Archiv für den Monat Februar 2016

52 Wochen – Teil 1

Wie im letzten Blogeintrag erwähnt, nehme ich an der Aktion 52 Wochen Selfies vom lieben Zeilenende teil. Aktuell finden sich in meiner Fotos-App nur wenige Selfies, da es sich dabei um eine Art der Fotografie handelt, die ich bislang immer als wenig sinnvoll erachtet habe. Doch Zeilenende, der alte Verführer, hat es geschafft, mein Interesse zu wecken.

Kommen wir zum ersten Bild: Mit 40 bin ich keine 25 mehr. Ich bin zwar in körperlich ganz guter Verfassung, doch die eine oder andere Spur des körperlichen Verfalls kann ich schlicht nicht (mehr) wegretuschieren. Warum sollte ich das auch? Stattdessen eifere ich meinem Vorbild, Captain Jean-Luc Picard nach, zeige (ganz unamerikanisch) den zurückweichenden Haaransatz und die Falten – und fühle mich so alt, wie ich es bin.

 

Advertisements
Getaggt mit , , , , , , , ,

Und weg war die Stunde…

Der heutige Sonntag begann sehr angenehm: mit Ausschlafen. Entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten bin ich dann gegen 7:20 h aus dem Bett gekrochen, um in der Küche für Ordnung zu sorgen (gestern Abend war ich schlicht zu müde und bequem und wollte das nicht mehr erledigen). Dabei bemerkte ich, dass es draußen einigermaßen trocken aussah – und schon war der Gedanke geboren: Ich könnte ja mal schnell Croissants holen… Natürlich hatte die Sache einen Haken, denn die Croissants wollte ich zu Fuß holen und in einen schönen Lauf einbinden. Das tat ich dann auch.

Als ich vor die Haustür trat, traf mich die Kälte zwar nicht unerwartet, doch überraschend beißend. Laut Thermometer waren es gerade einmal Temperaturen ganz nah am Gefrierpunkt, doch der Wind machte es wirklich zu einer unangenehmen Gefühlslage. Um dem Wind auszukommen, gab ich richtig Gas – so schnell bin ich meines Wissens noch nie auf Dauer gelaufen, denn für die nächsten 13,65 Kilometer lief ich im Schnitt in einem Tempo oberhalb der 12 km/h. Zum Teil deutlich schneller (den 10. Kilometer lief ich in 4:09 Minuten). Auf dem Laufband erreiche ich dieses Tempo so gut wie nie, andererseits habe ich da auch nie mit eiskaltem Gegenwind zu kämpfen…

Höllentempo für meine Verhältnisse

Für meine Verhältnisse ein absolutes Höllentempo – tja, bei DER Motivation...

Nach 13,65 Kilometern war ich beim Bäcker angekommen, kaufte die fünf benötigten Croissants, danach kam der wahrhaft harte Teil des Laufs, denn ab jetzt ging es fast drei Kilometer am Stück nur ansteigend im – nach der Wärme des Bäckers noch viel fieser wirkenden – eiskalten Gegenwind. Nach dem sehr schnell gelaufenen ersten Teil merkte ich hier ab dem ersten Meter, dass ich kein großes Tempo mehr machen konnte, also ging ich es schön ruhig an. Eine Qual war es dennoch. Vor allem der rasante Anstieg kurz vor dem Ende, da geht's an einer Auerochsen-Weide in Serpentinen steil die letzten Höhenmeter hinauf. Hier war ich dann doch deutlich erschöpft und musste mich mit einem Tempo jenseits der 6 Minuten pro Kilometer begnügen. Aber egal, am wichtigsten war es mir, aus dem Wind heraus zu kommen, was dann ja auch gelang.

Mein schnellster Lauf - bislang!

Mein schnellster Lauf - bislang!

Nach der Dusche genoss ich mein Croissant, natürlich schmeckte es doppelt so gut, weil ich es selbst unter Aufbietung aller körperlichen Reserven (klingt ganz schön heldenhaft, gell?) beschafft hatte. Dann bereitete ich alles für das Mittagessen vor: Pfannkuchen (und angebratenen Wirsing für uns Erwachsene), räumte den Esstisch von tausend Kleinigkeiten, die die Kinder da abgeladen hatten, frei, richtete alles auf dem Tisch her – und legte los. Nach dem Essen wurde alles verräumt, gespült und schön hergerichtet. Dann – es war gegen 14:00 h – setzte ich mich auf das Sofa.

