San Francisco Exploratorium

San Francisco ist meiner Ansicht nach eine der schönsten Städte der Welt, vielleicht sogar die schönste von allen. Ich wurde dort geboren, insofern sollte meine Voreingenommenheit in dieser Hinsicht nicht erstaunlich sein, allerdings würde mir die Stadt höchstwahrscheinlich auch dann noch genauso gut gefallen, wenn ich beispielsweise in Aalen geboren wäre.

In jeder Stadt gibt es ein paar Orte, die jeder kennt und als Tourist besucht. Und dann gibt es noch die eher versteckten, fast schon „geheim“ zu nennenden Plätze. Einen solchen möchte ich in diesem Eintrag vorstellen: Das San Francisco Exploratorium, im Netz zu finden unter dieser Adresse.

San Francisco Exploratorium

Das San Francisco Exploratorium (Quelle: Apple Maps)

Meine Beschreibung bezieht sich auf den Zustand im Jahr 2003, als ich zuletzt dort war, Änderungen sind bis heute unter Garantie vorgenommen worden.

Das Exploratorium sieht schon von außen faszinierend aus: Das langgezogene, innen grundsätzlich beinahe wie eine Lagerhalle anmutende Gebäude ist in Form eines aus einem kreisförmigen Schlauch ausgeschnittenen Viertels gehalten. Doch der wahre Zauber zeigt sich nach dem Betreten: Der gesamte Innenraum ist angefüllt mit Experimenten, die den Namen Exploratorium auch rechtfertigen. Kinder und Eltern können hier auf einer riesigen Fläche alle möglichen vorbereiteten Experimente unterschiedlichster Art selbsttätig und in eigenem Tempo durchführen. Ist eine Station besonders spannend, kann man dort gerne auch eine Weile bleiben, interessiert sie einen nicht (bei der zu bedienenden Altersspanne gibt es immer auch solche Stationen), geht man halt einfach weiter.

Das Kaleidoskop zum Betreten

Das Kaleidoskop zum Betreten

Für meine Frau und mich, die wir damals auf unserer Hochzeitsreise ein paar Stunden im Exploratorium verbrachten, waren vor allem die begehbaren Kaleidoskope interessant. Dazu hatte man in unterschiedlichen geometrischen Formen Stellwände so zueinander angeordnet, dass die verspiegelten Innenseiten nicht nur einen „Hauch von Versailles“ aufkommen ließen. Ab ungefähr 1,20 m über dem Boden bis hinauf zu ca. 2 m reichten die verspiegelten Innenseiten. Je nach gewählter geometrischer Form sah man unterschiedliche Unendlichkeitsreflexionen seiner selbst. Wir schlüpften also von unten hinein und konnten uns dann minutenlang an den sich bei jeder Bewegung wandelnden Reflexionen sattsehen.

Klingt nicht spektakulär? War es aber! Vermutlich kann man das nur beurteilen, wenn man es am eigenen Leib erlebt hat.

Alles in allem kann ich diesen Ort nur empfehlen, da er eine breite Palette an Altersschichten gleichermaßen zu bedienen weiß und dazu auch noch genau die ungestresste Atmosphäre verbreitet, die den Besucher einlädt, der eigenen Neugier und Experimentierlust ungehemmt nachzugehen. Oder mit den Worten Spocks: „Faszinierend.“

Sollte also einer meiner werten Leser irgendwann einmal nach San Francisco kommen: Ab ins Exploratorium! Die Lage ermöglicht auch die Kombination mit einem Spaziergang über die Golden Gate Bridge (doch dazu gibt es mehr in einem der nächsten San Francisco-Beiträge), zumindest, wenn man gut zu Fuß ist.

 

 

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2 Gedanken zu „San Francisco Exploratorium

  1. Für mich ist San Francisco die schönste Stadt, die ich bisher besucht habe. Die Lage, die nicht überdimensionierte Größe, das Flair, die Leute, die Umgebung – da hat mir einfach alles gefallen, selbst bei nebligem Wetter.

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