Musik „en masse“ & Aaron Copland

Was Musik angeht, so habe ich immer wieder Phasen, in denen ich äußerst intensiv (und für meine Mitmenschen oft nicht ganz entspannend) eine Band, einen Komponisten oder Interpreten „rauf und runter“ höre. Das hat Vor- und Nachteile, denn einerseits bin ich danach meist sehr vertraut mit dem Werk eines Künstlers, andererseits hängt mir diese Musik später dann unter Umständen derart zum Hals heraus, dass ich sie kaum mehr genießen kann.

Rush

In den letzten zwei Jahren habe ich mich an der kanadischen Band Rush ziemlich heftig sattgehört. Die Musik ist schön, aber mein Bedürfnis, mir ständig mehr von der Band anzuhören, ist in den letzten Monaten stark zurückgegangen. Wenn in einer Playlist ein Stück auftaucht, das ich schon fast vergessen hatte, ist es eine willkommene Abwechslung, doch danach suche ich meist keine weiteren Stücke der Band heraus.

Meine Begeisterung für die Band war so groß, dass ich sogar einen eigenen Blog gestartet habe, um mich darin über meine Lieblings-Band auszulassen. Doch kaum war der Blog einmal angelegt, merkte ich, dass das „innere Feuer“ am Schwinden war. Klarer Fall: Zu viel gehört. Schade.

Bruce Dickinson

Ich befürchte, dass meine aktuelle Begeisterung für Bruce Dickinson in ein paar Wochen oder Monaten zu einer ähnlichen Abstumpfung führen könnte. Am besten unterdrücke ich den momentanen Drang, ihn anzuhören, einfach ein wenig, das erhält ihn mir für die Zukunft.

Aaron Copland

Ein Komponist, bei dem es mir glücklicherweise gelungen ist, rechtzeitig wieder abzuspringen, um ihn auch jetzt noch von Zeit zu Zeit in vollen Zügen genießen zu können, ist Aaron Copland. Über ihn erzähle ich jetzt gar nichts, denn für den Genuss der Musik ist das Wissen über den Mann völlig irrelevant. Stattdessen habe ich ein paar meiner Lieblings-Kompositionen herausgesucht. Wer sich bei YouTube oder diversen Streaming-Diensten umsieht, wird sicher sogleich fündig werden.

  • „Rodeo. Four Dance Episodes“: „II. Corral Nocturne“ (Orchester)
  • „Down a Country Lane“ (Orchester)
  • „Old American Songs“: „Set 1, V. I Bought Me a Cat“ (Solo-Gesang & Orchester)
  • „Old American Songs“: „Set 1, IV. Simple Gifts“ (Solo-Gesang & Orchester)
  • „Quiet City“ (Orchester)
  • „Appalachian Spring“ (Orchester)

Wer Interesse daran hat, kommt hier sicher auf einige entzückende Hörminuten. Die letzten beiden Werke dauern etwas länger (etwa 10 Minuten bei „Quiet City“ und 20 Minuten bei „Appalachian Spring“), alle vorher genannten sind eher kurz. Es gibt die „Old American Songs“ auch in einem Arrangement für Chor (statt Solo-Gesang) und Orchester, mir gefällt jedoch die Solo-Version mit Thomas Hampson besonders gut. Aber Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.

 

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5 Gedanken zu „Musik „en masse“ & Aaron Copland

  1. Es Marinsche kocht sagt:

    Der Aaron samt London Symphony Orchestra tönt gut 🙂

      • Es Marinsche kocht sagt:

        Den Thomas Hampson hab ich grad am Wickel….auch gut 🙂

      • solera1847 sagt:

        Der Typ ist der Hammer, zumindest habe ich vor einigen Jahren mal eine Doku über ihn gesehen. Der muss fast zwei Meter groß sein und hat ein absolut mächtiges Stimmorgan. Wenn der einen Raum betritt und mit dem Singen anfängt, dann zittern die Wände. Sehr beeindruckend – und trotzdem eher eine Poeten-Seele (zumindest von dem, was man in der Doku gezeigt bekam). Wie sagte doch Mr. Spock immer so schön: Faszinierend!

      • Es Marinsche kocht sagt:

        Ja, schön das es so Ausnahmetalente gibt 🙂 so ähnlich ging es mir ja vor kurzem mit Ben Caplan….der haut die Töne auch in sämtlichen Facetten völlig unangestrengt raus….faszinierend, ja…..

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