Und dann öffnete ich meine Augen wieder – plötzlich war es kurz nach 15:00 h. Die Stunde war einfach weg. Hupsi!

Gut, was passiert, passiert. Nun wird es Zeit, wieder an die Arbeit zu gehen, denn morgen ist wieder ein voller Unterrichtstag. Außerdem muss noch ein Kurztest korrigiert werden. Und an Zeilenendes Fotoaktion will ich ja auch noch teilnehmen. Uff, tempus fugit.

 

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , ,

Meilensteine

In den letzten Tagen war das morgendliche Laufen etwas anstrengend, denn das letzte Wochenende hing mir noch ganz schön nach. Zusätzlich steht in der Schule gerade sehr viel Arbeit an, denn am kommenden Samstag findet der Grundschul-Informationstag statt, an dem ein paar hundert interessierte Viertklässler mit ihren Eltern, Geschwister und zum Teil noch weiteren Angehörigen in die Schule strömen, um sich anzusehen, ob das etwas für sie wäre. Als Musiklehrer ist man da natürlich an vorderster Front dabei: Ich umrahme seit meinem ersten Jahr an der Schule immer die Hauptinformationsveranstaltung – dieses Jahr mit Blechbläserensemble und dem vierstündigen Musikkurs der Oberstufe. Und da gibt es haufenweise Kleinkram zu erledigen, was ja nun nichts Neues ist, die Zeit muss aber aufgebracht werden.

Am vergangenen Sonntag hatte ich zusätzlich einen spannenden, aber auch recht anstrengenden EJO-Probentag in Ellwangen. Im Herbst steht ein Konzert mit Axel Schlosser (von der HR-Big Band) an, das ich jedem interessierten Jazz-Hörer aus der Region nur ans Herz legen kann. Wenn der Termin näher rückt, werde ich an dieser Stelle erneut davon berichten.

Ich beim Probentag

Hier sieht man mich beim Probentag (Foto von Thomas Frindt)

Der Probentag war vor allem deswegen anstrengend für mich, weil mir die kurze Nacht nach dem Kabarett-Abend mit Urban Priol noch etwas nachhing. Da wir etliche neue Stücke ausprobierten oder an bereits geprobtem Material intensiv arbeiteten, war die Konzentration über Stunden hinweg vonnöten. Uff! Aber ich schlug mich nicht schlecht genug, um den Leiter dazu zu bewegen, einen Ersatz für mich zu suchen…

Zurück zum Laufen und der Überschrift: Heute habe ich einen kleinen Meilenstein geknackt und die 700 Kilometer in diesem Jahr überschritten. Wenn ich in dem Maße weiterlaufe, sollte im März auf jeden Fall die 1.000 Kilometer-Marke fallen. Aber ich warte geduldig ab und laufe nach meiner Verfassung, wenn mal wieder ein schlapper Tag kommt, dürfen es auch weniger als 15 Kilometer am Morgen sein. Heute früh allerdings habe ich zum Laufen das aktuellste Cotton Reloaded-Hörbuch (Nr. 41) gehört (also: bis zur Hälfte): Himmlisch spannend und vollgepackt mit den lang ersehnten Dialogen zwischen Decker und Cotton. Da fliegen die Füße von ganz allein die paar Kilometerchen entlang…

Demnächst muss ich noch einen ausführlichen Bericht über meine Erfahrungen mit dem Shine 2-Fitness-Tracker verfassen und hier einstellen. Eines kann ich schon sagen: Er schummelt ein bisschen zu meinen Gunsten. Angeblich habe ich mich heute nämlich schon sehr weit fortbewegt…

Heute in Shine

Mein Tag im Shine-Interface

Ich habe auch schon eine konkrete Vorstellung, wie es zu diesem Irrtum bzw. dieser Übertreibung kommt: Die Schrittzählung dürfte ungefähr passen, denn beim FuelBand hatte ich an Tagen wie heute (Mittwoch ist ein langer Schultag mit vielen Wegen durch das Schulhaus) ganz ähnliche Werte. Vermutlich ist das Shine 2-Umrechnungssystem von Schritten auf zurückgelegte Distanz einfach großzügiger. Wenn ich meinen morgendlichen Lauf mit 15,5 Kilometern abgeschlossen habe, wird mir nicht selten ein Wert jenseits der 18, gelegentlich sogar der 20 Kilometer angezeigt. Der Distanz schenke ich also keinen Glauben, der Schrittzählung schon.

