Archiv für den Monat August 2015

Urlaub in Italien

Vom 22. bis zum 29. August war ich mit meiner Familie in Italien, genauer gesagt in Forte dei Marmi, einem eher noblen Küstenort der Toskana. Die Kinder waren uns schon seit Jahren in den Ohren gelegen, dass sie jetzt endlich mal einen Urlaub am (Meeres-)Strand erleben wollten. Früher konnten wir uns noch mit dem Argument drücken, dass nicht alle Kinder schwimmen könnten, nachdem unsere Jüngste es aber im Verlauf des Frühjahrs gelernt hatte, gab es schlicht keine griffige Ausrede mehr. Also buchte ich einen Urlaub am Strand.

Anreise

Da wir mit fünf Personen und dem dazugehörigen Gepäck das Auto komplett füllen und mit keinem anderen Verkehrsmittel so billig nach Italien kommen konnten, mussten wir in den sauren Apfel beißen und die ungefähr 740 Kilometer von Aalen nach Forte dei Marmi selbst fahren.

Gepackt wurde alles einen Tag vorher, das Auto stand über Nacht bereit. Mein Wecker klingelte um 3:25 h. Da die Kinder entsprechend gebrieft waren, schafften wir es mit allem Drum und Dran tatsächlich, um etwa zehn Minuten nach vier am frühen Morgen auf der Straße zu sein. Eine offensichtlich weise Entscheidung, was die Verkehrsdichte anging (so kamen wir bis auf zwei kleine Stau-Unterbrechungen kurz vor dem Ziel ungehindert durch). Irgendwie dachte ich ja, die Kinder würden im Auto dann gleich noch bis sieben oder acht Uhr weiterschlafen, doch die waren so aufgedreht, dass sie alle wach blieben. Egal, wofür gibt es iPods?

Durch Deutschland und Österreich flogen wir förmlich hindurch, eine erste Pinkelpause gab es in der Schweiz direkt vor der Viamala-Schlucht (einen schönen Gruß an Mario Adorf an dieser Stelle, zumindest mussten wir Eltern beide sofort an ihn denken). Dann rauf und rauf und rauf, bis wir durch den San Bernardino-Tunnel in den italienischsprachigen Teil der Schweiz und danach — endlich — nach Italien gelangten. Dort gab es erst einmal einen „richtigen“ Kaffee für die liebste Frau, einen „Kaba“ für unsere Jüngste, die beiden Großen tranken den Rest einer meiner Pepsi Light-Flaschen aus. Gut so, sonst hätte ich alle paar Kilometer weitere Pinkelpausen einlegen müssen!

Wie oben schon kurz erwähnt: In Italien gab es zwei kleinere Staus, beide nicht allzu lang (insgesamt ging uns etwa eine halbe Stunde dadurch verloren). In beiden Fällen waren wir der Klimaanlage im Auto für ihren reibungslosen Betrieb sehr dankbar, denn zu diesem Zeitpunkt brannte die Sonne recht gnadenlos auf die sich träge durch die Landschaft wälzende Metall-Lawine herunter.

Gegen 14 Uhr schlugen wir im Hotel auf, kurz nach drei liefen wir bereits in Richtung Strand, wo uns weitere Überraschungen erwarten sollten…

Das Hotel von vorne

Die Frontansicht des Hotels »La Pace«

Strandplatz

In der Beschreibung des Hotels stand, der Weg zum Strand sei „ca. 200 Meter“. Hmmmmmmm. Irgendwie kam es mir wie mindestens 500 Meter vor (Luftlinie zählt für mich nicht, denn ich kenne bislang niemanden, der durch Wände gehen kann). Und das war noch nicht einmal unser Strand. Bis wir an dem vom Hotel empfohlenen Abschnitt des Strandes angelangt waren, mussten wir locker 1,2 bis 1,5 Kilometer laufen. Aber wir sind ja alle sportlich, daher hat uns das nicht wirklich gestört.

Doch dann kam der Hammer: Der Strand musste bezahlt werden. Hupsi! Als ich zum letzten Mal am Strand war (irgendwann in den 1980er Jahren), gehörte das noch nicht zum Alltag. Und die Preise waren gar nicht so gering, obwohl wir später erfuhren, dass es dort auch Plätze für bis zu 200 €/Tag geben soll. Unser Strandplatz (inklusive Sonnenschirm, zweier Sonnenstühle und einer großen Liege) kostete pro Tag 43 €, die ganze Woche bekamen wir mit etwas Rabatt für 250€. Aber immer noch ein dicker Batzen Geld.

Dafür kann man sich über die gebotene Leistung nicht beschweren, denn der Strand war stets sauber, beim morgendlichen Laufen sah ich Horden von hilfreichen Geistern umher eilen, Müll beseitigen, Sand harken, Stühle und Sonnenliegen in Position stellen. Darüber hinaus gab es mehrere saubere und nur für die Mieter eines Strandplatzes zugängliche Toiletten, mehrere Süßwasserduschen, eine private Umkleidekabine — und eine fantastische Aussicht!

Aussicht vom Strand

Die Aussicht vom Strand war wirklich sehenswert.

Nach dem ersten Schock über den Preis war die Entscheidung schnell gefallen: Wir bleiben der Kinder zuliebe die ganze Woche am Strand! Somit war dann zumindest der inhaltliche Fahrplan für die restliche Woche gesetzt. Da wir auch nicht vorhatten (und ebensowenig vorhaben), in Bälde an einen solchen Badestrand zurückzukehren, war das für uns völlig in Ordnung.

