Heute (SoC-Experiment)

Heute

Heute — ein eventuell einmaliges Experiment

Gleich vorweg: Jetzt wird's komisch. Ich experimentiere mit ein bisschen gezügeltem „Stream of Consciousness“ (gezügelt, weil ich Anzüglichkeiten und Obszönitäten auslasse). Wem's zu doof wird, der soll lieber etwas vernünftiges lesen.

Umstellung auf den Schulrhythmus und die Folgen

Heute ist Samstag, seit letztem Montag stelle ich meinen Tagesrhythmus wieder auf „Schule“ um, also klingelt mein Wecker um 4:55 h (die letzte Viertelstunde muss dann nächste Woche noch weichen, sonst werde ich nicht rechtzeitig fertig). Dann stürme ich in den Keller, schnappe mein erstes Springseil (ich wechsle alle 30 Minuten das Seil, um sie langsamer abzunutzen, in dem Jahr habe ich schon fünf Seile „geschafft“), werfe ein Hörbuch (heute und morgen noch „Cotton Reloaded 35: Der Geist“) an, starte die Stoppuhr und hüpfe los. 95 Minuten später wird die Stoppuhr-App beendet, ich bewege mich grazil wie ein Elefant zur Dusche. Vorher noch das Rasieren. Schwierig, da mein Bartwuchs jeglichem Bemühen, ihn einzudämmen, erbitterten Widerstand leistet. Meine Frau hat das mal mit einer Folge bei den Simpsons verglichen, in der sich der Alte (Homer?) rasiert, einen Augenblick aber wieder alles aussieht wie vorher — genauso verhält es sich bei mir. Jede Woche gibt es eine neue (und sehr scharfe) Rasierklinge der Firma Wilkinson, doch der Effekt bleibt sich meist gleich. Nun könnte ich die ja auch länger nutzen, wenn sie schon nicht so viel besser rasiert. Mit dem Alter der Klinge kommt dann aber tatsächlich eine gewisse Stumpfheit, die mich zum Applizieren eines höheren Drucks nötigt — und damit steigt dann leider die Verletzungsgefahr exponentiell an. Egal, nach dem Rasieren und dem Duschen werfe ich mich auf die Waage, die vielen Süßigkeiten nach dem Italienurlaub haben mich auf 65,1 kg aufgeblasen. Furchtbar! Dann frische Klamotten, runter ins Erdgeschoss, 400 ml Pepsi Cola Light einfüllen. Aaaaahhhhh, Genuss! Nach ein paar Minuten ist das Wärmegefühl aus Sport und Dusche verflogen, es wird mir kühl. Also hole ich die Decke und packe mich ein. Dann schreibe ich den Blogeintrag über „Breaking Bad“. Kaum bin ich fertig, überkommt mich eine heftige Müdigkeit. Mag der arbeitsreichen Woche geschuldet sein. Ich höre Musik, das neue Album von Iron Maiden, gar nicht schlecht — wenn man auf diese Musik steht. Immer kann ich sie nicht hören, heute klingt sie gut. Nur das Cover des Albums würde mich ja eher abschrecken. Aber die Musik ist erstaunlich vielseitig, und das Album ist ziemlich lang… Bevor ich mich wehren kann, schlafe ich ein. Dumm gelaufen. Als ich erwache, springen drei Kinder um mich herum. Und machen Geräusche dabei. Erheblich viele. Mittlerweile habe ich etwas mehr als eine Stunde auf dem Sofa verbracht. Fühlt sich immer noch gut an. Nun greife ich zum iPhone, lese Zeilenendes neueste Ergüsse (hehe, doch eine andeutungsweise eingestreute Obszönität), kommentiere sie ausführlich, sende den Kommentar ab. In dem Moment löscht der seinen Artikel wieder — äh, wie bitte? Klingt skurril, stimmt aber. Die Musik läuft übrigens immer noch, auch wenn meine Liste der ungelesenen Artikel in der WP-App noch lang ist. Ich arbeite mich zäh durch die letzten Tage. Aha, neue Geschichten im Seppolog. Spannend! Gleich mal schlaue Kommentare schreiben, um von meiner grenzenlosen Mondänität (oder so) Zeugnis abzulegen. Dann merke ich, dass mir immer noch kalt ist, kein Wunder, bin aufgestanden. Gleich wieder hinsetzen, Decke um mich herumziehen. Mittlerweile sind fast zwei Stunden auf dem Sofa verbracht worden. Ungelogen: Es fühlt sich immer noch gut an. Samstag halt. Letzter Samstag vor Wiedereintritt in den Alltag. Schnell noch einmal 400 ml Pepsi Cola Light geholt, dann beginnt dieser Artikel. Also gleich noch einmal von vorne.

Sorry, zuviel Koffein, da kommt so etwas schon einmal vor.

 

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7 Gedanken zu „Heute (SoC-Experiment)

  1. Es Marinsche kocht sagt:

    Pepsi Cola nach soviel sportlichem…OMG…

    Im Urlaub so früh aufzustehen käme mir niiiie in den Sinn…für mich wäre es da ratsamer gleich länger ( und mit mehr Ruhe, weil vermutlich sonst niemand mitten in der Nacht aufsteht ) liegenzubleiben….somit wäre man zeitlich in etwa bei den Liegeepisoden auf der Couch…allerdings mit dem nicht zu unterschätzenden Vorteil das man weniger Frierepisoden hätte…

    Allerdings mit, bis dahin, fast ’nem Liter Pepsi Cola weniger….was dann aber nur dem Genuss abträglich wäre….denn das Coffein bräuchte man dann nicht….wenn man denn ganz normalausgeschlafen hätte…hm…

  2. Diese Wochenenden vor Ende des Urlaubs mag ich gar nicht …

  3. Zeilenende sagt:

    So schreibe ich alle meine Blogbeiträge. Ich nehme mir die Tastatur und kaue darauf herum, bis ich irgendwo lande. Meistens gefällt mir das Ende nicht und ich muss den halben Beitrag umbauen, damit so etwas wie Logik dabei herauskommt. Aber so muss ich anfangen, weil der Gedanke sich zunächst entwickeln muss. Und dann muss ich den Beitrag noch lektorieren, weil er trotz etwa 800 bis 1000 Worten aus nur zwei Sätzen besteht … Oder sich zumindest so anfühlt.

    Pause

    Pause

    Oh, draußen ist es dunkel.

    Pause

    Und dann muss ich ihn auch noch Korrektur lesen… Kurz: Es tut mir leid. Aber den Beitrag finde ich super. Vielleicht gebe ich dir irgendwann auch mal „Zeilenende ungefiltert“, dann weißt du meinen Kampf um jeden Blogbeitrag zu schätzen. Das ist nicht halb so schön wie bei dir.

    Pause

    Nur ohne Obszönitäten, diejenigen, die sich in meinen Blogbeiträgen finden, sind nachträglich eingebaut und kalkuliert. 😁

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