Jetzt wird es Zeit, den Feierabend einzuläuten, mein müder Kopf schreit nach einer Folge – Zeilenende sei's gedankt! – Eureka. Bis morgen!

Laufstatistik 2016:

  • 48 Läufe
  • Kilometer gesamt: 705,37
  • Laufzeit: 68 Stunden 43 Minuten

 

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Ein außergewöhnlicher Samstag

Manch einer mag es bemerkt haben: Ich habe mich hier in der letzten Woche ziemlich rar gemacht. Dahinter steckte keine böse Absicht, es war einfach eine derbe anstrengende Woche. Doch es gab auch einige Höhepunkte, einen davon gibt es im Anschluss gleich einmal zu lesen.

Der vergangene Samstag war ein eigenartiger Tag, in ihm vereinten sich sehr viele gegenläufige Strömungen, von völliger Entspannung bis zu endgültiger Erschöpfung war alles dabei.

Luxus-Schlaf

Nachdem sich die fünf Wochentage vor dem Samstag dieses Mal erheblich anstrengender angefühlt hatten als sonst – wobei ich im Detail nicht einmal sagen kann, was im Einzelnen den Ausschlag dafür gab –, gönnte ich mir am Samstag ein langes Ausschlafen (also bis 7:21 h). Ich war am Freitag Abend bereits um 21:45 h im Bett, daher kam ich auf eine Schlafenszeit von über neuneinhalb Stunden. Ich glaube, das hatte ich in den letzten Monaten nie erreicht. Und es tat gut, denn ich erwachte von selbst und konnte mich sofort voller Tatendrang aus dem Bett schwingen.

Laufen der besonderen Art

Nach einem ruhigen Einschwingen in den Tag machte ich mich auf dem Laufband an einen der allmorgendlichen 15 Kilometer-Läufe. Doch trotz Erholung und eines leichten Frühstücks wurde mir nach etwa fünf Kilometern recht plötzlich schummrig. Ich fühlte mich zittrig – und das in einer der erholsamen Phasen (bei 9 km/h) des laufenden 15-Kilometer-Programms. Nicht schön.

Ich unterbrach den Lauf und begab mich in die Küche, packte erst einmal die Schokolade aus und aß zwei Rippen. Dann folgten noch ein paar Kekse und etwas zu trinken (mit Koffein, mehr muss ich wohl nicht ergänzen). Nach ungefähr 15-20 Minuten Pause war ich wieder fit, zitterte nicht mehr und startete erneut, dieses Mal halt noch die fehlenden 10 Kilometer, jedoch mit gemütlichem Tempo (zwischen 8 und 10 km/h, mit einem absoluten Überhang der geringeren Geschwindigkeit). Klappte alles gut.

Ausgeflippte Kinder

Wir nähern uns nach und nach dem Höhepunkt des Samstags. Um ihn aber erreichen zu können, ist es wichtig, sich einen Umstand ins Gedächtnis zu rufen: Wir haben drei Kinder. Der Höhepunkt, auf den ich zusteure, ist der Besuch beim Kabarettisten unserer Wahl, doch können wir vor allem die Jüngste nicht allein zuhause lassen. Also hatten wir meine Mutter zur Betreuung eingeladen – das machen wir höchstens ein- oder zweimal im Jahr, denn allein für die einfache Strecke benötigt sie mehr als anderthalb Stunden Fahrt. Hier klappte es aber glücklicherweise.

