Der Steve Jobs-Film

Steve Jobs Biopic

Ein Film, der ohne mich als Zuschauer auskommen muss...

Auf Twitter wird sich gerade wieder mächtig über die Verfilmung von Steve Jobs' Leben ausgetauscht — mich lässt das völlig kalt. Ich werde mir den Film ganz unabhängig von allen möglichen Filmkritiken nicht ansehen, denn er interessiert mich nicht ein bisschen. Apple an sich interessiert mich, da ich etliche der Produkte benutze und trotz einiger deutlicher Kritikpunkte hier und da weitgehend zufrieden damit bin.

Von Steve Jobs habe ich vor ein paar Jahren bereits eine gedruckte Biographie gelesen. Es war furchtbar, denn der Typ war im wahrsten Sinn des Wortes ein Ekel. Er war genial, aber menschlich in vielerlei Hinsicht absolut untragbar. Hätte er nicht das Schicksal von Apple innerhalb weniger Jahre umgekehrt, würde vermutlich kaum noch jemand von ihm sprechen. So wird der Erfolg von Apple oft ganz allein auf ihn zurückgeführt. Mittlerweile ist er fast vier Jahre tot, Apple gibt es immer noch, die Geschäfte laufen, neue Produkte kommen auf den Markt, werden gekauft…

Monokausale Begründungen sind mir immer suspekt, hier aber sind sie so eindeutig überzogen, dass man angesichts dieses verzweifelten Personenkults nur noch den Kopf schütteln kann. Und nun kommt noch ein Film über diese Person heraus. Mein Leben kann er nicht bereichern, mich nicht erfreuen. Also spare ich mir dieses zweifelhafte Vergnügen.

Wie sehr ihr das? Meinungen gerne in Kommentarform abgeben, ich freue mich!

 

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5 Gedanken zu „Der Steve Jobs-Film

  1. Mich interessiert Apple schon nicht sonderlich, da mir darum zu viel Hype gemacht wird. Und Jobs selbst – nee, auch nicht wirklich.

  2. Gina sagt:

    Du hast gewonnen:
    https://buchherz.wordpress.com/2015/07/04/gewinnspiel-und-gewonnen-hat/
    Herzlichen Glückwunsch! 🙂
    Liebe Grüße, Gina

  3. Runa Phaino sagt:

    De mortuis nihil nisi bene, 😉 —— Ich habe mal so eine Rede von ihm gefunden auf youtube, die fand ich ganz schön. Memento mori und so. Interessiert mich aber eigentlich auch nicht so dolle, der Typ.

    • solera1847 sagt:

      Das ist ja das Komische: Ich fand ihn zu Lebzeiten faszinierend, denn seine Präsentationen waren unschlagbar. Aber diese Obsession mit der Person, die eine Sache präsentiert – im Gegensatz zu den vielen Menschen, die dafür sorgen, dass diese Vision überhaupt Realität werden konnte – ist einfach nicht die meine. Noch dazu posthum.

      Die Reden, die es gibt, sind meistens ziemlich gut und auch dem Anlass gemäß passend. Aber das hat leider auch nichts mit seiner Biographie zu tun… Schade, gell?

      • Runa Phaino sagt:

        Na ja, das ist doch oft so, dass Menschen nach ihrem Tod glorifiziert werden. Ob berechtigterweise vermag ich hier nicht zu beurteilen. Aber ggf. Ist das auch einfach nur Business as usual, denn Apple profitiert doch sicherlich von seiner „Ikone“ – wage ich mal zu behaupten. – So kommt er dem Unternehmen + Mitarbeitern sogar zugute.

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