Essen im Hotel

Im Hotel hatten wir nur Halbpension gebucht, das Mittagessen fiel (mit Ausnahme von ein paar Crackern oder Keksen) einfach aus, da sowohl Frühstück als auch Abendessen ziemlich opulent waren. Gerade das Frühstück war deliziös, denn es gab zwar zu wenig Obst, ansonsten aber alles, was mein Herz in seinen (ernährungstechnisch) schwachen Stunden begehrt: Cereals mit frischer Milch, Joghurt, Brötchen, Toast, Butter und Aufstriche ohne Ende, gebratene Eier, Croissants, kleine Krapfen mit Vanillepudding-Füllung, Donuts und und und — kalorientechnisch ein absoluter Overkill. Unter 1.600 Kalorien ging da kein Frühstück vorbei. Aber es musste ja eine Weile halten…

Beim Abendessen gab es immer ein riesiges Buffet, das leider für Vegetarier wie mich nicht immer ganz kompatibel war (es gab immer vegetarische Gerichte, doch nicht immer von hoher Attraktivität für mich). Mir fehlte ein wenig die Rohkost, doch für eine Woche Urlaub war schon klar, dass ich keine ernsthaften Probleme bekommen würde. Vor dem Buffet gab es allerdings stets einen Pasta-Gang als Vorspeise. Und das war Abend für Abend ein Highlight. Unsere Jüngste, die sich noch nicht so auf die italienische Küche einlassen konnte/wollte, vererbte mir nicht selten noch einen zu 75 Prozent gefüllten Teller, den ich nur zu gerne zügig leerte. Und es folgte ein hervorragendes Dessert, in dieser Hinsicht stehen meiner eigenen Erfahrung nach die Italiener den Andalusiern in nichts nach.

Laufen an Italiens Küste

Wenn so opulent gegessen wird, kann ein Urlaub leicht zu einer Ballung von Fettgewebe um die mittleren Regionen führen. In weiser Voraussicht hatte ich in Aalen meine Laufschuhe und geeignete Laufkleidung eingepackt. Morgens stahl ich mich gegen 6:45 h aus dem Hotel und rannte los.

Meine erste Feststellung: Wo sind die Höhenmeter? Aber direkt am Meer entlang gibt es davon nur wenige (die Skala in meiner Lauf-App skalierte sich auf „5 Meter“ — und die wurden kaum erreicht, bei meiner Frau, die ebenfalls fleißig war, stand am Ende tatsächlich mal „1m“ in der Rubrik „Höhenmeter“), was dann angesichts meiner Gewöhnung an einige Höhenmeter beim Laufen in Aalen wiederum ein meist recht hohes Tempo nach sich zog. Die meisten Läufe absolvierte ich mit einem Tempo von deutlich unter 5:30 Minuten/Kilometer. Der schnellste Kilometer wurde in 4:41 Minuten abgehakt, für mich ein absoluter Rekord!

Hilfreich war dabei sicher auch, dass die Küstenstraßen ziemlich geradlinig geführt werden. Jede Kurve, am Ende gar noch auf Schotter oder unebenem Boden, nagt perfide am Tempo. Hier gab es davon nur ganz wenige, daher stieg das Tempo immer weiter. Am schönsten war der etwa sechs Kilometer ununterbrochen geradeaus führende Streifen am Ufer (siehe Screenshot). Da „flog“ man gefühlt nur so dahin.

Gerade Wege, hohes Tempo

Gerade Wege, hohes Tempo!

Ein weiterer Pluspunkt war der stets wehende Wind vom Meer, der mich beim Laufen erfrischte und kühlte. Ohne den Wind wäre es für mich sicher deutlich unangenehmer gewesen. Erst im Vergleich konnte ich heute früh beim ersten heimischen Lauf den Mangel an Erfrischung an einigen Stellen bemerken. Ach!

Noch eine ganz nette Kleinigkeit: Um diese Uhrzeit ist in einem Touristenort noch absolut nichts los. Ich habe mehr Müll- und Straßenreinigungsfahrzeuge gesehen als andere Passanten oder Läufer. Aber die… Interessanterweise kann man „echte Läufer“ sehr schnell von „Joggern“ unterscheiden:

  • Echte Läufer rennen sehr geradlinig, konzentriert und flink. Außerdem grüßen sie andere Läufer meist mit einem aufrichtigen Lächeln und Kopfnicken, gelegentlich auch mit einem kurzen Handzeig. Kaum einer hört Musik oder sonst etwas, die meisten halten ihren Kopf frei und lassen ihre Füße den eigenen Rhythmus finden.
  • Jogger dagegen laufen langsam, kreuz und quer, meist mit den unmöglichsten Verrenkungen in Hüfte und Knie (schon das Hingucken schmerzt). Außerdem zählt das Aussehen mehr als das Laufen, also muss die Frisur sitzen (das bedingt dann wiederum ein langsames Tempo, sonst könnte sich ja etwas lösen). Zusätzlich sind die Laufklamotten ausnahmslos von angesagten Marken und meist gebügelt. Das Smartphone mit monströs großen Over-Ear-Kopfhörern darf als Accessoire natürlich nicht fehlen. Einen Gruß darf man sich von einem Jogger nicht erhoffen, denn das wäre zuviel Mühe. Daran könnte man mal eine ganz interessante Sozialstudie durchführen…

Einmal konnte ich nicht anders, da musste ich mir einen kleinen Spaß mit dem GPS in meiner Lauf-App machen: Fast parallel zu unserem Strandabteil gab es in der Stadt eine Art Kreisverkehr, der — dem Berliner Ring in Würzburg nicht unähnlich — in drei Spuren um ein begrüntes Zentrum geführt wird. Bei einem Lauf rannte ich die drei Spuren nacheinander konsequent ab, um zu sehen, wie akkurat das GPS funktioniert. Nun ja, das Ergebnis lässt sich auf dem folgenden Screenshot erkennen.