Nur waren die Kinder völlig aus dem Häuschen – und das schon Stunden vorher. Vor allem die Jüngste freute sich wie eine Schneekönigin. Zwischen den Nachfragen, wann denn „endlich“ die Oma komme, lagen zunehmend kürzere Zeitintervalle (auch eine seltsame Wortkombination: zunehmend kürzer). Doch auch das überlebten wir (die Oma übrigens ebenso).

Urban Priol in Heidenheim

Um 18:50 h machten wir uns dann aus dem Staub und ließen Kinder und Mutter zurück. Nach knapp 35 Minuten Fahrzeit entstiegen wir in Heidenheim unserem Automobil und durften uns erst einmal zweihundert Meter durch ekelhaften Schneematsch zum Congress Centrum durchschlagen. Die Mühe lohnte sich jedoch, denn zu unserer beider Überraschung lagen unsere Karten fast ganz in der Mitte der ersten Reihe. Quasi „Angesicht zu Angesicht“ mit Urban Priol!

Blick von unseren Plätzen

Der Blick von unseren Plätzen auf die Bühne – Hmmmmmmm!

Vor etwa zwei Jahren hatten wir ihn dort schon einmal gesehen/gehört, was schon sehr gut war, aber an diesem Samstag hatte er wohl zusätzlich so richtig gute Laune. Und das war schlicht fabulös. Inklusive der etwa zwanzigminütigen Pause füllte er beinahe exakt die drei folgenden Stunden aus. Und es handelte sich um ein wahres verbales Feuerwerk. Purer Genuss!

(Na ja, fast purer Genuss… Für uns Frühaufsteher und den-ganzen-Tag-Durchwurschtler ist eine Veranstaltung, die um 20:00 h beginnt, schon recht hart an der Grenze. Wenn sie dann tatsächlich volle drei Stunden in Anspruch nimmt und danach noch 35 Minuten Heimfahrt winken, kann man mit dem Kopf genießen und gleichzeitig mit dem Körper Qualen – die „ruhelosen Beine“ und die ständig neu zufallenden Augen – ausstehen… Aber angesichts des tollen Programms handelt es sich hier vollständig um ein „Jammern auf hohem Niveau“.)

Im Anschluss besorgten wir uns direkt bei ihm zwei signierte Ausgaben der neuesten Doppel-CD („Tilt! 2015 – Der etwas andere Jahresrückblick“), eine für uns, eine für die tapfere Betreuerin, die sich mit drei überdrehten Kindern einen Abend um die Ohren schlagen musste.

Laufstatistik 2016

  • 46 Läufe
  • Kilometer gesamt: 674,35
  • Laufzeit: 65 Stunden 35 Minuten

 

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Zeilenende – der Verführer…

Gestern bestellt - heute geliefert...

Gestern bestellt - heute (endlich) geliefert: Eureka (die komplette Serie)

Als hätten wir es nicht alle schon lange geahnt: der gute Zeilenende ist ein wahrer Verführungskünstler. Mich hat er in Versuchung gebracht, ich habe ihr haltlos nachgegeben. Die Rede ist von „Eureka“, der TV-Serie, über deren Binge-Watching-Erfahrungen Zeilenende in diesem Artikel schreibt.

Die Beschreibung dieser einen Serie hat mir getaugt, also habe ich mir spontan am Donnerstag früh (gegen 6:00 h) bei Amazon die gesamte Serie bestellt, heute Nachmittag wurde sie geliefert – und natürlich habe ich meine Frau dazu gezwungen, sich mit mir heute Abend noch die erste Folge anzusehen. Und mir gefällt die Serie schon nach der ersten Folge richtig gut.

Nun muss ich mich doch tatsächlich bis morgen gedulden, um endlich die nächste Folge sehen zu können (heute bleiben meine Augen nicht mehr lange genug offen). Und wer ist schuld daran? Ruft es laut mit mir: ZEILENENDE!

Spaß beiseite: Der Tipp war wirklich superb, denn schon in diesem Pilotfilm sind die wichtigsten Elemente für eine gute Serie sowie einiges an Entwicklungspotenzial so angelegt, dass man sich gut vorstellen kann, was alles für abstruse neue Entwicklungen stattfinden könnten. Hervorragend!

