Archiv für den Monat September 2015

Aaaaaaah, Sonntag!

Martini Rosato auf Eis mit Zitrone

Martini Rosato auf Eis mit Zitrone

Ohne weitere Worte, dieses Bild sagt alles.

(Na ja, fast: Zwei Eiswürfel, eine Scheibe Zitrone, den Rest des Glases mit Martini Rosato auffüllen — Sonntagsfeeling an.)

 

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Mal wieder kulinarisch: Pflaumenpfannkuchen

Noch viel leckerer als zu erkennen!

Noch viel leckerer als auf dem Bild zu erkennen: Pflaumenpfannkuchen!

Sonntag ist bei uns nicht selten der „Pfannkuchentag“, ein immer wieder gern gesehenes bzw. erlebtes Ereignis. Alle in der Familie mögen Pfannkuchen, es gibt vielerlei Gestaltungsmöglichkeiten, sodass für jeden individuellen Geschmack auch Varianten zu finden sind.

Heute gab es — nicht zum ersten Mal — auch eine sehr leckere Kreation, die auf die Anregung meiner Frau zurückging: Pflaumenpfannkuchen. Klingt lecker, schmeckt noch viel besser!

Für den Pfannkuchenteig benötigt man (für vier erwachsene Personen):

  • 5 Eier
  • 150 Gramm Vollkorndinkelmehl
  • 200 Gramm Dinkelmehl
  • Olivenöl (ich messe das nicht genau ab, vermutlich sind es ungefähr vier bis fünf Esslöffel)
  • eine kleine Prise Salz
  • 1 Liter Milch
  • 100 Milliliter Wasser

Öl und die Prise Salz mit den Eiern in eine Schüssel geben, nach und nach die beiden Mehle unterrühren, wenn es zu fest wird, etwas Milch nachschütten. Die restliche Milch am Ende unter den fertigen Teig rühren, Wasser ebenso. Danach etwa eine Stunde ruhen lassen (darf ruhig mehr sein).

Die Pflaumen/Zwetschgen einfach in feine Scheibchen schneiden, die dann vor dem Teig in die Pfanne oder auf die Platte kommen. Großzügig Teig um und über die Pflaumen/Zwetschgen schütten und geduldig warten, bis auf der Oberfläche nichts mehr flüssig ist (sonst zerreißt der Pfannkuchen beim Wenden). Goldbraun anbraten, Ahornsirup drüber — Genuss!

 

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Klassiker des deutschen Films: „Die Einsteiger“

Ein Juwel des deutschen Films

Ein echtes Juwel des deutschen Films

Seit Jahren haben sie keinen gemeinsamen Film mehr herausgebracht, doch in den 1980er Jahren gab es eine ganze Reihe der sog. „Supernasen-Filme“ mit Thomas (damals noch „Tommy“) Gottschalk und Mike Krüger. Ich denke, es gilt als gesellschaftlicher Konsens, dass diese Filme nicht zu den Sternstunden des deutschen Films gehören. Dennoch gibt es einen Film, der eine so faszinierende Grundidee und eine passable bzw. überwiegend gelungene Umsetzung aufweist: „Die Einsteiger“ aus dem Jahr 1985.

Die Grundidee

Der Film basiert auf einer Grundidee, die sicher jeder von uns schon einmal im Leben ebenfalls hatte: Wie wäre es, in den gerade laufenden Film „einsteigen“ zu können und selbst daran teilzunehmen?

Gerade als Kind/Jugendlicher, als ich Fernsehserien wie „Ein Colt für alle Fälle“, „Trio mit vier Fäusten“, „Agentin mit Herz“, „Western von gestern“, „Star Trek“ (alle Serien) und viele andere konsumierte, war dies ein nicht selten gehegter Wunschtraum. Und da hatte ich noch nicht einen einzigen Erotik-Film gesehen (…).

