Aktion: „Gemeinsam lesen“ – 20. Dezember 2015

Meine aktuelle Lektüre

Meine aktuelle Lektüre — sehr zu empfehlen!

Heute kann ich von einem vor zwei Tagen neu heruntergeladenen Buch berichten, das mir auf den wenigen bislang konsumierten Seiten wirklich sehr gut gefallen hat.

Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

„Lassen Sie es mich so sagen“ von Georg Schramm, einem der bekanntesten deutschen Polit-Kabarettisten. Aktuell befinde ich mich auf S. 46 von 781 Seiten (iBooks auf dem iPhone).

Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Zu Beginn betrat ich als Georg Schramm die Bühne nur gelegentlich. (S. 46)

Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Urban Priol und Volker Pispers sind in den letzten Jahren meine ständigen virtuellen Begleiter gewesen. Beide habe ich schon einmal live erleben und (weitgehend) genießen dürfen, Urban Priol steht im kommenden Frühjahr sogar noch einmal an, die Karten liegen schon auf meinem Schreibtisch.

Georg Schramm kannte ich nur ganz periphär aus der Sendung „Neues aus der Anstalt“, in der er unter der Leitung von Urban Priol immer wieder sehr gelungene Gastauftritte absolvierte. Vor ein paar Tagen twitterte jemand einen Link zu einem Fernseh-Mitschnitt von Georg Schramm, in dem er die hohlen Phrasen von Politikern so gekonnt und mit einer derart angenehmen Form von intelektueller Polemik zerlegte, dass ich mich umsah, was er noch so alles publiziert hatte. Und da fand ich dieses Buch.

Bereits nach wenigen Seiten war mir klar: Dieses Buch sollten so viele Menschen wie möglich lesen. Zum Einen, weil es wirklich gut geschrieben ist (sowohl auf sprachlich hohem Niveau, als auch was die innere Vernetzung der verschiedenen inhaltlichen Ebenen angeht), zum Anderen, weil es viele politische Gepflogenheiten als mehr oder weniger geschickte Ablenkungsmanöver enttarnt, deren einziger Sinn und Zweck es ist, dem Politiker eine Möglichkeit zu bieten, sich ohne inhaltliche Festlegung aus so ziemlich jeder Affäre zu ziehen.

Georg Schramm schreibt als einen der ersten Sätze in seinem Vorwort, dass er sich gerade mit Bedacht festlegt, um sowohl zu irritieren als auch seinen Standpunkt klar zu machen. Und das gelingt ihm — zumindest bislang — in diesem Buch auf wunderbare Weise. Hut ab!

 

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4 Gedanken zu „Aktion: „Gemeinsam lesen“ – 20. Dezember 2015

  1. Zeilenende sagt:

    Schramm ist sowas wie mein persönlicher Kabarett-Gott, wusste bislang aber gar nicht, dass es den auch als Buch gibt. Danke für den Hinweis!

    • solera1847 sagt:

      Ich habe das nur durch Zufall herausgefunden, als ich seinen Wikipedia-Eintrag überflog. Wenn ich heute zwischen den Klausuren mal die Zeit finde, suche ich noch den Link zu dem sensationell guten YouTube-Video heraus, das mich erneut auf den Geschmack gebracht hat.

      • Zeilenende sagt:

        Das wäre nett, aber keine Eile, ich darf heute eh bis 18 Uhr Kundenwünsche erfüllen. 🙂

      • solera1847 sagt:

        Haha! Tweetbot macht’s möglich, die eigenen Retweets schnell zu durchforsten.

        Ich hatte mich schon gefragt, was dich am Sonntag zu so früher Stunde aus dem Bett getrieben haben mag. Ich sitze hier und korrigiere eine Klassenarbeit nach der anderen, damit ich keine davon als Hypothek mit in die Ferien nehmen muss.

        Halt die Ohren steif, hör ein paar gute Podcasts und gönn dir die ungefähr zehn Minuten Schramm in einer Pause!

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