Aaaaaaah, Sonntag!

Martini Rosato auf Eis mit Zitrone
Martini Rosato auf Eis mit Zitrone

Ohne weitere Worte, dieses Bild sagt alles.

(Na ja, fast: Zwei Eiswürfel, eine Scheibe Zitrone, den Rest des Glases mit Martini Rosato auffüllen — Sonntagsfeeling an.)

 

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Mal wieder kulinarisch: Pflaumenpfannkuchen

Noch viel leckerer als zu erkennen!
Noch viel leckerer als auf dem Bild zu erkennen: Pflaumenpfannkuchen!

Sonntag ist bei uns nicht selten der „Pfannkuchentag“, ein immer wieder gern gesehenes bzw. erlebtes Ereignis. Alle in der Familie mögen Pfannkuchen, es gibt vielerlei Gestaltungsmöglichkeiten, sodass für jeden individuellen Geschmack auch Varianten zu finden sind.

Heute gab es — nicht zum ersten Mal — auch eine sehr leckere Kreation, die auf die Anregung meiner Frau zurückging: Pflaumenpfannkuchen. Klingt lecker, schmeckt noch viel besser!

Für den Pfannkuchenteig benötigt man (für vier erwachsene Personen):

  • 5 Eier
  • 150 Gramm Vollkorndinkelmehl
  • 200 Gramm Dinkelmehl
  • Olivenöl (ich messe das nicht genau ab, vermutlich sind es ungefähr vier bis fünf Esslöffel)
  • eine kleine Prise Salz
  • 1 Liter Milch
  • 100 Milliliter Wasser

Öl und die Prise Salz mit den Eiern in eine Schüssel geben, nach und nach die beiden Mehle unterrühren, wenn es zu fest wird, etwas Milch nachschütten. Die restliche Milch am Ende unter den fertigen Teig rühren, Wasser ebenso. Danach etwa eine Stunde ruhen lassen (darf ruhig mehr sein).

Die Pflaumen/Zwetschgen einfach in feine Scheibchen schneiden, die dann vor dem Teig in die Pfanne oder auf die Platte kommen. Großzügig Teig um und über die Pflaumen/Zwetschgen schütten und geduldig warten, bis auf der Oberfläche nichts mehr flüssig ist (sonst zerreißt der Pfannkuchen beim Wenden). Goldbraun anbraten, Ahornsirup drüber — Genuss!

 

Klassiker des deutschen Films: „Die Einsteiger“

Ein Juwel des deutschen Films
Ein echtes Juwel des deutschen Films

Seit Jahren haben sie keinen gemeinsamen Film mehr herausgebracht, doch in den 1980er Jahren gab es eine ganze Reihe der sog. „Supernasen-Filme“ mit Thomas (damals noch „Tommy“) Gottschalk und Mike Krüger. Ich denke, es gilt als gesellschaftlicher Konsens, dass diese Filme nicht zu den Sternstunden des deutschen Films gehören. Dennoch gibt es einen Film, der eine so faszinierende Grundidee und eine passable bzw. überwiegend gelungene Umsetzung aufweist: „Die Einsteiger“ aus dem Jahr 1985.

Die Grundidee

Der Film basiert auf einer Grundidee, die sicher jeder von uns schon einmal im Leben ebenfalls hatte: Wie wäre es, in den gerade laufenden Film „einsteigen“ zu können und selbst daran teilzunehmen?

Gerade als Kind/Jugendlicher, als ich Fernsehserien wie „Ein Colt für alle Fälle“, „Trio mit vier Fäusten“, „Agentin mit Herz“, „Western von gestern“, „Star Trek“ (alle Serien) und viele andere konsumierte, war dies ein nicht selten gehegter Wunschtraum. Und da hatte ich noch nicht einen einzigen Erotik-Film gesehen (…).

Handlung

Genau diesen Wunschtraum nimmt sich der Film zum Anlass. Mike Krüger spielt Mike, einen Erfinder, der das Wunder vollbringt, sich und alle, die seine Hand beim Auslösen der Fernbedienung halten, in den gerade auf seinem speziell präparierten Videorekorder laufenden Film zu transportieren, wo sie dann Teil der Handlung sind bzw. Filmfiguren (z.B. Indiana Jones) ersetzen. Thomas Gottschalk spielt seinen bei Frauen durchaus erfolgreichen Kumpel Tommy. Gemeinsam erleben sie einige der Filmklassiker – darunter der schon erwähnte „Indiana Jones – Jäger des verlorenen Schatzes“ und „Tanz der Vampire“ – aus einer gänzlich neuen Perspektive. Der Rest der Handlung ist, um ganz ehrlich zu sein, völlig irrelevant.

