Big Band Battle Aalen 2015

Letzten Mittwoch, 20. Mai 2015, fand der Big Band Battle 2015 in der Stadthalle Aalen statt. Mit von der Partie waren die Big Bands des Schubart Gymnasiums, meiner Schule (des Theodor-Heuss-Gymnasiums), des Kopernikus Gymnasiums und der Musikschule. Wie bei allen schulischen Ensembles durfte man keine absolute Perfektion, wohl aber ein gehöriges Ausmaß an Spielfreude erwarten — und da wurde wohl auch niemand enttäuscht. Ich zumindest hatte einige Freude beim Zuhören und Mitwirken.

Klar, jede Band hat ihre Eigenheiten, ihre Stärken und Schwächen, aber: Alle Bands gaben, was sie konnten, belohnten das Publikum mit soliden musikalischen Leistungen und bewiesen ihre fast unbändige Lust am Musizieren.

Hinter den Kulissen

Was dem Publikum dabei leider weitgehend verborgen bleibt, ist der lange Weg zu einem solchen Event. Die organisatorischen Vorarbeiten ziehen sich über einige Monate dahin (z.B. das Buchen der Stadthalle, damit sie an eben diesem Tag nicht durch andere Veranstaltungen belegt ist). Dazu müssen aber alle Mitwirkenden (gemeint sind die Leiter der jeweiligen Big Bands) eine sehr lange Zeit, fast ein Jahr, im Voraus festlegen, wann dieses grandiose Begegnungskonzert stattfinden soll. Erwischt man einen ungünstigen Termin, bleibt die Halle zur Hälfte leer — das ist dann enttäuschend für alle Teilnehmer.

Dann treffen sich ca. vier bis fünf Monate vorher nochmals alle Leiter, um sich hinsichtlich der Reihenfolge, der zur Verfügung gestellten Instrumente, des Blumenschmucks, der GEMA-Angaben, der zu spielenden Stücke (es soll ja nach Möglichkeit keine Dopplungen geben) und allem möglichen anderen Kram einig zu werden.

Und dann muss natürlich geprobt werden. Und ein Termin im Mai ist immer eine heiße Geschichte, weil in den Wochen davor das Abitur wie ein Orkan den Schulalltag auf den Kopf stellt. Bei so ziemlich jeder Band gibt es einen oder mehrere Abiturienten, die während des Prüfungszeitraums nur eingeschränkt oder gleich gar nicht zu den Proben kommen, und die über Wochen hinweg etwas abgeschlafft wirken, weil ihr Kopf vom vielen Lernen und Schreiben gleich „überquillt“.

Pulserhöhung kurz vor knapp

Und wie immer gehen kurz vor knapp noch einige Dinge gründlichst schief. In meinem Fall war es die letzte Probe vor dem Auftritt. Einen Tag vorher, der Bassist war morgens mit Krankheit nach Hause gegangen, sodass in der Probe die vereinende Bassstimme fehlte (wer da keine Erfahrungen hat, dem sei verraten, dass sich alle in einer Band mehr oder weniger bewusst immer an Bass und Schlagzeug orientieren, fehlt einer davon, klingt es grauslig). Geplant war eine ca. zwanzigminütige Durchspielprobe ohne großen Stress. Doch schon das erste Stück lief überhaupt nicht. Am Ende probten wir fast eine Stunde, und es klang über weite Strecken katastrophal. Niemand war im Einzelnen als Schuldiger zu benennen, es lief einfach nicht gut (oder nicht gut genug) zusammen.

Spaß machte diese Probe niemandem. Am Ende gab es einen Trost, denn jeder Musiker kennt die alte Regel: „Schlechte Generalprobe, gutes Konzert.“ Der Grund dafür ist einfach: Spüren die Musiker, dass die Probe schlecht war, strengen sie sich um Konzert gleich noch mehr an. In unserem Fall stimmte das, mit dem Ergebnis war ich sehr zufrieden — und gab der Band die nächste Probe (die wäre für die meisten Schüler nach Unterrichtsende am Freitag Nachmittag) frei. Das erhöht schlagartig die Stimmung…

Fazit

Trotz all dieser stressigen und langwierigen Vorbereitungen ist so ein Big Band Battle eine fantastische Angelegenheit, die die kulturelle Vielfalt einer städtischen Schullandschaft für ein breit gestreutes Publikum aller Altersklassen eindrucksvoll zur Schau stellt. In zwei Jahren soll es den nächsten geben — da bin ich wieder dabei!

 

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5 Gedanken zu „Big Band Battle Aalen 2015

  1. Es Marinsche kocht sagt:

    Ich liebe solche Events….das daraufhin arbeiten, fiebern…die feierliche Stimmung bei der Aufführung…samt Nachlese und Nachhall eines solchen Highlights 😊

  2. PRBC sagt:

    Spannend 😍

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