Apple Music – Erste Impressionen

Gleich vorweg: Ich habe keinerlei Vorerfahrungen mit anderen Streaming-Diensten, die ich zum Vergleich heranziehen könnte. Mir geht es bei diesem Eintrag lediglich darum, nach ein paar Tagen Benutzung ein erstes kurzes Zwischenergebnis aus meiner Sicht abzuliefern.

Der erste Eindruck ist: Wow! In den letzten Tagen habe ich nebenbei ganz viel Musik gehört, bei der ich mich vorher einfach nicht überwinden konnte, das Geld auszugeben. Nebenbei habe ich auch einige neue Alben über die Empfehlungslisten angehört, die mir ganz unbekannt waren. Ich habe das auf dem iPad, dem iPhone und dem iMac gemacht – und es hat sich auf allen drei Geräten sehr gut angefühlt. Auf dem iPad gibt es gelegentlich kurze Ladehemmungen, allerdings meist nur ein paar Sekunden, dann läuft alles gut.

Für mich als Musiklehrer löst Apple Music einige der altbekannten „Beschaffungsprobleme“, denn ich gehöre zu der Fraktion von Lehrern, die den Jugendlichen einen korrekten Umgang mit digitaler Musik vorleben möchten — wenn nicht ich als Musiklehrer das korrekt vormache, wer soll dann einen Wertemaßstab vermitteln?

Exkurs: An meiner früheren Schule (ein Internat für Hochbegabte) gab es für die Schüler fast rund um die Uhr 100 MBit-LAN. Dort wurde Musik nur noch in GB und TB gemessen, nicht etwa nach Qualität oder Geschmack. Ganz oft, wenn ich äußerte, einen Song oder Künstler nicht zu kennen, schallte es mir entgegen: „Dann bringen Sie doch einfach mal eine Festplatte mit, die mach’ ich Ihnen voll…“ – ich habe dieses Angebot kein einziges Mal wahrgenommen, denn als jemand, der gelegentlich auch Musik erschafft, sind mir die Existenznöte gerade kleinerer und wenig bekannter Acts durchaus einleuchtend. Wenn mir Musik gefällt und erschwinglich ist, kaufe ich sie.

Nun, seit Apple Music kann ich mir zum monatlichen Festpreis so ziemlich alles anhören. Ohne Extra-Kosten, ohne kaufen zu müssen. Der Dienst funktioniert sogar in meiner Schule (mit einem leider etwas zickigen Netzwerk, was das Streamen aus dem Internet angeht), zusätzlich kann man die Tracks auch daheim laden und für die Offline-Verwendung speichern. Problem gelöst.

Um eine langfristige Veränderung an meinem Musik-Konsumverhalten feststellen zu können, ist es noch viel zu früh, doch ein paar der sich nun neu ergebenden Möglichkeiten nutze ich bereits mehr denn je. Es ist und bleibt spannend.

 

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10 Gedanken zu „Apple Music – Erste Impressionen

  1. Es Marinsche kocht sagt:

    Ich bin total begeistert! Da ich mir zur Zeit keine „eigene“ Musik leisten kann…

    … ( wobei wir auch schon bei dem, für mich einzigen, Knackpunkt wären: für den monatlich Preis ist die Musik nur „geliehen“….gibt ein Steaming Dienst auf haben wir….äh…nichts….bzw. muss man sich im Klaren darüber sein das es für die Künstler…gerade auch weniger bekannte Nachwuchskünstler…kein lukratives Geschäft ist… )

    …ist Apple Music für mich DIE Lösung…ich liebe Musik quer durch die Genren…und lerne gerne Neues kennen.
    Beispiel: ich sitze im Auto und höre Musik….plötzlich….ein super Song….merken bzw. zur Not über die Radio Playlist raussuchen…Zuhause über Apple Music suchen….und genießen….über Social Media Kanäle neue Songs kennenlernen….suchen….genießen….und….da wären wir beim nächsten Vorteil: Playlists erstellen…oder ganze Alben ablegen und immer wieder hören…

    Die Playlists kann man sogar teilen….worum Apple sicherlich nicht traurig ist 😉…so können auch andere ( die diesen Streaming Dienst nutzen 😉 ) daran teilhaben und umgekehrt 😊 das wiederum ist versöhnlich was die Künstler Entlohnung angeht….die bekommen einen Anteil pro gespieltem Song ( da bin ich mir nicht ganz sicher…meine es aber so verstanden zu haben… )

    Meine ganz persönliche Neuentdeckung ( die ich ohne den Hinweis darauf nie gefunden hätte ):

    Ihr habt ein Faible für Psychologie, Soziologie oder einfach nur das Menschsein an sich? Ihr liebt das Leben mit all seinen Facetten? Dann tut Euch einen Gefallen und lernt Balbina kennen…sie erzählt in wunderbar naiv-intelligenten Bildern von Dir und mir….mit all unseren Schwächen und Stärken….berührt….und bewegt….das beste und poetischste seit langem, von dem was sich auf dem deutschen Musikmarkt tummelt…

    Wer hätte das gedacht…ein ganzes Album über das Grübeln….Balbina lässt uns dran teilhaben….erfrischend anders…out-of-mainstream….und gar nicht langweilig…und es lässt sich so herrlich darüber philosophieren…über die Zeit….über das Leben an sich….über unsere Gesellschaft…thumbs up!

    I LIKE 😊

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