Von der Wahrnehmung der Zeit

(Kurze Vorbemerkung: Dieser Eintrag wurde gestern schon getippt, in Ermangelung meines iPads mit Blogsy kam ich nicht zum Posten.)
Zeit, das wissen wir alle, verrinnt zwar (objektiv betrachtet) immer gleich schnell, lästigerweise fühlt sich das oft ganz anders an. Die Gründe kennen wir auch alle: Bei schönen Dingen scheint die Zeit nur so zu verfliegen, beim Blutabnehmen, beim Fädenziehen nach der OP, beim Warten auf dringend begehrte Gegenstände oder Personen (und so weiter) dagegen scheint die Zeit kein Ende nehmen zu wollen und zähflüssig wie ein gekühlter Sirup zu fließen.

Mir geht es seit gestern so. Am Samstag hat pünktlich nach 14:00 h unsere Jüngste mein iPad fallen lassen. Und zwar so geschickt, dass die Glasplatte, die den Touchscreen abdeckt, einen langen Riss von einer zur anderen Seite aufwies. Da der Riss durchgehend war, bestand die Gefahr, dass zum einen ein Benutzer des iPads (vornehmlich ich) sich an diesem Riss schneiden könnte. Oder aber das Display könnte noch weiteren Schaden nehmen, was dann einen noch teureren Austausch erfordern würde. Keine schönen Optionen, daher informierte ich mich im Netz, welche Optionen mir blieben.

Letzten Endes landete ich bei einem kleinen Laden ca. eine Stunde von mir in Aalen entfernt. Sonntag schrieb ich schon vorsorglich eine Email, Montag früh um fünf (!) wurde diese beantwortet. Es ging ein paar Mal hin und her, auf jeden Fall bestieg ich um 11:50 h mein Auto, zischte hin und übergab mein iPad Air (1. Generation) zum Austausch der Glasplatte dem Service-Techniker. Ich zahlte und fuhr nach Hause. Da könnte man meinen, alles sei gut.

Aber ich würde ja nichts über das langsame, zähflüssig sirupartige Verrinnen der Zeit schreiben, wenn da nicht noch ein kleiner Haken gewesen wäre. Und der sah folgendermaßen aus: Mein iPad-Display konnte zwar schnell ersetzt werden, jedoch muss der Kleber, der das Display an Ort und Stelle hält, erst noch drei volle Stunden aushärten. Also konnte ich das iPad nicht abgeben, eine halbe Stunde warten und dann gleich wieder mitnehmen.

Glücklicherweise war der Service-Techniker ein äußerst entgegenkommender Mann, der sich das iPad sofort vornahm und dann noch am gleichen Abend wieder in die Post gab. Er schickte mir sogar noch eine Email (wohl wissend, dass ich es dringendst wieder haben wollte). Super Service!

Doch dann kam DHL ins Spiel. Ich wartete heute ganz aufgeregt auf mein iPad. Die Post kommt ohnehin immer erst am Nachmittag. Gegen 16:30 h war es dann endlich soweit, doch leider kam genau eine Minute vorher eine Email von DHL, dass man sich darauf freue, mir mein Paket morgen liefern zu können.

AAaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhhhhhhhhhhh!!!!!!!!

Und tatsächlich hatte die Postbotin auch gar nichts dabei für mich. Einen Brief an uns Eltern (Werbung für „Gewinnsparen“ – also Müll), ein Päckchen für meine Frau, ein Brief für die Jüngste, eine Zeitschrift für unsere mittlere Tochter. Das war’s. Also stähle ich mich innerlich für die kommenden 24 Stunden. Dann sollte ich mein wundervolles, geliebtes, streichelwürdiges iPad wieder in Händen halten. Hoffentlich!

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7 Gedanken zu „Von der Wahrnehmung der Zeit

  1. Arabella sagt:

    😂😂😂…ich hoffe mit.

  2. Es Marinsche kocht sagt:

    OMG…mein Mitgefühl ist mit Dir! Kennen wir glaub alle…kaum hat man beim bestellen auf’s Knöpsche gedrückt oder erhält, wie Du eine Versand Mail, schon rennt man alle fünf Minuten an’s Fenster um zu gucken ob der Postbote schon da ist…oder zumindest hat man ständig die Lauscher ausgefahren….und dann noch verzögert durch ( augenroll…als ob die nicht schon sowieso ständig in den Negativschlagzeilen sind ) DHL….Halte durch! HALTE DURCH!!! 😉

  3. Chantao sagt:

    Ja, zumindest hatte man sich Deines Pads angenommen, dem Servicer hier vorort in Hamburg erschien die Rep eines Pads eher lästig, und schickte meine Süße wieder fort, woraufhin ich Held meiner „besseren Hälfte“ in 0,nix ein anderes „Spielzeug“ mittels eines bekannten Medien-Lieferanten zu kommen ließ. Es war und ist kein IPad, sondern eine „preiswerte“ Variante , erfüllt jedoch auch den Zweck einer TV-Programm-Zeitschrift oder Looms über Youtube, aber nichts desdotrotz: Als im Juli die Post in HH noch streikte, lang, lang ist’s her 😉 Da wäre ich nicht mit FingerKlick zum Helden geworden 😦

    P.S. natürlich hat meine eigene elektronische Schiefertafel ein noch breiteres Spektrum an Einsatzmöglichkeiten, also bitte keinen Sh***m 😉 😉 😉

  4. Chantao sagt:

    Nun, bei mir sind an den PC’s 4 der gängigsten Desktop-Browser normal mit 3 Tsd. Bookmarks, dazu Smart und Pad, alles immer synchron, aber mehr Hobbies hat der Blogger nicht 😉

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