Ein fast ganzer Halbmarathon zum Frühstück

Meine wundervolle Frau und ich hatten heute früh eine Verabredung. Ausgemacht war die Sache schon vor ein paar Tagen, doch gestern war das Wetter derart mies, noch dazu musste ich bereits im Vormittag an einer Probe teilnehmen und mich davor entsprechend aufwärmen – zu knapp.

Heute früh war das Wetter auch nicht gerade aphrodisierend (ca. 8-9 Grad draußen, alles wolkenverhangen und Regen verheißend), aber die Verabredung stand. Also standen wir gegen 6:30 h auf, schlüpften in unsere Laufklamotten, erlaubten den Kindern einen Film auf DVD (die noch schlafende Jüngste wurde daraufhin von ihren ganz auf den Film erpichten Geschwistern kurzerhand zum Aufstehen „überredet“), stellten noch alle für ein Sonntagsfrühstück benötigten Utensilien bereit — und dann ging es los.

So ein Halbmarathon ist eine tolle Sache, wenn man sich nicht verzählt, wie es uns passiert ist. Während wir uns der Hälfte der Strecke näherten, kamen wir plötzlich auf die Idee, dass wir gar nicht mehr ganz genau wussten, wie weit ein Halbmarathon ist. Irgendwie waren wir uns sicher, dass es knapp über den 20 Kilometern liegen müsse, also rannten wir insgesamt 20,6 Kilometer (bei 5’37’’/Kilometer kam ich ganz schön ins Schwitzen, meine Frau ist halt deutlich besser trainiert).

Halbmarathon

Die harten Fakten zum (fast geschafften) Halbmarathon

Insgesamt waren wir ganz entspannt, ich wurde nur in zwei Situationen deutlich unentspannter: Hunde. Ohne Leine. Nachdem mich mal ein Hund beim Fahrradfahren mehr oder weniger anfallen wollte, bin ich da — ganz vorsichtig formuliert — zurückhaltend in meiner Begeisterung, wenn Herrchen/Frauchen zwei freilaufende Hunde gute 150 Meter entfernt von sich streunern lässt. Jogger, die mit ihrer olfaktorischen Keule (Schweiß) daherkommen, scheinen den einen oder anderen Hund dann doch etwas mehr zu interessieren, als es mir lieb ist. Doch auch diese zwei Mal überlebte ich (wenngleich mein Adrenalin-Spiegel jeweils deutlich anstieg, was sich dann beim Absinken nach ein paar Minuten nachteilig auswirkt, denn dann lässt die Leistungsfähigkeit von einem Moment auf den nächsten spürbar nach).

Schön war es, in großer Ruhe neben meiner Frau durch die Landschaft zu traben, denn wir beide genießen Ruhe — seit wir Lehrer und Eltern sind noch mehr als vorher. Oft herrscht um uns herum so viel Lärm, dass man glatt seine eigenen Gedanken nicht mehr ganz verfolgen kann. Beim Laufen sprechen wir in Abhängigkeit von den zu „erlegenden“ Höhenmetern nie besonders viel. Welch ein Genuss!

Als wir dann erschöpft und zufrieden daheim waren, kam die Hiobs-Botschaft. Es waren glatte 500 Meter zu wenig, um von einem echten Halbmarathon sprechen zu können. Dabei hatten wir am Ende extra noch eine Runde durch das Wohngebiet einzulegen, um ganz sicher zu sein. Aber da spielte uns der Mangel an Exaktheit unseres Vorwissens halt einmal einen kleinen Streich. Beim nächsten Halbmarathon hängen wir die 500 Meter einfach noch zusätzlich an, dann passt die Sache. Basta!

 

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