Handlung

Genau diesen Wunschtraum nimmt sich der Film zum Anlass. Mike Krüger spielt Mike, einen Erfinder, der das Wunder vollbringt, sich und alle, die seine Hand beim Auslösen der Fernbedienung halten, in den gerade auf seinem speziell präparierten Videorekorder laufenden Film zu transportieren, wo sie dann Teil der Handlung sind bzw. Filmfiguren (z.B. Indiana Jones) ersetzen. Thomas Gottschalk spielt seinen bei Frauen durchaus erfolgreichen Kumpel Tommy. Gemeinsam erleben sie einige der Filmklassiker – darunter der schon erwähnte „Indiana Jones – Jäger des verlorenen Schatzes“ und „Tanz der Vampire“ – aus einer gänzlich neuen Perspektive. Der Rest der Handlung ist, um ganz ehrlich zu sein, völlig irrelevant.

Umsetzung

Mit einem großen Hollywood-Budget hätte man aus dieser Idee sicher einen abendfüllenden Blockbuster erzeugen können. Doch ganz soviel Geld wurde offensichtlich nicht in die Hand genommen. Das Ergebnis ist eine charmante Inszenierung, die durchaus besser als der Durchschnitt der damals gängigen deutschen Kinofilme ist. Zumindest empfinde ich es so, sicherlich kenne ich nicht alle damaligen Erzeugnisse.

Die Stärke des Films liegt im völlig überstrapazierten und meist extrem kalaueresken Humor sowie den unnachahmlichen (und das ist nicht nur positiv gemeint) schauspielerischen Leistungen der beiden Protagonisten.

Früher hatte ich den Film auf einer VHS-Kassette, die ich vom TV aufgenommen hatte. Bereits seit vier oder fünf Jahren habe ich kein taugliches Abspielgerät mehr – und werde mir sicher auch nie wieder eines beschaffen. Aber bei Amazon fand ich die DVD gebraucht für einen oder zwei Euro, mit Porto also vier oder fünf Euro. Und das bisschen Geld war mir der nostalgische Trip in den Kindheits-Spaß allemal wert. Als er vor ein paar Monaten geliefert wurde, nötigte ich meine Frau, einen Abend dafür zu opfern. Wie nicht anders zu erwarten, schlief ich dabei ein.

Das ist nun einmal der häufigste Effekt, den nostalgische Filmerlebnisse auf mich haben. Bereits seit Jahren. Im Referendariat (2003/04) bewohnte ich in Nürnberg ein kleines Zimmer direkt an einer vielbefahrenen Straße mit vierspurigem Verkehr und Straßenbahnverkehr in der Mitte (sowie neben einer Tankstelle), der Lärmpegel war also meist nicht ganz wegzudenken. Zum Einschlafen sah ich mir jeden Abend „Und täglich grüßt das Murmeltier“ auf dem Laptop an. Nach ein paar Abenden hatte ich mich soweit konditioniert, dass ich nicht einmal mehr die Abfahrt von Bill Murray und Andie MacDowell nach Punxsutawney mitbekam. Dafür schlief ich wie ein Stein. Und so erging es auch den „Einsteigern“ – doch da hielt ich mindestens 45 Minuten durch.

Fazit

Von allen Filmen des Duo Infernale ist dies aus meiner Sicht der beste. Gebrauchte DVD-Versionen gibt es bei Amazon immer wieder für ganz wenig Geld zu haben. Wer sich dafür interessiert: Zuschlagen! Der Film ist es wirklich wert. Und wenn man ihn doch nicht mag, lässt er sich ja wieder weiterverkaufen oder -schenken.

 

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Neuer Sportgehilfe

Mein Laufband

Seit gestern mein neuer Sportgehilfe: das Laufband!

Seit gestern bin ich ein stolzer Besitzer eines Laufbandes. Üblicherweise betreibe ich das Seilspringen mit einer einigermaßen stabilen Regelmäßigkeit, es wird sicher nicht an den Nagel gehängt, doch beschränkt sich beim Seilspringen die Aktivität neben dem angeregten Kreislauf vor allem auf Arme und Beine, „außer Puste“ komme ich in meinen 95-120 Minuten Springen eigentlich nie (an Schweiß mangelt es dagegen nicht…).