 

Getaggt mit , , , , , , , , , , , ,

Der „Wacken-Lauf“

Wacken - Der Film

Heute früh beim Laufen gesehen: Wacken - Der Film.

Heute früh habe ich zum ersten Mal überhaupt beim Laufen einen Film angesehen. Dazu aktivierte ich einfach das 15 Kilometer-Programm und legte dann (mit einem Waschlappen zur Trennung) das iPad auf das Laufband-Display – funktionierte super! Welchen Film ich ansah? Eine Dokumentation: „Wacken – Der Film“. Und er war absolut herrlich, da mich der Film stark vom ansonsten ja nicht ganz so spannenden Lauf (die „Landschaft“ um das Laufband herum ist leicht eintönig) abgelenkt hat. Noch dazu ist der Film urkomisch, an einigen Stellen musste ich vor Lachen fast pausieren…

Ein ehemaliger Kollege aus Gmünd war schon mehrfach in Wacken und kam jedes einzelne Mal begeistert zurück, daher war mir das Festival vorher schon ein Begriff, doch diese Dokumentation hat alles noch einmal in ein gänzlich anderes Licht getaucht. Diesen Film werde ich mir sicher noch häufiger ansehen, nicht gleich wieder, aber nach einem gewissen Abstand. Gleichwohl sind mir bereits beim ersten Mal ein paar interessante Details im Gedächtnis hängen geblieben.

Rammstein? – Nein danke!

Dazu gehört einerseits der Auftritt der Band Rammstein, die mir persönlich noch nie besonders zugesagt hat. Vielleicht bin ich zu spießig, aber ich kann mir unmöglich vorstellen, eine Musik, deren Textinhalte sich vornehmlich um die Abgründe der menschlichen Seele (Untreue, Inzest, Radikalität, Folter/Sado-Maso, sexuelle Perversion etc.) drehen, anzuhören, während meine Kinder im Haus sind. Schon mir wird dabei unbehaglich – klar, das mag der Zweck dieser Songs sein, aber freiwillig tue ich mir das nicht an.

In der Wacken-Doku sieht man auch den Auftritt der Band (ein kompletter Song: „Du hast“) – und es war geradezu erschreckend. Doch dafür muss ich ein klein wenig ausholen: Bei großen Festivals gibt es immer das Phänomen, dass die versammelte Masse durch die Musik vereint im Pulk gemeinsam etwas singt/grölt bzw. sich die Individuen (fast) völlig in der Massendynamik aufgeben. Wenn man sich aber in der Wacken-Doku diese Stelle (vor allem den Beginn von „Du hast“) ansieht (Link folgt gleich), müssen einem fast zwangsläufig die Parallelen zu den Mammut-Veranstaltungen der Nazis auffallen.

Damit nicht gleich ein paar Rammstein-Fans das in den falschen Hals bekommen: Ich sage nicht, dass Rammstein eine rechte Band ist – vermutlich sind sie eher das Gegenteil. Aber – und das ist ein großes ABER: Rammstein spielen ganz offensiv mit dieser Parallele, wie ich sie gerade aufzuzeigen versucht habe. Genau den Ausschnitt, auf den ich mich beziehe, gibt es bei YouTube zu sehen: hier.

Wer möchte, kann sich also selbst ein Bild machen. Ich bin gespannt, ob es noch jemand so sieht, oder ob ich hier harten Widerspruch zu erwarten habe. Lustigerweise bin ich auf der emotionalen Ebene persönlich überhaupt nicht tangiert, denn diese Musik berührt mich nicht.

Provokation – wie denn noch?

Alice Cooper, eine der großen Hard Rock-/Metal-Legenden, der ja auch schon seit mehr als vier Jahrzehnten im Geschäft ist, äußert sich in den zwischen die Live-Aufnahmen eingestreuten Interview-Schnipseln, dass eine echte Provokation heute gar nicht mehr möglich sei – hmmm: angesichts der obigen Passage über Rammstein wage ich nicht, aus meiner persönlichen Warte zu sprechen/schreiben, ganz „provokativ“ könnte ich aber nun fragen: Was aber provoziert einen Rammstein-Fan noch?