Umsetzung

Mit einem großen Hollywood-Budget hätte man aus dieser Idee sicher einen abendfüllenden Blockbuster erzeugen können. Doch ganz soviel Geld wurde offensichtlich nicht in die Hand genommen. Das Ergebnis ist eine charmante Inszenierung, die durchaus besser als der Durchschnitt der damals gängigen deutschen Kinofilme ist. Zumindest empfinde ich es so, sicherlich kenne ich nicht alle damaligen Erzeugnisse.

Die Stärke des Films liegt im völlig überstrapazierten und meist extrem kalaueresken Humor sowie den unnachahmlichen (und das ist nicht nur positiv gemeint) schauspielerischen Leistungen der beiden Protagonisten.

Früher hatte ich den Film auf einer VHS-Kassette, die ich vom TV aufgenommen hatte. Bereits seit vier oder fünf Jahren habe ich kein taugliches Abspielgerät mehr – und werde mir sicher auch nie wieder eines beschaffen. Aber bei Amazon fand ich die DVD gebraucht für einen oder zwei Euro, mit Porto also vier oder fünf Euro. Und das bisschen Geld war mir der nostalgische Trip in den Kindheits-Spaß allemal wert. Als er vor ein paar Monaten geliefert wurde, nötigte ich meine Frau, einen Abend dafür zu opfern. Wie nicht anders zu erwarten, schlief ich dabei ein.

Das ist nun einmal der häufigste Effekt, den nostalgische Filmerlebnisse auf mich haben. Bereits seit Jahren. Im Referendariat (2003/04) bewohnte ich in Nürnberg ein kleines Zimmer direkt an einer vielbefahrenen Straße mit vierspurigem Verkehr und Straßenbahnverkehr in der Mitte (sowie neben einer Tankstelle), der Lärmpegel war also meist nicht ganz wegzudenken. Zum Einschlafen sah ich mir jeden Abend „Und täglich grüßt das Murmeltier“ auf dem Laptop an. Nach ein paar Abenden hatte ich mich soweit konditioniert, dass ich nicht einmal mehr die Abfahrt von Bill Murray und Andie MacDowell nach Punxsutawney mitbekam. Dafür schlief ich wie ein Stein. Und so erging es auch den „Einsteigern“ – doch da hielt ich mindestens 45 Minuten durch.

Fazit

Von allen Filmen des Duo Infernale ist dies aus meiner Sicht der beste. Gebrauchte DVD-Versionen gibt es bei Amazon immer wieder für ganz wenig Geld zu haben. Wer sich dafür interessiert: Zuschlagen! Der Film ist es wirklich wert. Und wenn man ihn doch nicht mag, lässt er sich ja wieder weiterverkaufen oder -schenken.

 

Neuer Sportgehilfe

Mein Laufband
Seit gestern mein neuer Sportgehilfe: das Laufband!

Seit gestern bin ich ein stolzer Besitzer eines Laufbandes. Üblicherweise betreibe ich das Seilspringen mit einer einigermaßen stabilen Regelmäßigkeit, es wird sicher nicht an den Nagel gehängt, doch beschränkt sich beim Seilspringen die Aktivität neben dem angeregten Kreislauf vor allem auf Arme und Beine, „außer Puste“ komme ich in meinen 95-120 Minuten Springen eigentlich nie (an Schweiß mangelt es dagegen nicht…).

Also überlegte ich bereits seit geraumer Zeit herum, was noch geeignet wäre, für viel Bewegung zu sorgen. Wer mich kennt, weiß, dass mein Körperbau „eher nicht“ nach Bodybuilding schreit, also schieden Gewichtheben und dergleichen gleich weg. Noch dazu will ich ja nicht immer mehr Muskelmasse aufbauen — mir geht es um eine Kompensation für meine abendlichen Süßigkeitseskapaden und einen einigermaßen gesunden Körper. Der Besuch eines Fitnessstudios fällt für mich komplett flach, denn ich scheue den Weg dorthin, das stellt motivatorisch eine gar zu unüberwindliche Barriere dar (ich war früher Kunde in einem solchen Etablissement, es endete wie zu erwarten: viel Geld für wenig Inanspruchnahme).

Und da ist noch ein gewichtiges Element, das ich bei meiner sportlichen Betätigung nicht ganz außer Acht lassen kann: Ich trainiere fast immer früh am Morgen. Meist beginne ich bereits vor fünf Uhr. Um diese Uhrzeit ist es selbst im Sommer noch eine Weile dunkel, im Winter bin ich während der Dunkelheit mit dem Training komplett fertig. Nachdem ich früher schon gerne gelaufen bin und meine Frau mich in den letzten Monaten stark motiviert hat, stahl sich der Gedanke an ein Laufband immer wieder in mein Bewusstsein.