Also überlegte ich bereits seit geraumer Zeit herum, was noch geeignet wäre, für viel Bewegung zu sorgen. Wer mich kennt, weiß, dass mein Körperbau „eher nicht“ nach Bodybuilding schreit, also schieden Gewichtheben und dergleichen gleich weg. Noch dazu will ich ja nicht immer mehr Muskelmasse aufbauen — mir geht es um eine Kompensation für meine abendlichen Süßigkeitseskapaden und einen einigermaßen gesunden Körper. Der Besuch eines Fitnessstudios fällt für mich komplett flach, denn ich scheue den Weg dorthin, das stellt motivatorisch eine gar zu unüberwindliche Barriere dar (ich war früher Kunde in einem solchen Etablissement, es endete wie zu erwarten: viel Geld für wenig Inanspruchnahme).

Und da ist noch ein gewichtiges Element, das ich bei meiner sportlichen Betätigung nicht ganz außer Acht lassen kann: Ich trainiere fast immer früh am Morgen. Meist beginne ich bereits vor fünf Uhr. Um diese Uhrzeit ist es selbst im Sommer noch eine Weile dunkel, im Winter bin ich während der Dunkelheit mit dem Training komplett fertig. Nachdem ich früher schon gerne gelaufen bin und meine Frau mich in den letzten Monaten stark motiviert hat, stahl sich der Gedanke an ein Laufband immer wieder in mein Bewusstsein.

Bei einem Besuch im Decathlon Aalen-Essingen ließ ich mich beraten, verschaffte mir einen Überblick über die in Frage kommenden Modelle und erfuhr alle weiteren notwendigen Details. Vor ein paar Tagen bestellte ich dann (im Vorgriff auf meinen anstehenden vierzigsten Geburtstag) das Laufband. Gestern früh wurde es nun geliefert. Glücklicherweise hatte ich für ein paar Euro extra den Liefer- und Montage-Service gebucht. Und selbst die erfahrenen Jungs waren wohl ca. 30-40 Minuten damit beschäftigt. Ich hätte demnach sicher 90 Minuten gebraucht (und wäre danach vermutlich höchst frustriert gewesen). Ein guter Deal.

Noch am Nachmittag musste ich eines der voreingestellten Kurzprogramme („300 KCal/30 Minuten“) ausprobieren (jaaaa, ich bin ein Softie, aber ich hatte da schon 98 Minuten Seilspringen und einen vollen Schultag hinter mir), was mir gleich einmal viel Spaß bereitete. Heute früh wählte ich das 10-Kilometer-Programm, das erstaunlich zügig ablief: Nach einer ca. zweiminütigen Aufwärmphase im langsamen Tempo beschleunigte das Laufband gleich auf über 10 km/h und variierte in den nächsten 55 Minuten nur zwischen 10, 10,5 und 11 km/h und diversen Steigungsgraden. Binnen dreißig Minuten war ich schweißgebadet, nach Ablauf des Programms, das mit einer mehrere Minuten andauernden Abkühlphase endete, troff ich förmlich vor Schweiß. Und es fühlte sich richtig gut an. Das Programm ist durch die ca. alle zwei Minuten einsetzenden Wechsel bei Tempo und Steigung recht abwechslungsreich und verläuft ganz offensichtlich in einem sehr simpel zu antizipierenden Zeitrahmen (nach ca. 60-62 Minuten ist man durch). Gut für meine morgendliche Planung.

Ich habe auch schon den 15-Kilometer-Knopf entdeckt. Das kommt morgen oder am Sonntag dran (aktuell bin ich gerade sehr geschafft, denn der Tag gestern ging trotz des frühen Aufstehens noch bis 23:45 h weiter, und heute früh war der Wecker leider gnadenlos). Mal sehen, ob es dabei noch Überraschungen gibt.

Alles in allem ist es sicher zu früh für eine „echte“ Bewertung des Laufbandes, der erste Eindruck ist allerdings sehr positiv. Ich berichte wieder nach Ablauf eines für die eingehende Erprobung notwendigen Zeitraums. Jetzt bzw. gleich läute ich mit einem Martini on the Rocks den Abend ein, allzu alt werde ich heute nicht mehr.