Nicht ganz perfekt...

Das GPS ist nicht ganz perfekt, aber man kann die Runden dennoch erkennen.

 

Außerdem erfuhr ich noch etwas über mich: Ich kann über Wasser laufen (nicht „gehen“). Offensichtlich war der lange Steg, den ich mehrfach bis zum Ende hinaus- und wieder zurück lief, nicht in der Karten-App verzeichnet. Und nun beweist der Screenshot, dass ich locker 300 Meter über das Wasser gerannt bin. Das soll mir erst einmal jemand nachmachen!

Beweis: Ich kann über das Wasser rennen!

Hier ist der Beweis: Ich kann über das Wasser rennen!

Mini-Kulturprogramm zum Schluss

Am Abreisetag wagten wir uns noch einmal ca. 40 Kilometer südlich nach Pisa, denn die Kids waren ganz scharf darauf, den „schiefen Turm“ zu sehen. Den Rest der Stadt ignorierten wir dann auch komplett, aber den Turm in seinem starken Neigungsgrad konnten wir absolut genießen (eine Besteigung sparten wir uns aufgrund des massiven Touristen-Andrangs jedoch).

Touristen-Schwemme

Die Touristenschwemme gab es übrigens schon morgens um kurz nach zehn...

Rückreise nach Deutschland

Und dann starteten wir — glücklicherweise wohl ein oder zwei Stunden nach allen anderen Touristen — unsere Rückreise. Hätten wir nicht gleich zu Beginn eine Viertelstunde im äußerst zähflüssigen Verkehr zugebracht und in der Schweiz fast 30 Minuten das Räumen einer Unfallstelle in einem Autobahntunnel abwarten müssen, wäre die Rückreise komplett ohne nennenswerte Wartezeiten abgegangen.

Ich kann mich nicht über das Bett im Hotel beschweren, denn es war völlig ok. Aber der Genuss, nach einer so langen Fahrt wieder ins eigene Bett zu sinken und dann ziemlich flink wegzudämmern, kann gar nicht akkurat in Worte gefasst werden. Hach, Urlaub hat doch eigentlich immer den Zweck, einem das Nach-Hause-Kommen besonders schmackhaft zu machen.

Zurück in den Alltag

Am nächsten Morgen dann die eine Woche ausgesetzte Seilspringen-Ration von 93 Minuten, Dusche, Waage (ein spannender Moment): 64,7 Kilogramm. Uff! Alles im grünen Bereich… Mittlerweile ist fast die komplette Wäsche gewaschen und getrocknet, sogar zusammengelegt. Nur zum Verräumen konnten wir uns noch nicht ganz aufraffen. Aber der Tag ist ja noch lang.

 

 

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Spoiler: Dreharbeiten zu „Cars 3“ in Italien enthüllt!

Heute darf ich mich mal wieder ganz weit aus dem Fenster lehnen und einen veritablen Spoiler-Alarm in die Welt hinaus husten, denn ich habe soeben ein quasi unwiderlegbares Beweisfoto von den offensichtlich ganz aktuell angelaufenen Dreharbeiten zur Fortsetzung der Erfolgs-Serie von Animationsfilmen der „Cars“-Reihe aus dem Hause Disney-Pixar geschossen.

Beweisfoto

Dieses Beweisfoto verpflichtet natürlich zu einem sensationellen dritten Teil!

Ob man's nun glauben mag oder nicht, es wird sicher wieder ein hammerharter Erfolg an der Kinokasse, auch wenn es einen entscheidenden Unterschied gibt: Der dritte Film wird nicht mehr mit animierten Autos gedreht, nein, dieses Mal sind es echte Autos — das zumindest suggeriert mein Beweisfoto.

Über aufgeregte Kommentare und erhitzte Diskussionen zu möglichen Plot-Entwicklungen, beteiligten Stars und weiteren, haarsträubend aufregenden und unübertrefflich frischen Gerüchten freue ich mich natürlich sehr. Roter Teppich, ich komme!

 

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Apple Music nach ein paar Wochen

Es wird im Internet ja viel gelästert über Apple Music. Wenn man sich das so im Einzelnen durchliest, müsste man glatt davon ausgehen, dass bei diesem Streaming-Dienst nichts, aber auch gar nichts funktioniert, dass alles Mist ist, der von unfähigen Gestalten zusammengemurkst wurde etc.

Ich weiß ja nicht, was für exorbitante Erwartungen manche Leute haben, aber bei mir funktioniert Apple Music ziemlich gut, wenn nicht gar exzellent. Um das zu begreifen, muss ich vielleicht meine Art der Nutzung erläutern, denn womöglich bin ich ein gänzlich atypischer Nutzer: Wenn ich zufälligerweise auf ein neues Stück, eine neue Band oder ein interessantes Album gestoßen werde, weiteres Material von einem mir lieb gewordenen Musiker (oder einer Band) suche oder aber einen Film gesehen habe, dessen Soundtrack mich interessiert, dann wechsle ich auf dem iPad in die Musik-App (oder auf dem iMac in iTunes) und gebe den entsprechenden Suchbegriff ein – bislang wurde ich kein einziges Mal enttäuscht. Alles kam schnell und ließ sich abspielen. Wie ich vor ein paar Wochen bei meinem ersten Artikel anmerkte, sind mir andere Streaming-Dienste gänzlich unvertraut. Vermutlich funktionieren die auch gut, aber wenn es eine Lösung von Apple gibt, die dann auch nahtlos auf allen meinen Geräten funktioniert, dann werde ich mich fast immer für diese entscheiden.