Zurück zu Alice Cooper: Er überzeichnet das soeben Dargestellte mit einem perfekt ausgewählten, sehr krassen Beispiel, indem er sagt (Paraphrase):

„Ich könnte meinen Arm abschneiden und auf der Bühne essen. Aber auch das geht nur zweimal.“

Wie recht er hat. Und perfekt getroffen ist daran der Punkt, dass es wirklich kaum noch Möglichkeiten zur Provokation gibt. Das Ausmaß an Aufregung, dass die Beatles mit dem berühmten „Jesus-Zitat“ von John Lennon oder die Rolling Stones mit ihren Exzessen und dem lasziven Auftreten in der Öffentlichkeit vor ein paar Jahrzehnten erzeugten, wird heute nur noch künstlich über die Medien generiert. Ansonsten zucken die meisten Menschen lediglich kurz mit den Achseln und denken sich: „Nichts Neues, alles schon mal gesehen…“

Zwei interessante Punkte. Mal sehen, was beim nächsten Mal so hängen bleibt…

Laufstatistik 2016:

  • 36 Läufe
  • Kilometer gesamt: 519,46
  • Laufzeit: 49 Stunden 33 Minuten

 

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Zeilenende fragt – Solera antwortet

Zeilenende wird ja immer wieder für den Liebster-Award und weitere derartige Frageaktionen herangezogen – und er liefert immer wieder amüsante und sehr unterhaltsame Antworten. Nun hat er einen eigenen Fragenkatalog in die Runde geworfen, da konnte ich nicht mehr widerstehen…

Ketchup oder Mayo?

Ketchup, oder besser noch: Barbecue-Soße, scharf und kräftig. Ein Grillkäse wird dadurch zu einem doppelt so großen Genuss!

Bist du in der Küche ein Chaot?

Das ist eine schwierige Frage, denn was heißt in diesem Fall „in der Küche“? Wenn ich koche, bin ich meist recht gut organisiert, es sei denn, nebenher laufen noch drei andere Dinge, um die ich mich kümmern muss. Aber ich lasse es nie so ausarten wie meine Mutter, bei der praktisch jeder Kuchen einen Tick (und diese Formulierung ist vermutlich die Untertreibung des Jahrhunderts) zu dunkel wird, weil sie noch so viele andere Töpfe auf dem Feuer hatte.

Dein bestes veganes Rezept?

Hmmm, als Vegetarier, der Veganerei (oder Veganertum?) für einen Irrweg hält, achte ich gar nicht so extrem darauf, welche Gerichte nun als „vegan“ gelten dürften. Vermutlich ist es mein Paprika-Salat, aber der ist extrem unspektakulär, denn er besteht, wie der Name vermuten lässt, aus Paprika. Das Dressing ist auch vegan, macht aber den Reiz aus: Salz, Pfeffer, ein Hauch Cayenne-Pfeffer, Balsamico (weiß oder rot) und Sherry (mindestens so viel wie Balsamico). Lecker und frei von tierischen Bestandteilen.

Was ist dein liebster Einrichtungs-Gegenstand?

Da gibt es verschiedene Ansätze:

  • Wenn ich morgens sportle: Das Laufband.
  • Wenn ich morgens gesportelt habe: Die Dusche.
  • Wenn ich hungrig bin: Der Kühlschrank, vornehmlich in gefülltem Zustand.
  • Wenn ich arbeiten muss: Die Treppe, sonst komme ich nicht zu meinem Arbeitszimmer im zweiten Stock.
  • Wenn die Natur eine dringliche Forderung an mich stellt: Die Kloschüssel (das muss ich jetzt nicht elaborieren).
  • Wenn ich müde bin: Mein Bett, nirgends sonst kann ich so gut schlafen.
  • Wenn ich gemütlich bin: Couch, TV, Apple TV – das genügt, um mich sehr zufrieden zu machen…

Wie sieht die Lebensgeschichte deines ersten Kuscheltiers aus?

Ganz ehrlich: Keinen Plan, ich bin das dritte von fünf Kindern, da wurde von den großen Brüdern erst einmal so ziemlich alles weitervererbt. Noch dazu hing ich nie so extrem an einem bestimmten Kuscheltier.

Und die deiner ersten Spiele-Konsole?