Schönen Abend allerseits!

 

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Tageszeit und Leistungsfähigkeit

Durch mein fast tägliches morgendliches Sportprogramm habe ich mittlerweile eine ganz gute Vergleichsbasis als Basis zur Einschätzung meiner eigenen Leistungsfähigkeit und dem Einfluss der Uhrzeit darauf.

Mittlerweile habe ich seit dem Kauf des Nike FuelBand der zweiten Generation exakt 417 Seilspringen-Sessions veranstaltet. Und dabei fast 1,1 Millionen Fuelpunkte gesammelt. Die durchschnittliche Trainingszeit liegt bei einer Stunde, elf Minuten und 29 Sekunden (oder 2632 Fuelpunkte). Nicht schlecht, denn am Anfang bin ich immer nur 20, dann 40, dann 60 Minuten gesprungen — den Sprung dauerhaft über die 60 Minuten habe ich erst in diesem Kalenderjahr vollzogen. Aktuell sind es täglich 93 bis 100 Minuten.

Noch erstaunlicher ist für mich, dass ich ganz früh am Morgen offensichtlich mehr Energie in mein Training stecken kann. In dieser Woche sah das folgendermaßen aus:

  • Montag: 4:48 h angefangen, 95 Minuten, 3.443 Fuelpunkte
  • Dienstag: 4:48 h angefangen, 93 Minuten, 3.117 Fuelpunkte
  • Mittwoch: 4:48 h angefangen, 96 Minuten, 3.160 Fuelpunkte
  • Donnerstag: 4:48 h angefangen, 94 Minuten, 3.215 Fuelpunkte
  • Freitag: 4:48 h angefangen, 95 Minuten, 3.464 Fuelpunkte

Heute habe ich mir erst einmal satte fünfzehn Minuten mehr Schlafenszeit gegönnt, da klingelte der Wecker erst um 4:55 h. Und dann musste ich erst einen Blogeintrag tippen und publizieren, etwas trinken, das Geschirr von gestern wegspülen und dergleichen. Losgehüpft bin ich erst um 7:59 h. Trotz 95 Minuten Trainings kam ich nur mit Mühe auf 2.969 Fuelpunkte. Der schlechteste Wert im ganzen Monat, trotz mehr Pause vorher.

Dieses Muster habe ich schon häufiger bei mir entdeckt. Ganz einfach lässt es sich nicht erklären, womöglich kommt es vom Biorhythmus: Mein Körper spürt die Entspannung des Wochenendes und drosselt daher die Leistung. Dennoch wundert es mich, dass ich die besten Leistungen offensichtlich bringe, wenn ich sehr zeitig morgens ans Training gehe. Eigentümlich. Ich frage jetzt eher mal nicht, ob es euch morgens auch so geht…

Aber ich wünsche euch allen ein entspanntes Wochenende, ich kann mich heute noch nicht beklagen.

 

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Entspannung pur

Gerade habe ich ein durch Zufall entdecktes und gänzlich wunderbares Entspannungs-Video gesehen. Verlinkt wurde es bei Twitter, mehr möchte ich nicht erzählen, außer vielleicht den Hinweis, dass mir noch nie eine entspanntere Stimme in einem solchen Kontext untergekommen ist.

Video hier ansehen (YouTube).

Wenn das kein geeigneter Start ins Wochenende ist, dann weiß ich auch nicht…

 

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Endlich Herbst!

Ich mag ja alle Jahreszeiten, doch der Herbst gefällt mir immer am besten, weil er die für mich angenehmste Mischung darstellt: Warm genug, um nicht ständig mit einer Jacke herumlaufen zu müssen, kühl genug, um nur ganz selten ins Schwitzen zu kommen, der oft aufbrausende Wind, die bunten Blätter, die sich allmählich von den Bäumen trennen — und das angenehme Rascheln, wenn man die mit den Füßen zertritt oder durch die Gegend wirbeln lässt…

Einen ganz wichtigen Punkt muss ich noch hinzunehmen: Es kühlt an manchen Tagen so stark ab, dass wir uns den Luxus gönnen, abends den Ofen anzuschüren. Und dann versammeln sich alle im Wohnzimmer, um die sensationell angenehme Wärmestrahlung in der Nähe des Ofens zu genießen.

