschrank aus – er hat gerade verspeist: etliche Kohlrabi-Schnitzen, zwei Stücke Kuchen, ein Schälchen Joghurt mit Schoko-Streuseln, der Durst kommt dann sicher auch noch…). Schön ist es für uns Erwachsene, sich am Ende der Fastenzeit beim sog. Osterfrühstück, das bei der Familie meiner Frau alljährlich ganz groß zelebriert wird, von den selbst auferlegten Einschränkungen der dann vergangenen Wochen wieder zu verabschieden.

Macht hier noch jemand so etwas?

Laufstatistik 2016:

  • 34 Läufe
  • Kilometer gesamt: 487,82
  • Laufzeit: 46 Stunden 15 Minuten

In den letzten zwei Tagen habe ich meine morgendlichen Läufe etwas ruhiger begonnen (1 km Gehen bei 6,0 bis 6,8 km/h, danach hielt ich durchweg einen Schnitt von 10 km/h) – das war recht entspannend, kostete aber ordentlich Zeit. Sollte ich mal wieder auf mehr als sechseinhalb Stunden Schlaf kommen, steigere ich das Tempo wieder. Müsste sich doch machen lassen…

 

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4 Gedanken zu „Ich hab‘ Hunger!!! & Fastenzeit 2016

  1. Es Marinsche kocht sagt:

    Ein nettes Ritual, was Ihr da zelebriert….Rituale im Alltag / Jahreslauf sind so etwas schönes, wohltuendes, heilsames….hört sich sehr gut an….viel Erfolg, entspanntes Herangehen und Gelassenheit Euch zwei beiden Schätzen! Alle eingesparten Kalorien bitte umgehend an mich verweisen 😉

  2. Zeilenende sagt:

    Nimm deinem Großen mal seinen Stoffwechsel ab. Meiner ist zwar mittlerweile einigermaßen robust, setzt aber immer noch zu viel an. Was das Fasten angeht:
    Jain … Ich plane meistens eher Völlereiphasen ein und lebe den Rest des Jahres diszipliniert. Einigermaßen. Wobei das besser laufen könnte. Je mehr Personen im Haushalt, desto anstrengender ist das langfristig. gg

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