Bei einem Besuch im Decathlon Aalen-Essingen ließ ich mich beraten, verschaffte mir einen Überblick über die in Frage kommenden Modelle und erfuhr alle weiteren notwendigen Details. Vor ein paar Tagen bestellte ich dann (im Vorgriff auf meinen anstehenden vierzigsten Geburtstag) das Laufband. Gestern früh wurde es nun geliefert. Glücklicherweise hatte ich für ein paar Euro extra den Liefer- und Montage-Service gebucht. Und selbst die erfahrenen Jungs waren wohl ca. 30-40 Minuten damit beschäftigt. Ich hätte demnach sicher 90 Minuten gebraucht (und wäre danach vermutlich höchst frustriert gewesen). Ein guter Deal.

Noch am Nachmittag musste ich eines der voreingestellten Kurzprogramme („300 KCal/30 Minuten“) ausprobieren (jaaaa, ich bin ein Softie, aber ich hatte da schon 98 Minuten Seilspringen und einen vollen Schultag hinter mir), was mir gleich einmal viel Spaß bereitete. Heute früh wählte ich das 10-Kilometer-Programm, das erstaunlich zügig ablief: Nach einer ca. zweiminütigen Aufwärmphase im langsamen Tempo beschleunigte das Laufband gleich auf über 10 km/h und variierte in den nächsten 55 Minuten nur zwischen 10, 10,5 und 11 km/h und diversen Steigungsgraden. Binnen dreißig Minuten war ich schweißgebadet, nach Ablauf des Programms, das mit einer mehrere Minuten andauernden Abkühlphase endete, troff ich förmlich vor Schweiß. Und es fühlte sich richtig gut an. Das Programm ist durch die ca. alle zwei Minuten einsetzenden Wechsel bei Tempo und Steigung recht abwechslungsreich und verläuft ganz offensichtlich in einem sehr simpel zu antizipierenden Zeitrahmen (nach ca. 60-62 Minuten ist man durch). Gut für meine morgendliche Planung.

Ich habe auch schon den 15-Kilometer-Knopf entdeckt. Das kommt morgen oder am Sonntag dran (aktuell bin ich gerade sehr geschafft, denn der Tag gestern ging trotz des frühen Aufstehens noch bis 23:45 h weiter, und heute früh war der Wecker leider gnadenlos). Mal sehen, ob es dabei noch Überraschungen gibt.

Alles in allem ist es sicher zu früh für eine „echte“ Bewertung des Laufbandes, der erste Eindruck ist allerdings sehr positiv. Ich berichte wieder nach Ablauf eines für die eingehende Erprobung notwendigen Zeitraums. Jetzt bzw. gleich läute ich mit einem Martini on the Rocks den Abend ein, allzu alt werde ich heute nicht mehr.

Schönen Abend allerseits!

 

Tageszeit und Leistungsfähigkeit

Durch mein fast tägliches morgendliches Sportprogramm habe ich mittlerweile eine ganz gute Vergleichsbasis als Basis zur Einschätzung meiner eigenen Leistungsfähigkeit und dem Einfluss der Uhrzeit darauf.

Mittlerweile habe ich seit dem Kauf des Nike FuelBand der zweiten Generation exakt 417 Seilspringen-Sessions veranstaltet. Und dabei fast 1,1 Millionen Fuelpunkte gesammelt. Die durchschnittliche Trainingszeit liegt bei einer Stunde, elf Minuten und 29 Sekunden (oder 2632 Fuelpunkte). Nicht schlecht, denn am Anfang bin ich immer nur 20, dann 40, dann 60 Minuten gesprungen — den Sprung dauerhaft über die 60 Minuten habe ich erst in diesem Kalenderjahr vollzogen. Aktuell sind es täglich 93 bis 100 Minuten.

Noch erstaunlicher ist für mich, dass ich ganz früh am Morgen offensichtlich mehr Energie in mein Training stecken kann. In dieser Woche sah das folgendermaßen aus:

  • Montag: 4:48 h angefangen, 95 Minuten, 3.443 Fuelpunkte
  • Dienstag: 4:48 h angefangen, 93 Minuten, 3.117 Fuelpunkte
  • Mittwoch: 4:48 h angefangen, 96 Minuten, 3.160 Fuelpunkte
  • Donnerstag: 4:48 h angefangen, 94 Minuten, 3.215 Fuelpunkte
  • Freitag: 4:48 h angefangen, 95 Minuten, 3.464 Fuelpunkte

Heute habe ich mir erst einmal satte fünfzehn Minuten mehr Schlafenszeit gegönnt, da klingelte der Wecker erst um 4:55 h. Und dann musste ich erst einen Blogeintrag tippen und publizieren, etwas trinken, das Geschirr von gestern wegspülen und dergleichen. Losgehüpft bin ich erst um 7:59 h. Trotz 95 Minuten Trainings kam ich nur mit Mühe auf 2.969 Fuelpunkte. Der schlechteste Wert im ganzen Monat, trotz mehr Pause vorher.