Gestern Abend war es soweit: Zum ersten Mal seit Monaten wurde der Ofen angeworfen, und es fühlte sich fantastisch an. Meine Frau amüsiert sich immer über mich, denn ich stehe gerne mit dem Rücken zum warmen Ofen, um auf dem iPad zu lesen oder kurze Emails zu schreiben. Diese Angewohnheit sinkt über Herbst und Winter dann üblicherweise so stark ein, dass ich gegen Ende des Frühjahrs selbst dann vor dem Ofen herumstehe, wenn dieser gar nicht brennt. Die Macht der Gewohnheit halt.

Gestern waren wir zuerst mit den Kindern im Schwimmbad. Meine Frau wollte ja eigentlich ein paar Bahnen in Ruhe schwimmen, gab das Vorhaben aber schon beim Betreten der Schwimmhalle auf, denn zusätzlich zu einem Schwimmkurs, der einen Teil der Bahnen belegte, hatten die Bademeister auch noch einen Teil der Bahnlänge durch ein Seil abgetrennt. Das wäre weder vergnüglich noch effektiv gewesen, also verwarf sie zähneknirschend diesen Plan. Die Kinder freuten sich, konnten sie nun auf zwei Erwachsenen herumklettern, sie beim Turteln stören und dergleichen mehr.

Nach dem Schwimmen ist man ja normalerweise in einen sehr angenehm erwärmten Zustand, der aber nicht ewig anhält. Daher schürte ich sofort nach Betreten des Hauses den Ofen an, denn so hatte er sich und die Wohnung aufgeheizt, bis unsere gefühlte Temperatur allzu stark sinken konnte — das Timing war gut, denn dank einer vorausschauenden Essensplanung konnten wir innerhalb von 20 Minuten das Abendessen einläuten sowie die Wärmeabstrahlung des Ofens im Rücken spüren.

Darüber hinaus bietet sich der Platz vor dem Ofen noch für ganz andere Tätigkeiten an, weswegen ich die Kinder mit einigem Nachdruck in ihre Betten bewegte, kurz bei der Jüngsten verweilte, die sonst dreimal so lange beim Einschlafen bräuchte… Irgendwann stieß ich dann wieder zu meiner wunderbaren Frau, die sich vor dem Ofen lang ausgestreckt hatte (und schon in einen „Müde-Warm-Gähn-gleich-schlaf-ich-ein“-Zustand versank) — und fand gleich noch einen Grund, warum ich den Herbst so gerne mag…

Schönes Wochenende allerseits!

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Heute (SoC-Experiment)

Heute

Heute — ein eventuell einmaliges Experiment

Gleich vorweg: Jetzt wird's komisch. Ich experimentiere mit ein bisschen gezügeltem „Stream of Consciousness“ (gezügelt, weil ich Anzüglichkeiten und Obszönitäten auslasse). Wem's zu doof wird, der soll lieber etwas vernünftiges lesen.