Ich hatte noch nie eine Spiele-Konsole. Am ehesten zählt hier vielleicht mein iPod Classic, denn auf dem habe ich vier oder fünf Spiele, die ich früher im Internatsdienst gerne und ausufernd benutzt habe.

Was kann man mit Büchern besonders gut – vom Lesen mal abgesehen?

Einen Beamer höher stellen, sie nach nervigen Geschwistern werfen, den eigenen Kindern in die Hand drücken, Umzugskisten zum Zerreißen bringen, sie vorlesen, sie sich vorlesen lassen, sie verschenken, sie verkaufen (nur sehr selten), sie verfluchen (vor allem zu trocken geschriebene Fachbücher)…

Wird das Streaming von Inhalten das lineare Fernsehen töten?

Meiner Meinung nach ist das unter der Hand schon passiert. Wir wohnen hier seit dreieinhalb Jahren und hatten den Fernseher noch nicht einen einzigen Tag an die Satelliten-Schüssel angeschlossen. Die hängt am iMac, dann kann ich (zumindest im Winter) etwas aufnehmen. Wird aber immer seltener, dazu ist das Programm oft zu schlecht. Und die kulturell wertvollen Sendungen gibt es oft über die ARTE-App etc.

Was ist warum dein Lieblings-Brettspiel … Oder Karten- oder Würfel- oder Pen’n’Paper- oder Tabletop-Spiel?

Als Kind hätte ich jetzt laut „Monopoly“ gerufen, das ist es aber seit Jahren nicht mehr. Mir gefällt „Phase 10“ recht gut, aber ich mag auch den Klassiker: „Mau Mau“.

Was aus der Theoretischen Philosophie: Was macht Wahrheit aus?

Kann ich den Publikums-Joker ziehen? Falls nicht: Für mich macht meine Wahrnehmung den Unterschied. Was ich als Wahrheit interpretiere, ist es für mich auch. Alles andere wäre aus meiner Warte ja auch sinnfrei.

Und zu guter Letzt was aus der Praktischen Philosophie: Kommt es beim moralischen Handeln auf die Absicht oder die Folgen an?

Immer auf beides. (Da ich aber keinen Plan von praktischer Philosophie habe, ist das wiederum meiner eigenen Einschätzung entnommen.)

 

Getaggt mit , , , , , , , , , ,

100 Follower – oder doch 101?

100 oder 101?

Sind es nun 100 oder 101 Follower?

Gestern informierte mich WordPress darüber, dass ich nun 100 Follower habe. Lustigerweise liest sich das so, als ob es eigentlich 101 wären (tally=Summe). Hmmmm, sind da eventuell bei einem Stand von 99 zwei auf einmal an Bord gesprungen?

Ich bin etwas perplex. Aber heute ist perplex ja nicht mehr besonders, nachdem ich ja eine ganz offensichtlich spannende Browser-History hingelegt habe…

Vielen Dank an so viele treue Follower, die diesen Blog mit ihrer Aufmerksamkeit aufwerten! Ich freue mich sehr!

 

Getaggt mit , , ,

Zweifelhafte Inspiration

Vor ein paar Minuten habe ich Zeilenendes neuesten Artikel über sein Binge-Watching diverser TV-Serien gelesen. Eine hat mich auch angesprochen („Eureka“), also habe ich mir die komplette Serie bei Amazon bestellt. Als die Bestellung abgeschlossen war, geschah etwas völlig seltsames:

Amazon ist also von meinem Browserverlauf „inspiriert“. Nur leider habe ich mit Sicherheit keine Produkte wie Penisex 40 Kapseln inklusive… oder Deluxe Gleitgel Lumunu… angesehen. Noch nicht einmal in der groben Richtung. Der Browserverlauf muss in diesem Fall außerordentlich weit hergeholt worden sein…

 

Getaggt mit , , , , , ,

Experiment: Smoothie Marke Eigenbau

Vor anderthalb Jahren habe ich schon einmal über meine bislang ausnahmslos negativen Erfahrungen mit Smoothies berichtet. Dabei ging es um gekaufte Smoothie-Schwindel-Drinks, bei denen überwiegend billigere Früchte (vor allem Äpfel) zum Auffüllen der Menge verwendet wurden, sodass sowohl das aufgedruckte Bild als auch der aufgedruckte Titel letztlich völlig ad absurdum geführt wurden. Genug davon, wer sich für den damaligen Artikel interessiert, findet ihn in seiner vollen – ähem – Qualität hier.

