Leckere Wedges (selbstgemacht)

Eine kleine Vorgeschichte

Meine Frau und ich haben in den letzten Monaten (meine Frau schon seit Jahren, aber wie immer braucht's bei mir halt ein wenig länger) einige Experimentierlust an den Tag gelegt, wenn es darum geht, Lebensmittel selbst zuzubereiten, anstatt fertige Tiefkühlkost oder vergleichbare Sachen zu kaufen. Dabei geht es nicht um die Kosten, denn einerseits könnten wir es uns schon leisten und die guten Zutaten kosten meist ohnehin etwas mehr. Nein, uns leitet eher der Gedanke, genau wissen zu wollen, was im Essen so alles steckt (ohne dabei gleich päpstlicher als der Papst zu werden). Die verschiedenen Lebensmittelskandale der letzten Jahre haben uns zwar nicht persönlich betroffen, sensibilisiert haben sie uns allerdings. Darum bereiten wir selbst zu, was wir können, wenn es nicht zu viel Arbeit macht.

Wedges

Wir lieben Wedges. Die kann man zu fast allem essen, dabei schmecken sie auch noch super lecker! Heute habe ich sie zubereitet. Für fünf Personen (drei Kinder, die zum Teil deutlich größere Augen als Mägen haben) schäle ich dafür ca. 1,2 bis 1,3 kg Kartoffeln. Nach dem Schälen werden die Kartoffeln in die typische Keil- („Wedge“) Form gebracht, was im Vergleich zum Schälen meist sensationell schnell geht (und ich habe sogar noch alle Fingerkuppen, sogar völlig intakt).

Rohe Wedges

Die noch rohen und ungewürzten Wedges

Damit sie ein wenig Geschmack bekommen, werden diese rohen Wedges gewürzt: Paprikapulver (volle Lotte, nur keine falsche Bescheidenheit — das gibt später die herrliche Färbung), Salz (sehr maßvoll), Pfeffer (frisch gemahlen, nicht zu viel) und etwas Cayenne-Pfeffer (nicht meinen Kiddies stecken, die würden meine Wedges nie mehr essen, obwohl ich den Cayenne-Pfeffer seit Monaten jedes einzelne Mal drangemacht habe…). Mit etwas Olivenöl anmischen und verrühren (am besten mit einem dieser Küchen-/Chirurgen-Handschuhe), dann auf dem Blech (in unserem Fall: den Blechen) verteilen.

Würze

Die Würze im Entstehungsstadium

Wie man sehen kann, ist hier etwas Handarbeit notwendig, damit am Ende alle Wedges einzeln und nicht etwa übereinander liegen. Nur so werden sie so richtig geil knusprig.

Verteilung

Ohne diese etwas aufwändige Verteilung wird das nicht ganz so lecker...

Ab in den Ofen, Umluft bei 200 Grad (Celsius, Schlauberger!), alle paar Minuten etwas Feuchtigkeit abziehen lassen (sonst bleiben sie zu matschig), nach ca. 20 Minuten die Bleche tauschen. Insgesamt müssen die Wedges — in Abhängigkeit von der in den Kartoffeln enthaltenen Feuchtigkeit — ca. 45-50 Minuten gebacken werden. Der Maßstab ist die Farbe: Sobald mindestens alle goldbraun, am Ende gar etwas dunkler, sind, müsste es passen. Im Zweifelsfall noch ein oder zwei Minuten länger warten, Knusprigkeit ist Trumpf!

Fertig

Die fertigen Wedges, gerade frisch aus dem Ofen geholt.

Diese herrlichen Wedges gab es heute Abend! Mehr dazu gleich im separaten Blog-Eintrag zur Themenwoche „Fotos vom ehemaligen Essen — eine Reise durch die Vergänglichkeit heimischer Lebensmittel“.

 

 

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6 Gedanken zu „Leckere Wedges (selbstgemacht)

  1. Es Marinsche kocht sagt:

    Mmmmmmmmmhhhhhh….da läuft einem ja das Wasser im Mund zusammen 😳😀

  2. Arabella sagt:

    Ich aaaaaaauuuuucccchhhh!

  3. PRBC sagt:

    Machen wir auch immer gerne. Soooo lecker ❤️

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