Umstellung auf den Schulrhythmus und die Folgen

Heute ist Samstag, seit letztem Montag stelle ich meinen Tagesrhythmus wieder auf „Schule“ um, also klingelt mein Wecker um 4:55 h (die letzte Viertelstunde muss dann nächste Woche noch weichen, sonst werde ich nicht rechtzeitig fertig). Dann stürme ich in den Keller, schnappe mein erstes Springseil (ich wechsle alle 30 Minuten das Seil, um sie langsamer abzunutzen, in dem Jahr habe ich schon fünf Seile „geschafft“), werfe ein Hörbuch (heute und morgen noch „Cotton Reloaded 35: Der Geist“) an, starte die Stoppuhr und hüpfe los. 95 Minuten später wird die Stoppuhr-App beendet, ich bewege mich grazil wie ein Elefant zur Dusche. Vorher noch das Rasieren. Schwierig, da mein Bartwuchs jeglichem Bemühen, ihn einzudämmen, erbitterten Widerstand leistet. Meine Frau hat das mal mit einer Folge bei den Simpsons verglichen, in der sich der Alte (Homer?) rasiert, einen Augenblick aber wieder alles aussieht wie vorher — genauso verhält es sich bei mir. Jede Woche gibt es eine neue (und sehr scharfe) Rasierklinge der Firma Wilkinson, doch der Effekt bleibt sich meist gleich. Nun könnte ich die ja auch länger nutzen, wenn sie schon nicht so viel besser rasiert. Mit dem Alter der Klinge kommt dann aber tatsächlich eine gewisse Stumpfheit, die mich zum Applizieren eines höheren Drucks nötigt — und damit steigt dann leider die Verletzungsgefahr exponentiell an. Egal, nach dem Rasieren und dem Duschen werfe ich mich auf die Waage, die vielen Süßigkeiten nach dem Italienurlaub haben mich auf 65,1 kg aufgeblasen. Furchtbar! Dann frische Klamotten, runter ins Erdgeschoss, 400 ml Pepsi Cola Light einfüllen. Aaaaahhhhh, Genuss! Nach ein paar Minuten ist das Wärmegefühl aus Sport und Dusche verflogen, es wird mir kühl. Also hole ich die Decke und packe mich ein. Dann schreibe ich den Blogeintrag über „Breaking Bad“. Kaum bin ich fertig, überkommt mich eine heftige Müdigkeit. Mag der arbeitsreichen Woche geschuldet sein. Ich höre Musik, das neue Album von Iron Maiden, gar nicht schlecht — wenn man auf diese Musik steht. Immer kann ich sie nicht hören, heute klingt sie gut. Nur das Cover des Albums würde mich ja eher abschrecken. Aber die Musik ist erstaunlich vielseitig, und das Album ist ziemlich lang… Bevor ich mich wehren kann, schlafe ich ein. Dumm gelaufen. Als ich erwache, springen drei Kinder um mich herum. Und machen Geräusche dabei. Erheblich viele. Mittlerweile habe ich etwas mehr als eine Stunde auf dem Sofa verbracht. Fühlt sich immer noch gut an. Nun greife ich zum iPhone, lese Zeilenendes neueste Ergüsse (hehe, doch eine andeutungsweise eingestreute Obszönität), kommentiere sie ausführlich, sende den Kommentar ab. In dem Moment löscht der seinen Artikel wieder — äh, wie bitte? Klingt skurril, stimmt aber. Die Musik läuft übrigens immer noch, auch wenn meine Liste der ungelesenen Artikel in der WP-App noch lang ist. Ich arbeite mich zäh durch die letzten Tage. Aha, neue Geschichten im Seppolog. Spannend! Gleich mal schlaue Kommentare schreiben, um von meiner grenzenlosen Mondänität (oder so) Zeugnis abzulegen. Dann merke ich, dass mir immer noch kalt ist, kein Wunder, bin aufgestanden. Gleich wieder hinsetzen, Decke um mich herumziehen. Mittlerweile sind fast zwei Stunden auf dem Sofa verbracht worden. Ungelogen: Es fühlt sich immer noch gut an. Samstag halt. Letzter Samstag vor Wiedereintritt in den Alltag. Schnell noch einmal 400 ml Pepsi Cola Light geholt, dann beginnt dieser Artikel. Also gleich noch einmal von vorne.

Sorry, zuviel Koffein, da kommt so etwas schon einmal vor.