Dieses Muster habe ich schon häufiger bei mir entdeckt. Ganz einfach lässt es sich nicht erklären, womöglich kommt es vom Biorhythmus: Mein Körper spürt die Entspannung des Wochenendes und drosselt daher die Leistung. Dennoch wundert es mich, dass ich die besten Leistungen offensichtlich bringe, wenn ich sehr zeitig morgens ans Training gehe. Eigentümlich. Ich frage jetzt eher mal nicht, ob es euch morgens auch so geht…

Aber ich wünsche euch allen ein entspanntes Wochenende, ich kann mich heute noch nicht beklagen.

 

Entspannung pur

Gerade habe ich ein durch Zufall entdecktes und gänzlich wunderbares Entspannungs-Video gesehen. Verlinkt wurde es bei Twitter, mehr möchte ich nicht erzählen, außer vielleicht den Hinweis, dass mir noch nie eine entspanntere Stimme in einem solchen Kontext untergekommen ist.

Video hier ansehen (YouTube).

Wenn das kein geeigneter Start ins Wochenende ist, dann weiß ich auch nicht…

 

Endlich Herbst!

Ich mag ja alle Jahreszeiten, doch der Herbst gefällt mir immer am besten, weil er die für mich angenehmste Mischung darstellt: Warm genug, um nicht ständig mit einer Jacke herumlaufen zu müssen, kühl genug, um nur ganz selten ins Schwitzen zu kommen, der oft aufbrausende Wind, die bunten Blätter, die sich allmählich von den Bäumen trennen — und das angenehme Rascheln, wenn man die mit den Füßen zertritt oder durch die Gegend wirbeln lässt…

Einen ganz wichtigen Punkt muss ich noch hinzunehmen: Es kühlt an manchen Tagen so stark ab, dass wir uns den Luxus gönnen, abends den Ofen anzuschüren. Und dann versammeln sich alle im Wohnzimmer, um die sensationell angenehme Wärmestrahlung in der Nähe des Ofens zu genießen.

Gestern Abend war es soweit: Zum ersten Mal seit Monaten wurde der Ofen angeworfen, und es fühlte sich fantastisch an. Meine Frau amüsiert sich immer über mich, denn ich stehe gerne mit dem Rücken zum warmen Ofen, um auf dem iPad zu lesen oder kurze Emails zu schreiben. Diese Angewohnheit sinkt über Herbst und Winter dann üblicherweise so stark ein, dass ich gegen Ende des Frühjahrs selbst dann vor dem Ofen herumstehe, wenn dieser gar nicht brennt. Die Macht der Gewohnheit halt.

Gestern waren wir zuerst mit den Kindern im Schwimmbad. Meine Frau wollte ja eigentlich ein paar Bahnen in Ruhe schwimmen, gab das Vorhaben aber schon beim Betreten der Schwimmhalle auf, denn zusätzlich zu einem Schwimmkurs, der einen Teil der Bahnen belegte, hatten die Bademeister auch noch einen Teil der Bahnlänge durch ein Seil abgetrennt. Das wäre weder vergnüglich noch effektiv gewesen, also verwarf sie zähneknirschend diesen Plan. Die Kinder freuten sich, konnten sie nun auf zwei Erwachsenen herumklettern, sie beim Turteln stören und dergleichen mehr.

Nach dem Schwimmen ist man ja normalerweise in einen sehr angenehm erwärmten Zustand, der aber nicht ewig anhält. Daher schürte ich sofort nach Betreten des Hauses den Ofen an, denn so hatte er sich und die Wohnung aufgeheizt, bis unsere gefühlte Temperatur allzu stark sinken konnte — das Timing war gut, denn dank einer vorausschauenden Essensplanung konnten wir innerhalb von 20 Minuten das Abendessen einläuten sowie die Wärmeabstrahlung des Ofens im Rücken spüren.

Darüber hinaus bietet sich der Platz vor dem Ofen noch für ganz andere Tätigkeiten an, weswegen ich die Kinder mit einigem Nachdruck in ihre Betten bewegte, kurz bei der Jüngsten verweilte, die sonst dreimal so lange beim Einschlafen bräuchte… Irgendwann stieß ich dann wieder zu meiner wunderbaren Frau, die sich vor dem Ofen lang ausgestreckt hatte (und schon in einen „Müde-Warm-Gähn-gleich-schlaf-ich-ein“-Zustand versank) — und fand gleich noch einen Grund, warum ich den Herbst so gerne mag…

Schönes Wochenende allerseits!