Es gibt — natürlich — noch ein paar Ecken und Kanten, z.B. beim Erstellen von Wiedergabelisten, denn neu hinzugefügte Titel tauchen bei mir manchmal erst mit Zeitverzug, seltener auch gar nicht, auf. Aber das sind vermutlich die so oft genannten Kinderkrankheiten.

Beispiele für meine häufigsten Anwendungen

Ein paar Beispiele für meine Nutzung in den letzten Tagen möchte ich anfügen, denn die illustrieren, warum mir Apple Music Spaß macht.

Twitter-Tipp: Titus Andronicus

Vorgestern empfahl einer der Twitterer, denen ich folge, die Band Titus Andronicus (ja, es ist der Titel eines äußerst blutrünstigen Dramas von William Shakespeare) bzw. deren Album „The Most Lamentable Comedy“ (noch eine Anspielung auf Shakespeare, es handelt sich — ich weiß das nur, weil es meine Lieblingskomödie ist — um ein Zitat aus „Ein Sommernachtstraum“).

Titus Andronicus

@gallenbitter empfiehlt: Titus Andronicus „The Most Lamentable Comedy“

Nun bin ich ein relativ spontaner Mensch, zumindest was Einkäufe im iTunes Store angeht (zum Glück sind die Beträge dort ja auch überschaubar). Aber in diesem Fall hätte ich mir das Album nach einem kurzen Reinhören nicht zwingend gekauft. Mit Apple Music konnte ich es aber beim morgendlichen Seilspringen einmal komplett durchhören. Ein kurzer Höreindruck hätte mir diese eigenwillige und dadurch faszinierend schöne Musik kaum so nahe bringen können. Das Schöne an Apple Music ist, dass ich mir das Album noch etliche Male anhören kann. Und ebenso alle anderen der Band. Und viele weitere. Ohne extra dafür bezahlen zu müssen. Schick.

Fritz Kalkbrenner: „Back Home“

Fritz Kalkbrenner war mir bislang absolut kein Begriff. Die Musikwelt ist schon seit etlichen Jahren auf ein derart unübersichtliches Ausmaß angewachsen, dass ich schlicht nicht jeden Künstler kennen kann, nicht einmal jeden, der „etwas taugt“

Zurück zu Fritz Kalkbrenner: Heute hat Arabella in ihrem „Das Lied zum Tag“-Eintrag das sensationell genussvoll anzusehende Video-Clip von „Back Home“ verlinkt. Ich sah es, holte meine Frau an den Rechner, sie sah es, wir beide genossen es.

Fritz Kalkbrenner

Fritz Kalkbrenner: „Back Home“ — sehr entspannend!

Danach suchte ich nach dem Titel in Apple Music, fand ihn und lud ihn herunter (und fügte ihn meiner Playlist mit Lieblingssongs hinzu). Und weil der Song so schön war, durfte das restliche Album gleich folgen (aber noch nicht in meine Playlist).

Fazit

Es wird immer Leute geben, die an allem etwas auszusetzen haben. Und es wird immer Leute geben, die an Apple etwas auszusetzen haben. Auch ich habe hier und da meine Probleme mit dem Laden, und ich habe keine Scheu, diesen Ärger dann auch zu formulieren. Aber: Für mich funktioniert Apple Music gut. Der Preis, den ich ab Ende September monatlich zu zahlen habe (knapp 10 €) entspricht dem früheren Kauf eines einzigen Albums — nun kann ich unbegrenzt hören und zwischenspeichern. Für mich als Musiklehrer und -liebhaber ein absoluter Gewinn.

Wie sehen eure Erfahrungen mit Apple Music aus? Eher positiv, eher negativ, völlig neutral, noch gar nicht ausprobiert, wird auch nie getestet…? Der Kommentarbereich wartet schon.

 

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Gesehen: „Moon“

Sam Rockwell: Moon

Das Filmposter zu „Moon“

Vor ein paar Wochen gab es bei iTunes als „Film der Woche“ den Science Fiction-Film „Moon“ mit Sam Rockwell für 3,99 €. Aus einer Laune heraus (und weil mir der Trailer zusagte) kaufte ich den Film. Letzte Woche habe ich ihn mir dann auch gleich angesehen, worüber ich hier berichte.

Frühere Probleme mit Sam Rockwell

In der Vergangenheit hatte ich immer meine Probleme mit dem Schauspieler Sam Rockwell, der diesen Film fast allein bestreitet, tatsächlich wurde ihm diese Rolle sogar auf den Leib geschrieben. Den Grund für meine Aversion hatte ich bislang nie eruiert, doch mittlerweile glaube ich, die Lösung entdeckt zu haben: Er spielt in so ziemlich allen Filmen, in denen ich ihn vorher gesehen habe, ziemlich abgedrehte Charaktere, genau genommen sogar fast immer den Bösewicht.

Und genau an diesem Punkt änderte sich meine Meinung über ihn, denn ich erkannte, dass meine Abneigung nur auf seiner Schauspielkunst beruhte. Er spielte den bösartigen Widerling einfach zu glaubhaft, den konnte man gar nicht mögen.