 

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Gesehen: Breaking Bad – Erste Staffel

Walter aus »Breaking Bad«

Walter White, der „Protagonist“ aus „Breaking Bad“

Ich habe bei Twitter schon viel über die amerikanische TV-Serie „Breaking Bad“ gelesen, auch sonst gab es ein unüberseh-/hörbares mediales Echo, dennoch ging die Serie bis vor ein paar Tagen komplett an mir vorbei. Beim Familientreffen am Ellertshäuser See Mitte August legte mir eine nette ältere Dame aus Kanada näher, mir die Serie mal anzusehen. Sie selbst war erst kurz zuvor darauf aufmerksam geworden und hatte dann wohl die ganze Serie auf Netflix durchgesehen. Nach so viel Lob ging mir die Sache noch ein paar Tage durch den Kopf, dann sah ich mal nach, was die DVDs denn kosten sollten, was zum Glück nicht viel war.

Also bestellte ich mir die erste Staffel auf DVD und begann mit dem Ansehen… Mehrere Sachen fielen mir dabei auf:

  • Es ist ganz klar eine Serie „von Erwachsenen für Erwachsene“. Natürlich können auch Jugendliche sie ansehen, aber sie werden höchstens einen Teil der Tiefe erfassen können. Gerade Walt's verzweifelte Lage wird in den ersten Folgen sehr eindrücklich geschildert. Sehen und ansatzweise nachvollziehen können das viele, wirklich verstehen werden es vermutlich nur Erwachsene. Eindeutig ein Pluspunkt der Serie.
  • Die Serie zeigt schonungslos, in welche Sackgasse sich die amerikanische Gesellschaft zunehmend bewegt. Damit meine ich nicht die Drogenszene. Die gibt es überall, so etwas wird sich nicht vermeiden lassen. In keinem Land der Welt. Vielmehr bewundere ich den scharfen Blick der Drehbuchautoren auf die feinen sozialen Katastrophen im US-amerikanischen Alltag: Ein Lehrer, der zusätzlich zu seinem Beruf in der Schule noch in der Waschstraße arbeiten muss, um seine Familie ernähren zu können, dabei immer noch keine Möglichkeit hat, genug Geld aufzubringen, um auch nur geringste Rücklagen zu bilden — das ist wirklich schockierend. Und die Serie reitet noch nicht einmal darauf herum, was für mich belegt, dass dieser Zustand im Bewusstsein vieler Amerikaner wohl schon als „völlig normal“ angesehen wird. Ich wurde in Amerika geboren, schon damals (1975) gab es in den USA nur eine ganz schmale Mittelschicht, die Gesellschaft teilte sich vor allem in eine kleine (aber extrem wohlhabende) Oberschicht und eine sehr große (und teilweise wirklich erbärmlich arme) Unterschicht. Damals sah es hier in Deutschland noch komplett anders aus, denn es gab eine sehr breite Mittelschicht und an den beiden Extrempolen nur einen kleinen Rand. In den letzten drei Jahrzehnten hat sich unsere Gesellschaft langsam aber sicher in Richtung des amerikanischen Modells verändert. Wir sind noch nicht so völlig „entsolidarisiert“ (Volker Pispers), aber Jahr für Jahr berichten die Medien darüber, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander geht. Genau das war in den USA vor über 30 Jahren bereits der Fall, mal sehen, wo wir nach Ablauf eines ähnlichen Zeitraums stehen werden…
  • Besonders drastisch finde ich, welch krankhafte Geister in der amerikanischen Politik gegen die sog. „Obamacare“ (also die für alle Bürger eingerichtete Krankenversicherung) wettern. Bis zur Einrichtung von „Obamacare“ war nur krankenversichert, wer das Geld dafür aufbringen konnte. Auch der Umfang der Krankenversicherung hängt dann von den individuellen finanziellen Möglichkeiten ab. Eigentlich muss man Obama dies sehr hoch anrechnen, endlich die medizinische Grundversorgung für ein so großes Land hergestellt zu haben, doch was muss er stattdessen für Kritik einstecken… Krank! Zurück zur Serie: Der Protagonist von „Breaking Bad“ erhält die Diagnose Lungenkrebs — und kann sich eine Behandlung faktisch nicht leisten. Es geht nicht darum, sich eine besondere Behandlung leisten zu können, er kann schlichtweg für gar keine das Geld aufbringen, denn er müsste alles aus eigener Tasche bezahlen. Klar, auch bei uns wird nicht jeder eine exzellente Versorgung von seiner Krankenkasse bezahlt bekommen, aber eine grundlegende und solide medizinische Versorgung ist auf jeden Fall gewährleistet. Zurück zur Serie: Walt kann sich seine Chemotherapie nur leisten, indem er vor jeder Behandlung einen Scheck über die Kosten für Medikament und Behandlung abgibt. Wie demütigend es für ihn ist, die Arzthelferin jedes einzelne Mal zu bitten, den Scheck nicht vor Montag der kommenden Woche einzulösen, wird schauspielerisch sehr überzeugend rübergebracht. Das Geld hat er (trotz zweier Jobs) natürlich nicht, er muss es sich erst verdienen, indem er illegale Drogen herstellt und über seinen „Partner“ verticken lässt. Eigentlich geht das komplett gegen seine innere Überzeugung, doch er möchte seine Frau, seinen Sohn und das noch ungeborene Baby finanziell so gut wie möglich absichern.
  • Die Szenen, die im Drogenmilieu spielen, haben mir einmal mehr verdeutlicht, wie wichtig es ist, die eigenen Kinder zu starken Persönlichkeiten zu erziehen, die sich ihren Problemen mit Intelligenz und Pragmatismus stellen (anstatt in eine benebelte Rauschwelt zu fliehen). Noch dazu bin ich froh, nicht einmal ansatzweise ein persönliches Interesse an Drogen zu haben. Die zu erwartenden und in der Serie dargestellten Verhaltensweisen würden tiefgreifende Änderungen in meinem Selbstbild erfordern, die ich aber nicht einzugehen gewillt bin.