Neue Küchenmaschine – neue Idee

Gerade gestern hatte meine wundervolle Frau Geburtstag. 25 und ein paar Zerquetschte, wenn man es so ausdrücken will. Von ihren Eltern bekam sie eine richtig – man verzeihe mir den meiner wilden Jugend entlehnten Tonfall – geile neue Küchenmaschine. Ein wahres Alround-Talent, das eben auch einen Mixer enthält. Ich sah das Teil, grübelte ein wenig, dann noch ein wenig. Schließlich gelangte ich zu einem Gedanken. Doch lest selbst…

Die Zutaten machen's aus

Die nahende Fastenzeit bewog mich, dem Prinzip Smoothie noch einmal eine Chance zu geben. Aber eben zu meinen Bedingungen. Dazu gehört neben der Option Küchenmaschine mit Mixeraufsatz gleich einmal die Auswahl, was in „meinen Smoothie“ überhaupt hinein darf. Ich mag nicht jedes Obst, also werde ich mir ein selbstgebasteltes Getränk nicht mit ausgerechnet den Früchten zukleistern, die ich nicht genießen kann. Besonders hoch im Kurs stehen bei mir:

  • Orangen
  • Blutorangen (die schmecken einfach ein klein wenig herber)
  • Bananen
  • Birnen
  • Limetten
  • Ananas
  • Grapefruit

Unschwer zu erkennen: Zitrus-Früchte genießen meine volle Aufmerksamkeit. Und da die alle etwas sauer sein können, gibt's Bananen und Birnen dazu, die bringen herrlich viel Süße ins Spiel.

Ein Versuch, ein Treffer

Nach dem Abendessen startete ich heute meinen ersten Versuch: Zwei Bananen schnipseln, zwei Orangen, eine Blutorange und eine Limette ausdrücken, eine Birne kleinschneiden. Alles in den Mixer und „Let's fetz!“ Im Glas warteten schon drei Eiswürfen, gleich einmal kräftig draufschütten. Ein erstes vorsichtiges Nippen: GEIL! (Pardon!)

Vor dem Mixen

Hier ein letzter Blick auf die Bestandteile vor dem Mixen...

Nur etwas dickflüssig. Etwas sehr. Also habe ich noch einmal fünf Eiswürfel aus dem Keller geholt und ein paar Minuten Wartezeit investiert. Sehr schön. So kann ich das Endergebnis trinken. Beim nächsten Versuch mische ich aber gleich 100-150 ml Wasser dazu, das sollte alles vereinfachen. Nachdem der Mixer es angeblich beherrscht, könnte ich auch die Eiswürfel gleich hineinwerfen, welch Luxus!

Das Endergebnis

...und hier das Endergebnis nach dem ersten Schleudergang.

Erstes Fazit

Obwohl es jetzt nur ein einziger Versuch war, kann ich schon sagen, dass in meinem Kopf neue Ideen sprießen, welche weiteren Früchte da noch hineinwandern sollten (Himbeeren, Erdbeeren…). Ganz offensichtlich ein voller Erfolg, sonst gingen die Gedanken eher in die Richtung: „Hmpf! Wohin jetzt mit drei Kilogramm Orangen, einer großen Ananas, einem Korb Birnen und dann noch den (gefühlt) tausend Bananen?“

Auch wenn ein solcher Smoothie (eigentlich ja ein echtes Scheißwort, sprecht das mal zehn oder fünfzehn Mal schnell hintereinander – und dann verständigt den Krankenwagen per SMS, damit die Zunge wieder entwirrt werden kann…) sehr gehaltvoll ausfällt, jede einzelne enthaltene Kalorie ist gesünder als die eingesparten 500 Kalorien meines Pepsi Light. Das ist doch ein Schritt in die richtige Richtung.

 

Getaggt mit , , , , , , , , , , , ,