Beeindruckende Leistung

In „Moon“ liefert Sam Rockwell in seiner eigenen Mehrfachbesetzung — Achtung! Spoiler! — eine ziemliche charakterliche Bandbreite: vom unbeherrscht aggressiven bis zum verzweifelt resignierten einsamen Arbeiter in einer auf dem Mond platzierten Abbaustation. Da er sich selbst oft zweifach in einer Szene darstellen muss (in der Geschichte wird aufgedeckt, dass die Firma es für billiger erachtet, mehrere Klone eines Arbeiters in einem geheimen Raum der Arbeitsstation in Reserve zu halten, die im Falle eines Unglücks einfach aktiviert werden können, um die Arbeit nahtlos und ohne erneute Anlernzeit für eine neue Arbeitskraft fortzusetzen), ist es unabdingbar, sich selbst in zwei völlig unterschiedlichen körperlichen und geistigen Zuständen darzustellen. Der körperlich verletzte und geistig erschöpfte „alte“ Klon und der frische „neue“ Klon stehen sich direkt gegenüber, decken die Wahrheit auf, streiten sich, planen die weiteren Schritte etc.

Und all das bringt Sam Rockwell derart überzeugend rüber, dass mir beim Ansehen des Films immer wieder ein Schauer über den Rücken lief. Zusätzlich muss man die Maskenbildner dieses Films lobend hervorheben, denn gegen Ende sind die beiden Klone derart unterschiedlich aufbereitet, dass man kaum glauben mag, es mit ein und demselben Schauspieler zu tun zu haben.

Zitate aus Science Fiction-Klassikern

Die Mutter aller Science Fiction-Filme, 2001 – Odyssee im Weltraum, wird gleich mehrfach zitiert:

  • GERTY, der Computer-Assistent, ähnelt HAL in vielerlei Hinsicht (die ganze Art der Gesprächsführung und der teils suggestiven Fragen macht eine Verwechslung unmöglich).
  • Überhaupt erinnert das Setting (ein Mensch allein im Weltraum nur unterstützt von einem Computer) stark an das Vorbild.
  • Mehrfach werden Bewegungen im luftleeren und schwerelosen Raum mit beruhigender klassischer Musik kontrastierend unterlegt.

Klingt nicht nach viel, wer den Klassiker kennt, wird diese Anspielungen aber sofort verstehen. Ich schätze das überaus.

Fazit

Für Science Fiction-Fans ist dieser Film ein absolutes Highlight, der für mich gerade durch das Verbeugen vor den großen Vorbildern und einer dennoch gelungenen eigenen Charakteristik besticht. Wer ihn noch nicht gesehen hat, verschwendet hierbei sicher keine 93 Minuten Lebenszeit, eher im Gegenteil.

 

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App-Namen aus der Hölle

Im Dezember 2010 wog ich noch deutlich über 80 kg, nicht ganz selten näherte ich mich den 90 kg. Seit Sommer 2011 halte ich mich dauerhauft um die 64 kg – auf meine 179 cm verteilt ist das ok – weiteres Abnehmen ist nicht nötig (und vermutlich auch gar nicht empfehlenswert).

Das Stabilisieren dieses Zustandes klappt aber nicht von allein, ich benutze neben meinen appgestützten sportlichen Aktivitäten (Seilspringen mit der FuelBand-App und Laufen mit RunKeeper) auch eine App zum Kalorienzählen, denn nur so behalte ich im Überblick, was ich so über den Tag verteilt in mich hineinstopfe. In Kombination mit dem morgendlichen Wiegen ist das sehr effektiv.

Probleme mit dem Platzhirsch

Seit Dezember 2010 hatte ich CaloryGuard benutzt, was im deutschsprachigen Raum vermutlich der Platzhirsch unter den Kalorienzähler ist (oder war). Man beachte die Formulierung in der Vergangenheitsform, denn seit ein paar Tagen habe ich dieser App den Laufpass gegeben. Im Prinzip funktioniert sie gut, mit der Einschränkung: „auf einem Gerät“. Man kann dann per In-App-Purchase für wenig Geld die Synchronisierung freischalten. Habe ich getan. Und mich seither immer und immer wieder geärgert. Zum Teil gingen die Probleme soweit, dass ich auf einem Gerät (iPhone oder iPad) die App wieder gelöscht habe, nur um nach einer Neuinstallation die Funktionalität der Datensynchronisierung wiederherzustellen. Das kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein.

CaloryGuard im Alltag

Ein nicht seltenes Bild bei der Benutzung von CaloryGuard, leider.

Verwirrende Vielfalt

Also habe ich mich vor ein paar Tagen auf die Suche nach Alternativen begeben. Nicht so einfach, denn es gibt unglaublich viele Apps in diesem Segment. Klar, der Kampf gegen das Übergewicht ist sicher eine Parade-Disziplin der sog. „ersten“ Welt.

Ein paar Apps sahen super aus, dienten aber nur dem Nachschlagen der jeweiligen Kalorienwerte für die ausgewählte Nahrung/Mahlzeit. Nett, aber völlig unpraktisch, denn dann muss man ja noch einmal in einer weiteren App eine Liste führen. Zu umständlich. Andere Apps sind schlichtweg vom Design her hauptsächlich dazu geeignet, Augenkrebs und Hirnkrämpfe zu erzeugen. Fällt auch flach.

Der App-Name aus der Hölle

Fündig wurde ich. Die App, die ich mir dann geladen und auf beiden Geräten installiert habe (und das kostenlos), bietet sogar noch ein Web-Interface, falls man mal etwas eingeben möchte, ohne eines der beiden Schätzchen zur Hand zu haben. Aber hier wäre ich aufgrund des App-Namens fast abspenstig geworden. Als Developer, der viel Zeit in die Entwicklung einer gut funktionierenden App steckt, muss es doch ein Albtraum sein, so einen Namen auf das Endprodukt zu klatschen: FatSecret.