Die erste Staffel bestand nur aus ein paar Folgen, vermutlich war sich das Filmstudio nicht sicher, ob eine thematisch und sozial derart kontroverse Serie ein Erfolg werden würde. Doch ganz offensichtlich fanden sich genügend Anhänger, sodass einige weitere Staffeln folgten. Gestern kamen die DVDs der zweiten Staffel hier an, dann kann die Geschichte weitergehen. Ich bin schon gespannt, ob mein positives Bild der Serie sich auch weiterhin halten kann.

Kennt noch jemand diese Serie? Falls ja, wie findet ihr sie? (Und falls ihr mir einen Kommentar schreibt: Bitte verratet mir noch nichts über den weiteren Verlauf, sonst könnte mir das den Spaß verderben…)

 

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Kleine Meinungsänderung

Schnelle Meinungsänderung

Da hat sich die Meinung wohl noch einmal geändert...

Als am Samstag mein iPad aus der Kinderhand auf den Fußboden purzelte und sein intaktes Displayglas dabei in zwei Teile aufspaltete, war ich natürlich sauer, denn das iPad ist in meinen Alltag so vollständig integriert — vom morgendlichen Aufstehen und Sportprogramm (Stoppuhr, Hörbücher) über den Unterricht (To-Do-Liste, Audio, Video, Texte, Präsentationen, Notations-Apps etc.) bis zum Abend (Lesen, Bloggen, allerlei privates Zeug) — ohne fühlt sich der Tag irgendwie nicht mehr richtig an.

Auch das iPhone konnte diesen Zustand nur lindern, das große Display und die komfortablere Tastatur machen das iPad zu meinem bevorzugten Heim- und Arbeitsgerät. Heute kam es wieder, alles funktioniert — Juuuuuhuuuuuu!

Zurück zum Bild: Im Moment, da ich den Schaden bemerkte, war ich verständlicherweise sauer. Karmesinrot sauer! Daher rief ich die beiden Töchter zu mir und verkündete, dass sie mein iPad „nie wieder“ bekommen würden. Das brachte mir ganz offensichtlich schlechte Kritiken ein. Unsere Mittlere erteilte mir gleich einmal Zimmerverbot. Schriftlich.

Später sprach ich in Ruhe mit ihr, machte das Dilemma verständlich und sorgte für gute Stimmung. Daraufhin wurde das Schild am Zimmer gleich wieder geändert. Uff, Glück gehabt!

 

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