(Würg)

Okay, ich habe mich wieder unter Kontrolle. Aber ganz ehrlich: Das ist doch ein App-Name aus der Hölle, oder? (Noch dazu kann man die App nicht mit einem Passwort verschlüsseln, was den Namensanteil „Secret“ rechtfertigen würde…) Kennt ihr auch Apps, die dermaßen dämliche Namen haben, dass man sich entweder ihrer schämt, wenn man sie auf dem iPhone/iPad hat, oder dass man sie sogar fast nicht geladen hätte? Falls ja, schreibt sie bitte in die Kommentare, ich freue mich schon…

Zu schauerlich

Der Name ist fast zu schauerlich, um ihn sich einfach so auszudenken...

Launch Center Pro-Kompatibilität

Die App bietet sogar ein URL-Schema an, sodass ich mir in Launch Center Pro ein Schnellstart-Icon anlegen konnte. Für Interessenten und Mitnutzer von LCP, der URL zum Aufrufen der App heißt

fatsecret:

Funktioniert voll gut und ist gewohnt praktisch.

 

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Aktion: „Gemeinsam lesen“ – 19. August 2015

Aktion »Gemeinsam Lesen«

Die Aktion „Gemeinsam Lesen“

Vor ein paar Wochen habe ich zum ersten Mal an der Aktion „Gemeinsam lesen“ teilgenommen, Anfang August zum dritten Mal. Da ich gerade mal wieder ein neues Buch dazwischen eingeschoben (und schon ca. die Hälfte verschlungen) habe, fühle ich mich geneigt, heute noch einmal nachzulegen.

Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich verschlinge gerade den Nachfolger des zuletzt vorgestellten „2001 — Odyssee im Weltraum“ von Arthur C. Clarke mit dem Titel 2010 – Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen“. Von den 1572 (iPhone-Größe) Seiten habe ich 833 bereits gelesen.

Arthur C. Clarke: 2010 — Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen

Arthur C. Clarke: „2010 — Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen“

Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Die Indianer und die Mischlingssiedler, die von Louisiana hierhergezogen waren, sagten, die Kristallquelle sei grundlos. (S. 834)

Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Der gleichnamige Film von Peter Hyams ist wesentlich zugänglicher und schlichter als der Kubrick-Vorgänger. Ich habe den Film etliche Male gesehen, vor allem Roy Scheider, der ja leider vor nicht allzu langer Zeit verstorben ist, brilliert als wohlüberlegter und dennoch nicht emotionsloser Wissenschaftler. Und John Lithgow ist ebenfalls sehenswert. Ein wenig spektakulärer, aber den kryptischen Vorgänger sinnvoll ergänzender und dadurch abrundender Film.

Vom Lesen des Romans erhoffe ich mir im Vergleich zum Film mehr Detailtiefe und eine stärkere Zeichnung der Charaktere. Auch hier gibt es noch zwei Fortsetzungen, die mir allesamt unbekannt waren, bis ich mit dem ersten Roman begann (im Vorwort wird auf diese Teile verwiesen). Bislang gefällt mir der Stil des Autors außerordentlich gut, insofern kann es immer noch passieren, dass weitere Teile der Reihe hier vorgestellt werden.

 

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Das kommt mir seltsam vertraut vor…

Seilspringen

Seilspringen a la »Calvin & Hobbes«

Gestern entdeckte ich bei Twitter diesen schönen Calvin & Hobbes-Comic-Strip. Irgendwie kommt mir die darin dargestellte Situation recht bekannt vor.

Quelle:

 

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Ratgeber gibt es viele…

Literatur zum Thema

Meine private Bibliothek zu diesem Themenkomplex

Wenn man sich in Buchläden, bei Amazon oder iBooks umguckt, scheint es eine nie versiegende Anzahl von Ratgebern zu allen möglichen Themen zu geben. Auch das weite Themenfeld der Musik, insbesondere das Üben, werden dabei nicht ausgespart. Ich persönlich habe keine besonders große Affinität zu dieser Art von Ratgebern, denn Papier ist geduldig, schreiben kann man viel, wenn der Tag lang ist – und vor allem: ob das, was sich in gedruckter Form gut liest, dann auch in der Praxis umsetzen lässt, ist wiederum eine ganz andere Geschichte.

Inventur im eigenen Bücherregal

Dennoch wollte ich mal kurz Inventur machen: In meinem Bücherschrank im Arbeitszimmer fand ich immerhin vierzehn Bücher mit einem direkten Bezug zum Üben (gemeint ist: Üben, Proben und/oder Auftreten ist das hauptsächliche Thema des jeweiligen Buchs) und nochmals vier, die das Thema zumindest deutlich anschneiden (z.B. ein Buch über die „Psychologie des Instrumentalunterrichts“). Das ist dann doch eine ganze Menge zu einem vermeintlich einfachen Thema.

Ich beschränke mich bei den folgenden Ausführungen erst einmal auf die vierzehn erstgenannten Bücher, denn diese sind ja direkt auf das Üben bezogen. Diese vierzehn Bücher könnten kaum unterschiedlicher sein: Das kürzeste Exemplar ist die komprimierte Kurzfassung einer Studie (Umfang: 33 Seiten im Din A5-Format), das längste ist ein gebundenes Buch in englischer Sprache (Umfang: 271 Seiten).

Erfahrungen mit den Büchern

Ich habe in alle Bücher zumindest hineingelesen. Manche waren faszinierend geschrieben, die konnte man sowohl anwenden als auch leicht lesen, andere waren geradezu krampfhafte Ansammlungen chaotisch zusammengewürfelter Tipps und Ratschläge, die sich gegenseitig widersprachen (z.B. wenn auf der linken Buchseite steht: „Immer im Originaltempo üben, damit man sich dieses möglichst intensiv einprägt!“ und die rechte Seite dagegen hält: „Unbedingt langsamer üben, um immer die volle Kontrolle über jeden Teil der Bewegungsausführung zu behalten!“ – wie soll man das nun anwenden?), andere waren in ihrer Herangehensweise schlicht zum Kaputtlachen (für Kenner: „Effortless Mastery“ von Kenny Werner, schon der Titel ist ein Widerspruch allererster Güte, fast so gut wie „Die McDonalds-Diät“) oder aber auf ästhetischer Ebene sehr ansprechend (so hatte man schon allein aufgrund der Aufmachung des Buchs Lust, es immer wieder in die Hand zu nehmen).

Persönliches Fazit

Interessant ist, dass bei allem, was da geschrieben steht, eine innere Überzeugung in mir gereift ist, die bislang keiner der Autoren widerlegen oder „ausstechen“ konnte: Wenn es was werden soll, muss man sich hinsetzen und so lange daran arbeiten/üben, bis es klappt. Nichts anderes hilft.

Klingt nach Pädagogik pur, gell? Jetzt aber mal Spaß beiseite: Hat schon mal jemand von einem erfolgreichen Musiker gehört, der besonders viele Bücher über das Üben gelesen hat? Eher nicht so. Wohl aber haben etliche Leute schon von Musikern gehört und gelesen, die Tag für Tag etliche Stunden Übezeit abgerissen haben. Und das ist nun einmal das Rezept zum Erfolg: Harte Arbeit.

Anekdoten-Zeit

Eine kleine Anekdote aus meinem eigenen Leben: Ungefähr in der zehnten Klasse war bei mir der Entschluss gereift, die Musik zum Zentrum meines beruflichen Lebens zu machen. Ab da übte ich Tag für Tag mindestens drei Stunden, während der Kollegstufe, damals also Klasse 12 und 13, kam ich auf ca. vier bis fünf Stunden. Im Studium stieg das auf z.T. über sieben Stunden an. Jeden Tag. Und komischerweise hatte ich während des ganzen Studiums keinen Bedarf für derlei Ratgeber über das Üben. Wenn etwas nicht ging, blieb ich einfach so lange stur dabei, bis es ging.

Einmal im Unterricht nahm mein Professor ein herumliegendes Übetagebuch (auch eine Sache, die ich nie führen musste, um meine Ziele zu erreichen) eines Kommilitonen zur Hand, blätterte interessiert und durchaus belustigt darin. Plötzlich legte er es weg und sagte nur: „Der übt zu wenig.“ Der Kollege, um den es ging, war absolut kein schlechter Trompeter, aber er litt gerade zu der Zeit an ein paar Ansatzproblemen. Üben und Spielen waren für ihn dadurch etwas mühsamer als für die meisten anderen – eine frustrierende Situation. Aber der einzig sinnvolle Weg aus dieser Krise war nun einmal, viel zu üben und zu spielen. Nur so konnte sich der Körper auf die veränderten Bedingungen einstellen und sie so verinnerlichen, dass sie auch „live“, unter Druck und ohne zusätzlichen gedanklichen Aufwand abrufbar wurden. Und dafür übte er damals zu wenig.

Streichholzmethode

Sollte einer meiner vielen Leser auch ein Musiker sein, kann ich eine Übemethode vorschlagen, die wirklich garantiert funktioniert (vorausgesetzt, man schaltet auch das Hirn ein):

  • Man nehme eine Packung Streichhölzer und leere sie auf den Tisch aus, die leere Packung stelle man sich hin.
  • Dann wird geübt, zuerst nur in dem Tempo, in dem die Stelle, um die es geht, auf jeden Fall funktioniert.
  • Für jeden erfolgreichen Durchgang wandert ein Streichholz in die leere Schachtel hinein. Bei jedem fehlerhaften Durchgang fliegt eines (verschärft: zwei oder drei, für die ganz Harten: alle) wieder raus.

Ich garantiere: Wenn die Packung voll ist, läuft die Stelle. Und damit es nicht heißt: „Ja, auf dem (virtuellen) Papier klingt das ja immer toll, wie schaut es mit der Praxis aus?“ Ich habe diese Methode für mich selbst schon oft angewandt, auch einige Schüler mussten schon da durch — es fühlt sich im jeweiligen Moment katastrophal an, aber so wird die frisch angelegte Spur im Gehirn gleich so durchlässig gemacht, dass es dann wirklich gut sitzt.

Klingt ein bisschen nach „Holzhammer“, ist es sicher auch – dafür klappt’s damit auch wirklich.

 

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Woodport-Romantik

Regenrinne am Woodport

Nach mehreren Stunden endlich montiert: Die Regenrinne am Woodport

Letzten August berichtete ich vom Bau unseres Woodports, also des Carport-Bausatzes, der seither der trockenen Verwahrung unseres Brennholzes dient. Kaum waren wir fertig, regnete es auch einmal, sodass wir erkennen konnten, wo noch kleinere Baumängel vorlagen, deren Behebung bis gestern und heute früh warten musste.

Heckenschnitt zuerst

Aber ich kann berichten, dass ich mich heroisch auf das Dach hinaufgewagt habe, um zum Einen die nachbarliche Hecke gnadenlos zu stutzen — gerade dieser Nachbar ist sehr nett und hatte angeboten, sich selbst um die Hecke zu kümmern, aber das Risiko, ihn womöglich durch das Dach unseres Woodports stürzen zu sehen, wollten wir nicht eingehen. Die an seiner statt angebotene elektrische Heckenschere nahm ich dagegen gern an und wütete wie Arnold Schwarzenegger in „Conan der Barbar“. Das Gemetzel wird sich wohl im nächsten Jahr noch einmal wiederholen, denn diese Hecken scheinen mir erstaunlich langlebig zu sein.

Abdichtung — vielleicht…

Dann ging es an die Abdichtung einer bei starkem Regen nicht ganz dichten Stelle unseres Woodport-Dachs. Konstruktionsbedingt liegen mehrere gewellte Kunststoffplatten an dieser Stelle überlappend. Dummerweise ist das Material gleichzeitig weich genug, um nicht ganz in Form zu bleiben, und hart genug, um sich gegen die jeweils anderen Platten leicht zu verkanten. Im letzten Jahr habe ich mit Silikon die Lücken zu schließen versucht. Offensichtlich nicht zu 100 Prozent erfolgreich. Um die Dichtigkeit herzustellen, wurden gestern Schrauben, Unterlegscheiben und Muttern gekauft, die eben diese auseinander klaffenden Platten dicht aneinander binden. Nun fehlt bloß noch ein Regen, der eine Überprüfung des vermeintlichen Erfolgs dieser Aktion ermöglicht. Aber ausschauen tut's gut.

Regenrinne

Nun nähere ich mich endlich dem per Überschrift versprochenen Hauptteil des heutigen Blog-Eintrags: Der Regenrinne. Nachdem die ersten paar Regenschauer und — vor allem — die Schneeschmelze vorüber waren, kamen wir nicht umhin, die Notwendigkeit einer Regenrinne am tiefsten Ende des Dachs anzuerkennen, denn genau an diesem Ende betritt man nun einmal diese Brennholz-Verwahrstelle.

Obwohl der Bausatz dazu nun schon etliche Wochen im Keller lag, schob ich die Arbeit hinaus und hinaus, das heiße Wetter der vergangenen Wochen machte es mir noch einfacher, alles auch noch weiter zu vertagen. Heute früh ging ich aber um halb acht, als es noch recht kühl war, voller Elan an die Arbeit. Mit Erfolg, denn nun ist die Regenrinne montiert und an allen Ecken und Enden so fixiert, dass der manchmal gar zu stürmische Wind vermutlich erst einmal das Dach des Woodports davonreißen würde, bevor die Regenrinne samt Fallrohr (und Wasserklappe) verlustig ginge. Ja, ich öffne mal wieder das Fenster ob dieses schamlosen Eigenlobs…

Gleich noch ein Eigenlob (Fenster ist und bleibt offen)

Da ich gerade am Lob meiner eigenen Person und deren unglaublich faszinierender Fertigkeiten war, verweise ich hier gleich noch auf das, was nach den handwerklichen Leistungen kam: 92 Minuten Seilspringen. Heute habe ich beim Training wieder einmal ein Seil getötet, da es aufgrund meiner harten Inanspruchnahme des selbigen riss. Da das in der Vergangenheit mehrfach vorkam, müsste ich mal über einen entsprechenden Blog-Eintrag nachdenken.

Nachtrag (gleicher Tag, eine Stunde später):

Tatsächlich kam etwas Regen auf, man möchte es ja kaum glauben, ist aber wahr. Bislang wirkt das Dach dicht (schnell noch mal gegen meinen Holzkopf klopfen), auch das Ablaufen des Tröpfelwassers klappt hervorragend. Dennoch wollte „Es Marinsche“ wissen, ob denn das Wasser nicht hinten drüber schwallt. Eine interessante Frage, aber nach eingehender Überprüfung kann ich den fotografischen Beweis liefern, dass da nichts „hinaus schwallen“ kann, allenfalls ganz selten mal ein Tröpfchen abgeben. Und auch das wirklich nur selten.

Beweisfoto

Damit wäre dann der fotografische Beweis erbracht...

 

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Aktion: „Gemeinsam lesen“ – 8. August 2015

Aktion »Gemeinsam Lesen«

Aktion »Gemeinsam Lesen«

Vor ein paar Wochen habe ich zum ersten Mal an der Aktion „Gemeinsam lesen“ teilgenommen, letzte Woche zum zweiten Mal. Da ich ein neues Buch eingeschoben (und schon über die Hälfte verschlungen) habe, fühle ich mich geradezu verpflichtet, heute gleich wieder nachzulegen.

Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Seit vorgestern Abend lese ich „2001 — Odyssee im Weltraum“ von Arthur C. Clarke. Von den 1355 (iPhone-Größe) Seiten habe ich 873 bereits gelesen.

Arthur C. Clarke: 2001 — Odyssee im Weltraum

Ein Klassiker: „2001 - Odyssee im Weltraum“

Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Eine Sekunde später waren alle Geräusche von einem heulenden Dröhnen übertönt, das an einen herannahenden Tornado erinnerte. (S. 874)

Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Der gleichnamige Film von Stanley Kubrick ist ebenso legendär wie visionär und (abschnittsweise) unverständlich. Vom Lesen des Romans erhoffe ich mir mehr Klarheit über die eigentliche Handlung und vor allem das Ende (das im Film zwar für die Zeit faszinierend gestaltet, letztlich aber nicht „erhellend“ ist). Da es noch mehrere Fortsetzungen gibt, kann es gut sein, dass auch diese bald in einem ganz ähnlichen Rahmen hier vorgestellt werden.

Im Vorwort des Buchs erfuhr ich, dass der Roman sich auch in wissenschaftlichen Kreisen einer derart hohen Beliebtheit (und Verbreitung) erfreute, dass die Crews der ersten Mondlandungen mit dem Gedanken spielten, eine Falschmeldung über einen auf dem Mond gefundenen Monolithen loszulassen. Welch fantastischer Gedanke!

 

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